Diese Arbeit wurde im Modul „Logistik 3“ (5 P/L 33) angefertigt und behandelt die Thematik „Allgemeine Prioritätsregeln und der Prioritätsregel: Johnson Algorithmus“. Das Ziel dieser Ausarbeitung ist die Darstellung verschiedener Prioritätsregeln und anschließend eine ausführliche Erläuterung des Johnson-Algorithmus anhand eines Beispiels, worauf in der beigefügten Präsentation näher eingegangen wird. Der Johnson-Algorithmus stellt eine Möglichkeit der Durchlaufzeitminimierung in einem Mehrproduktunternehmen mit zwei Fertigungsstufen dar.
Der erste Teil der Arbeit gibt einen Überblick über die Notwendigkeit einer Arbeitsvorbereitung und der Reihenfolgenplanung. Anschließend wird das „Dilemma der Ablaufplanung“ vorgestellt. Im dritten Teil der Ausarbeitung handelt es sich um Prioritätsregeln, deren Varianten, Einsatzmöglichkeiten und um einen grundsätzlichen Ablauf einer Simulation. Im Anschluss folgen die Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Prioritätsregeln, welche die Grundlage für die „Prioritätsregel Johnson-Algorithmus“ ist. Eine ausführliche Erläuterung dazu befindet sich im Anhang dieser Arbeit in Form einer Power Point Präsentation.
Um die Notwendigkeit für die Verwendung von Prioritätsregeln im allgemeinen Sinne sowie die Anwendung des Johnson Algorithmus erläutern zu können, ist es sinnvoll mit der Thematik der Arbeitsvorbereitung zu beginnen und daraus die Ableitung für die „Prioritätsregel: Johnson Algorithmus“ zu bilden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Arbeitsvorbereitung
2.1 Reihenfolgenplanung
2.2 Das Dilemma der Ablaufplanung
3. Prioritätsregeln
3.1 Elementare Prioritätsregeln
3.2 Simulation optimaler Prioritätsregeln in der Ablaufplanung
3.3 Kombinationsmöglichkeiten von Prioritätsregeln
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der Darstellung von Prioritätsregeln in der Produktionswirtschaft und erläutert deren Anwendung zur Optimierung von Fertigungsabläufen, insbesondere im Kontext der Werkstattfertigung. Ein zentrales Ziel ist dabei die fundierte Auseinandersetzung mit dem sogenannten „Dilemma der Ablaufplanung“ sowie die Analyse, wie durch den Einsatz spezifischer Regeln oder deren Kombination eine verbesserte Zielerreichung in Mehrproduktunternehmen erzielt werden kann.
- Grundlagen der Arbeitsvorbereitung und Reihenfolgenplanung
- Analyse des Zielkonflikts zwischen Durchlaufzeitminimierung und Kapazitätsauslastung
- Systematische Vorstellung elementarer Prioritätsregeln
- Methodik der Simulation von Prioritätsregeln in der Ablaufplanung
- Potenziale und Methoden der Kombination verschiedener Prioritätsregeln
Auszug aus dem Buch
3.2 Simulation optimaler Prioritätsregeln in der Ablaufplanung
Um herauszufinden, welche Prioritätsregel die Ziele der Ablaufplanung am „besten“ erfüllt, können sog. Simulationen durchgeführt werden.
Um eine Simulation durchführen zu können, müssen vorab Kriterien für Maschinen und Aufträge festgelegt werden. Dabei werden unwichtige Kriterien, die in der realen Werkstattfertigung vorkommen, weggelassen. Es werden nur die wesentlichen Aspekte des Produktionsablaufs abstrakt dargestellt. Festzulegende Kriterien für die Maschinen sind die Anzahl der bearbeitenden Maschinen, die Reihenfolge der Maschinen, die ein Auftrag bis zur Fertigstellung durchlaufen muss sowie die Bearbeitungszeit, die pro Maschine für einen Auftrag aufgewendet werden muss. Als nächstes müssen Kriterien für die zu bearbeitenden Aufträge festgelegt werden. Dafür werden Daten eines jeden einzelnen Auftrages benötigt, wie z. B. die Reihenfolge der Maschinen, die der einzelne Auftrag durchlaufen muss bis zur Fertigstellung bzw. Auslieferung und die Bearbeitungszeit auf jeder Maschine.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Zielsetzung der Arbeit dar, welche die Darstellung verschiedener Prioritätsregeln und die Erläuterung des Johnson-Algorithmus zur Durchlaufzeitminimierung umfasst.
2. Arbeitsvorbereitung: Es werden die Aufgabenfelder der speziellen Arbeitsvorbereitung definiert und die Notwendigkeit der Reihenfolgenplanung für die anschließende Ablaufplanung herausgearbeitet.
2.1 Reihenfolgenplanung: Hier werden die Ziele der Maschinenbelegung erläutert und die Unterschiede zwischen Fließfertigung und Werkstattfertigung hinsichtlich der Reihenfolgenplanung aufgezeigt.
2.2 Das Dilemma der Ablaufplanung: Dieses Kapitel beschreibt den inhärenten Zielkonflikt zwischen der Minimierung von Durchlaufzeiten und der Maximierung der Kapazitätsauslastung in der Werkstattfertigung.
3. Prioritätsregeln: Hier wird in die Verfahren zur Lösung von Reihenfolgeproblemen eingeführt und die Bedeutung von Prioritätskriterien als Ausgangspunkt für die Regelbildung erläutert.
3.1 Elementare Prioritätsregeln: Es erfolgt eine detaillierte Vorstellung gängiger Regeln wie der KOZ-, LOZ-, GRB-, KRB-, WT-, SZ-, MAA- und WAA-Regel samt ihrer jeweiligen Prioritätskriterien.
3.2 Simulation optimaler Prioritätsregeln in der Ablaufplanung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise bei Simulationen zur Bewertung der Wirksamkeit von Prioritätsregeln anhand definierter Optimierungsziele.
3.3 Kombinationsmöglichkeiten von Prioritätsregeln: Abschließend werden Methoden zur additiven, multiplikativen oder alternativen Verknüpfung von Regeln vorgestellt, um eine verbesserte Zielerreichung zu ermöglichen.
Schlüsselwörter
Arbeitsvorbereitung, Reihenfolgenplanung, Ablaufplanung, Prioritätsregeln, Werkstattfertigung, Kapazitätsauslastung, Durchlaufzeit, Fertigungsstufen, Simulation, KOZ-Regel, Schlupfzeitregel, Zielkonflikt, Johnson-Algorithmus, Produktionswirtschaft, Fertigungsaufträge
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der allgemeinen Prioritätsregeln und speziell dem Johnson-Algorithmus innerhalb der Logistik und Produktionsplanung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Arbeitsvorbereitung, die Reihenfolgenplanung, das Dilemma der Ablaufplanung sowie verschiedene elementare und kombinierte Prioritätsregeln.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, verschiedene Prioritätsregeln darzustellen und aufzuzeigen, wie diese zur Minimierung von Durchlaufzeiten und zur effizienten Kapazitätsauslastung in Produktionsunternehmen beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Literatur sowie auf die Erläuterung der Methode der Simulation, um die Wirksamkeit von Prioritätsregeln zu beurteilen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Arbeitsvorbereitung, die Definition von Prioritätsregeln, die methodische Simulation dieser Regeln sowie die Darstellung von Möglichkeiten zur Kombination verschiedener Ansätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Ablaufplanung, Werkstattfertigung, Prioritätsregeln, Reihenfolgenplanung und Durchlaufzeitminimierung.
Was versteht man unter dem „Dilemma der Ablaufplanung“?
Es bezeichnet den Zielkonflikt, dass man in der Werkstattfertigung nicht gleichzeitig die Durchlaufzeiten minimieren und die Kapazitätsauslastung der Maschinen maximieren kann, da beide Ziele gegensätzliche Anforderungen an den Prozess stellen.
Warum wird in der Literatur empfohlen, Prioritätsregeln zu kombinieren?
Da einzelne elementare Prioritätsregeln oft nur spezifische Ziele gut erfüllen, können kombinierte Regeln (additiv, multiplikativ oder alternativ) in der Regel bessere Gesamtergebnisse bei der Zielerreichung liefern.
- Quote paper
- Katharina Kaufmann (Author), 2017, Allgemeine Prioritätsregeln und Prioritätsregel. Johnson-Algorithmus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442420