Das Angebot im Internet steigt heutzutage weiterhin sehr schnell, obwohl die Fülle von Homepages und Angeboten, im allgemeinen, von jedermann der in der „World Wide Web“ surft, zu sehen ist.
Aufgrund einer solchen Masse von potentiellen Kunden im World Wide Web ist es kein Wunder, dass auch die Unternehmen ins Internet drängen und versuchen, hier ihre Produkte an den Mann oder an die Frau zu bringen.
Ein überhöhter Anspruch und Nachfrage, nicht nur von Unternehmen, sondern auch von Privaten Personen, führt zu rechtlichen Schwierigkeiten und Problemen bei der Wahl des Domain-Namens.
Diese rechtlichen Probleme werden im folgenden Bericht analysiert und erklärt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Internationale Aspekte
2.1. Der Begriff Domain-Name
2.2. Technische Erklärung des Domain-Namens
2.3. Historische Evolution
2.4. Konsequenzen des NSI-Monopols
3. Inländische Aspekte
3.1. Entstehung eines Domain-Namens
3.2. Allgemeines Domainschutzrecht
3.2.1 Anspruch aus Namensrecht §12 BGB
3.2.1.1 Bürgerliche Namen
3.2.1.2 Städtenamen
3.2.1.3 Öffentliche Einrichtungen
3.2.2 Anspruch aus Firmenrecht
3.2.3 Anspruch aus Markenrecht
3.2.4 Anspruch aus Wettbewerbsrecht
3.2.5 Sonstige Ansprüche
3.2.5.1 Schutz an Teilen von Domainnamen
3.2.5.2 Generische Domainnamen
3.2.6 Schreibfehler und Bindestriche
3.2.7 Domainsharing
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die rechtlichen Problematiken und Herausforderungen, die durch die steigende Nachfrage nach Domain-Namen im Internet entstehen. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen und Privatpersonen ihre Rechte gegenüber unrechtmäßigen Registrierungen durch Dritte, insbesondere im Kontext von "Domain-Grabbing", geltend machen können.
- Grundlagen des Domain-Name-Systems (DNS) und dessen historischer Entwicklung.
- Analyse der rechtlichen Ansprüche auf nationaler Ebene, insbesondere aus Namens-, Firmen- und Markenrecht.
- Bewertung wettbewerbsrechtlicher Abwehransprüche gegen Domain-Grabber.
- Untersuchung von Spezialfällen wie Städtenamen, generischen Domains und Domain-Sharing.
- Darstellung der aktuellen Rechtsprechung und bestehender Rechtsunsicherheiten.
Auszug aus dem Buch
Anspruch aus Namensrecht §12 BGB
Laut §12 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), stellt die Registrierung eines Domainnamens bei der Denic eG und die Eintragung auf dem lokalen Namenserver, ein Namensgebrauch. Das heißt das im Fall einer unrechtmäßigen Registrierung, muss man den Namensrecht des rechtmäßigen Trägers bestreiten.
Alleine durch die unrechtmäßige Registrierung des Domainnamens, verschafft sich der Antragsteller ein Ausschlussrecht gegenüber dem Berechtigten, und hindert ihn daran, von seinem Namensrecht Gebrauch zu machen. Bei einer Verletzung des Namensrecht steht dem Berechtigten ein Beseitigungsanspruch, der auf Freigabe der blockierten Domains gerichtet ist, zu (§12 S.1 BGB). Daneben ist auch ein Unterlassungsanspruch begründet (§12 S.2 BGB).
Auch Gleichnamige können bereits die Domain belegt haben. Da grundsätzlich jeder das Recht seiner Namensnutzung hat, bildete die Rechtsprechung sehr schnell das internationale Schiedsgericht, genannt ICANN (Institut Assigned Names and Numbers Authority). Dieses Schiedsgericht entscheidet über die Übertragung von Domains. Zum Beispiel, musste die Privatperson Shell, trotzt vorzeitiger Registrierung den Domainnamen www.shell.de an die gleichnamige Firma Shell abgeben, da das Unternehmen in der Interessenabwägung eine stärkere Position für sich in Anspruch nehmen konnte (OLG München, Az 6 U 5557/98).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung beleuchtet die rasante Zunahme der Internetnutzung und die daraus resultierenden rechtlichen Konflikte bei der Wahl von Domain-Namen.
2. Internationale Aspekte: Das Kapitel erläutert die technischen Grundlagen von Domains, die historische Entwicklung des Internets und die Kritik am Monopol der Network Solution Inc. (NSI).
3. Inländische Aspekte: Hier werden detailliert die nationalen rechtlichen Möglichkeiten behandelt, Domains gegen unbefugte Dritte zu schützen, inklusive Marken-, Firmen- und Wettbewerbsrecht.
Schlüsselwörter
Domain-Name, DNS, Domain-Grabbing, Namensrecht, §12 BGB, Markenrecht, Wettbewerbsrecht, §1 UWG, DENIC, Firmenrecht, Rechtsunsicherheit, Verwechslungsgefahr, Prioritätsprinzip, Internetrecht, Domainsharing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den rechtlichen Problemen und Schwierigkeiten bei der Wahl und Registrierung von Internet-Domain-Namen im nationalen und internationalen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Schutz von Domain-Namen gegenüber unberechtigten Dritten, insbesondere unter Berücksichtigung des Namens-, Marken- und Wettbewerbsrechts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und der einschlägigen Rechtsprechung, um aufzuzeigen, welche Handlungsmöglichkeiten Inhaber von Namensrechten bei einer Domain-Blockierung haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine juristische Analyse auf Basis von Gesetzesgrundlagen (BGB, MarkenG, UWG, HGB) und einer Auswertung aktueller Gerichtsurteile.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in internationale Aspekte, wie die DNS-Struktur und historische Entwicklung, sowie inländische Aspekte, die detailliert Schutzansprüche gegen Domain-Grabber beleuchten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Domain-Grabbing, Namensrecht, Wettbewerbsrecht, Markenrecht, DENIC und die entsprechende deutsche sowie internationale Rechtsprechung.
Warum ist die Rolle der DENIC eG in dieser Arbeit relevant?
Die DENIC eG ist die zentrale Vergabestelle für Domains in Deutschland; die Arbeit thematisiert, dass diese zwar registriert, aber die Rechtmäßigkeit der Anträge aufgrund fehlender gesetzlicher Spezifikationen nicht proaktiv prüft.
Wie beurteilt die Arbeit den Schutz von Städtenamen?
Städtenamen werden als lukrative Werbemittel betrachtet, genießen jedoch keinen automatischen Schutz und können nur über die allgemeine Regelung des §12 BGB gegen unberechtigte Registrierungen verteidigt werden.
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- Christoph Hahnkamm (Author), 2002, Schutz von Domains im nationalen und internationalen Bereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4425