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FSAP-Studien: Vergleich der Bankensysteme: Deutschland und Vereinigtes Königreich

Title: FSAP-Studien: Vergleich der Bankensysteme: Deutschland und Vereinigtes Königreich

Seminar Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dimitrina Georgieva (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Der Internationale Währungsfond (IWF) und die Weltbank haben heute 184 Mitglieder und sind diesen unmittelbar rechenschaftspflichtig. Der IWF fördert die internationale Zusammenarbeit in der Geld- und Währungspolitik, gibt den Mitgliedstaaten wirtschaftspolitischen Rat, leistet technische Hilfe und stellt kurzfristige Kredite bereit, um Ländern bei Zahlungsbilanzschwierigkeiten zu helfen. Die Weltbank unterstützt die langfristige wirtschaftliche Entwicklung und die Bekämpfung der Armut, indem sie Entwicklungs- und Schwellenländern im Rahmen von Projekten technische und finanzielle Hilfe leistet und strukturelle Reformen unterstützt. Der IWF ist eher kurzfristig ausgerichtet und wird hauptsächlich durch Kapitaleinlagen und Finanzzuweisungen seiner Mitgliedstaaten durch Emissionen von Anleihen. Seit den 90er Jahren ist der IWF verstärkt in Entwicklungsländern tätig, um die gesamtwirtschaftlichen Voraussetzungen für Wachstum und Armutsbekämpfung zu verbessern.
Das Financial Sector Assessment Program (FSAP) wurde 1999 als gemeinsames Programm vom IWF und der Weltbank ins Leben gerufen, um nach den Finanzkrisen der 90er Jahre in verschiedenen Schwellenländern die Überwachung der Stabilität des globalen Finanzsystems zu intensivieren. Schwellenländer bildeten den Schwerpunkt der bisher durchgeführten 50 FSAP- Untersuchungen. Inzwischen wurden aber auch einige Industrieländer geprüft, so etwa 2002/2003 Großbritannien und 2003 Deutschland.
Im Rahmen des FSAP werden die Finanzsysteme der Mitgliedstaaten einer umfassenden Analyse unterzogen, um gemeinsam mit den nationalen Regierungen und den Aufsichtsbehörden mögliche Schwachstellen zu identifizieren und gegebenenfalls entsprechende Handlungsstrategien zur Senkung der Schockanfälligkeit der Finanzsysteme zu entwickeln. Der Fokus des FSAP richtet sich somit klar auf die Prävention und nicht auf die Bewältigung akuter Krisen.
Die Länder der G20 haben sich verpflichtet, bei der Beachtung der Standards und Codes des FSAP mit gutem Beispiel voranzugehen. Damit erhielt der IWF ein umfassendes Mandat zur Überprüfung des Finanzsektors in diesen Ländern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Aufbau der Bankensysteme

2.1. Deutschland

2.2. Großbritannien

3. Aussagen des IWFs zur Stabilität der Bankensysteme

3.1. Deutschland

3.1.1. Makroökonomischer Hintergrund

3.1.2. Bankenaufsicht

3.1.3. Stresstests

3.1.4. Ertragssituation und Strukturprobleme

3.2. Großbritannien

3.2.1. Makroökonomischer Hintergrund

3.2.2. Aufsichtsstrukturen

3.2.3. Stresstests

3.2.4. Finanzmärkte und Risikosituation

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Bankensysteme von Deutschland und dem Vereinigten Königreich basierend auf den FSAP-Berichten des Internationalen Währungsfonds (IWF), um deren jeweilige Stabilität und Struktur unter die Lupe zu nehmen.

  • Strukturvergleich der deutschen und britischen Bankensysteme
  • Analyse der bankenaufsichtlichen Rahmenbedingungen in beiden Ländern
  • Bewertung der Stabilität durch IWF-Stresstests
  • Untersuchung makroökonomischer Einflussfaktoren auf das Finanzsystem
  • Identifikation länderspezifischer Herausforderungen und Strukturprobleme

Auszug aus dem Buch

3.1.4. Ertragssituation und Strukturprobleme

Die Ertragslage und Struktur der deutschen Kreditwirtschaft stellen ein länderspezifisches Problem dar. So konstatiert der IWF, dass die Ertragslage in allen Bankengruppen schlechter sei als im europäischen Ausland. Gleichzeitig stellt der Währungsfonds fest, dass in allen kreditwirtschaftlichen Gruppen die Schwächen auf der Einnahmeseite (Zins- und Provisionsüberschuss) zurückzuführen und das Ergebnis einer längerfristigen strukturellen Entwicklung seien. Innerhalb des Sparkassen- und des Genossenschaftsbereichs, der mehr als drei Viertel aller Kreditinstitute in Deutschland auf sich vereint, herrscht wegen des Regionalprinzips praktisch kein Wettbewerb.

Der IWF schlägt folgende Maßnahmen vor:

- Lockerung des Regionalprinzips bei Sparkassen und auch Genossenschaftsbanken, weil es wettbewerbsbeschränkend wirke und ein Hindernis für eine Beteiligung Dritter an diesen Instituten sei.

- Änderung im System der Institutssicherung, um Marktaustritte und damit Kapazitätsreduzierungen zu ermöglichen. Das bedeutet, Genossenschaftsbanken und Sparkassen sollen ihre Marke und ihre Kunden künftig nicht mehr in gleicher Weise durch ihren Haftungsverbund schützen können, sondern sie sollen in Konkurs gehen können.

- Abschaffung der öffentlichen Rechtsform von Sparkassen und Umwandlung von Sparkassen und Genossenschaftsbanken in börsennotierte Kapitalgesellschaften. Kreditinstitute sollen sich also nun in Konzernstrukturen börsennotierter Aktiengesellschaften organisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung erläutert die Rolle von IWF und Weltbank und führt in das Financial Sector Assessment Program (FSAP) als Instrument zur Stabilitätsüberprüfung von Finanzsystemen ein.

2. Aufbau der Bankensysteme: Dieses Kapitel beschreibt die grundlegende Struktur der Banken in Deutschland und Großbritannien, wobei insbesondere auf das Universalbankensystem und die Rolle der Zentralbanken eingegangen wird.

3. Aussagen des IWFs zur Stabilität der Bankensysteme: Hier werden die Ergebnisse der IWF-Untersuchungen zu Deutschland und Großbritannien detailliert dargestellt, unterteilt in makroökonomische Hintergründe, Aufsicht, Stresstests und spezifische Risiken.

4. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass der IWF trotz einzelner Kritikpunkte beiden Ländern eine umfassende Stabilität bescheinigt.

Schlüsselwörter

IWF, FSAP, Bankensystem, Deutschland, Großbritannien, Stabilität, Bankenaufsicht, Stresstests, Universalbanken, Trennbankensystem, Finanzsystem, Finanzmärkte, Risikosituation, Zentralbank, Kreditwirtschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die Bankensysteme Deutschlands und Großbritanniens auf Basis der FSAP-Berichte des IWF.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Aufbau der Bankensysteme, die jeweilige Bankenaufsicht, die Ergebnisse von Stresstests sowie strukturelle Herausforderungen in der Kreditwirtschaft.

Was ist das Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Evaluierung der Stabilität der Finanzsysteme beider Länder durch eine unabhängige Institution wie den IWF.

Welche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse der FSAP-Berichte und der darin enthaltenen ökonomischen Daten und Schlussfolgerungen des IWF vorgenommen.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in den strukturellen Vergleich der Bankentypen und die detaillierte Auswertung der IWF-Berichte hinsichtlich makroökonomischer Faktoren und Aufsichtsstrukturen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe IWF, FSAP, Bankensystem, Stabilität und Finanzaufsicht charakterisiert.

Welche spezifischen Probleme sieht der IWF bei deutschen Banken?

Der IWF kritisiert insbesondere die Ertragsschwäche auf der Einnahmeseite und die durch das Regionalprinzip bedingte Wettbewerbsbeschränkung im Sparkassen- und Genossenschaftssektor.

Wie unterscheidet sich die Aufsicht in Großbritannien?

Großbritannien nutzt mit der Financial Services Authority (FSA) eine einheitliche und selbstständige Aufsichtsbehörde, die in einem abgestimmten Rahmen mit der Bank of England und dem Treasury zusammenarbeitet.

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Details

Title
FSAP-Studien: Vergleich der Bankensysteme: Deutschland und Vereinigtes Königreich
College
Saarland University
Grade
1,7
Author
Dimitrina Georgieva (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V44281
ISBN (eBook)
9783638419109
Language
German
Tags
FSAP-Studien Vergleich Bankensysteme Deutschland Vereinigtes Königreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dimitrina Georgieva (Author), 2005, FSAP-Studien: Vergleich der Bankensysteme: Deutschland und Vereinigtes Königreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44281
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