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Gegenüberstellung der Anforderungsprofile für die Beinarbeit im Tennis und im Handball

Title: Gegenüberstellung der Anforderungsprofile für die Beinarbeit im Tennis und im Handball

Diploma Thesis , 2001 , 157 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mirja Eggen (Author)

Sport - Theory and Practice
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Die Leistungsdichte im Spitzensport ist aufgrund zunehmender Professionalisierung auf allen Ebenen in den letzten Jahren und Jahrzehnten größer geworden. Die Leistungsunterschiede haben immer mehr abgenommen, die Spitze ist immer weiter zusammengerückt und die sogenannten „Kleinen“ können immer öfter auch die „Großen“ besiegen. Für eine ideale Leistungsentwicklung wird heute in den meisten Lehrbüchern verschiedener Sportarten empfohlen, auf eine allzu frühe Sportart-Spezialisierung zugunsten der Ausbildung möglichst breiter und allseitiger Bewegungsanlagen zu verzichten. Eine breite Bewegungsanlage verhindert nicht nur einseitige Belastungen und Monotonie von leistungsorientiert trainierenden Jugendlichen, sondern bildet vor allem im Kindes- und Jugendalter eine gute koordinative Basis für das Erlernen neuer und vielfältiger Bewegungen. (s. u.a. STRAKERJAHN 1991, TROSSE 2001) Auf dieser Grundlage wird in der Trainingspraxis häufig das Betreiben einer zweiten Sportart empfohlen, die auf der einen Seite die Ausbildung einer breiten Bewegungsanlage unterstützen soll, und andererseits die erste Sportartsofern es ähnliche Bewegungsmuster gibt - sinnvoll ergänzen kann. Ein Beispiel aus der Praxis soll dies bestärken: Magnus WISLANDER, schwedischer Nationalspieler und Leistungsträger beim Handball-Bundesligisten THW Kiel, erklärt und begründet den eigenen sportlichen Weg gegenüber MEMMERT (1999, 12) dazu wie folgt: "Wichtig in meiner Jugendzeit ist gewesen, daß wir viel Spaß hatten, und es war nicht so wichtig, wie wir trainiert haben. Es war Spaß mit dem Ball. Nach Schulschluß sind wir sofort auf den Sportplatz gegangen, um zu spielen. In meiner Freizeit habe ich nur mit dem Ball gespielt; manchmal Fußball, manchmal Eishockey oder auch Handball..." Ähnliches lässt sich auch aus vielen anderen Bewegungsbiographien erfolgreicher Sportler feststellen. Beispielsweise hat Bernhard Kempa, der als Handballer im nationalen und internationalen Bereich etliche Titel gewinnen konnte, erst im Alter von 47 Jahren mit dem Tennisspielen begonnen - und dabei als sogenannter Autodidakt sogar zwei Weltmeistertitel gewonnen (im Seniorenbereich). (EMDER ZEITUNG 2000, 15) Aber es gibt auch eine ganze "Reihe von Vorteilen, die für eine sportspielübergreifendeAnfängerausbildungin den großen Sportspielen Handball, Fußball, Basketball und Volleyball, aber auch im Rugby, im Feld-/Eishockey oder sogar im Tennis sprechen."

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Anforderungen im Sport

2.1 Die sportliche Leistung

2.2 Unterschiedliche Leistungskomponenten

2.2.1 Technik / Koordination

2.2.2 Taktik

2.2.3 Kondition

2.2.3.1 Ausdauer

2.2.3.2 Schnelligkeit

2.2.3.3 Kraft

2.2.3.4 Beweglichkeit

2.3 Zielgruppe/-n und Eingrenzungen

3 Beinarbeit im Tennis

3.1 Technik / Koordination

3.1.1 Abwehr / Verteidigung

3.1.1.1 Start in die Verteidigungs-Beinarbeit

3.1.1.2 Laufen zur Verteidigungs-Position

3.1.1.3 Einnehmen der Verteidigungs-Haltung

3.1.2 Angriff

3.1.2.1 Beginn der Angriffs-Beinarbeit

3.1.2.2 Laufen zum Treffpunkt

3.1.2.3 Schlagstellungen

3.2 Taktik

3.2.1 Abwehr / Verteidigung

3.2.1.1 Übergang in die Verteidigungsbeinarbeit

3.2.1.2 Laufen zur Verteidigungs-Position

3.2.1.3 Lage der Verteidigungs-Position

3.2.2 Angriff

3.2.2.1 Übergang in die Angriffsbeinarbeit

3.2.2.2 Laufen zum Treffpunkt

3.2.2.3 Einnehmen der Schlagstellungen

3.3 Kondition

3.3.1 Ausdauer

3.3.2 Schnelligkeit

3.3.3 Kraft

3.3.4 Beweglichkeit

4 Beinarbeit im Handball

4.1 Technik / Koordination

4.1.1 Abwehr

4.1.1.1 Stellungen

4.1.1.2 Elementare Lauf- und Bewegungstechniken

4.1.2 Angriff

4.1.2.1 Wurftechniken

4.1.2.2 Elementare Lauf- und Bewegungstechniken

4.2 Taktik

4.2.1 Abwehr

4.2.2 Angriff

4.3 Kondition

4.3.1 Ausdauer

4.3.2 Schnelligkeit

4.3.3 Kraft

4.3.4 Beweglichkeit

4.3.5 Konditionelle Anforderungen für den Gegenstoß

5 Gegenüberstellung der Anforderungsprofile für die Beinarbeit im Tennis und Handball

5.1 Technik / Koordination

5.1.1 Abwehr / Verteidigung

5.1.1.1 Start in die Verteidigungs-Beinarbeit und Laufen zur Verteidigungs-Position

5.1.1.2 Einnehmen der Verteidigungs-Haltung

5.1.2 Angriff

5.1.2.1 Start in die Angriffs-Beinarbeit und Laufen zum Treffpunkt

5.1.2.2 Einnehmen der Schlagstellung und Beinarbeit während der Schlagphase

5.2 Taktik

5.2.1 Abwehr

5.2.2 Angriff

5.3 Kondition

5.3.1 Ausdauer

5.3.2 Schnelligkeit und Antizipation

5.3.3 Kraft

5.4 Zusammenfassung

6 Schlußfolgerungen für die Praxis

7 Fazit und Schlußbemerkungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anforderungsprofile der Beinarbeit im Tennis und Handball, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Bereichen Technik, Koordination, Kondition und Taktik aufzuzeigen und die Eignung eines sportspielübergreifenden Trainings zu bewerten.

  • Anforderungsprofile von Tennis und Handball im Vergleich
  • Bedeutung der Beinarbeit als leistungslimitierender Faktor
  • Technisch-koordinative und konditionelle Voraussetzungen
  • Taktische Handlungsoptionen im Angriff und in der Abwehr
  • Implikationen für das leistungsorientierte Training im Kindes- und Jugendalter

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Start in die Verteidigungs-Beinarbeit

Direkt im Anschluß an die Ausschwungphase der Schlagbewegung setzt die Verteidigungs-Beinarbeit ein. Am einfachsten und zeitlich günstigsten ist dabei der Start aus einer zuvor eingenommenen sogenannten festen Schlagstellung, bei der aus dem festen Stand und nicht aus dem Sprung geschlagen wird. Weiterhin ist es besonders günstig für die anschließende Verteidigungs-Beinarbeit, wenn die vorangegangene Schlagstellung eine (bein-) offene war. (s.u.) In diesem Fall braucht "das außen stehende Bein am Ende des Ausschwungs nur das Körpergewicht auf das innen stehende Bein zurückzuschieben" (HESS 1992, 120). Wird aus einer mehr (bein-) seitlichen Stellung geschlagen, wird es etwas schwieriger und der Zeitaufwand größer, weil ein bzw. zwei Schritte mehr nötig sind: Entweder wird das Gewicht zunächst wieder auf den hinteren Fuß verlagert, um dann den vorderen Fuß nach innen zu setzen, oder man stellt den hinteren Fuß neben den vorderen, verlagert auf diesen kurzfristig das Gewicht auf denselben, um sich dann von diesem nach innen zur Verteidigungs-Position hin abzustoßen. (s. HESS 1992, SCHÖNBORN 1998a) Deutlich schlechter verhält es sich mit dem Übergang in die Verteidigungs-Beinarbeit aus (bein-) geschlossenen Schlagstellungen, bei denen das vordere Bein weit nach außen aufgesetzt wird. "So muß immer nach der Ausschwungphase das hintere Bein in einem langen Bogen herumgeführt und das Körpergewicht kurzfristig auf es verlagert werden, ehe mit der eigentlichen Verteidigungs-Beinarbeit in Richtung Verteidiguns-Position ... begonnen werden kann." (HESS 1992, 121) Ähnlich ist es bei halbfesten Schlagstellungen und bei Schlägen aus dem Sprung. Hier verschlechtern sich die Startbedingungen jedoch um so mehr, je mehr horizontale Schwerpunktbewegung nach dem Treffen noch übrig geblieben ist und erst einmal durch einen oder zwei Bremsschritte zur Ruhe gebracht werden muß. Insgesamt ist dieser Start immer dann komplizierter und zeitaufwendiger, "je mehr die nach dem Schlagen abzubremsende Bewegungsrichtung des Körperschwerpunktes in eine Richtung geht, die der Verteidigungs-Position entgegengesetzt ist." (HESS 1992, 121)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Leistungsdichte im Spitzensport und die Bedeutung einer breiten, sportspielübergreifenden Ausbildung für eine optimale Leistungsentwicklung.

2 Anforderungen im Sport: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Komponenten der sportlichen Leistung wie Technik, Taktik, Kondition und Psyche, die das individuelle Anforderungsprofil eines Sportlers bilden.

3 Beinarbeit im Tennis: Das Kapitel analysiert die spezifischen Anforderungen an die Beinarbeit im Tennis, wobei die Bedeutung der Technik/Koordination als leistungslimitierender Faktor besonders hervorgehoben wird.

4 Beinarbeit im Handball: Hier werden die handballspezifischen Anforderungen an die Beinarbeit untersucht, mit Fokus auf die Bedeutung der Technik, Taktik und Kondition für die individuelle Spielfähigkeit.

5 Gegenüberstellung der Anforderungsprofile für die Beinarbeit im Tennis und Handball: Dieses Kapitel führt einen direkten Vergleich der Anforderungsprofile beider Sportarten durch, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Beinarbeit herauszuarbeiten.

6 Schlußfolgerungen für die Praxis: Das Kapitel leitet aus dem Vergleich Konsequenzen für den systematischen Trainingsaufbau im Nachwuchsbereich ab und bewertet die Eignung eines parallelen Trainings beider Sportarten.

7 Fazit und Schlußbemerkungen und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Eignung und den Mehrwert einer Kombination von Tennis und Handball für die Beinarbeit.

Schlüsselwörter

Beinarbeit, Tennis, Handball, Anforderungsprofil, sportliche Leistung, Technik, Koordination, Taktik, Kondition, Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft, Beweglichkeit, Antizipation, Spielfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit einem sportartübergreifenden Vergleich der Anforderungen an die Beinarbeit in den Sportarten Tennis und Handball.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Leistungskomponenten Technik, Koordination, Kondition und Taktik und deren spezifische Bedeutung für die Bewegungsabläufe in beiden Sportarten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Anforderungsprofilen zu analysieren, um zu prüfen, ob sich beide Sportarten sinnvoll ergänzen und ein paralleles Betreiben für die sportliche Leistung förderlich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse und Gegenüberstellung der sportwissenschaftlichen Anforderungsprofile und Lehrpläne beider Disziplinen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Anforderungen an die Beinarbeit, getrennt nach Tennis (Kapitel 3) und Handball (Kapitel 4), sowie deren anschließende vergleichende Gegenüberstellung (Kapitel 5).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Beinarbeit, Anforderungsprofil, sportliche Leistung, Technik, Koordination und Kondition charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Beinarbeit im Tennis von der im Handball?

Während im Tennis die Beinarbeit stark von seitlichen Bewegungen und schnellen Richtungswechseln geprägt ist, dominiert im Handball das aktive, oft vertikale Herausarbeiten von Positionen gegen einen direkten Gegenspieler unter Körperkontakt.

Welche Rolle spielt die Antizipation für die Beinarbeit?

In beiden Sportarten ist Antizipation essenziell, um Bewegungen frühzeitig einzuleiten; im Tennis bezieht sie sich primär auf den Ballflug, im Handball stärker auf das Verhalten der Mit- und Gegenspieler.

Excerpt out of 157 pages  - scroll top

Details

Title
Gegenüberstellung der Anforderungsprofile für die Beinarbeit im Tennis und im Handball
College
Sport Academy Cologne
Grade
1,0
Author
Mirja Eggen (Author)
Publication Year
2001
Pages
157
Catalog Number
V44292
ISBN (eBook)
9783638419208
Language
German
Tags
Gegenüberstellung Anforderungsprofile Beinarbeit Tennis Handball
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirja Eggen (Author), 2001, Gegenüberstellung der Anforderungsprofile für die Beinarbeit im Tennis und im Handball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44292
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