Jedes Jahr reisen laut der katholischen Organisation Missio 400.000 deutsche Männer ins Ausland, um sich dort sexuelle Dienstleistungen zu kaufen. Was motiviert diese Männer, aber auch zunehmend Frauen, in ferne Länder zu reisen, mit dem Ziel bei Prostituierten sexuelle Befriedigung zu finden, da doch auch überall in Deutschland Bordelle zu finden sind? Ist es das Klischee der exotischen Frau und die ungezwungene Urlaubsatmosphäre, die den tristen Alltag und die ‚emanzipierten Frauen’ in Deutschland vergessen lassen?
„Forschungen über Prostitutionstouristen haben aus vielen Gründen gesellschaftliche Relevanz. Zum einen ist der Prostitutionstourismus ein Geschäft, bei dem die ‚Waren’ Frau und kaufbarer Sex auf der einen Seite stehen und [...] Männer als Käufer auf der anderen. Prostitutionstouristisches Verhalten ist sexistisch und rassistisch, da es auf einseitigen und unumkehrbaren Ausbeutungsverhältnissen zwischen Frauen und Männern und zwischen Industrie- und sog. Entwicklungsländern beruht.“
Wenn Menschen zu einer ‚Ware’ werden, dann hat das einen bitteren Nachgeschmack. Das Phänomen des sexuell motivierten Touristen ist nicht neu, jedoch sind das quantitative Ausmaß und die hochorganisierte Form teilweise in den Zielgebieten in erschreckender Weise angewachsen.
Noch vor einigen Jahren wurden mit den ‚Bumsbombern nach Thailand’ Schlagzeilen gemacht und die Prostitutionstouristen wurden vom Zielgebiet und der Tourismusindustrie als lukrative Einnahmequelle gesehen und gefördert. Heutzutage ist diesbezüglich ein Schritt in die richtige Richtung erkennbar. Vor allem die Tourismusindustrie ist sich ihrer moralischen Verantwortung bewusster geworden, aber auch die Zielgebiete fördern den Tourismus nicht mehr um jeden Preis. Vor allem im Bereich der sexuellen Ausbeutung von Kindern durch Touristen können sich die Beteiligten nicht mehr ihrer Verantwortung entziehen.
Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung
0.1 Problemstellung
0.2 Stand der Forschung und Untersuchungsgegenstand
0.3 Zielsetzung
0.4 Gang der Arbeit
1 Die Sexualität aus psychologischer und moralischer Sicht
1.1 Die theoretischen Ansätze
1.1.1 Der instinkttheoretische und ethologische Ansatz
1.1.2 Der psychoanalytisch-triebtheoretische Ansatz
1.1.3 Der behavioristisch-biopsychologische Ansatz
1.1.4 Der kognitive Ansatz
1.1.5 Der humanistische Ansatz
1.1.6 Der evolutionäre Ansatz
1.1.7 Abschließende Betrachtung
1.2 Die Sexualität
1.2.1 Begriffsabgrenzung
1.2.2 Die psychosexuelle Entwicklung
1.2.3 Die Triebunterdrückung
1.2.4 Die Sexualität in Verbindung mit den Geschlechterrollen
1.2.5 Die Sexualität im Zusammenhang mit Macht
1.2.6 Das Sexualverhalten
1.2.7 Abschließende Betrachtung
1.3 Die Moral
1.3.1 Definition Moral und Ethik
1.3.2 Der Unterschied zwischen Moral und Ethik
1.3.3 Die Funktion von Moral
1.3.4 Abschließende Betrachtung
1.4 Die herrschende Moral
1.4.1 Verstoß gegen die herrschende Moral
1.4.2 Kulturelle Unterschiede der Moral
1.4.3 Zusammenhang zwischen Recht und Moral
1.4.4 Recht vs. Moral
1.4.5 Unterschied zwischen Sittennormen und Rechtsnormen
1.4.6 Abschließende Betrachtung
1.5 Sexualmoral
1.5.1 Kulturelle Unterschiede der Sexualmoral
1.5.2 Triebverdrängende Sexualmoral
1.5.3 Normkonformes Sexualverhalten
1.5.4 Abnormes Sexualverhalten
1.5.5 Doppelmoral
1.5.6 Die Verhandlungsmoral als neue Sexualmoral
1.5.7 Fallstudie Kinsey
1.6 Fazit
2 Die Prostitution als Folge der Sexualität unter moralischen Gesichtspunkten
2.1 Prostitution und Sexualität als Ware der Gesellschaft
2.1.1 Begriffsbestimmung Prostitution
2.1.2 Die Zwangsprostitution
2.1.2.1 Kinderprostitution als Form der Zwangsprostitution
2.1.2.2 Menschenhandel
2.1.2.3 Kinderhandel als Form von Menschenhandel und Zwangsprostitution
2.1.3 Die Prostitution als Spiegel der Doppelmoral
2.2 Prostitution in Deutschland
2.2.1 Rechtliche Situation
2.2.2 Zahlen und Fakten
2.2.3 Freier im Inland
2.2.4 Exkurs: Im Gespräch mit einem Bordellbesitzer
2.3 Fazit
3 Prostitution und Tourismus im Zusammenhang - unter psychologischen und gesellschaftlichen Aspekten
3.1 Tourismus
3.1.1 Ursprünge des Tourismus
3.1.2 Motive der Touristen
3.2 Prostitutionstourismus
3.2.1 Begriffsbestimmung Prostitutionstourismus
3.2.2 Tourismus als Auslöser für Prostitution - Prostitution als Auslöser für Tourismus
3.3 Die männlichen Prostitutionstouristen
3.3.1 Typisierungen
3.3.2 Angestrebte Beziehungsformen
3.3.2.1 Kurzer sexueller Kontakt
3.3.2.2 Längerfristiger sexueller Kontakt
3.3.2.3 Suche nach der Lebenspartnerin
3.3.2.4 Suche nach der ‚besonderen Frau’
3.3.2.5 Ungeplanter, spontaner sexueller Kontakt
3.3.3 Motivationen
3.3.3.1 Preis
3.3.3.2 Bequemlichkeit und Sex ohne Verantwortung
3.3.3.3 Macht
3.3.3.4 Abnormes Sexualverhalten und die Vermeidung strafrechtlicher Verfolgung
3.3.3.5 Anonymität
3.3.3.6 Emanzipation
3.3.3.7 Exotik
3.3.3.8 Emotionalität
3.3.3.9 Regeneration
3.3.4 Abschließender Vergleich zwischen Prostitutionstouristen und Freiern im Inland
3.4 Die weiblichen Prostitutionstouristen
3.4.1 Typisierungen
3.4.2 Motivationen
3.4.2.1 Bestätigung der Weiblichkeit
3.4.2.2 Das Klischee der Fremdartigkeit
3.4.2.3 Macht
3.4.2.4 Emotionale Bindung und Romanze
3.5 Die Prostituierten
3.5.1 Strukturelle Unterschiede und Arten der Prostitution
3.5.2 Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Prostituierten
3.6 Fazit
4 Die allgemeinen Auswirkungen des Tourismus auf das Zielgebiet im Zusammenhang mit dem Prostitutionstourismus
4.1 Wirtschaftliche Auswirkungen
4.1.1 Die Erhöhung des Bruttoinlandsproduktes
4.1.2 Die Verbesserung der Zahlungsbilanz
4.1.3 Die Förderung der Regionalentwicklung
4.1.4 Die Steigerung der öffentlichen Einnahmen
4.1.5 Die Verbesserung des Einkommensniveaus durch Schaffung neuer Arbeitsplätze
4.2 Soziokulturelle Auswirkungen
4.2.1 Akkulturation und Demonstrationseffekt
4.2.2 Sozialstruktur und Tradition
4.2.2.1 Familienstruktur
4.2.2.2 Stellung der Frau
4.2.2.3 Soziale Hierarchie
4.2.2.4 Umsiedlung
4.2.3 Kultur und Tradition
4.2.4 Werte und Moral
4.2.5 Gesundheit
4.2.5.1 HIV/Aids im Allgemeinen
4.2.5.2 HIV/Aids im Zusammenhang mit Tourismus
4.2.6 Kriminalität: Drogen, Terrorismus, Verbrechen
4.2.7 Völkerverständigung
4.3 Fazit
5 Zielgebiete des Prostitutionstourismus
5.1 Thailand
5.1.1 Landesstruktur und Bevölkerung
5.1.2 Wirtschaft
5.1.3 Prostitution und Tourismus
5.1.3.1 Entstehung der Prostitution
5.1.3.2 Aktuelle Lage
5.1.3.3 Zwangsprostitution
5.1.3.4 HIV/Aids
5.1.4 Religion
5.1.5 Sexualität
5.1.6 Die Rolle der Frau in der Gesellschaft
5.1.7 Der rechtliche Aspekt der Prostitution
5.2 Kambodscha
5.2.1 Landesstruktur und Bevölkerung
5.2.2 Wirtschaft
5.2.3 Prostitution und Tourismus
5.2.3.1 Enstehung
5.2.3.2 Aktuelle Lage
5.2.3.3 Zwangsprostitution
5.2.3.4 HIV/Aids
5.2.4 Religion
5.2.5 Die Rolle der Frau in der Gesellschaft
5.2.6 Der rechtliche Aspekt der Prostitution
5.3 Kenia
5.3.1 Landesstruktur und Bevölkerung
5.3.2 Wirtschaft
5.3.3 Prostitution und Tourismus
5.3.3.1 Entstehung
5.3.3.2 Aktuelle Lage
5.3.3.3 Zwangsprostitution
5.3.3.4 HIV/Aids
5.3.4 Religion
5.3.5 Sexualität
5.3.6 Die Rolle der Frau in der Gesellschaft
5.3.7 Der rechtliche Aspekt der Prostitution
5.4 Jamaika
5.4.1 Landesstruktur und Bevölkerung
5.4.2 Wirtschaft
5.4.3 Prostitution und Tourismus
5.4.3.1 Entstehung
5.4.3.2 Aktuelle Lage
5.4.3.3 Zwangsprostitution
5.4.3.4 HIV/Aids
5.4.4 Religion
5.4.5 Die Rolle der Frau und des Mannes in der Gesellschaft
5.4.6 Der rechtliche Aspekt der Prostitution
5.5 Kuba
5.5.1 Landesstruktur
5.5.2 Wirtschaft
5.5.2.1 Wirtschaftfaktor Tourismus
5.5.2.2 Aktuelle Lage
5.5.3 Prostitution und Tourismus
5.5.3.1 Entstehung
5.5.3.2 Aktuelle Lage
5.5.3.3 Zwangsprostitution
5.5.3.4 HIV/Aids
5.5.4 Religion
5.5.5 Die Rolle der Frau in der Gesellschaft
5.5.6 Der rechtliche Aspekt der Prostitution
5.6 Fazit: Die Länder im Vergleich
6 Maßnahmen aller am Tourismus beteiligten Akteure und ihr Umgang mit Prostitution und Prostitutionstourismus
6.1 Das Zielgebiet
6.1.1 Rechtliche Maßnahmen
6.1.1.1 Verbot oder Legalisierung von Prostitution
6.1.1.2 Registrierung der Prostituierten am Beispiel Thailand
6.1.1.3 Vorverlagerung der Sperrzeit am Beispiel Thailand
6.1.1.4 ‚Ausgehsperren’ für Frauen am Beispiel Thailand
6.1.1.5 Lizenzvergabe
6.1.2 Lenkung der Touristenströme
6.1.2.1 Einreisepolitik
6.1.2.2 Strukturpolitik
6.1.3 Bildungspolitik
6.1.3.1 Bildungspolitik am Beispiel Kuba
6.1.3.2 Eine speziell auf Tourismus bezogene Bildungspolitik am Beispiel Kuba
6.1.4 Informationspolitik
6.1.4.1 Information der eigenen Bevölkerung
6.1.4.2 Information der Touristen
6.1.5 Gesundheitspolitik
6.1.5.1 Allgemeine Maßnahmen im Bereich HIV/Aids
6.1.5.2 Die Präventionskampagne: ’100 % Condom Campain’ am Beispiel Thailand
6.1.5.3 Patentrechtregelung für Medikamente am Beispiel Thailand
6.1.6 Finanzpolitik
6.1.6.1 Steuererhebungen
6.1.6.2 Finanzpolitik am Beispiel Kuba
6.1.7 Die Vermarktung und Darstellung des Landes
6.1.7.1 Information der Reisenden über Geschlechtskrankheiten und Prostitution
6.1.7.2 Imagedarstellung des Landes
6.2 Das Herkunftsland
6.2.1 Gesundheitspolitik
6.2.1.1 Aids-Präventionsmaßnahmen am Beispiel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
6.2.1.2 Weitere mögliche Aids-Präventionsmaßnahmen der BZgA
6.2.2 Informationspolitik
6.2.3 Schulung des Moral- und Verantwortungsbewusstseins
6.2.4 Finanzielle Unterstützung von Organisationen und Entwicklungsdiensten
6.3 Die Tourismusindustrie
6.3.1 Reiseveranstalter
6.3.1.1 Reiseprospekte als Verkaufsinstrument
6.3.1.2 Weitere mögliche Maßnahmen
6.3.1.3 Sozialverantwortliches Reisen am Beispiel Studiosus
6.3.2 Fluggesellschaften
6.3.2.1 Inflight-Videos zur Sensibilisierung des Fluggastes
6.3.2.2 Einsatz des Inflight-Spots „Kindermissbrauch ist kein Kavaliers-delikt“
6.3.2.3 Die interkulturelle Verständigung am Beispiel der deutschen Luft-hansa
6.3.3 Hotels
6.3.3.1 Mögliche Maßnahmen
6.3.3.2 Verhaltenskodex in der Hotelbranche
6.3.4 Reisebüros
6.3.5 Medien
6.3.5.1 Reiseführer
6.3.5.2 Stadtpläne
6.4 Die Nichtregierungsorganisationen
6.4.1 Maßnahmen im Zielgebiet
6.4.1.1 Die Unterstützung der Prostituierten am Beispiel von Empower
6.4.1.2 Erfolgreiche Medienberichterstattung am Beispiel von P.E.A.C.E.
6.4.2 Maßnahmen im Herkunftsland
6.4.2.1 Exterritorialprinzip
6.4.2.2 Aufklärungs- und Bildungsarbeit
6.4.3 Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der Reiseindustrie
6.4.3.1 Code of Contact
6.4.3.2 Trainingsprogramm Child Wise Tourism
6.4.3.3 Aufklärungsarbeit
6.5 Fazit
7 Schlussbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen Sexualität, gesellschaftlicher Moral und der Prostitution. Ziel ist es zu ergründen, ob Prostitution als moralisch verwerflich einzustufen ist oder eine notwendige, wenn auch problematische Ausprägung gesellschaftlicher Strukturen darstellt. Dabei werden insbesondere die psychologischen Hintergründe, soziokulturelle Auswirkungen des Tourismus sowie die Rolle und Verantwortung verschiedener Akteure im Prostitutionstourismus analysiert und kritisch hinterfragt.
- Psychologische Hintergründe der menschlichen Sexualität und Triebtheorien
- Moralische Konzepte, gesellschaftliche Normen und der Einfluss der Doppelmoral
- Analyse des Phänomens Prostitutionstourismus in ausgewählten Entwicklungs- und Schwellenländern
- Wirtschaftliche und soziokulturelle Auswirkungen des Tourismus auf die Zielgebiete
- Verantwortungszuweisung und Lösungsansätze für die Tourismusindustrie, Staaten und NGOs
Auszug aus dem Buch
1.1.2 Der psychoanalytisch-triebtheoretische Ansatz
Die wichtigsten Impulse für eine Triebtheorie menschlichen Verhaltens stammen von Sigmund Freud (1915), dessen theoretische Konzeption für die menschliche Motivation viele Jahrzehnte einen zentralen Ansatz für die weitere Motivationsforschung bildete. Freud beschreibt Triebe als eine aus dem Körperinneren kommende, konstant wirkende Kraft, ohne bewussten Zweck. Diese Kraft kommt ohne Mitwirkung des Bewusstseins und des Denkens zustande und wird dann aber bewusst erlebt. Sie bewegt oder treibt den Menschen zu den Handlungen an, durch die eine Befriedigung und damit eine Aufhebung des Reizzustandes an der Triebquelle erreicht wird. Psychologisch wird dieser Prozess als Triebbefriedigung erlebt. In vielfältiger Weise beeinflussen nach Freud Triebe und triebhafte Impulse, die aus dem Unterbewussten aufsteigen, unbewusst sowohl Handlungen als auch Gedanken und Gefühle, auch wenn zu deren Verständnis zumeist rationale Erklärungen bereitgehalten werden.
Freud nahm an, dass der Mensch über angeborene Triebe verfügt. Hierbei handelt es sich um Systeme, die Spannungen erzeugen und an Körperorgane gebunden sind. Ursprünglich setzte Freud zwei grundlegende Triebe voraus:
• Zum einen den Trieb, der sich auf das Ego (Ich) oder die Selbsterhaltung wie Hunger, Durst und anderer existentielle körperliche Bedürfnisse bezog.
• Zum anderen den von Freud Eros benannten Trieb, der mit sexuellem Verlangen und mit der Arterhaltung zusammenhing.
Freud zeigte auf, dass derselbe Trieb, bspw. der Sexualtrieb, direkt durch Geschlechtsverkehr oder auch indirekt, bspw. durch sexuelle Witze oder Mittel der Kunst, Ausdruck finden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung, den Forschungsstand sowie die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit.
1 Die Sexualität aus psychologischer und moralischer Sicht: Dieses Kapitel erörtert verschiedene psychologische Ansätze zur Sexualität, definiert Moral und Sexualmoral und diskutiert den Einfluss von Geschlechterrollen und Machtverhältnissen.
2 Die Prostitution als Folge der Sexualität unter moralischen Gesichtspunkten: Hier wird die Prostitution als gesellschaftliches Phänomen beleuchtet, inklusive der Begriffsbestimmung, der rechtlichen Situation in Deutschland und der Rolle der Doppelmoral.
3 Prostitution und Tourismus im Zusammenhang - unter psychologischen und gesellschaftlichen Aspekten: Dieses Kapitel analysiert die Motive von männlichen und weiblichen Prostitutionstouristen und vergleicht diese mit den Motivationen von Freiern im Inland.
4 Die allgemeinen Auswirkungen des Tourismus auf das Zielgebiet im Zusammenhang mit dem Prostitutionstourismus: Eine Untersuchung der ökonomischen und soziokulturellen Effekte des Tourismus auf Zielgebiete, inklusive Gesundheitsaspekten wie HIV/Aids.
5 Zielgebiete des Prostitutionstourismus: Eine detaillierte Analyse spezifischer Länderbeispiele hinsichtlich ihrer Struktur, Wirtschaft, Religion und rechtlichen Aspekte in Bezug auf Prostitution.
6 Maßnahmen aller am Tourismus beteiligten Akteure und ihr Umgang mit Prostitution und Prostitutionstourismus: Dieses Kapitel diskutiert Handlungsoptionen für Staaten, Reiseindustrie und Nichtregierungsorganisationen zur Lenkung oder Bekämpfung von negativen touristischen Auswirkungen.
7 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die moralische Verantwortlichkeit der Akteure zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Sexualität, Prostitution, Tourismus, Sextourismus, Moral, Doppelmoral, Triebtheorie, HIV/Aids, Geschlechterrollen, Ethik, Menschenhandel, Kinderprostitution, Empowerment, Machtverhältnisse, Zwangsprostitution
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle von Sexualität, Moral und Tourismus, insbesondere mit dem Phänomen des Prostitutionstourismus und dessen gesellschaftlichen Ursachen und Folgen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zu den Schwerpunkten gehören psychologische Theorien der Sexualität, die gesellschaftliche Konstruktion von Moral, die Auswirkungen des Tourismus auf Entwicklungsregionen sowie Maßnahmen zur Regulierung des Prostitutionstourismus.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Das Ziel ist es darzustellen, inwiefern Prostitution mit gesellschaftlichen Normen verknüpft ist, ob sie als moralisch verwerflich gilt und in welchem Maße Tourismus die Ausbreitung der Prostitution beeinflusst oder verstärkt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine umfassende Literaturanalyse nationaler und internationaler Forschungsergebnisse sowie auf die Auswertung von Statistiken und Experteninterviews.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Sexualpsychologie, die Analyse des Prostitutionsbegriffs, eine Untersuchung von Zielgebieten des Prostitutionstourismus sowie eine Erörterung politischer und touristischer Handlungsmaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Prostitutionstourismus, Moral, Sexualität, Doppelmoral, HIV/Aids, Geschlechterrollen und gesellschaftliche Verantwortung.
Welche Rolle spielt die Doppelmoral in der Arbeit?
Die Doppelmoral wird als wesentlicher Erklärungsfaktor identifiziert, der die ungleiche Bewertung von männlichem und weiblichem Sexualverhalten sowie die Stigmatisierung von Prostituierten bei gleichzeitiger Duldung der Nachfrage durch Männer beschreibt.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Tätertypen?
Basierend auf psychoanalytischen Ansätzen und Studien unterscheidet die Arbeit verschiedene Täterprofile, etwa den anal-sadistischen oder oral-regressiven Typ, um die zugrundeliegenden psychischen Motive der Sextouristen zu verdeutlichen.
Was sind konkrete Handlungsvorschläge im Umgang mit Sextourismus?
Die Arbeit schlägt u. a. die Sensibilisierung durch Aufklärungskampagnen (z. B. Inflight-Videos), die Stärkung des Moralbewusstseins durch Bildung, rechtliche Maßnahmen wie das Exterritorialprinzip sowie eine enge Kooperation zwischen Reiseveranstaltern und NGOs vor.
- Citar trabajo
- Sandra Wengertsmann (Autor), Annette Graf (Autor), 2005, Prostitutionstourismus. Psychologische Ursachen, gesellschaftliche Auswirkungen und soziale Verantwortung der beteiligten Akteure, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44296