Im Unterricht gilt es, die wechselseitige Beziehung zwischen Lehrer, Unterrichtsstoff und Schülern so zu gestalten, dass ein größtmöglicher Lernerfolg entsteht. Die Wissensübermittlung steht hierbei im Fokus. Sowohl Schüler, Lehrer als auch Unterrichtinhalt beeinflussen sich gegenseitig und stehen in ständigem Austausch zueinander. Als Lehrperson ist es daher wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass die Kommunikation im Unterricht dabei eine große Rolle einnimmt, da sie ein Träger der Wissensvermittlung ist. Sich bewusst an unterschiedlichen Kommunikationstechniken zu orientieren, kann helfen die Lernerfolge von Schülern zu steigern. Im Folgenden möchte ich zwei Kommunikationstechnologien kurz erläutern und abschließend auf die Frage eingehen, welche dieser Technologien wirksamer bzw. effizienter für die Wissensvermittlung geeignet ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Didaktische Kommunikation
3. Mündliche Technologien
4. Schriftliche Technologien
5. Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Effizienz verschiedener Kommunikationsformen in der Wissensvermittlung zu untersuchen und zu analysieren, wie Lehrer durch den gezielten Einsatz mündlicher und schriftlicher Technologien den Lernerfolg von Schülern nachhaltig steigern können.
- Bedeutung der Kommunikation als Träger der Wissensvermittlung
- Differenzierung zwischen mündlichen und schriftlichen Kommunikationstechnologien
- Die Rolle der Lehrperson bei der Gestaltung interaktiver Unterrichtsprozesse
- Vorteile der Visualisierung und Strukturierung durch schriftliche Medien
- Wechselwirkung und Synergieeffekte zwischen Sprechen, Zeigen und Schreiben
Auszug aus dem Buch
Die Rolle von Kommunikationstechnologien im Unterricht
Sowohl bei der mündlichen als auch der schriftlichen Kommunikationstechnologie steht die Thematisierung und Darstellung des fachlichen Wissens im Vordergrund. Bei beiden Kommunikationsformen handelt es sich um eine Methode oder eine Hilfestellung, um die eigentliche Intention, die Übermittlung des Fachwissens, zu erreichen. Der Grund weshalb sich Lehrer solcher Kommunikationstechnologien bedienen müssen liegt darin, dass sich das Wissen nicht ohne weiteres auf die Schüler übertragen lässt. Der Lehrer ist darauf angewiesen, dass die Schüler die von ihm dargestellten Wissensinhalte für sich nachvollziehen und somit lernen.
Bei der Darstellung eines Wissensinhalts handelt es sich also nicht um eine einfache Abbildung des Wissens, sondern der Lehrer muss diese aktiv hervorbringen (vgl. ebd. S.916). Dabei bieten sich ihm verschiedene Vorgehensmöglichkeiten. Er kann eine stellvertretende Darstellung wählen, die bereits vorhanden ist und das Thema weitgehend für ihn illustriert. Er kann eine verkörpernde Darstellung einnehmen, indem er seinen eignen Körper zur Veranschaulichung benutzt. Er kann eine hervorbringende Darstellung wählen, indem er ein Experiment vor der Schülergruppe durchführt, oder ein Tafelbild erstellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wechselseitige Beziehung zwischen Lehrer, Unterrichtsstoff und Schülern und definiert die Kommunikation als zentralen Träger der Wissensvermittlung.
2. Didaktische Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert die Komplexität didaktischer Kommunikation und die Problematik einer zu starken Vereinfachung bei der Darstellung unterrichtlicher Einflussfaktoren.
3. Mündliche Technologien: Hier wird das darstellende Sprechen des Lehrers, etwa durch Lehrerfragen oder Lehrerkommentare, als flüchtige, aber interaktionsfördernde Technologie analysiert.
4. Schriftliche Technologien: Das Kapitel beschreibt, wie das Zeigen und Festhalten von Wissen mittels schriftlicher Medien kognitive Entlastung bietet und eine dauerhafte Strukturierung ermöglicht.
5. Zusammenfassung und Fazit: Der Abschlussteil resümiert, dass erst die geschickte Kombination aus mündlicher Interaktion und schriftlicher Visualisierung eine erfolgreiche Wissensvermittlung sicherstellt.
Schlüsselwörter
Unterrichtskommunikation, Wissensvermittlung, Didaktik, mündliche Technologie, schriftliche Technologie, Lehrer-Schüler-Interaktion, Visualisierung, Lernprozess, Unterrichtsgespräch, Lehrerfrage, Tafelbild, Wissensdarstellung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Kommunikation im Unterricht und untersucht, wie verschiedene Technologien zur effektiven Übermittlung von Fachwissen zwischen Lehrern und Schülern beitragen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die didaktische Kommunikation, die Unterscheidung zwischen mündlicher und schriftlicher Wissensvermittlung sowie die methodische Gestaltung von Interaktionsräumen im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es herauszuarbeiten, welche Kommunikationsformen am effizientesten sind, um Wissensinhalte bei Schülern nachhaltig zu verankern und den Lernerfolg zu maximieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse didaktischer Kommunikation, insbesondere unter Rückgriff auf soziologische Erkenntnisse zur Kommunikation unter Anwesenden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil differenziert zwischen mündlicher Wissensvermittlung (z.B. Lehrergespräch) und schriftlicher Wissensvermittlung (z.B. Tafelbilder) und beleuchtet deren jeweilige Vor- und Nachteile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Wissensvermittlung, Unterrichtskommunikation, Didaktik, Interaktion sowie der Gegensatz zwischen Flüchtigkeit des Gesprochenen und Dauerhaftigkeit des Geschriebenen.
Inwiefern beeinflusst die "Flüchtigkeit" des Sprechens den Unterricht?
Die Arbeit stellt fest, dass mündliche Kommunikation zwar sehr interaktiv ist, aber kognitive Vorgänge nicht ausreichend visualisieren kann, weshalb sie durch schriftliche Medien ergänzt werden muss.
Warum ist das Tafelbild laut Autor so bedeutend?
Das Tafelbild dient als Schnittstelle, an der sich die Technologien des Sprechens, Zeigens und Schreibens kreuzen und somit eine besonders effektive Stabilisierung des Lernprozesses ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Elena Schreer (Autor:in), 2016, Welche Kommunikationsformen nutzen Lehrer zur Wissensübermittlung und welche ist am effizientesten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443072