Mehr als 10 % der Weltbevölkerung leben in einem Gebiet, das weniger als zehn Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die dort lebende Bevölkerung ist potentiellen Küstennaturgefahren ausgesetzt, wie beispielsweise Tsunamis, Starksturmereignissen, Überflutungen usw. Trotzdem lebt, aus verschiedenen Gründen, ein überprozentualer Anteil der Weltbevölkerung in diesen Gebieten. Küstenräume sind sowohl siedlungstechnisch als auch wirtschaftlich sehr bedeutend, andererseits sind sie jedoch durch die niedrige Lage und die Expositioniertheit gegenüber Küstennaturgefahren einem gewissen Risiko ausgesetzt.
Die Hafenstadt Semarang in Indonesien ist aufgrund ihrer Lage einem hohen Flutrisiko ausgesetzt und immer wieder von extremen Überschwemmungen betroffen. Die überwiegend anthropogen verursachten Landabsenkungen in diesem Gebiet führen zur Transgression der Küstenlinie, wodurch große Teile der Stadt permanent oder zumindest zeitweise überflutet werden. Aufgrund der geringen Ressourcen und Kapazitäten, die den Bewohnern dort zur Verfügung stehen, weisen diese Stadtgebiete eine erhöhte Vulnerabilität gegenüber Naturgefahren auf.
Im Rahmen dieser Hausarbeit soll untersucht werden, wie die betroffene Bevölkerung mit den Naturgefahren in Semarang umgeht und welche sozialen Anpassungsstrategien sie entwickelt haben. Dazu soll zunächst eine Verortung der Stadt Semarang erfolgen und allgemeine Daten und Informationen zur Stadt gegeben werden. Darauffolgend sollen die Ursachen der Gezeitenhochwasser in Semarang untersucht werden und die Frage beantwortet werden, wie betroffene Einwohner mit den Herausforderungen umgehen. Können sie sich vor den Gefahren schützen und wenn ja, wie? Welche Rolle spielen Regierung und NGO´s? In einem abschließenden Fazit sollen die maßgeblichen Erkenntnisse zusammengetragen und ein möglicher Ausblick in die Zukunft gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ursachen der Gezeitenhochwasser in Semarang
- Naturgefahren, Vulnerabilität, Resilienz
- Anpassungsstrategien
- Rückzug
- Schutz
- Leben mit dem Risiko
- Räumliche Unterschiede
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Anpassungsstrategien der Bevölkerung in Semarang, Indonesien, im Umgang mit den Herausforderungen des häufigen Gezeitenhochwassers. Der Fokus liegt auf der Analyse der Ursachen des Meeresspiegelanstiegs in Semarang, den daraus resultierenden Naturrisiken und der Vulnerabilität der Bevölkerung.
- Ursachen des Gezeitenhochwassers in Semarang (z.B. Landabsenkung, Grundwasserentnahme)
- Naturgefahren und deren Auswirkungen auf die Stadt (z.B. Überflutungen, Erosion)
- Vulnerabilität der Bevölkerung gegenüber Naturgefahren
- Anpassungsstrategien der Bevölkerung (z.B. Rückzug, Schutz, Leben mit dem Risiko)
- Rolle von Regierung und NGOs bei der Bewältigung der Herausforderungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik des Meeresspiegelanstiegs und der Küstenüberflutungen dar, insbesondere im Kontext der Hafenstadt Semarang. Sie hebt die Bedeutung des Themas und die Forschungsziele hervor.
- Ursachen der Gezeitenhochwasser in Semarang: Dieses Kapitel untersucht die Ursachen des Meeresspiegelanstiegs in Semarang. Es beleuchtet die Rolle der Landabsenkung, die durch hohe Bebauungsdichte und Grundwasserentnahme verursacht wird, und die daraus resultierenden Folgen für die Küstenlinie.
- Naturgefahren, Vulnerabilität, Resilienz: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Naturereignis, Naturrisiko und Naturgefahr und zeigt auf, wie die Stadt Semarang durch anthropogene Faktoren und die niedrige Lage besonders vulnerabel gegenüber Küstennaturgefahren ist.
- Anpassungsstrategien: Dieses Kapitel analysiert die Strategien der Bevölkerung in Semarang, um mit den häufigen Überflutungen umzugehen. Es stellt drei klassische Anpassungsstrategien vor: Rückzug, Schutz und Leben mit dem Risiko.
Schlüsselwörter
Meeresspiegelanstieg, Küstenerosion, Gezeitenhochwasser, Semarang, Indonesien, Naturrisiken, Vulnerabilität, Resilienz, Anpassungsstrategien, Rückzug, Schutz, Leben mit dem Risiko.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Stadt Semarang besonders flutgefährdet?
Semarang leidet unter massiven Landabsenkungen, verursacht durch Bebauungsdichte und Grundwasserentnahme, was zu häufigen Gezeitenhochwassern führt.
Welche Anpassungsstrategien nutzt die Bevölkerung?
Die Bewohner nutzen Strategien wie den Rückzug aus gefährdeten Gebieten, baulichen Schutz oder das "Leben mit dem Risiko" durch ständige Anpassung.
Was bedeutet "Vulnerabilität" in diesem Kontext?
Es beschreibt die erhöhte Anfälligkeit der Stadtgebiete gegenüber Naturgefahren aufgrund geringer Ressourcen und der exponierten Lage.
Welche Rolle spielen NGOs und die Regierung?
Die Arbeit untersucht, inwieweit staatliche Maßnahmen und Hilfsorganisationen die Resilienz der Bevölkerung stärken oder unterstützen.
Wie wirkt sich die Küstenerosion auf Semarang aus?
Die Erosion führt zur Transgression der Küstenlinie, wodurch weite Teile der Stadt permanent oder zeitweise überflutet werden.
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- Elena Schreer (Author), 2018, Meeresspiegelanstieg und Küstenerosion. Anpassungsstrategien gegenüber Gezeitenhochwasser in Semarang, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443089