Exzerpt zu Beate Kellners "ein mære wil i’u niuwen. Spielräume der Fiktionalität in Wolframs von Eschenbach Parzival"


Exzerpt, 2017
7 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Exzerpt

KELLNER: Spielräume der Fiktionalität in Parzival

Textgrundlage: KELLNER, Beate. ein mære wil i’u niuwen. Spielräume der Fiktionalität in Wolframs von Eschenbach Parzival. na, 2009.

- Aktuelle mediävistische Debatten zu Fiktion haben viele Positionen

- Fiktionalität = neuzeitliche Kategorie, nicht auf das Mittelalter übertragbar

- These einer Entdeckung der Fiktionalität im höfischen Roman Chretiens

- Fiktionalität = seit der Antike, lange vor den traditionsgeschichtlichbedeutsamen Ausführungen bei Platon und Aristoteles thematisiert und reflektiert worden

- Unterschied: Fiktivität vs. Fiktionalität

- Fiktionen = für die Literatur kostitutiv, gehören zu den verschiedenste Entwürfen von „Wirklichkeit“

- Auch gesellschaftliche Institutionen arbeiten mit Fiktionen

- Konkrete Auswirkungen auf die Wirklichkeit

- Realitätsschaffende Macht institutioneller „Fiktionen“

- Fiktionen und Entwürfe nicht als Gegensätze zu denken!

- Fiktionalität = Fingieren als eine Ermöglichungsbedingung von Rede

- Geltungs- und Wahrheitsanspruch von aussagen wird nicht berührt, wenn ihr Fiktionscharakter durchschaut wird

- Aufhebung von Restriktionen für Sagbarkeit und Unsagbarkeit

- Größere sprachliche Möglichkeiten

- Besondere Kennzeichen = semantische Überschüssigkeit, Komplexität, Proliferation

- Bestimmung von fiktionalen und nicht-fiktionalen Texten

- Lässt sich nicht mit linguistischen Merkmalen bestimmen, sondern beruht auf pragmatischen Prämissen

- Fiktionalität setzt ein Rollenspiel zwischen Autor und Rezipienten voraus

- konstruiert die „als ob“- Referenz des Gesagten

- Vereinbarung zwischen Autor und Rezipienten, dass die üblichen Verifikationsbedingungen hier nicht gelten

- Ist den Beteiligten jener Spielcharakter bewusst, entfaltet Literatur in diem pragmatischen Rahmen ihre Geltungsansprüche

- Neuzeitlich ausdifferenziertes Literatursystem:

- Pragmatischer Rahmen ist durch die Zugehörigkeit einer literarischen Gattung gesetzt

- Autor kann seine fiktionalen Aussagen präsentieren, da er das stillschweigende Einverständnis des Publikums voraussetzen darf

- Publikum verzichtet auf Einspruchsrecht und Einklagbarkeit der Aussagen

- Mittelalterliche literarische Texte

- Pragmatischen Rahmenbedingungen und Status der Texte als fiktional oder nicht-fiktional nicht eindeutig zu bestimmen

- Frage nach der Fiktionalität eines Textes bleibt häufig offen

- Epik = differenzierte Gestaltung der Erzählerrolle

- Prononcierte Ausstellung von Fiktionalität / Spiel zwischen Erzähler und Hörer

- „als ob“- Referenzen des Gesagten auf Ebene der textinternen Kommunikationssituation

- Ausloten der pragmatischen Bedingungen unter denen fiktionales Erzählen ermöglicht wird

- Erzähler i.d.R. an Vorgängiges gebunden (Autor wiederholt und formt als artifex eine materia neu

- Wiedererzählen als zentrale Kategorie mittelalterlicher Poetik

- Im Wiedererzählen liegt die eigentliche Leistung, nicht in der Erfindung einer Geschichte

- Fragen:

- Welche Spielräume gibt es für die Ausstellung des Fiktionalen in der höfischen Epik?

- Wie profilieren sich diese in Horizont der zentralen Vorstellung vom Autor als Wiedererzähler?

- Wolfram von Eschenbach – Parzival

- Intrikates Spiel mit der Rolle des Erzählers als Wiedererzähler

- Schafft sich Freiräume zur Ausstellung der Fiktionalität seiner Erzählung

- Figurenreicher Universalroman

- Genealogische Verknüpfungen von Orient und Okzident zu einem Kontinuum

- Vorstellung vom Erzählen als Wiedererzählen

- Prolog:

- Wolfram will eine bereits vorliegende materia neu präsentieren

- Betont, wie schwer diese Aufgabe sei à 3 Autoren müssten über außerordentliche Darstellungskunst verfügen und hatten dennoch mit der Bewältigung des Erzählens zu kämpfen (4,2-8)

- Wilder funt = ungewohnte, neuartigem außerordentliche Durchdringung, Anordnung und Darstellung des maere à indirekter Hinweis auf Wolframs Erzählweise

- Epilog:

- Nennt seine eigentliche Vorlage: Chretien de Troyes – Conte du Graal

- Abwertung

- Beruft sich auf den von ihm mehrfach erwähnten Vorgänger Kyot

- Er habe die richtige Geschichte geboten

- Wolfram will nichts darüber hinaus hinzufügen

- Muster der Legitimation des eigenen Textes über die Berufung auf Quellen

- Inszenierte Quellentreue

- Modus der Abweisung der eigentlichen Quelle

- Fiktion eine vermeintlichen Quelle

- Ausführliche Erzählung von der Herkunft der Geschichte

- Zeitpunkt: Einschub bevor Parzival von seinem Onkel Trevrizent diu verholnen mare umben grál erfährt

- Hybrides Konstrukt – verschiedene Erzählinstanzen werden auf komplexe Weise verknüpft ; Heidnische und christliche Momente

- Ursprung der Geschichten vom Gral wird in den Bereich eines Mysteriums gerückt à kein göttlicher Akt, sondern durch einen heidnischen Astronomen (Flegetanis) erschlossen

- Sternenkonstellation jedoch als Ausdruck göttlichen Willens entworfen

- Flegetanis als Grenzgänger, Zugang zu verschiedenen Welten, Vermittler (454,21-30)

- Höchst umstritten und nicht auflösbar, war Flagetanis in den Sternen gesehen haben soll

- Text bleibt dunkel und rätselhaft, mysteriös

- Gralgeschichte wird erzählt und bleibt zugleich entzogen und geheimnisvoll

- Christ Kyot habe in Toledo (=Zentrum jüdischer, christlicher, arabischer Gelehrsamkeit) den ursprünglichen Text in heidnischer, arabischer Schrift gefunden

- Er hat die Geschichte im Gegensatz zu Flegetanis auch verstehen können

- Grund: er war getauft

- Sucht nach Belegen für die Geschichte des Grals in lateinischen Büchern

- Findet sie in Anschouwe

- à Geltung des eigenen Textes wird über diese Mystifizierung gesteigert

- à Wiederholtes Prinzip des Verhüllens und Enthüllens

- à Erzähler wächst über die Rolle des Wiedererzählers hinaus

- à Freiraum des Fiktionalen eröffnet sich indem die Rolle des Erzählers als Wiedererzähler überschritten wird

- à Quellenberufungen = Fiktionalitätssignale

- Rezipienten werden in ein Spiel mit verschiedenen Erzählinstanzen involviert

- Rzähler gibt vor, die Aventiure habe Kyot befohlen, und jener habe ihn, den Erzähler gebeten, nichts über die Geschehnisse des Grals verlauten zu lassen, bis die Aventiure sie selber in die Geschichte vorbringen möchte (453,1-10)

- Aventiure erscheint als eigene Herrin der Geschichte

- Differenz von Redeakt und Redegegenstand wird unterlaufen

- Metaleptische Verschränkungen

- Funktionalisierungen der Aventiure:

- Inhaltsseite: das, was den Rittern auf ihren Wegen zustößt und was sie bewältigen müssen

- Metaebene; Instanz, die dem Erzähler etwas mitteilt

- Berufungsinstanz

- Wird zur Legitimierung der Erzählung herangezogen

- Weiß mehr als der Erzähler

- Prolog zum IX. Buch: bittet den Erzähler in sein Herz zu lassen, wird zur Quelle seiner Inspiration stilisiert

- Relation zwischen Erzähler und Aventiure ist unfest

- Einmal wird sie jenem als Erzählinstanz übergeordnet

- Dann wieder tritt der Erzähler als dejenige auf, der die Aventiure, auf der Inhaltsseite, forterzählen und mit seinen Worten gestalten kann (115,21-24)

- Unklares Verhältnis zu Wolframs (vermeintlicher) schriftlicher Quelle

- Erzähler stellt die Aventiure als Herrin Kyots vor

- In der Selbstverteidigung wird der Erzähler zum Ritter stilisiert und Buchgelehrsamkeit wird abgewiesen

- Die Berufungen des Erzählers auf schriftliche Quellen geraten ins Zwielicht (115,25-30)

- à Ebenenwechsel und metaleptische Verschränkungen

- Aventiure als Abenteuer in der Handlung

- als handlungsleitendes Prinzip, welches den Zufall verkörpert

- Beglaubigungs- und Erzählinstanz

- Quelle der Inspiration

- à Wolfram spielt mit verschiedenen Beglaubigungsinstanzen

- Hin und Her zwischen Aventiure, Maere, Kyot, Flegetanis, Chretien, der Berufung auf schriftliche Quellen und der gleichzeitigen Zurückweisung von Buchgelehrsamkeit

- Unterstreicht den eigenen Entwurf des Textes

- Beginn XV. Buches:

- Erzähler äußert sich selbstbewusst als derjenige, dem es gegeben sei, die Geschichte von Parzival zu Ende zu führen (734,1-16)

- Entpuppt sich als eigentlicher Meister der Aventiure

- Konterartiert die Hinweise des Erzählers am Ende des Romans, er würde nichts über Kyots Text hinaus hinzufügen

- Aventiere als eine im Erzähler beschlossene Instanz

- Erweist sich im Erzählprozess als seine Maske

- Liegt nahe durch seine Stilisierung als Ritter

- Aventiure gehört auf der Handlungsebene zum Ritter und auf Ebene der Erzählung zur Ritterrolle des Erzählers

- Histoire und discours werden verschränkt

- Wolfram als Ritter, dem die Aventuire zugeordnet ist

- Zielt mit hohem Einsatz auf die Liebe

- Hebt sich intertextuell von buchgelehrten Epikern wie Hartmann von Aue ebenso ab wie von den Minnesängern

- Anspielungen auf den Fiktionalitätskontrakt

- Erzähler setzt sich spielerisch mit dem Publikum über die Wahrheit der Geschihnisse in Munsalvaesche auseinander (Thema: Speisewunder des Grals) (238,8-17)

- Erzähler betont, er berichte , was ihm übermittelt worden sei

- Gleichzeitig betont, dass die Rezipienten mit ihm lügen werden, wenn sie feststellen, dass er betrüge

- Vereinbarung, dass man gemeinsam lügt, wenn man schon lügt

- Einverständnis einer entlasteten Wirklichkeitsreferenz der Literatur

- Bedingung der Fiktionalität des Romans wird zwischen Erzähler und Publikum ausgehandelt

- Rezipienten werden in Wolframs Spiel mit der Fiktionalität hineingezogen

- Erzähler versichert, das Publikum könne über die Wahrheit des Erzählten gebieten (59,26f.)

- Fülle von Hinweisen auf die Fiktionalität der Erzählung auf verschiedenen Ebenen in verschiedenen Manifestationen

- Profilieren sich gegenseitig

- Literarische Texte sind zwar von unmittelbaren Referenzen auf die „Wirklichkeit“ entlastet, doch sie sind nicht ohne Bezüge zur außerliterarischen Manifestation zu denken

- Folge: verlieren ihre Geltung nicht, wenn ihre Fiktionalität durchschaubar wird

- Wolfram beansprucht einen im Modell des Wiedererzählens ungewöhnlich großen Freiraum

- Greift massiv in die Vorlage Chretiens Conte du Graal ein

- Verfährt sehr frei mit ihr

- Fügt Passagen hinzu

- setzt zahlreiche neue Akzente

- konterkartiert die Rolle des Wiedererzählers mit dem fingierten Vorgänger und Erzählinstanzen

- Freiräume im narratives Prozess

- Bogengleichnis

- Unmittelbarer Zusammenhang mit dem Verbergen und Enthüllen der Geheimnisse um den Gral

- Zeitpunkt: Parzivals Blick fällt, während seiner ersten Einkehr auf Munsalvaesche nach der verpassten Chance, die erlösende Mitleidsfrage zu stellen, auf einen schönen alten Mann (Ahnherrn Titurel) in einer Kemenate (240,23-30)

- Statt dem Publikum mitzuteilen, um wen es sich handelt und nähere Erläuterungen über die Gralsburg und ihren Herrn zu geben, weicht der Erzähler aus und reflektiert dabei sein Erzählverfahren

- Neugier des Publikums wird geweckt aber nicht befriedigt

- Erst im IX. Buch unter erneutem Rekurs auf sein Vorgehen geht er wieder auf die Geschehnisse des Grals ein

- Spannungsaufbau und Steigerung, indem dieses Vorgehen thematisiert wird

- Trickreiches Spiel mit verschiedenen Perspektiierungen

- Erzählung schlägt Haken (Bild aus dem Prolog)

- Erzähler führt die Hörer auf viele Umwege

- Inszenierte Geradlinigkeit seiner Geschichte à Sehnen-Vergleich

- Differenz zwischen dem Bogen in Ruhe und in Aktion

- Sehne und Pfeil werden unmittelbar

- Der Bogen implizit auf das maere als Bildempfänger bezogen

- Bogen in Aktion:

- Akte der Kommunikation

- Rezipienten werden Ausgeschlossen, bei denen das maere zum einen Ohr hinein und zum anderen hinaus ginge (241,21-30)

- Prolog: Rezipienten isoliert, die alle Bewegungen der Geschichte adäquat nachvollziehen können

- à der verständige Rezipient versucht nicht, der Geschichte vorauszueilen und hinkt ihr nicht nach, sondern folgt ihren Windungen und Umschlägen

- Produktions- und rezeptionsästhetische Seite:

- Erzählweise, welche sehr hohe Anforderungen an die Rezipienten stellt

- Bogen und Sehne = Bilder aus der Bibelexegese (zwischen Spätantike und 13. Jh.)

- Bogen = altes Testament / Literalsinn

- Sehne = neues Testament / höherer Schriftsinn

- Pfeile = Verkündigung

- Fragen:

- Wie passt die Haken schlagende Erzählweise, die sich tumben Leuten entzieht zur Aussage im Bogengleichnis?

- Stehen die Reflexion des Bogengleichnisses zu den metanarrativen Passagen des Prologs einerseits und zur narrativen Praxis Wolframs andererseits in Spannung?

- Anschließend an das Bogengleichnis: Verschlungene Wege der narratio vom V.-IX. Buch à Parzival tritt zu Gunsten der Geschichte Gawans für lange Zeit in den Hinergrund

- Bekenntnis Wolframs zur geradlinigen Erzählweise bezogen auf den Weg Parzivals:

- Geradlinig insofern, das sie der Wahrnehmung des Helden folgt

- Aus moderner Narratologie : Erzählweise = paradigmatisch

- Vorstellung der Linearität einer Erzählung tritt zurück

- Spiel mit Wiederholungen

- Dargestellte Figuren und Ereignisse verlieren häufig ihre Eindeutigkeit

- Schluss des Buches:

- Parzivals Weg hat sein Zeil erreicht (wird zum Gral berufen, die Gesellschaft durch die Mitleidsfrage erlöst, wird Gralskönig, mit seiner Ehefrau wiedervereinigt)

- Neue Handlungsfäden werden entwickelt

- Parzivals Halbbruder und dessen Liebe zur Tante

- Vorausschau auf des Paares in Indien und die Geburt des Sohnes Johann

- Eröffnung einer großen heilsgeschichtlichen Linie, ohne dass diese weiter verfolgt wird

- Parzivals Sohn

- Neue Motive, die paradigmatisch mit dem bereits Erzählten verflochten sind

- àRoman wächst über sein Ziel hinaus

- Neue Fragen werden provoziert

- Schuss bleibt offen, Finalität der Erzählung wird wieder aufgebrochen

- à Korespondiert mit der Narration innerhalb des Romans

- Weg des Helden ist zwar vorgeprägt,

- die Zielgerichtetheit der Erzählung wird durch die verschiedenen Funktionalisierungen der Aventiure und das Prinzip des Zufalls unterlaufen

- Paradigmatisierung im Bereich der Makrostrukturen:

- Doppelung der Handlung um Parzival und Gawan

- 2 Helden

- Unzählige Korrespondenzen (teleologische Ausrichtung der Handlung)

- Vervielfältigung de Höfe (Gralsburg Munsalvaesche, Artushof, Burg Schastel marveile)

- Binnenstrukturell:

- Auffällig: Fülle von Minnebeziehungen

- Immer wieder inszenierte Motiv der trauernden Frau (verkörpert durch Sigune, stirbt nach ihrem Geliebten)

- Minnekasus verweist auf andere Figuren

- Leid der Frauen wir exponiert

- Höfische Minne in verschiedenen Facetten

- Rekurrente Konstellationen: Tod der Ritter im Kampf, Tod der Frauen aus Schmerz und Trauer

- Negative Konsequenzen aus der Überspanntheit der Minne werden vor Augen geführt

- Nähe zu Lied, Gewalt, Kampf, Krieg, Hass und Tod

- Muster des ritterlichen Kampfes werden in Frage gestellt

- Grundsätzliche Revision und Kritik an der höfischen Minne und grundlegende Problematisierung des ritterlichen Kampfes

- Geflecht von Minnebindungen und die Ambivalenzen der höfischen Minne zu verstehen, bedarf besonderer Aufmerksamkeit – Rezipienten bei dem das maere nicht zum einen Ohr hineingeht und zum anderen hinaus

- Ebenfalls auffällig: das Genealogische

- Überlagerung zweier genealogischer Reichweiten, die sich überschneiden, aber nicht zur Deckung zu bringen sind, unterschiedlich funktionalisiert

- Im engeren Sinn: Verwandtschaft einzelner Sippen

- Im Weiteren Sinn: Verwandtschaft aller Geschöpfe Gottes und Nachkommen Adams (christlicher Schöpfungsgedanke)

- Kämpfe im weiteren Sinne generell fragwürdig, da jeder ein Bruder / eine Schwester ist

- Sichtbar gemacht in de Reihe von Verwandtschaftskämpfen im Parzival

- Jeder Heide ist mit jeden Christen verwandt

- Beim Kampf zwischen Parzival und Feirefitz = Genealogie im engeren Sinn

- Parzival erfährt seine Genealogie erst Schritt für Schritt

- Welt der Verwandten

- Resümee:

- Vergegenwärtigung der Kategorie des Autors als Wiedererzähler durch die Berufungen auf Quellen

- Überschreitung durch Quellenfiktionen

- Verschafft sich Freiräume, in dem die Fiktionalität thematisiert und exponiert werden kann

- Rekurse auf Kyot und Flegetanis sowie die Inszenierung der Aventuire als Erzählermaske unterstreichen die Geltung des eigenen Textes

- Erzähler zieht die Rezipienten immer wieder in ein Spiel mit verschiedenen Erzählinstanzen hinein

- Reflektiert die pragmatischen Bedingungen von Fiktionalität

- Textinterne Inszenierung des Fiktionalitätskontrakts mit dem Publikum

- Bogengleichnis zeigt, wie der Autor seine eigene Erzählweise bestimmt

- In der Fülle der im Roman entfalteten Möglichkeiten wird die Literarizität und Fiktionalität des Textes exponiert

- Literatur als „Kunst des Möglichen“

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Exzerpt zu Beate Kellners "ein mære wil i’u niuwen. Spielräume der Fiktionalität in Wolframs von Eschenbach Parzival"
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
7
Katalognummer
V443106
ISBN (eBook)
9783668819863
Sprache
Deutsch
Schlagworte
exzerpt, beate, kellners, spielräume, fiktionalität, wolframs, eschenbach, parzival
Arbeit zitieren
Elena Schreer (Autor), 2017, Exzerpt zu Beate Kellners "ein mære wil i’u niuwen. Spielräume der Fiktionalität in Wolframs von Eschenbach Parzival", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443106

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