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Preispolitik am Beispiel der Mineralölindustrie

Title: Preispolitik am Beispiel der Mineralölindustrie

Seminar Paper , 2000 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dana Lüdtke (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Die vorliegende Untersuchung entstand während eines BWL-Seminars an der Universität Hamburg im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft, Institut für Industriebetriebslehre und Organisation, Arbeitsbereich Industrielles Management im März 2000.
Sie beschäftigt sich mit der Preispolitik der Mineralölunternehmen, die in der Bundesrepublik Deutschland ein Beispiel für einen oligopolistisch strukturierten Markt sind. Anhand des Oligopol-Modells wird gezeigt, inwieweit das Verhalten der Oligopolisten miteinander verflochten ist. Über die Darstellung der Anpassungsprozesse in einem vollkommenen Oligopol wird deutlich, dass zwischen den Marktteilnehmern keine Absprachen notwendig sind, obwohl ein einheitlicher Preis gefordert wird. Vielmehr liegt ein gleichförmiges Verhalten vor, wenn die Anbieter rational handeln.
Hauptsächlich geklärt wird anschließend die Frage, ob auf dem deutschen Mineralölmarkt/Tankstellenmarkt ein marktgeleiteter Wettbewerb stattfindet. Dazu werden die Bedingungen des Preissystems in der Bundesrepublik und das Zustandekommen der regionalen Preisunterschiede dargestellt. Anschließend werden die Fragen geklärt, ob die Unternehmen der Mineralölindustrie kooperative Absprachen praktizieren oder ob der Preis ein Produkt des Marktwettbewerbes ist. Obwohl oft vermutet wird, dass kooperative Marktverhaltenspraktiken den Tankstellenmarkt bestimmen, deutet eine Vielzahl an Literatur darauf hin, dass auf dem deutschen Mineralölmarkt ein intensiver Wettbewerb stattfindet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Das Oligopol

1.1 Das Oligopol auf dem Mineralölmarkt

1.2 Arten von Oligopolen nach der Marktvollkommenheit

1.2.1 Markttransparenz und Reaktionsgeschwindigkeit

1.2.2 Untersuchung der Homogenitätsbedingungen

1.3 Vollkommenes Oligopol und gleichförmiges Verhalten

2 Der Wettbewerb

2.1 Das Preissystem in Deutschland

2.2 Preisunterschiede auf regionaler Basis

2.3 Preisverhalten und Konzentration in der Mineralölwirtschaft

Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Preispolitik von Mineralölunternehmen in Deutschland, um zu klären, ob der Mineralölmarkt ein vollkommenes oder unvollkommenes Oligopol darstellt und ob die beobachteten Preisstrukturen auf wettbewerbswidrige Absprachen oder marktgerechten Wettbewerb zurückzuführen sind.

  • Strukturelle Analyse des Mineralölmarktes als Oligopol
  • Untersuchung der Marktvollkommenheitskriterien und Transparenz
  • Analyse des Wettbewerbs und der Preisbildung in Deutschland
  • Bewertung von regionalen Preisunterschieden und Konzentrationsprozessen
  • Einordnung des Preisverhaltens im Kontext wettbewerbsrechtlicher Aspekte

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Markttransparenz und Reaktionsgeschwindigkeit

Eine hohe Markttransparenz bedeutet Übersichtlichkeit über das wirtschaftliche Geschehen eines Marktes. Somit ist jeder Anbieter über die dort herrschenden Marktkonstellationen informiert. Insbesondere die Preise und deren Änderungen auf dem Beschaffungsmarkt und dem Endverbrauchermarkt haben eine hohe Transparenz.

Der Beschaffungsmarkt ist der Ölmarkt, der in ein breites Spektrum verschiedener Teilmärkte zerfällt. Einerseits wird Rohöl in die Bundesrepublik eingeführt, andererseits erfolgt der Import von Produkten und Komponenten. Rohöl wird zu ca. 29% aus der OPEC, zu ca. 38,2% aus Westeuropa, zu 26 % aus der GUS und zu 6,8 % aus sonstigen Ländern eingeführt. Der Großteil des Rohöls stammt also aus politisch instabilen Regionen (OPEC, GUS), deren Preis von der Förderkapazität und der Ölpreispolitik des OPEC-Kartells abhängig ist.

Der Produkten- und Komponentenimport erfolgt überwiegend vom Rotterdamer Markt. Er ist ein Spotmarkt (Kassamarkt mit warenbezogenen Effektivgeschäften) und existiert nicht punktuell an einem Ort. Die Kurse werden von kommerziellen Informationsdiensten, z.B. „Platt`s Oilgram“ über Befragungen der Händler gesammelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Endverbrauchermarkt sind die Tankstellen der Mineralölunternehmen. Die Tankstellenpreise sind sowohl für die Konkurrenz in der Marktnähe als auch für die Abnehmer deutlich an großen Preistafeln, die gesetzlich vorgeschrieben sind, sichtbar. Die Presse wisse, daß alle Mineralölkonzerne über ein computergestütztes Meldesystem verfügen, welches anzeige, welche Preise und insbesondere Preisänderungen die Tankstellen in entsprechenden Entfernungen von der jeweils eigenen Station herrschen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Preispolitik in der deutschen Mineralölindustrie und skizziert den methodischen Ansatz unter Verwendung von Oligopoltheorien.

1 Das Oligopol: Dieses Kapitel definiert den Mineralölmarkt als Oligopol, untersucht die Markttransparenz sowie Kriterien der Homogenität und analysiert das gleichförmige Verhalten der Akteure.

2 Der Wettbewerb: Das Kapitel beleuchtet das Preissystem in Deutschland, regionale Preisunterschiede sowie das tatsächliche Preisverhalten und den Konzentrationsgrad in der Branche.

Schlußbetrachtung: Die Schlußbetrachtung fasst zusammen, dass auf dem deutschen Markt ein intensiver Wettbewerb stattfindet und Absprachen nicht zwingend für die beobachteten Preisphänomene erforderlich sind.

Schlüsselwörter

Mineralölindustrie, Preispolitik, Oligopol, Markttransparenz, Wettbewerb, Mineralölmarkt, Preisführerschaft, Kraftstoffpreise, Marktkonzentration, Preismeldestellen, Endverbrauchermarkt, Beschaffungsmarkt, Produktdifferenzierung, Bundeskartellamt, Convenience-Shops.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Preispolitik und das Wettbewerbsverhalten der Unternehmen in der deutschen Mineralölindustrie unter Anwendung oligopoltheoretischer Ansätze.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Zentrum stehen die Struktur des Mineralölmarktes, die Rolle der Markttransparenz, die Faktoren der Preisbildung an Tankstellen sowie die wettbewerbsrechtliche Bewertung der Konzentrationserscheinungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die beobachteten Preismuster ein Resultat kooperativer Absprachen zwischen den Unternehmen oder die Folge eines intensiven, marktgeleiteten Wettbewerbs sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis ökonomischer Modelle (Oligopoltheorie) durchgeführt, ergänzt durch die Auswertung empirischer Daten und marktbeobachtender Berichte.

Was ist Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Mineralölmarktes als Oligopol sowie die detaillierte Betrachtung des Wettbewerbsgefüges und der Preisbildungsmechanismen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Markttransparenz, Preisführerschaft, Oligopolistische Interdependenz, Produkthomogenität und kooperatives Marktverhalten.

Welche Rolle spielen Convenience-Shops für die Preispolitik?

Convenience-Shops dienen der Produktdifferenzierung, um die Ertragsabhängigkeit vom reinen Kraftstoffgeschäft zu verringern und die Marktposition der Tankstellenbetreiber zu stärken.

Wie reagieren Mineralölkonzerne auf Niedrigpreis-Anbieter?

Konzerne versuchen, durch moderne computergestützte Meldesysteme schnell auf lokale Preisänderungen zu reagieren, wobei sie ihre Strategien zunehmend an einem intensiven Wettbewerb statt an rein kooperativen Absprachen ausrichten.

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Details

Title
Preispolitik am Beispiel der Mineralölindustrie
College
University of Hamburg  (Institut für Industriebetriebslehre und Organisation)
Grade
2,0
Author
Dana Lüdtke (Author)
Publication Year
2000
Pages
25
Catalog Number
V44315
ISBN (eBook)
9783638419420
ISBN (Book)
9783638687584
Language
German
Tags
Preispolitik Beispiel Mineralölindustrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dana Lüdtke (Author), 2000, Preispolitik am Beispiel der Mineralölindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44315
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