Supply Chain Management. Ziele und Lösungen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017

15 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung in das Supply Chain Management
2.1 Definition
2.2 Historie und Entwicklung
2.3 Supply Chain Management und Logistik

3 Aufbau und Aufgaben des Supply Chain Managements

4 Ziele des Supply Chain Managements

5 Lösungsansätze und Strategien des Supply Chain Managements
5.1 Lösungsansätze in der Beschaffung
5.1.1 Push-Prozess
5.1.2 Pull-Prozess
5.1.3 Push-Pull-Prozess
5.2 Strategien
5.2.1 Kooperationsstrategien
5.2.2 Entsorgungs- und Recyclingstrategien

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Darstellung einer vereinfachten Supply Chain

Abbildung 2: Supply Chain Management anhand der Wertschöpfungskette

Abbildung 3: Push-Pull-Prozess

1 Einleitung

In der heutigen, schnelllebigen Welt, in der Kunden immer höhere Anforderungen an Produkte sowie Service und Preis stellen, herrscht zwischen den einzelnen Unternehmen ein immer größer werdender Konkurrenzkampf. Durch eine zunehmende Globalisierung, immer kürzer werdende Produktlebenszyklen und schwankende Nachfragen am Markt, werden die Marktbedingungen stetig komplexer.

Um diesem wachsenden Druck standhalten und wettbewerbsfähig bleiben zu können, müssen sich Unternehmen kontinuierlich weiterentwickeln und ihre Marktposition ständig überprüfen. Sie sollten in der Lage sein, auf verschiedene Situationen schnell zu reagieren, um Rohstoffe und Materialien optimal einsetzten zu können. Außerdem müssen sie ihren Blickwinkel erweitern und ihre Unternehmensstrukturen mit anderen Wettbewerbern am Markt verknüpfen, anstatt dem direkten Konkurrenzkampf weiterhin zu verfallen.

Damit diese Aufgabenbereiche der Optimierung im Wertschöpfungsprozess beherrscht werden können, hat sich das Konzept des Supply Chain Managements in den letzten Jahren als eine bewährte Managementmethode herauskristallisiert. Das Supply Chain Management soll den Warenfluss zwischen mehreren Unternehmen kontrollieren und vereinfachen.1

In der vorliegenden Arbeit wird für den Leser im ersten Teil die Bedeutung und Entstehung des Supply Chain Managements beleuchtet. Im weiteren Verlauf werden Aufgaben und Ziele der Managementmethode rund um die Supply Chain aufgeführt. Außerdem werden von der Verfasserin in einem weiteren Kapitel einige Strategien zur Anwendung und Umsetzung dieser Ziele aufgezeigt. Im letzten Punkt wird die Verfasserin dieser Arbeit ein persönliches Fazit abgeben.

2 Einführung in das Supply Chain Management

2.1 Definition

In der Literatur gibt es eine Vielzahl von Bezeichnungen für den Begriff des Supply Chain Managements. Allerdings existier keine von der Allgemeinheit akzeptierte Definition.2 Der Begriff Supply Chain kommt ursprünglich aus dem englischen und bedeutet wörtlich übersetzt Lieferkette. Oftmals wird aber auch von Versorgungs- oder Wertschöpfungskette gesprochen.3

Unter Supply Chain Management versteht man die Planung, Steuerung sowie die Kontrolle des Waren-, Informations- und Geldflusses entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Rohstofflieferanten über den Produzenten bis hin zum Endverbraucher. In Abbildung 1 ist dieser Prozess vereinfacht dargestellt. Das Supply Chain Management wirkt somit unternehmensübergreifend und gilt heutzutage als die umfangreichste Art der Logistikplanung.4

Abbildung 1: Darstellung einer vereinfachten Supply Chain

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Peterwerth (2011), S. 29.

2.2 Historie und Entwicklung

Die Komplexität logistischer Anforderungen hat in den letzten Jahren, durch verschiedenste Einflüsse stark zugenommen. Unter anderem wirken sich die zunehmende Globalisierung sowie immer kürzer werdende Produktlebenszyklen und eine rasante Entwicklung von neuen Technologien auf die Logistik aus.

Auch die Bedürfnisse der Kunden verändern sich stetig und werden von Jahr zu Jahr anspruchsvoller. Unternehmen sind deshalb mehr denn je dem permanenten Druck ausgesetzt, ihre inner- und außerbetrieblichen Unternehmensprozesse zu überdenken und zu optimieren. Qualität, Kosten und Zeit sind hierbei wichtige Faktoren die es zu beachten gilt, da diese maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden. Um als Unternehmen auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig bleiben zu können, müssen aber auch eine Vielzahl weiterer Faktoren laufend überwacht und verbessert werden. Aufgrund dieses ständigen Wandels sind die Rahmenbedingungen der betrieblichen Arbeiten nicht mehr gesichert und fordern von Unternehmen auf der ganzen Welt eine immer größere Flexibilität in der Ausrichtung ihrer Tätigkeiten.5

Anfang der 1980er Jahre trat in den USA zum ersten Mal der Begriff des Supply Chain Managements auf. In Deutschland erkannte man das Potenzial dieser Managementmethode Mitte der 1990er Jahre und es begannen auch hierzulande die ersten Unternehmen mit der Einführung einer Supply Chain. Seither hat sich das Management zu einem globalen, unternehmensübergreifenden Netzwerk entwickelt. Die Managementmethode hilft mittlerweile den bedeutendsten Unternehmen als ein strategisches Mittel zur Verbesserung ihrer Unternehmensleistungen im Wettstreit gegen die internationale Konkurrenz.6

2.3 Supply Chain Management und Logistik

Die Logistik und das Supply Chain Management sind beides elementare Faktoren eines Unternehmens. Die beiden Begriffe lassen sich nicht eindeutig voneinander abgrenzen. Es sind allerdings Unterscheide zu erkennen, wenn man beide genauer betrachtet.

Die traditionelle Logistik ist primär für die Gestaltung von Güterflüssen innerhalb eines Unternehmens zuständig. Dies bedeutet, dass sie dafür sorgt, dass die richtige Ware, in der richtigen Menge, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, für den Konsumenten und zum richtigen Preis zur Verfügung steht. Sie ist also für die Planung, Steuerung, Überwachung und Durchführung der Warenflüsse und Wareninformationen zuständig.7 Die Logistik betrachtet all diese Prozesse ohne eine genaue Hinterfragung und Analyse von Problemen.

Das Supply Chain Management befasst sich genau mit diesen Fragestellungen und ist für unternehmensübergreifende Aufgaben rund um die Erfassung, Analyse und Fehlerbehebung von Prozessen entlang der Wertschöpfungskette zuständig. Das Supply Chain Management und die Logistik sind also genau gesehen sehr unterschiedlich, allerdings können beide ohne den jeweils anderen nicht bestehen.8

3 Aufbau und Aufgaben des Supply Chain Managements

Die Aufgaben des Supply Chain Managements sind von gestalterischer, planerischer und steuernder Art geprägt. Mehrere Parteien arbeiten gemeinsam, in Form eines Netzwerkes, entlang der Wertschöpfungskette an einem Produkt. Zulieferer, Produzenten, Händler, Dienstleister sowie Endkonsumenten sind miteinander vernetzt. Alle Beteiligten vertreten jedoch unterschiedliche Interessen, es herrscht somit ein kontinuierliches, unterschwelliges Spannungsverhältnis zwischen ihnen.9 Je mehr Unternehmen an einem Netzwerk teilhaben, desto komplizierter wird der Prozess des Managements. Allerdings können durch eine Vielzahl von Akteuren hohe Ausgaben eingespart und Leistungen optimiert werden, da sich die Firmen auf ihr jeweiliges Fachgebiet spezialisieren, und ihre Kernkompetenzen in den Vordergrund stellen können.10

Das Hauptmerkmal einer jeden Supply Chain sind die verschiedenen Wertschöpfungsketten. Hierzu zählen unter anderem die Physische-, die Informations- und die Finanzkette.

In Abbildung 2 werden die wesentlichen Ströme, die durch das Supply Chain Management aufeinander abgestimmt werden müssen, aufgezeigt.

Abbildung 2: Supply Chain Management anhand der Wertschöpfungskette

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Brumme et al. (2010), S. 17.

Die Physische Kette kennzeichnet den Warenfluss. Sie zieht sich von der Rohstoffgewinnung bis hin zur Beförderung der Endprodukte an den Kunden. Rücksendungen und Reparaturen sind ebenfalls darin verankert. Der Fluss fließt in erster Linie von links nach rechts. Bei Reparaturen oder Reklamationen kann der Güterfluss aber auch von rechts nach links fließen.

Eine essentielle Rolle spielt die Informationskette. Hier werden Aufträge realisiert und Lieferinformationen verfolgt. Arbeiten innerhalb der Informationskette haben präzise und gut organisiert zu erfolgen, da durch ein optimal abgestimmtes Management der Informationen, erhebliche Kosten eingespart werden können. Der Strom fließt in beide Richtungen und deckt neben den Wünschen der Kunden auch die Anordnung und Anpassung der Abläufe ab.

Die zuletzt aufgeführte Kette ist die der Finanzen, welche von rechts nach links fließt. Sie umfasst den Geldfluss. Hier wird der Kreislauf des Geldes von der Bestellung bis zum Eingang der Zahlung beschrieben. Hierzu zählen auch die Geldflüsse für Anlagen, Grundstücke, Bauten und Personal.11

4 Ziele des Supply Chain Managements

Die Ziele des Supply Chain Management sind generell sehr vielseitig und umfangreich. Für Unternehmen ist es gerade deswegen sehr schwer, diese allesamt umzusetzen und Lösungen zu finden, welche für das komplette Netzwerk am wirtschaftlichsten sind. Welche Ziele ein Unternehmen verwirklichen möchte und welche ihm irrelevant erscheinen, kann auf die Supply Chain individuell zugeschnitten werden. Hierfür muss dann das Zielsystem der Supply Chain an die individuellen Ziele des Unternehmens angepasst werden.12

Zu den Hauptzielen zählt die Verbesserung von Aktivitäten eines Unternehmens, im Hinblick auf Effektivität und Effizienz. Effektivität sagt aus, die richtigen Dinge zu tun. Während Effizienz dafür steht, dass die Dinge richtig ausgeführt werden. Ein Unternehmen kann beispielsweise effektiv agieren, indem es sich für die richtige Handlungsweise bzw. Zielsetzung entscheidet. Wenn diese Ziele allerdings nicht richtig abgearbeitet werden, handelt das Unternehmen zwar effektiv jedoch nicht effizient. Wichtige Faktoren wie Kosten, Qualität und Zeit müssen hierbei miteinander in Einklang gebracht werden. Im Folgenden werden diese Punkte genauer betrachtet. Das Supply Chain Management hat diese Faktoren in etwa gleich zu bewerten, allerdings kann ein Faktor zeitweise in den Vordergrund gestellt werden.13

[...]


1 Vgl. Rudolph et al. (2007), S. 1 f.

2 Vgl. Stewens (2005), S. 42.

3 Vgl. Beckmann (2012), S. 7.

4 Vgl. Kortus-Schultes/Ferfer (2005), S. 5

5 Vgl. Fortmann/Kallweit (2007), S. 26 f.

6 Vgl. Werner (2017), S. 3.

7 Vgl. Kortus-Schultes/Ferfer (2005), S. 6

8 Vgl. Fritsch, www.bvl.de (2016), online.

9 Vgl. Werner (2017), S. 29.

10 Vgl. Brumme et al. (2010), S. 13.

11 Vgl. ebenda, S. 17.

12 Vgl. Fandel et al. (2009), S. 8.

13 Vgl. Werner (2017), S. 30.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Supply Chain Management. Ziele und Lösungen
Hochschule
Hochschule Heilbronn, ehem. Fachhochschule Heilbronn
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
15
Katalognummer
V443198
ISBN (eBook)
9783668808256
ISBN (Buch)
9783668808263
Sprache
Deutsch
Schlagworte
SCM, Supply Chain Management, Supply Chain, Lieferkette, Prozessoptimierung, Logistik, Lieferkettenmanagement, Wertschöpfungskette, Wertschöpfung Prozessmanagement
Arbeit zitieren
Francesca Müller (Autor), 2017, Supply Chain Management. Ziele und Lösungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443198

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