Unternehmenszusammenschlüsse verändern Organisationen, Branchen und lokale wie globale Märkte. Sie üben eine große Faszination, sowohl auf Praktiker als auch auf Theoretiker aus, weil es um alles geht, was heutzutage zählt: Geld, Macht, Einfluss - und überall dort besteht auch ein Risiko. Die Due Diligence versucht hier anzusetzen und eine sorgfältige Analyse und Bewertung eines Objekts im Hinblick auf eine Transaktion mit dem Ziel durchzuführen, die Risiken frühzeitig zu erkennen. Einführend beleuchtet der Autor die Bestandteile von Mergers & Acquisitions um darauf aufbauend die verschiedenen Erwerbswege bei Unternehmensakquisitionen vorzustellen. Am Beispiel der Financial Due Diligence analysiert Cornelius Gehrmann detailliert und mit hohem Sachverstand die einzelnen Bestandteile einer Due Diligence Prüfung. Neben den Voraussetzungen, den Instrumenten und den einzelnen Prüfungsgebieten der Due Diligence werden auch die Grenzen von Unternehmensakquisitionen aufgezeigt und klar dargestellt. Anschließend analysiert der Autor ausführlich, warum so viele Unternehmenszusammenschlüsse aufgrund der Unterschiedlichkeit ihrer Kulturen scheitern und es immer häufiger zu Kommunikationsasymmetrien kommt. Ebenso wird der Einfluss des Managementwechsels bei einer Unternehmenstransaktion differenziert erörtert. Eine abschließende Gesamtbetrachtung wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Due Diligence. Das Buch richtet sich an Entscheidungsträger der M&A Branche sowie Unternehmensberater und Wirtschaftswissenschaftler.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau und Struktur der Diplomarbeit
2. Mergers & Acquisitions
2.1 Begriff
2.2 Leitgedanken bei Unternehmensakquisitionen
2.3 Arten der Unternehmensakquisition
2.3.1 Share Deal
2.3.2 Asset Deal
2.4 Die Erwerbswege bei Unternehmensakquisitionen
2.5 Die Grenzen bei Unternehmensakquisitionen
3. Voraussetzungen der Due Diligence
3.1 Definition der Due Diligence
3.2 Das Due Diligence-Team
3.3 Die verschiedenen Arten der Due Diligence im Überblick
3.4 Gründe für die Durchführung einer Due Diligence
3.4.1 Gesetzliche Bestimmungen
3.4.2 Freiwillige Basis
3.4.3 Hauptfunktionen der Due Diligence im Transaktionsprozess
3.5 Der Letter of Intent
3.6 Terminierung und Umfang
3.7 Verhältnis zur Jahresabschlussprüfung und Unternehmensbewertung
4. Verfahrensablauf der Due Diligence
4.1 Informationsquellen
4.1.1 Interne Informationsquellen
4.1.1.1 Unternehmensbesichtigung
4.1.1.2 Der Dataraum
4.1.1.3 Befragung der Geschäftsführung und der Mitarbeiter
4.1.2 Externe Informationsquellen
4.2 Instrumente der Due Diligence
4.2.1 Checklisten bei der Durchführung einer Due Diligence
4.2.2 Sonstige Instrumente der Due Diligence und weitere Tools
4.3 Prüfungsgebiete
4.3.1 Prüfungsgebiet Rechnungswesen und Steuern
4.3.2 Prüfungsgebiet Strategie und Finanzplanung
4.3.3 Prüfungsgebiet Management und Personal
4.3.4 Prüfungsgebiet Organisation und Informationssysteme
4.3.5 Prüfungsgebiet Recht und Umweltrisiken
4.4 Die Dokumentation und Berichterstattung im Prüfungsverlauf einer Due Diligence
4.4.1 Die Funktionen
4.4.2 Der Umfang der Berichterstattung
4.4.3 Die Arbeitspapiere der Due Diligence Prüfung
4.4.4 Die Due Diligence Memoranden
4.4.5 Das Due Diligence Kompendium
5. Financial Due Diligence
5.1 Einführung in die Financial Due Diligence
5.1.1 Begriff und Ziel der Financial Due Diligence
5.1.2 Der Ablauf einer Financial Due Diligence
5.2 Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
5.2.1 Analyse ausgesuchter Positionen
5.2.1.1 Grundlagen
5.2.1.2 Immaterielle Vermögensgegenstände
5.2.1.3 Vorratsvermögen
5.2.1.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
5.2.1.5 Verbindlichkeiten
5.2.2 Analyse der Finanzlage
5.2.2.1 Grundlagen
5.2.2.2 Cash-flow Rechnungen
5.2.3 Analyse der Ertragslage
5.2.3.1 Grundlagen
5.2.3.2 Die Analyse der Erträge im Rahmen der Financial Due Diligence
5.2.3.3 Die Analyse der Aufwendungen im Rahmen der Financial Due Diligence
5.3 Zwischenfazit über das Kapitel der Financial Due Diligence
6. Die Post-Merger-Integrationphase
6.1 Der Markt für Unternehmen
6.1.1 Grundlagen
6.1.2 Fusionsstrategien
6.1.3 Arten der Unternehmensdiversifikation
6.1.3.1 Horizontale Diversifikation
6.1.3.2 Vertikale Diversifikation
6.1.3.3 Konglomerate Diversifikation
6.2 Kulturunterschiede bei der Akquisition
6.3 Kommunikationsasymmetrien bei Fusionen
6.4 Die Rolle des Managements bei Unternehmenstransaktionen
7. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit analysiert die Due Diligence als Instrument der Risikoanalyse im Rahmen von Mergers & Acquisitions. Ziel ist es, den Ablauf und die methodischen Grundlagen einer Due Diligence darzustellen und deren Auswirkungen sowie die Bedeutung der anschließenden Post-Merger-Integrationsphase kritisch zu beleuchten.
- Bedeutung der Due Diligence bei Unternehmenstransaktionen
- Struktur und Ablauf von M&A-Prozessen
- Methoden der Financial Due Diligence
- Herausforderungen in der Post-Merger-Integration
- Rolle von Kulturunterschieden und Managementwechseln
Auszug aus dem Buch
Die verschiedenen Arten der Due Diligence im Überblick
Üblicherweise unterscheidet man bei einer Due Diligence nach Auftraggeber, Zeitpunkt und Inhalt. Je nachdem hat die Due Diligence einen anderen Inhalt und ein anderes Ziel bzw. Ergebnis. Im Rahmen der jeweiligen Teilbereiche der Due Diligence Prüfung werden folgende Arten unterschieden.
Die Commercial Due Diligence konzentriert sich auf die Analyse und Beurteilung der Markt- und Wettbewerbssituation unter Einbeziehung der strategischen Überlegungen und der potenziellen Synergieeffekte, um letztendlich zu einer Aussage über den Wert des Unternehmens zu kommen. In das Ergebnis der Commercial Due Diligence fließen die Informationen der anderen Untersuchungen mit ein, da die marktnahen Funktionen, wie z.B. Vertrieb, Technik und Marketing betrachtet werden.
Das Ergebnis der Legal Due Diligence ist prinzipiell eine Aussage darüber, ob vom Unternehmen die gesetzlichen und vertraglichen Vereinbarungen eingehalten werden. Hierbei werden alle Rechtsgeschäfte sowie deren Auswirkungen analysiert.
Im Vordergrund steht bei der Legal Due Diligence das Herausarbeiten von Risiken, die sich aus nicht vorhandenen notwendigen Berechtigungen (z.B. Haftungsbestimmungen, Vertragsstrafen, Vorkaufsrechten oder Optionen etc.) und Verletzung von sonstigen gesetzlichen Vorschriften ergeben, sowie die Erarbeitung von Punkten für die Vertragsgestaltung.
Ziel ist die juristische Absicherung und die Kenntnis der rechtlichen Aspekte auf die Rechtskultur des Unternehmens.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Unternehmenszusammenschlüssen ein und definiert die Due Diligence als Instrument zur Risikofrüherkennung und Verhandlungsbasis.
2. Mergers & Acquisitions: Das Kapitel erläutert die Grundlagen von Fusionen und Übernahmen, beleuchtet Motive für Akquisitionen und differenziert zwischen Share Deal und Asset Deal.
3. Voraussetzungen der Due Diligence: Hier werden Definition, Teamstrukturen, Arten der Due Diligence sowie Anlässe und Funktionen innerhalb des Transaktionsprozesses erörtert.
4. Verfahrensablauf der Due Diligence: Dieser Abschnitt beschreibt den praktischen Prozess, von Informationsquellen und Prüfungsgebieten bis hin zur Dokumentations- und Berichterstattungsstruktur.
5. Financial Due Diligence: Das Kapitel fokussiert auf die detaillierte Analyse von Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den Ablauf einer Financial Due Diligence unter Einbeziehung von Cash-flow-Rechnungen.
6. Die Post-Merger-Integrationphase: Der letzte Hauptteil behandelt die nach der Transaktion kritischen Aspekte wie Kulturunterschiede, Kommunikationsasymmetrien und die Rolle des Managements beim Integrationserfolg.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Due Diligence ein unerlässlicher Bestandteil moderner Unternehmenstransaktionen ist, um Risiken zu minimieren und eine erfolgreiche Integration vorzubereiten.
Schlüsselwörter
Due Diligence, Mergers & Acquisitions, Risikoanalyse, Post-Merger-Integration, Unternehmensakquisition, Financial Due Diligence, Unternehmenskultur, Transaktionsprozess, Bewertungsverfahren, Synergieeffekte, Managementwechsel, Kommunikationsasymmetrien, Unternehmensbewertung, Share Deal, Asset Deal.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Due Diligence als systematischem Instrument zur Risikoanalyse bei Mergers & Acquisitions (M&A) und analysiert, wie diese Prüfung den Erfolg einer Unternehmenstransaktion beeinflusst.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Motive für Unternehmenskäufe, die verschiedenen Due-Diligence-Arten, die Analyseinstrumente sowie die kritischen Erfolgsfaktoren in der anschließenden Post-Merger-Integrationsphase.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Due-Diligence-Prozess vorzustellen, Chancen und Grenzen der Prüfung aufzuzeigen und insbesondere die Auswirkungen auf den Erfolg oder Misserfolg von Fusionen und Übernahmen zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung betriebswirtschaftlicher Literatur, empirischer Studien und rechtlicher Rahmenbedingungen, um eine theoretische sowie praxisorientierte Risikoanalyse für M&A-Prozesse zu erstellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Voraussetzungen und Verfahrensabläufe der Due Diligence, eine detaillierte Einführung in die Financial Due Diligence sowie eine Analyse der Herausforderungen der Post-Merger-Integration.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Due Diligence, Mergers & Acquisitions, Risikoanalyse, Post-Merger-Integration und Unternehmenskultur charakterisiert.
Warum wird im Kapitel 6 explizit auf die Unternehmenskultur eingegangen?
Das Kapitel 6 betrachtet die Unternehmenskultur, da diese als einer der am häufigsten unterschätzten Faktoren für das Scheitern von Integrationen identifiziert wurde, obwohl sie einen maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg nach der Transaktion hat.
Was ist mit dem "Hockey Stick-Effekt" gemeint?
Der Hockey Stick-Effekt bezeichnet ein Phänomen in der Unternehmensplanung, bei dem nach einer Phase sinkender oder stagnierender Umsätze unrealistisch hohe Wachstumsraten für die Zukunft prognostiziert werden, um das Unternehmen attraktiver für Käufer zu machen.
- Quote paper
- Cornelius Gehrmann (Author), 2005, Due Diligence - Eine Risikoanalyse im Zuge von Mergers & Acquisitions unter Einbeziehung der Post-Merger-Integrationsphase, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44325