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Prävention von Aggression und Gewalt in der Pflege

Arbeitsskript für die Fortbildung in der außerklinischen Intensivpflege und Beatmung

Title: Prävention von Aggression und Gewalt in der Pflege

Textbook , 2018 , 115 Pages

Autor:in: Dr. h.c., Dipl.-Theol. Bronislaw Gembala (Author)

Nursing Science - Violence in nursing
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Das Dozentenskript setzt sich mit dem Thema Aggression und Gewalt in der Pflege auseinander. Wo beginnt Gewalt? In welchen Situationen müssen Pflegerinnen und Pfleger sich mit Gewalt und Aggression auseinandersetzen?

Die Publikation erklärt, welche Formen von Zwang, Misshandlung und Gewalt es in der Pflege gibt und wie die Rechtslage auf diesem Gebiet aussieht. Sie enthält zahlreiche Aufgaben zur Selbstreflexion und einen Fragebogen zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren. Außerdem gibt es Tests zur eigenen Toleranzschwelle. Pflegerinnen und Pfleger können so über ihr eigenes Verhalten und schwierige Situationen im Arbeitsalltag nachdenken.

Der Autor beschreibt, wie eine Stresssituation erlebt wird und wie ein professionelles Verhalten in der Gewaltprävention aussieht. Seine Publikation liefert hilfreiche Grundregeln zur Deeskalation und Tipps zum Thema Medikation. Zum Abschluss wird geschildert, welche Zwangsmaßnahmen in der Pflege in Frage kommen und wie die genaue Rechtslage in verschiedenen Ländern aussieht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Zur Einführung

Aggression und Gewalt – Grundlagen

Gewalt und Aggression in der Pflege

Formen von Zwang, Misshandlung und Gewalt nach ABEDL®

Mensch versus Gewalt und Aggression

Fragebogen zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren

Erleben einer Stresssituation

Professionelles Verhalten in der Gewaltprävention

Lernen Sie Ihre Toleranzschwelle kennen

Allgemeine Grundregeln der Deeskalation

Rechtliche Aspekte mit Fallbeispielen

Medikamente als Aggressionsförderer

Zwangsmaßnahmen in der Pflege

Aggressionsformen und mögliche Reaktionen

Übersicht der Landesgesetze

Deutsche Rechtsprechung

Zielsetzung & Themen

Diese Publikation zielt darauf ab, pflegerischem Personal fundiertes Wissen über die Entstehung und den Umgang mit Aggression und Gewalt in der Pflege zu vermitteln, um sowohl professionelle Handlungsstrategien zur Deeskalation zu fördern als auch rechtliche Sicherheit im Arbeitsalltag zu gewährleisten.

  • Grundlagen zu Entstehungsbedingungen von Aggression und Gewalt
  • Differenzierung von Formen der Gewalt (z.B. nach ABEDL®)
  • Strategien zur Deeskalation und Gewaltprävention in der Praxis
  • Rechtliche Rahmenbedingungen wie Notwehr, Notstand und Zwangsmaßnahmen
  • Umgang mit medikamentösen Einflüssen auf die Aggressivität

Auszug aus dem Buch

Fallbeispiel

Carla arbeitet auf einer »beschützten Station« in einem Altenheim. Frau Matthes ist eine 87-jährige Bewohnerin, die seit sechs Jahren im Heim wohnt. Frau Matthes hat eine fortgeschrittene Demenz und ist immer wieder sehr gereizt und fordernd. Sie schreit dann laut und beschimpft die Pflegenden. Obwohl Carla ihr liebevoll und freundlich begegnet, wird sie von Frau Matthes beschimpft.

Carla merkt, dass sie auf das Verhalten von Frau Matthes mit einem Kloß im Hals reagiert, sie erlebt sich als gelähmt und fühlt »Enttäuschung«, aber auch »Ärger«. Carla überlegt sich, in Zukunft in solchen Situationen mit Frau Matthes sich deren positiven Seiten in das Gedächtnis zu rufen, außerdem möchte sich Carla dazu auffordern, sich selbst zu bewegen, um damit ihrer Lähmung zu entgehen. Zusätzlich möchte sie mit ihren Kollegen über das Verhalten von Frau Matthes sprechen.

Dabei erfährt sie, dass es ihnen ganz ähnlich mit den Wutausbrüchen von Frau Matthes geht. Es erleichtert Carla zunächst einmal, dass es ihren Kollegen ganz ähnlich geht. Zusammen beschließen sie, sich die Biografie von Frau Matthes nochmals genauer anzuschauen. In einer Fallbesprechung entdecken sie, dass Frau Matthes immer sehr selbstständig war und ein eigenes Geschäft leitete. Sie musste in ihrem Leben viel durchsetzen und hatte immer eine leitende Position.

Zusammenfassung der Kapitel

Zur Einführung: Ein einleitender Text, der Gewalt als ein tiefgreifendes, kritisches Phänomen definiert und eine kritische Auseinandersetzung mit Autorität und Machtverhältnissen anregt.

Aggression und Gewalt – Grundlagen: Dieses Kapitel liefert verschiedene theoretische Definitionen von Aggression und Gewalt und grenzt die beiden Begriffe voneinander ab.

Gewalt und Aggression in der Pflege: Es werden die Entstehungsbedingungen aggressiven Verhaltens bei Patienten sowie institutionelle Faktoren beleuchtet.

Formen von Zwang, Misshandlung und Gewalt nach ABEDL®: Eine detaillierte Aufzählung verschiedener pflegerischer Handlungen, die als Zwang oder Gewalt interpretiert werden können, gegliedert nach den ABEDL®-Lebensbereichen.

Mensch versus Gewalt und Aggression: Das Kapitel behandelt die Verantwortung der Mitarbeiter in Krisensituationen und betont das Ziel, Menschenwürde zu wahren.

Fragebogen zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren: Vorstellung eines Instruments zur Selbsteinschätzung der eigenen Neigung zu aggressivem Verhalten.

Erleben einer Stresssituation: Fokus auf die psychophysiologischen Reaktionen bei Stress und das subjektive Erleben von Gewaltsituationen.

Professionelles Verhalten in der Gewaltprävention: Leitlinien für ein professionelles Auftreten, um Eskalationen frühzeitig zu vermeiden oder zu unterbrechen.

Lernen Sie Ihre Toleranzschwelle kennen: Eine praktische Übung zur Reflexion der eigenen Belastungsgrenzen bei verschiedenen Formen aggressiven Patientenverhaltens.

Allgemeine Grundregeln der Deeskalation: Konkrete, handlungsleitende Regeln für das Verhalten in akuten Krisensituationen zur Sicherheit aller Beteiligten.

Rechtliche Aspekte mit Fallbeispielen: Umfassende Erläuterung juristischer Grundlagen wie Notwehr und Notstand, illustriert durch praxisnahe Fallbeispiele.

Medikamente als Aggressionsförderer: Auflistung von Wirkstoffen, die paradoxerweise die Aggressivität steigern können.

Zwangsmaßnahmen in der Pflege: Definition und ethisch-rechtliche Einordnung von freiheitsentziehenden Maßnahmen wie Fixierung oder Isolierung.

Aggressionsformen und mögliche Reaktionen: Eine übersichtliche tabellarische Darstellung von Aggressionsformen mit passenden psychologischen und juristischen Reaktionsmöglichkeiten.

Übersicht der Landesgesetze: Ein Nachschlagewerk der jeweiligen Psychisch-Kranken-Gesetze der Bundesländer.

Deutsche Rechtsprechung: Eine Zusammenstellung relevanter Gerichtsbeschlüsse und Urteile zu Zwangsbehandlung und Unterbringung.

Schlüsselwörter

Aggression, Gewalt, Pflege, Deeskalation, Zwangsmaßnahmen, Notwehr, Notstand, Patientenrechte, Stressbewältigung, Fixierung, Isolierung, Gewaltprävention, Rechtliche Aspekte, Psychisch-Kranken-Gesetz, Dokumentation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk grundlegend?

Es geht um den professionellen Umgang mit Aggression und Gewalt im pflegerischen Kontext, wobei ein besonderer Fokus auf Deeskalation, Eigenschutz und rechtliche Klarheit gelegt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen Definitionen von Gewalt, psychologische Grundlagen des Verhaltens, praktische Prävention, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Dokumentationsanforderungen.

Was ist das primäre Ziel des Buches?

Das Ziel ist die Vermittlung von Sicherheit für Pflegekräfte im Umgang mit aggressiven Situationen, sowohl fachlich als auch rechtlich.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es wird eine Kombination aus psychologischen Modellen, pflegewissenschaftlichen Konzepten (wie ABEDL®) und einer fundierten Analyse der aktuellen deutschen Rechtsprechung genutzt.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil vertieft insbesondere die rechtliche Abwägung bei Notwehr- und Notstandssituationen sowie die korrekte Durchführung und Dokumentation von Zwangsmaßnahmen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gewaltprävention, Deeskalation, rechtliche Sicherheit und professionelles Pflegehandeln beschreiben.

Wie sollte eine Pflegekraft bei verbaler Aggression reagieren?

Laut dem Werk sollte man ruhig und bestimmt bleiben, sich nicht persönlich angegriffen fühlen und den Aggressor durch fachliches Handeln von einer weiteren Eskalation abhalten.

Ist die Dokumentation von Gewaltvorfällen rechtlich zwingend erforderlich?

Ja, eine sorgfältige und schriftliche Dokumentation ist essentiell, insbesondere wenn körperliche Folgen vorliegen, um sich rechtlich abzusichern.

Darf ein Patient bei akuter Gefahr immer sofort fixiert werden?

Eine Fixierung ist nur unter strengen Voraussetzungen zulässig, muss verhältnismäßig sein und unterliegt rechtlichen Vorgaben, die zwingend einzuhalten sind.

Was tun, wenn ein Patient Sachgegenstände zerstört?

Hier ist eine Abwägung vorzunehmen: Ist der Sachschaden das mildeste Mittel, um eine größere Gefahr abzuwenden, oder lässt sich das Verhalten anders deeskalieren? In jedem Fall ist eine ausführliche Dokumentation erforderlich.

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Details

Title
Prävention von Aggression und Gewalt in der Pflege
Subtitle
Arbeitsskript für die Fortbildung in der außerklinischen Intensivpflege und Beatmung
Author
Dr. h.c., Dipl.-Theol. Bronislaw Gembala (Author)
Publication Year
2018
Pages
115
Catalog Number
V443772
ISBN (eBook)
9783668854147
ISBN (Book)
9783668854154
Language
German
Tags
Prävention Gewalt Aggression Pflege Beatmung Intensivpflege außerklinische Beatmung Gembala
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. h.c., Dipl.-Theol. Bronislaw Gembala (Author), 2018, Prävention von Aggression und Gewalt in der Pflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443772
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