Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

Atomares Pulverfass Iran? Irans Streben nach Atomwaffen und die Reaktionen des internationalen Systems

Title: Atomares Pulverfass Iran? Irans Streben nach Atomwaffen und die Reaktionen des internationalen Systems

Term Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Julia Schmelter (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Iran - ein Land mit einer Sonderstellung im Nahen Osten und im internationalen System. Obwohl das politische System in Iran durchaus demokratische Züge hat, betrachten die USA die Regierung in Teheran mit Skepsis. Doch auch im arabischen Raum selbst hat der schiitisch geprägte Iran mit außenpolitischer Isolation zu kämpfen, bedingt durch seinen Großmachtanspruch und den Versuch, die Revolution auch in die arabischen Nachbarstaaten zu tragen. Als Konsequenz dessen befindet sich das Land in einer wirtschaftlichen Misere und die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der herrschenden Regierung wächst. Seit einigen Jahren schaut die Welt mit Besorgnis auf die Entwicklungen in der Islamischen Republik. Das Atomprogramm der Iraner scheint nicht mehr nur friedlichen Zwecken zu dienen, obwohl dies von der Regierung in Teheran vehement bestritten wird. Besonders die USA befürchten, dass Iran im Geheimen schon lange Pläne für den Bau von Atomwaffen schmiedet. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Iran tatsächlich nach der Atombombe strebt, was das für die Welt bedeuten würde und wie einzelne Akteure auf Teherans Ambitionen reagieren.
Ein kurzer historischer Überblick bietet den Einstieg für die Thematik und soll die Hintergründe schildern, die zu Irans heutiger Situation geführt haben. Das Verhältnis der USA zu Iran ist dabei ein wichtiger Aspekt, da die Geschichte des Landes entscheidend vom Einfluss der Amerikaner in der Region geprägt wurde.
Die Schilderung des historischen Hintergrunds leitet dann zu der zentralen Fragestellung dieser Arbeit hin, nämlich ob Iran tatsächlich auf dem Weg ist, ein atomares Pulverfass zu werden. Welche Indizien sprechen dafür und was spricht dagegen? Warum hat die iranische Regierung überhaupt ein Interesse daran, zu einer Atommacht aufzusteigen? An diese Fragen schließt sich eine weitere: Was würde es für das internationale System bedeuten, wenn Iran tatsächlich im Begriff wäre, Atomwaffen zu entwickeln?
Der dritte Teil dieser Arbeit untersucht die Reaktionen des internationalen Systems auf die Ambitionen und das Verhalten der iranischen Regierung. Dabei ist wiederum die Beziehung zwischen Iran und den USA von Bedeutung. Wie reagieren die Amerikaner auf die mögliche Bedrohung und woraus erklärt sich ihr Verhalten? Welche Rolle spielt dabei Israel? Doch auch die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Iran sind von Bedeutung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Historischer Hintergrund

2. Iran und die Atombombe

a) Ziviles oder militärisches Atomprogramm?

b) Bedeutung für Iran

c) Bedeutung für das internationale System

3. Internationale Reaktionen

a) USA

b) EU

„USA gegen Iran – Der nächste Krieg?“ (Schlussbetrachtung)

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das iranische Atomprogramm, geht der Frage nach, ob der Iran tatsächlich Atomwaffen anstrebt, und analysiert die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf diese Ambitionen unter Berücksichtigung historischer und politischer Kontexte.

  • Historische Entwicklung des iranischen politischen Systems
  • Analyse des iranischen Atomprogramms zwischen ziviler und militärischer Nutzung
  • Bedeutung der Atomkraft als politisches Prestigeobjekt für den Iran
  • Geostrategische Motive und Sicherheitsbedürfnisse der iranischen Regierung
  • Gegenüberstellung der außenpolitischen Strategien der USA und der EU

Auszug aus dem Buch

a) Ziviles oder militärisches Atomprogramm?

Die Entwicklungen in Iran im Hinblick auf sein Atomprogramm sind nicht mehr so neu, wie es die aktuelle Berichterstattung der Medien vermuten lässt. Tatsächlich beauftragte bereits 1974 Schah Mohammed Resa die deutsche Firma Siemens mit dem Bau eines Atomreaktors in Bushehr. Mit Beginn der Iranischen Revolution 1977 und der damit einhergehenden politischen Instabilität zogen sich die Deutschen aus dem Gebiet zurück. Auch in den folgenden Jahren konnte der Bau nicht beendet werden, da zwischen Iran und Irak der erste Golfkrieg ausbrach, der acht Jahre dauerte und in dessen Verlauf auch der Reaktor in Bushehr mehrmals Ziel irakischer Angriffe war.

Das Ende des Kalten Krieges kann in der Entwicklung des iranischen Atomprogramms wohl als Meilenstein betrachtet werden, denn durch den Zusammenbruch der Sowjetunion fiel eine atomare Supermacht auseinander, die das größte Nuklearwaffenarsenal der Welt besaß. Bis Anfang der 90er Jahre befand sich die internationale Nuklearpolitik in einem Status quo. Neben den USA und der Sowjetunion hatten sich noch Großbritannien (1952), Frankreich (1960) und China (1964) als Atommächte etabliert; andere Staaten besitzen entweder kleinere Atomarsenale oder die Fähigkeiten zur Herstellung von Kernwaffen.

Durch den Zerfall der Sowjetunion „drohen [außerdem] auf unabsehbare Zeit die Gefahr des Einsatzes oder der Veruntreuung von Kernwaffen und Spaltmaterial (...), der unkontrollierte Abfluß von Nukleartechnologie und Fachpersonal in Drittstaaten oder in die Hände terroristischer Gruppen“. Die gelagerten Massenvernichtungsmittel und deren Entsorgung stellen also ein hohes Proliferationsrisiko dar. Davon profitierte der Iran: 1992 unterzeichneten Iran und Russland einen Vertrag, der den Wiederaufbau des Atomreaktors in Bushehr samt technischem Know-how für die Anreicherung von Uran und die Lieferung des Urans selbst vorsah – alles für die friedliche Kernenergienutzung. Bis in die späten 90er Jahre deckte die CIA weitere Verbindungen zu China, Pakistan, Südafrika, Tadschikistan und Kasachstan auf, von denen Iran entweder das nötige Atommaterial oder fehlendes Know-how einkaufte. Die Regierung in Teheran streckte ihre Fühler in alle Richtungen aus und investierte Milliarden von Dollar in das vermeintlich zivile Atomprogramm.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Sonderstellung Irans, das Atomprogramm und die Zielsetzung der Arbeit, die internationale Reaktionen auf Teherans Ambitionen untersucht.

1. Historischer Hintergrund: Darstellung des politischen Systems des Irans und der geschichtlichen Ereignisse, die das heutige Verhältnis des Landes zum Westen geprägt haben.

2. Iran und die Atombombe: Untersuchung der Ambivalenz zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Kernenergie sowie der Bedeutung der Atomkraft für Irans nationale Sicherheit und internationalen Status.

3. Internationale Reaktionen: Analyse der unterschiedlichen Strategien von USA und EU im Umgang mit dem iranischen Nuklearstreit und deren historisch begründete Motivationen.

„USA gegen Iran – Der nächste Krieg?“ (Schlussbetrachtung): Reflexion über die Wahrscheinlichkeit militärischer Interventionen versus diplomatischer Lösungsansätze und die Zukunftsaussichten für den Iran.

Schlüsselwörter

Iran, Atomprogramm, Atomwaffe, Nuklearpolitik, USA, EU, Internationale Beziehungen, Proliferation, Urananreicherung, Teheran, Sicherheitspolitik, IAEO, Nahostkonflikt, Geopolitik, Sanktionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ambitionen des Iran, sein Atomprogramm zu entwickeln, und den daraus resultierenden Spannungen mit der internationalen Staatengemeinschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung Irans, die technischen und politischen Aspekte des Atomprogramms sowie die gegensätzlichen außenpolitischen Strategien der USA und der Europäischen Union.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob der Iran tatsächlich nach Atomwaffen strebt, was die Motive für dieses Streben sind und wie das internationale System darauf reagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Monographien, zeitgenössischen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln sowie offiziellen Dokumenten, um die aktuelle Situation und Zukunftsszenarien kritisch zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Atomprogramms, die Bedeutung der Kernenergie für den Iran, die Motivation der internationalen Reaktionen und die Analyse von Szenarien wie einem möglichen Regimewechsel oder militärischen Schlägen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Atomprogramm, Nichtverbreitung, internationale Sicherheit, diplomatischer Konflikt und geostrategische Interessen charakterisiert.

Welche Rolle spielt die IAEO im iranischen Atomkonflikt?

Die IAEO dient als Kontrollinstanz, die die Transparenz iranischer Nuklearanlagen überwacht und durch Resolutionen sowie Inspektionen versucht, das Ziel der rein zivilen Nutzung sicherzustellen.

Wie unterscheidet sich die Strategie der USA von der der EU?

Die USA favorisieren eine kompromisslose Isolationspolitik und Drohungen, während die EU auf diplomatische Anreize, wirtschaftliche Kooperation und weiche Diplomatie setzt.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Atomares Pulverfass Iran? Irans Streben nach Atomwaffen und die Reaktionen des internationalen Systems
College
University of Bonn
Grade
1-
Author
Julia Schmelter (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V44380
ISBN (eBook)
9783638419949
Language
German
Tags
Atomares Pulverfass Iran Irans Streben Atomwaffen Reaktionen Systems
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Schmelter (Author), 2005, Atomares Pulverfass Iran? Irans Streben nach Atomwaffen und die Reaktionen des internationalen Systems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44380
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  28  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint