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Amerikanische Boxerfilme als wertevermittelndes Medium. "Rocky" vs. "Raging Bull"

Titel: Amerikanische Boxerfilme als wertevermittelndes Medium. "Rocky" vs. "Raging Bull"

Hausarbeit , 2016 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ulli Armbrust (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Russel Crowe, Daniel Day-Lewis, Mark Wahlberg, Jake Gyllenhaal, Will Smith, Robert DeNiro – die Liste der renommierten Schauspieler, die sich auf der Leinwand als Boxer versuchten, dafür etliche Kilos an Muskeln zulegten und zumeist mit einer Oscarnominierung oder sogar -prämierung ausgezeichnet wurden, ist lang. Aber was genau macht die Faszination des Boxsportes in der amerikanischen Filmwelt aus? Was sind die filmischen und sozialwissenschaftlichen Paradigmen hinter den Boxerfilmen?
Im Rahmen dieser Seminararbeit sollen durch Analysen populärer US-amerikanischer Boxerfilme unter Einbeziehung filmwissenschaftlicher, sozialwissenschaftlicher und sportwissenschaftlicher Sekundärliteratur die Paradigmen des amerikanischen Boxerfilmes erläutert werden. Dabei soll die idealisierte Seite des filmischen Boxsportes mit einer negativen, abstoßenden Darstellungsweise verglichen werden, welche in Filmen wie Raging Bull (USA 1980) oder Million Dollar Baby (USA 2004) vorherrscht. Eng im Zusammenhang mit der filmischen Inszenierung steht auch die charakterliche Entwicklung des Boxers im Laufe des Filmes, die sich sowohl negativ als auch positiv verändern kann.

Für viele amerikanische Boxerfilme ist ebenso nicht von der Hand zu weisen, dass die Filme politische und patriotische Inhalte verbreiten. Daher sollen sie nicht nur als Unterhaltungsmedium analysiert werden, sondern auch als Wertevermittler und moralische Instanz.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Faszination Boxerfilme

2. Boxerfilme als Teil des Sportfilm-Universums

2.1 Paradigmen des Genres

3. Boxerfilme als wertevermittelndes Medium – sogar in der Rocky-Filmreihe

3.1 Der American Dream

3.2 Rocky Balboas Charakter

4. „The Raging Bull“ vs. „The Italian Stallion“

5. Rezeption

6. Fazit

7. Bibliographie

8. Filmographie

9. Musiktitel

10. Videospiele

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die filmischen und sozialwissenschaftlichen Paradigmen US-amerikanischer Boxerfilme. Dabei wird insbesondere analysiert, wie diese Filme über den reinen Sportaspekt hinaus als wertevermittelnde Medien fungieren und gesellschaftliche Vorstellungen von Moral, Männlichkeit und dem amerikanischen Traum transportieren, wobei ein Schwerpunkt auf dem Vergleich zwischen den Filmreihen Rocky und Raging Bull liegt.

  • Paradigmen des amerikanischen Boxerfilms
  • Die Vermittlung von Werten und Moral in Sportfilmen
  • Vergleichende Analyse: Rocky Balboa vs. Jake LaMotta
  • Inszenierung von Männlichkeit und sportlichem Kampf
  • Kulturelle Rezeption und mediale Nachwirkung des Boxer-Genres

Auszug aus dem Buch

2.1 Paradigmen des Genres

Bei der Betrachtung der populärsten Boxerfilme aus verschiedenen Jahrzehnten ergeben sich nun folgende Rahmenbedingungen, die man als die Paradigmen des US-amerikanischen Boxerfilmes deklarieren kann:

1. Der Boxerfilm ist stets verbunden mit einem außersportlichen Aspekt.

2. Der Boxer vollzieht im Laufe des Filmes beziehungsweise vor seiner Karriere einen Aufstieg aus den ärmlichen Verhältnissen einer Großstadt

3. Der Boxer hat einen schlechten Umgang mit Erfolg.

4. Der Boxer steht zwischen Frau und Trainer. Letzter fungiert als Allegorie für den Boxsport.

5. Boxen symbolisiert Männlichkeit und eine charakterliche Kämpfermentalität.

Stauffs Konstituierung von Sportfilmen trifft natürlich auch auf den Boxerfilm zu, sodass der amerikanische Boxerfilm stets mit einem außersportlichen Aspekt in Relation steht. In diesem Genre aber ist dieser Aspekt in einem gewissem Grad immer mit der familiären Herkunft verbunden, da der Boxer fast ausnahmslos aus einer finanziell schwachen und meist zerrütteten Familie stammt. Seine schwere Jugend verbringt der Boxer in einem sozial schwachen Viertel einer Großstadt.

Ein ruraler Boxerfilm würde nicht funktionieren und scheint nicht ohne Grund unvorstellbar, da auf dem Land unter anderem die sportlichen und finanziellen Aufstiegsmöglichkeiten nicht umsetzbar sind. Wenn der Boxer sich dann aber etabliert hat und erste Erfolge verbucht, ist er mit der neugeschaffenen Situation überfordert. Rocky verprasst sein Geld für Luxusgüter, Jake LaMotta scheitert an seiner eigenen Disziplin, kompensiert sein stetiges Misstrauen mit Gewalt und beugt sich sogar der Korruption. Charlie Davis verfällt dem Geld und der Korruption und vergisst seine alten Freunde. In der Regel stellt sich sogar wieder der finanzielle und sportliche Abstieg ein, sodass der Boxer zwischenzeitlich einen persönlichen Tiefpunkt erreicht, der mit dem Anfang seiner Karriere gleichzusetzen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Faszination Boxerfilme: Einführung in das Thema und Erläuterung der Bedeutung von Boxerfilmen als wertevermittelnde Instanz und Unterhaltungsmedium.

2. Boxerfilme als Teil des Sportfilm-Universums: Theoretische Einordnung des Boxerfilms in das Genre des Sportfilms unter Verwendung von Sekundärliteratur.

3. Boxerfilme als wertevermittelndes Medium – sogar in der Rocky-Filmreihe: Analyse der moralischen und politischen Dimensionen sowie der Charakterbildung innerhalb der Rocky-Filme.

4. „The Raging Bull“ vs. „The Italian Stallion“: Detaillierter Vergleich der Protagonisten Rocky Balboa und Jake LaMotta hinsichtlich ihrer persönlichen Entwicklung und ihres Umfelds.

5. Rezeption: Betrachtung der kulturellen Wirkung der Rocky-Filme, inklusive Soundtrack, Videospielen und Fan-Kultur.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Unterschiede in der filmischen Inszenierung zwischen Raging Bull und Rocky sowie die Schlussfolgerung zum Kultstatus von Rocky.

Schlüsselwörter

Boxerfilm, Rocky, Raging Bull, Sportfilm, American Dream, Männlichkeit, Wertevermittlung, Sylvester Stallone, Martin Scorsese, Filmwissenschaft, Sozialwissenschaft, Genre-Paradigmen, Boxsport, Rezeption, Heldenreise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die filmischen und sozialwissenschaftlichen Muster des amerikanischen Boxerfilms und analysiert, wie diese Filme Werte und gesellschaftliche Ideale vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die genretypischen Paradigmen, die Darstellung von Männlichkeit, der "American Dream" sowie die Bedeutung von außersportlichen Aspekten für das Genre.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, die Paradigmen des US-Boxerfilms aufzuzeigen und durch einen Vergleich populärer Werke wie Rocky und Raging Bull zu verdeutlichen, wie diese Filme als moralische Instanz wirken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Analyse populärer Filme unter Einbeziehung von film-, sozial- und sportwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Genreregeln, einer detaillierten Analyse der Rocky-Filmreihe sowie einem komparativen Vergleich der Charaktere Rocky Balboa und Jake LaMotta.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Boxerfilm, Genre-Paradigmen, Wertevermittlung, Filmische Inszenierung und Rezeption beschreiben.

Warum wird Rocky als Prototyp des "American Dream" bezeichnet?

Rocky symbolisiert den Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen durch harte Arbeit und Disziplin, womit er den klassischen amerikanischen Traum verkörpert, unabhängig von Intelligenz oder sozialem Stand.

Worin liegt der Hauptunterschied zwischen Rocky Balboa und Jake LaMotta?

Der Hauptunterschied liegt im Umgang mit Erfolg und Misserfolg: Während Rocky durch sein gutes Herz und die Fähigkeit zur Vergebung überzeugt, verfällt LaMotta in Gewalt, Paranoia und Destruktivität.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Amerikanische Boxerfilme als wertevermittelndes Medium. "Rocky" vs. "Raging Bull"
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,7
Autor
Ulli Armbrust (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V444050
ISBN (eBook)
9783668814318
ISBN (Buch)
9783668814325
Sprache
Deutsch
Schlagworte
amerikanische boxerfilme medium rocky raging bull
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ulli Armbrust (Autor:in), 2016, Amerikanische Boxerfilme als wertevermittelndes Medium. "Rocky" vs. "Raging Bull", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444050
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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