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Wie ein Geschäftsmodell aus dem Kulturbereich die Ökonomie einer Stadt verwandelt. Das Guggenheim Museum in Bilbao

Titel: Wie ein Geschäftsmodell aus dem Kulturbereich die Ökonomie einer Stadt verwandelt. Das Guggenheim Museum in Bilbao

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Vanessa Zmudzinski (Autor:in)

Kunst - Management, Vermarktung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

2017 jährte sich zum zwanzigsten Mal die Eröffnung eines Museums, welches wohl maßgeblich für die Verwandlung der Ökonomie einer ganzen Stadt verantwortlich ist. Die Rede ist vom Guggenheim Museum in Bilbao. Als Teil eines Revitalisierungskonzeptes, welches die Wirtschaft der Stadt Bilbao wiederbeleben sollte, stand es in der Bauphase stark unter Kritik. In dieser Arbeit soll herausgearbeitet werden, inwiefern dieses Revitalisierungsprojekt die Ökonomie tatsächlich gewandelt hat. Hierzu soll im ersten Schritt die wirtschaftliche Lage Bilbaos vor dem Museumsbau betrachtet werden, sowie das daraus resultierende Revitalisierungskonzept der Stadt vorgestellt werden. Außerdem soll näher auf die Solomon R. Guggenheim Foundation und deren Geschäftsmodell eingegangen werden, wie explizit dieses am Wandel der Ökonomie gewirkt hat und ob der Begriff „Franchise“ an dieser Stelle passend ist. Auch werden Kritiken und Ängste der damaligen Zeit mit dem heutigen tatsächlichen Ergebnis der Revitalisierung betrachtet. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, anhand der vorliegenden Revitalisierungsergebnisse sowohl Vor- als auch Nachteile eines kommerziellen Kunstbetriebes herauszuarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bilbao

2.1. Ökonomie vor der Revitalisierung

2.2. Planung eines Kulturzentrums

2.2.1 Standort

2.2.2 Wettbewerb

3. Solomon R. Guggenheim Foundation

3.1. Geschichte und Geschäftsmodell der Solomon R. Guggenheim Foundation

3.2. Das Guggenheim Bilbao – genauere Betrachtung des Geschäftsmodells

4. Kritiken und Ängste – wie sich die Ökonomie tatsächlich gewendet hat

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den wirtschaftlichen Wandel der Stadt Bilbao durch die Eröffnung des Guggenheim Museums und analysiert, inwiefern die Implementierung dieses kulturellen „Leuchtturm-Projekts“ als Revitalisierungsinstrument fungierte und dabei einem „Franchise-Modell“ glich.

  • Wirtschaftliche Ausgangslage Bilbaos vor der industriellen Krise und dem Museumsbau
  • Planungsprozess, Standortwahl und architektonischer Wettbewerb
  • Entwicklung und Geschäftsmodell der Solomon R. Guggenheim Foundation
  • Vergleichende Analyse des „Guggenheim-Prinzips“ mit Franchise-Strukturen
  • Evaluierung der sozioökonomischen Auswirkungen und Kritiken am kommerziellen Kunstbetrieb

Auszug aus dem Buch

3.2. Das Guggenheim Bilbao – genauere Betrachtung des Geschäftsmodells

Thomas Krens‘ Voraussetzungen für den Museumsbau in Bilbao lauteten folgender Maßen: Alle Kosten, sowohl Betriebs-, als auch Kapitalkosten liegen bei der baskischen Regierung, während die gesamte Verantwortung für ästhetische Entscheidungen, welche die Architektur, die Sammlung und das Programm beinhalten, bei der Guggenheim Foundation liegen.i De facto investierte die baskische Regierung zu Beginn 150 Millionen Dollar, davon 50 Millionen Dollar für den Ankauf von neuen Kunstwerken. Zudem zahlt das Museum jährliche Abgaben an das New Yorker Stammhaus. Im Gegenzug erhält das Museum den erfolgreichen Namen „Guggenheim“, sowie den Zugang zur umfangreichen Sammlung des New Yorker Stammhauses. Auch profitiert das spanische Museum vom geistigen, sowie materiellen Kapital (zum Beispiel Kataloge, oder andere Museumsshop Artikel).

Ein typisches Franchise Unternehmen ist an folgenden Merkmalen erkennbar: „Der Franchise Geber nutzt in der Praxis eine erfolgreich erprobte Geschäftsidee, die er anderen Unternehmen gegen eine Gebühr anbietet. Der Franchise-Nehmer kauft eine komplette Existenz und erhält von dem Franchise-Geber alles was für einen sofortigen Geschäftsbeginn nötig ist: das Produkt, den geschützten Namen und die Marketingleistung. Der Franchise-Nehmer investiert im Gegenzug für sein Unternehmen eigenes Geld und ist auf eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig. Vom Franchise-Geber bezieht er seine Waren und wird parallel von ihm betreut. Dafür zahlt er ihm eine regelmäßige Abgabe, die als Franchise-Gebühr bezeichnet wird. Dabei obliegt dem Franchise-Geber die Verantwortung für die Entwicklung einer Geschäftsidee. Er erstellt ein Absatz- und Organisationskonzept, bestimmt das Aussehen und die Einrichtung des Betriebes, übernimmt mögliche Schulungen desFranchise-Nehmers und sichert ihm laufende Unterstützung zu.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Fragestellung zur Rolle des Guggenheim Museums als Katalysator für Bilbaos ökonomischen Wandel und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Bilbao: Dieses Kapitel behandelt die wirtschaftliche Krise der Industriestadt Bilbao in den 1970er Jahren sowie den darauffolgenden Planungsprozess zur Ansiedlung eines kulturellen Zentrums.

3. Solomon R. Guggenheim Foundation: Es wird die historische Genese der Stiftung sowie das spezifische Geschäftsmodell von Thomas Krens beleuchtet, welches das Guggenheim Bilbao als „Filiale“ integriert.

4. Kritiken und Ängste – wie sich die Ökonomie tatsächlich gewendet hat: Hier werden die ursprünglichen Bedenken gegen das Projekt den tatsächlichen, positiven Besucher- und Wirtschaftszahlen nach 20 Jahren gegenübergestellt.

Schlüsselwörter

Bilbao, Guggenheim Museum, Revitalisierung, Geschäftsmodell, Stadtökonomie, Franchise, Thomas Krens, Frank Gehry, Industrieflächen, Kulturmanagement, Wirtschaftsstandort, Strukturwandel, Markenarchitektur, Kunstmarkt, Sozialökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einfluss des Guggenheim Museums in Bilbao auf die wirtschaftliche Transformation der Stadt und untersucht die damit verbundenen strategischen Entscheidungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen Stadtplanung, Kulturmanagement, das Geschäftsmodell von Museumsstiftungen und die ökonomischen Auswirkungen von Kulturinvestitionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob und wie das „Guggenheim-Projekt“ die Stadtökonomie von Bilbao nachhaltig revitalisiert hat und wie das Geschäftsmodell dabei zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine deskriptive Analyse und kritische Betrachtung historischer Daten, Planungsdokumente und wirtschaftlicher Kennzahlen angewandt.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Fokus liegt auf der Planungshistorie Bilbaos, der Entwicklung der Solomon R. Guggenheim Foundation unter Thomas Krens sowie der Gegenüberstellung von ursprünglicher Kritik und realen Ergebnissen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Guggenheim-Effekt, Revitalisierung, Franchise-Modell und urbane Transformation.

Warum wird das Guggenheim Museum oft mit einem Franchise-Unternehmen verglichen?

Weil die Guggenheim Foundation ihren Markennamen und ihr Know-how gegen hohe Gebühren und unter strikten Vorgaben für internationale Standorte zur Verfügung stellt, was klassische Franchise-Parallelen aufweist.

Wie reagierten Thomas Krens und das Museum auf den Vorwurf des Franchising?

Sie wiesen diese Bezeichnung entschieden zurück und betonten, dass es sich um eine Zusammenarbeit zwischen eigenständigen Institutionen handele, um den „Markenwert“ des Guggenheims nicht zu verwässern.

Welche Rolle spielten die Baukosten für die Kritik am Projekt?

Die hohen Investitionen in ein Museum für moderne Kunst wurden während der Industriekrise der Stadt als finanzielles Risiko und Ablenkung von notwendigen industriellen Förderungen stark kritisiert.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich des „Guggenheim-Prinzips“?

Trotz der kontroversen Natur des Systems ist der ökonomische Erfolg in Form von Arbeitsplätzen, Steuereinnahmen und einer verbesserten Lebensqualität in Bilbao statistisch belegbar.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie ein Geschäftsmodell aus dem Kulturbereich die Ökonomie einer Stadt verwandelt. Das Guggenheim Museum in Bilbao
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Museum, Konzertsaal und Opernhaus – Kulturgebäude als spektakuläre Landmarken der Globalisierung
Note
2,0
Autor
Vanessa Zmudzinski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V444122
ISBN (eBook)
9783668816404
ISBN (Buch)
9783668816411
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kunstgeschichte Architektur Bilbao Guggenheim Museum Marke Markenarchitektur Franchise Geschäftsmodell Thomas Krens Foundation New York Spanien Baskenland Kunst Sammlung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vanessa Zmudzinski (Autor:in), 2018, Wie ein Geschäftsmodell aus dem Kulturbereich die Ökonomie einer Stadt verwandelt. Das Guggenheim Museum in Bilbao, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444122
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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