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Mediengeschichte als Medienprodukt

Title: Mediengeschichte als Medienprodukt

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thomas Nachreiner (Author)

Communications - Media History
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Jeder der sich mit dem Thema Mediengeschichte befasst, kennt verschiedene Wege wie man sich dieser annähern kann. Dies kann zum Beispiel der biographische Weg sein, der die Mediengeschichte anhand einer Person beschreibt und deren Stellung und Einfluss darstellt. Jeder dieser Wege bietet eine eigene Perspektive auf die Mediengeschichte. Die Vielzahl dieser Wege darzustellen und vielleicht einen davon genauer zu sezieren ist nicht das Ziel dieser Hausarbeit. Vielmehr gilt es bei der Betrachtung eines Produkts der Geschichtsschreibung festzustellen, welche historiographischen Ansätze dabei angewandt wurden.
Außerdem stellt sich die Frage wie man denn das Resultat wissenschaftlicher Arbeit innerhalb der Mediengeschichtsforschung - die sich zumindest einem dieser Wege bedient - betrachten könnte. Ist eine wissenschaftliche Arbeit, in welcher Form auch immer, nicht auch ein Medienprodukt, welches eigentlich wiederum von der Medienwissenschaft behandelt werden sollte? Und welche Maßstäbe legt man dabei an?
Ausgehend von dieser Frage stellen sich viele weitere. Die Wichtigste ist zum Anfang die Frage nach der Definition. Was genau ist ein Medienprodukt das auf mediengeschichtlicher Forschung beruht? Zählen dazu auch fiktive Werke, die sich nur aus den geschichtlichen Ereignisvorräten bedienen? Ist eine künstlerische Reflektion über die eigene Geschichte nicht auch wissenschaftlich? Die Beantwortung dieser und daraus folgender Fragen kann - und will - gar nicht das Ziel dieser Hausarbeit sein. Diese Fragen sollen nur dabei helfen sich in einem Gebiet bewegen zu können, das noch nicht sehr erkundet ist. Man könnte es mit einem Bewegen durch dichten Nebel vergleichen. Es sind keine konkreten Anhaltspunkte vorhanden. Nur hin und wieder tauchen Schemen auf, die nicht klar erkennbar sind und die man interpretieren muss. Und trotzdem ist eine Orientierung möglich. Dieser Gedanke soll uns bei diesem Thema begleiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Probleme der Definition

1.2 Aspekte der Produktion

Quellen

Thema

Authentizität

1.3 Die Grenze zwischen Kunst und wissenschaftlicher Arbeit

2. Mediengeschichte als Kompilationsfilm anhand des Beispiels Cinema of Vengeance

2.1 Einordnung von Cinema of Vengeance und seiner Bausteine

2.2 Analyse von Aufbau und Struktur

2.3 Verwendung von medienhistorischen Forschungsansätzen

2.4 Grenzen von Wissenschaft und Authentizität

2.5 Schwierigkeiten bei Kategorisierung und Zielsetzung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, wie wissenschaftliche mediengeschichtliche Forschung in modernen Medienprodukten verarbeitet wird und ob diese Formate den Ansprüchen wissenschaftlicher Arbeit genügen oder als rein künstlerische Produkte zu werten sind. Dabei wird anhand des Dokumentarfilms "Cinema of Vengeance" analysiert, welche historiographischen Ansätze zur Anwendung kommen und wie sich die Grenze zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung definiert.

  • Definition von Medienprodukten im Kontext mediengeschichtlicher Forschung
  • Analyse der Produktionsaspekte (Quellen, Thema, Authentizität)
  • Untersuchung des Kompilationsfilms als historiographisches Medium
  • Verhältnis zwischen künstlerischer Gestaltung und wissenschaftlicher Methodik
  • Kritische Betrachtung von Zielgruppenorientierung versus wissenschaftlichem Anspruch

Auszug aus dem Buch

1.1 Probleme der Definition

Nehmen wir den Titel der Hausarbeit wörtlich, so kommen wir zuerst zu der Frage, die schon in der Einleitung aufgeworfen wurde: Resultate mediengeschichtlicher Forschung werden als eigenes Medienprodukt behandelt, aber wie genau definieren wir dieses Medienprodukt? Wenn ein Buch, und demzufolge auch ein bedrucktes Blatt Papier, ein Medienprodukt ist, so müsste die gesamte bisherige Mediengeschichtsforschung Gegenstand dieser Hausarbeit sein. Die Notwendigkeit das Feld einzugrenzen ist also offensichtlich.

Deshalb stellen wir zwei Gedankengänge an. Erstens: die Mediengeschichtsforschung behandelt Medienprodukte (dies kann eine Theateraufführung, ein Film oder ähnliches sein), nicht die Geschichte der Mediengeschichte. Zweitens: diese Medienprodukte haben spezifische Schemata und Variablen, die sich von denen herkömmlicher wissenschaftlicher Arbeit unterscheiden.

Folgernd aus diesen Überlegungen können wir nun unsere Definition formulieren: Gegenstand dieser Arbeit sind Medienprodukte, die mediengeschichtliche Forschung oder Elemente daraus unter Verwendung ihrer eigenen Schemata und Variablen präsentieren und eine eigene Medienform darstellen.

Die Bedingungen und Probleme bei der Produktion eines solchen Medienprodukts sind zum Teil die gleichen wie bei wissenschaftlicher Arbeit, überschneiden sich aber auch mit denen, die z.B. bei der Produktion eines Films existent sind. Darauf diese Aspekte vorzustellen werden wir nun unser Hauptaugenmerk richten. Auch die Relevanz dieser Aspekte bei der Produktion und die Auswirkungen auf das Produkt werden wir betrachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, wie mediengeschichtliche Forschung als Medienprodukt zu bewerten ist und welche methodischen Herausforderungen sich dabei stellen.

2. Mediengeschichte als Kompilationsfilm anhand des Beispiels Cinema of Vengeance: Dieses Kapitel analysiert anhand der Dokumentation "Cinema of Vengeance" die konkrete Anwendung historiographischer Ansätze und die Schwierigkeiten, ein solches Werk zwischen Wissenschaft und Kunst einzuordnen.

Schlüsselwörter

Mediengeschichte, Medienprodukt, Kompilationsfilm, Wissenschaftlichkeit, Authentizität, historiographische Ansätze, Dokumentarfilm, Filmgeschichte, Martial-Arts-Film, Quellenkritik, Forschungsansatz, Wissensvermittlung, Filmtheorie, Produktion, Genreanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen mediengeschichtlicher Forschung und deren Aufbereitung in Form von Medienprodukten, insbesondere Dokumentarfilmen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von mediengeschichtlichen Medienprodukten, die Analyse von Produktionsbedingungen wie Quellenwahl und Authentizität sowie die Abgrenzung zwischen künstlerischer Gestaltung und wissenschaftlicher Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern Medienprodukte, die sich historischer Forschung bedienen, wissenschaftliche Kriterien erfüllen und wie historiographische Ansätze darin verarbeitet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine analytische Filmanalyse angewandt, die das Werk "Cinema of Vengeance" anhand theoretischer Schemata, etwa von Hans Beller und Manfred Hattendorf, auf seine historiographischen Qualitäten hin untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Beispiel "Cinema of Vengeance", wobei Struktur, Erzählweise, Quellenverwendung und die Einhaltung wissenschaftlicher Standards kritisch geprüft werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Mediengeschichte, Authentizität, Kompilationsfilm, Historiographie und Filmtheorie charakterisieren.

Warum spielt der Kompilationsfilm eine besondere Rolle?

Der Kompilationsfilm dient als ideales Beispiel, da er aus verschiedenen historischen Versatzstücken besteht und somit die Frage aufwirft, ob die Rekombination dieses Materials bereits eine wissenschaftliche Interpretation darstellt oder lediglich eine künstlerische Montage.

Welche Rolle spielt "Cinema of Vengeance" für die Argumentation?

Der Film dient als Fallbeispiel, an dem aufgezeigt wird, dass ein stark biographisch und unterhaltungsorientiertes Werk zwar Wissen vermitteln kann, dabei jedoch den strengen wissenschaftlichen Kriterien der Analyse und Kritik oft nicht gerecht wird.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Authentizität?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Authentizität bei Medienprodukten ein sehr relatives Kriterium bleibt und oft durch die subjektive Erzählweise oder gezielte Fiktionalisierung, wie etwa bei Peter Jacksons "Forgotten Silver", beeinflusst oder vorgetäuscht werden kann.

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Details

Title
Mediengeschichte als Medienprodukt
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Theater- und Medienwissenschaften)
Course
Basiskurs Mediengeschichte
Grade
1,7
Author
Thomas Nachreiner (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V44429
ISBN (eBook)
9783638420341
Language
German
Tags
Mediengeschichte Medienprodukt Basiskurs Mediengeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Nachreiner (Author), 2003, Mediengeschichte als Medienprodukt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44429
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