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Häusliche Gewalt gegen Frauen. Erscheinungsformen und Auswirkungen auf die Opfer

Titel: Häusliche Gewalt gegen Frauen. Erscheinungsformen und Auswirkungen auf die Opfer

Hausarbeit , 2014 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Iris Rhodes-Risters (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da immer noch ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem gesellschaftlichen Bild von Männlichkeit und dem Motiv, durch Gewalttaten Dominanz, Macht und Kontrolle zu erlangen, besteht, möchte der Autor der vorliegenden Arbeit einen Beitrag dazu leisten, die Problematik der häuslichen Gewalt weiter in das Bewusstsein zu rücken. Dazu geht er auf die verschiedenen Erscheinungsformen, Risiken, der kulturellen Tradition - speziell bei türkischen Migrantinnen - und den Auswirkungen auf das Opfer ein und erläutert am Ende die Inanspruchnahme von institutioneller Hilfe und Unterstützung.

Seit Bestehen der Menschheit gehört die Gewalt zu einem etablierten Bestandteil unserer Gesellschaft und ist gleichzeitig ein gesellschaftlich hoch brisantes Thema. Dabei werden gesellschaftliche Reaktionen und politische Maßnahmen über die Berichterstattung der Medien beeinflusst und nehmen wiederum Einfluss auf die familien-, gesellschafts-, kriminal- und genderpolitischen Diskurse. So wandelte sich auch das Phänomen „häusliche Gewalt“ erst durch die öffentliche Thematisierung von der Privatsphäre zu einem öffentlichen/sozialen Problem. Zuvor herrschte die heute unvorstellbare Selbstverständlichkeit, dass Männer einen Machtanspruch auf ihre Frauen und Kinder völlig legitim ausüben konnten. Erst mit der Frauenbewegung Anfang der 70er Jahre setzte ein Umdenken ein; die Gesellschaft nahm Gewaltanwendungen im familiären Kontext nicht mehr länger hin. Gewalt ist heute nicht nur ein strafrechtlicher Tatbestand, sondern auch gesellschaftlich unerwünscht. Sie stellt zudem einen Verstoß gegen das Grundrecht in Bezug auf die Würde, Gleichheit und den Zugang zur Justiz dar. Erst 1997 wurde u. a. die Vergewaltigung in der Ehe gemäß § 177 StGB unter Strafe gestellt. Dennoch wurden 2012 laut dem Führungs- und Informationssystem der Polizei 29.021 Fälle im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt zu einer Strafanzeige gebracht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erscheinungsformen häuslicher Gewalt

3 Risiken häuslicher Gewalt

4 Häusliche Gewalt als kulturelle Tradition

5 Auswirkungen auf das Opfer

6 Institutionelle Hilfe und Unterstützung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Problematik häuslicher Gewalt gegen Frauen auseinander, mit dem Ziel, das öffentliche Bewusstsein für dieses gesellschaftlich relevante Thema zu schärfen. Dabei wird untersucht, welche Erscheinungsformen existieren, welche Faktoren das Risiko erhöhen und wie betroffene Frauen durch institutionelle Unterstützung geschützt werden können.

  • Erscheinungsformen und Dynamiken häuslicher Gewalt
  • Soziostrukturelle und individuelle Risikofaktoren
  • Häusliche Gewalt im Kontext kultureller Traditionen
  • Psychische und physische Auswirkungen auf Opfer
  • Rechtliche Grundlagen und institutionelle Interventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

2 Erscheinungsformen häuslicher Gewalt

Die häusliche Gewalt umfasst verschiedene Formen. Sie wird meist in vier Teilbereiche unterteilt: die physische-, psychische-, ökonomische- und sexuelle Gewalt. Da diese Hauptformen der Gewalt oftmals nicht klar voneinander trennbar sind, sondern vielmehr mehre Formen gleichzeitig auftreten, ist eine klare Trennung bzw. Zuordnung nicht möglich (vgl. Schrul o. J., S. 21).

Oftmals tritt die häusliche Gewalt jedoch in Form von Körperverletzungen, herbeigeführt durch Treten, Schlagen oder an den Haaren ziehen (physische Gewalt), auf. Die dabei zugefügten Verletzungen können den Tod zur Folge haben. Aber auch Attacken mit Waffen bis hin zu Mordversuchen oder gar Mord sind möglich. Oftmals sind Nichtigkeiten Auslöser solcher Gewaltdelikte, wie beispielsweise der Wunsch mit der Familie etwas unternehmen zu wollen (vgl. Lamnek 2006, S. 159).

Eine besonders schwerwiegende Erscheinungsform stellt die psychische Gewalt dar. Sie äußert sich nicht nur im familiären Umfeld, sondern auch in der Öffentlichkeit gegenüber Freunden, Verwandten oder Kollegen. Die Nötigung bzw. Gewaltandrohung, wie „Ich bringe dich um, wenn du mich verlässt“, die Isolierung oder das Kontaktverbot zu Anderen stellt eine weitere einschneidende Form der psychische Gewalt dar. Extreme Kontrolle des Opfers kommt hier einem Terrorisieren gleich. Oftmals versucht der Täter auch die zu der Familie gehörenden Kinder, gegen die Frau/Mutter aufzuhetzen. Grund dafür können u. a. Konflikte in der Kindererziehung sein (vgl. Lamnek 2006, S. 160).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit häuslicher Gewalt und die Bedeutung der öffentlichen Thematisierung sowie die Rolle des Rechtsstaates.

2 Erscheinungsformen häuslicher Gewalt: Dieses Kapitel differenziert zwischen physischer, psychischer, ökonomischer und sexueller Gewalt und erläutert den typischen Kreislauf der Gewalt nach Leonore Walker.

3 Risiken häuslicher Gewalt: Hier werden soziostrukturelle, individuelle und beziehungsdynamische Risikofaktoren analysiert, die Frauen anfälliger für häusliche Gewalt machen.

4 Häusliche Gewalt als kulturelle Tradition: Das Kapitel thematisiert, wie tradierte Werte, männliches Dominanzverhalten und teils religiöse Begründungen zur Legitimierung von Gewalt genutzt werden.

5 Auswirkungen auf das Opfer: Es werden die gravierenden physischen, psychischen und ökonomischen Folgen für betroffene Frauen sowie die sekundäre Viktimisierung beschrieben.

6 Institutionelle Hilfe und Unterstützung: Dieser Abschnitt beschreibt polizeiliche Maßnahmen wie den Platzverweis, das Gewaltschutzgesetz sowie das Hilfsangebot durch Frauenhäuser.

7 Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit einer konsequenten Intervention und die Bedeutung interdisziplinärer Netzwerke für effektive Prävention.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Frauen, Gewaltprävention, Gewaltschutzgesetz, Opferhilfe, Frauenhäuser, Psychische Gewalt, Physische Gewalt, Kulturelle Tradition, Sekundäre Viktimisierung, Machtstrukturen, Intervention, Täter-Opfer-Beziehung, Trauma, Soziale Isolation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der häuslichen Gewalt gegen Frauen, analysiert deren Formen, Ursachen und Folgen und erörtert institutionelle Schutzmöglichkeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Erscheinungsformen der Gewalt, soziostrukturelle Risikofaktoren, kulturelle Hintergründe, die Auswirkungen auf das Opfer sowie rechtliche und soziale Interventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Problematik der häuslichen Gewalt in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und die verschiedenen Facetten der Gewalt, insbesondere im Kontext von Macht und Kontrolle, aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literatur- und Quellenanalyse basiert, um das Phänomen häuslicher Gewalt interdisziplinär zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Gewaltformen, eine Analyse der Risikofaktoren, eine Diskussion kultureller Traditionen, die psychischen und körperlichen Folgen für Opfer sowie eine Übersicht der institutionellen Hilfsangebote.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie häusliche Gewalt, Interventionsmöglichkeiten, Gewaltschutzgesetz, Opferbelastung, Machtstrukturen und kulturelle Normen prägen den Inhalt.

Wie unterscheidet sich psychische von physischer Gewalt in der Darstellung?

Während physische Gewalt durch Schlagen oder Waffen direkt körperliche Verletzungen verursacht, zielt psychische Gewalt auf Kontrolle, Isolierung und die Zerstörung des Selbstwertgefühls ab.

Welche Rolle spielen Migrationshintergründe bei der Analyse?

Die Arbeit untersucht, wie traditionelle Normen und Werte in bestimmten Migrantengruppen als Rechtfertigungsgrund für Gewalt gegen Frauen genutzt werden können.

Was ist die Bedeutung des Gewaltschutzgesetzes in der Praxis?

Das Gewaltschutzgesetz ermöglicht Opfern rechtlichen Schutz, wie etwa Kontakt- und Näherungsverbote oder die Wohnungszuweisung, um den Gewaltkreislauf effektiv zu unterbrechen.

Warum fällt es Opfern oft schwer, die Beziehung zu verlassen?

Neben existenzieller finanzieller Abhängigkeit spielen oft Scham, Angst vor Drohungen, Schuldgefühle und die Hoffnung auf Besserung eine wesentliche Rolle bei der Verdrängung der Situation.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Häusliche Gewalt gegen Frauen. Erscheinungsformen und Auswirkungen auf die Opfer
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
1,3
Autor
Iris Rhodes-Risters (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V444507
ISBN (eBook)
9783668821590
ISBN (Buch)
9783668821606
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt Frauen Männer Dominanz Straftat Gleichheit Sexismus Macht Kontrolle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Iris Rhodes-Risters (Autor:in), 2014, Häusliche Gewalt gegen Frauen. Erscheinungsformen und Auswirkungen auf die Opfer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444507
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Leseprobe aus  16  Seiten
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