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Die Familie in der DDR

Title: Die Familie in der DDR

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniela Braune (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Die vorliegende Arbeit soll ein Überblick der Familie in der Deutschen Demokratischen Republik, von ihrer Gründung im Jahr 1949 bis zu ihrem Zusammenbruch 1989, geben. Beleuchtet werden sollen Form, Struktur und Funktion der sozialistischen Familie, und die mit familienpolitischen Maßnahmen einhergehenden Veränderungen des Familienbildes in 40 Jahren DDR Geschichte.
Ausgehend von dem Wandel der Familie zur Zeit der Industrialisierung, wird das Leitbild der Familie im Sozialismus näher beleuchtet. Durch die in der DDR eingeleiteten sozial- und bevölkerungspolitischen Maßnahmen entstand eine Familienpolitik, deren Wirksamkeit und Relevanz für den Familienalltag und den sozialistischen Staat gezeigt werden soll. Auf Grund der mir vorliegenden Zeit- und Umfangsbegrenzung kann diese Arbeit nur einen Einblick in die Thematik gewähren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Familie im Wandel

2.1. Die deutsche Familiengeschichte bis zur Gründung der DDR

2.2 Veränderungen im Familienzyklus

3. Die sozialistische Familie in der DDR

3.1. Das Konzept der sozialistischen Familie

3.2. Charakteristika und Funktionen der sozialistischen Familie

4. Familienpolitik in der DDR

4.1. Leitbild und Ziele der Familienpolitik

4.2. Familienpolitische Maßnahmen von 1945 – 1965

4.3. Familienpolitik ab 1965

4.3.1. Die Einführung des Familiengesetzbuches

4.3.2. Weitere Änderungen und Maßnahmen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Struktur und Funktion der Familie in der Deutschen Demokratischen Republik von 1949 bis 1989. Dabei wird untersucht, wie staatliche familienpolitische Maßnahmen das Familienbild prägten und in welchem Spannungsfeld zwischen Erwerbstätigkeit und häuslicher Rolle die Frau stand.

  • Historische Entwicklung des Familienbegriffs
  • Konzept und Charakteristika der sozialistischen Familie
  • Staatliche Familienpolitik und Gesetzgebung (FGB)
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der DDR
  • Sozialpolitische Maßnahmen zur Geburtenförderung

Auszug aus dem Buch

2.1. Die deutsche Familiengeschichte bis zur Gründung der DDR

Im Folgenden soll ein kurzer Abriss über die Geschichte der Familie in Deutschland Aufschluss darüber geben, in welcher Situation sich die Institution Familie bei der Gründung der beiden deutschen Nachkriegsstaaten befand.

Schon in der Vormoderne gab es zahlreiche Formen des familiären Zusammenlebens. Die damals vorherrschende Form ist die des „ganzen Hauses“. Diese Art des Zusammenlebens bildete eine Einheit aus gemeinsamer Produktionsstätte, Haushalt, Familienleben und Wohnstätte. So zählten alle im Haus wohnenden und arbeitenden Personen zur Familie, d.h. sowohl Verwandte, als auch Nichtverwandte - Knechte, Mägde und andere Bedienstete. Das „ganze Haus“ galt als eine eher gefühlsarme zwischenmenschliche Beziehung, deren ökonomischer Nutzen im Vordergrund stand. So waren die Mitgift bei der Heirat und die Anzahl der Kinder des Ehepartners, die als Arbeitskräfte gebraucht wurden, eine der ausschlaggebenden Gründe für die Entscheidung zu einem gemeinsamen Leben.

Mitte des 19. Jahrhunderts, mit zunehmender Industrialisierung, Urbanisierung und der Abnahme der Säuglingssterblichkeit kam es zu einem Wandel des familiären Zusammenlebens und damit zu einem Bedeutungsverlust für das „ganze Haus“ als soziale Lebensform. Durch die Auslagerung der Arbeit aus der Familie und die damit verbundene Ausgliederung der Angestellten aus dem Haus, spricht man von der Privatisierung der Familie zu dieser Zeit. Die Liebe wird zum zentralem Motiv der Ehe und diese zu einer Intimgemeinschaft. Die Familie verlor mit der Industrialisierung ihre Funktion als Arbeits und Wohngemeinschaft, und es entstand ein bürgerliches Bild von Familie, welches durch die Herausbildung von Geschlechtsrollenstereotypen gekennzeichnet war. Während der Mann einer Erwerbstätigkeit nachging und damit die Rolle des Ernährers übernahm, waren die Aufgaben der Frau im Haushalt und in der Erziehung der Kinder zu finden. Aus der Vielköpfigen – Drei – Generationen – Familie wird eine Zwei – Generationen – Familie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Entwicklung und Funktion der Familie in der DDR von 1949 bis 1989 unter Berücksichtigung staatlicher Eingriffe.

2. Familie im Wandel: Es wird die historische Transformation von der Vormoderne bis zur Industrialisierung und der damit verbundene Wandel des Familienzyklus erläutert.

3. Die sozialistische Familie in der DDR: Dieses Kapitel definiert das sozialistische Familienkonzept sowie die biologischen, sozialen und kulturellen Funktionen der Familie im neuen System.

4. Familienpolitik in der DDR: Hier werden die familienpolitischen Ziele und die konkreten Maßnahmen von 1945 bis in die 1980er Jahre sowie das Familiengesetzbuch analysiert.

5. Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass die DDR zwar die Gleichstellung der Frau erreichte, das traditionelle Rollenbild jedoch weitgehend bestehen blieb.

Schlüsselwörter

DDR, Familie, Familienpolitik, Sozialismus, Familiengesetzbuch, Erwerbstätigkeit, Frauenerwerbstätigkeit, Sozialisation, Ehe, Geburtenrate, Doppelbelastung, Rollenstereotypen, Gleichberechtigung, DDR-Geschichte, Familienbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Familienstruktur und die staatliche Familienpolitik der DDR im Zeitraum von 1949 bis 1989.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Zentral sind die Definition der sozialistischen Familie, die Rolle der Frau zwischen Beruf und Haushalt sowie die staatlichen Maßnahmen zur Geburtenförderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie das sozialistische Familienleitbild durch Gesetze und Maßnahmen umgesetzt wurde und welche Auswirkungen dies auf den Familienalltag hatte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Fachliteratur, historischen Gesetzestexten und familiensoziologischen Definitionen.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in den historischen Wandel, das Konzept der sozialistischen Familie und die detaillierte Analyse der Familienpolitik, insbesondere des Familiengesetzbuches.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Familienpolitik, sozialistische Familie, Erwerbstätigkeit der Frau, DDR-Gesetzgebung und Doppelbelastung.

Welche Bedeutung hatte das Familiengesetzbuch von 1965 für die DDR-Familienpolitik?

Das Familiengesetzbuch bildete erstmals den umfassenden rechtlichen Rahmen für die Gestaltung von "Familienbeziehungen neuer Art" im Sinne des Sozialismus.

Warum gelang es der DDR trotz der Gleichstellung der Frau nicht, traditionelle Geschlechterrollen vollständig aufzubrechen?

Laut Fazit blieb der Mann weiterhin primär als Ernährer und die Frau als Mutter und Arbeiterin definiert, da kein fundamentales Interesse an einer Aufbrechung dieser Rollenmuster bestand.

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Details

Title
Die Familie in der DDR
College
Free University of Berlin
Grade
1,7
Author
Daniela Braune (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V44458
ISBN (eBook)
9783638420525
Language
German
Tags
Familie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Braune (Author), 2005, Die Familie in der DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44458
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