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Der Shareholder- und Stakeholder-Value-Ansatz im Vergleich

Title: Der Shareholder- und Stakeholder-Value-Ansatz im Vergleich

Seminar Paper , 2017 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marc Hauser (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten haben sich bei der Frage, welche Ziele ein Unternehmen verfolgen und welche Interessen dabei im Vordergrund stehen sollten, mit der Shareholder Value sowie der Stakeholder Value Denkweise zwei grundlegende Ansätze herauskristallisiert. Das Konzept postuliert dabei die Maximierung des Aktionärsvermögen (Shareholder Value) als oberstes Unternehmensziel. Auch in der Industrie wurde dieser Ansatz aufgegriffen und verbreitete sich schnell. Als Vorreiter gilt hierbei unter anderem der ehemalige Vorstandschef von General Electric, Jack Welch. Ihm gelang es, den Unternehmenswert von General Electric innerhalb von zwanzig Jahren von 13 auf 400 Milliarden Dollar zu erhöhen. Diese Zahl erreichte er unter anderem durch massiven Personalabbau. Nach seinem Abschied 2001 sank der Unternehmenswert innerhalb von neun Jahren auf 100 Milliarden Dollar. Mittlerweile ist Welch der Meinung: „Genau genommen ist Shareholder Value die blödeste Idee der Welt.“

Als Alternative zum Shareholder Value Ansatz berücksichtigt der Stakeholder Value Ansatz nicht nur die Interessen der Aktionäre, sondern auch die anderer Anspruchsgruppen. Die Diskussion über die Shareholder und Stakeholder Value-Denkweise wird verstärkt seit dem Werk „Strategic Management: A Stakeholder Approach“ von Freeman aus dem Jahr 1984 geführt. Das Pendel ist hierbei in den vergangenen Jahrzehnten häufiger zwischen den beiden verschiedenen Ansätzen ausgeschlagen.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, Shareholder und Stakeholder Value bezüglich Langfristigkeit und Zielausrichtung miteinander zu vergleichen sowie eine Empfehlung auszusprechen. Hierfür werden die beiden Ansätze sowohl als Handlungsmaxime als auch Finanzgröße vorgestellt, kritisch auf Vor-und Nachteile untersucht und im Anschluss gegenübergestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Shareholder Value Ansatz

2.1 Allgemeines

2.2 Shareholder Value als Finanzgröße (nach Rappaport)

2.3 Shareholder Value als Handlungsmaxime

2.4 Shareholder Value und Prinzipal-Agenten-Theorie

2.5 Kritik am Shareholder Value Ansatz

2.5.1 Kritik am Shareholder Value Ansatz als Finanzgröße

2.5.2 Kritik am Shareholder Value Ansatz als Handlungsmaxime

3. Stakeholder Value Ansatz

3.1 Allgemeines

3.2 Kategorisierung von Stakeholdern

3.3 Priorisierung von Stakeholdern

3.3.1 Allgemeines

3.3.2 Stakeholdertypologie nach Mitchell, Agle und Wood

3.4 Stakeholder Value Added-Ansatz (nach Figge/Schaltegger)

3.5 Kritik am Stakeholder Value Ansatz

4. Vergleich Shareholder/Stakeholder Value

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Konzepte des Shareholder Value und des Stakeholder Value hinsichtlich ihrer Langfristigkeit und Zielausrichtung gegenüberzustellen sowie eine fundierte Empfehlung für die Unternehmensführung auszusprechen.

  • Gegenüberstellung von Shareholder Value und Stakeholder Value als Finanzgrößen und Handlungsmaximen.
  • Analyse der kritischen Aspekte und der Auswirkungen auf die Unternehmensstrategie.
  • Betrachtung der Prinzipal-Agenten-Theorie im Kontext der Unternehmensführung.
  • Methoden zur Priorisierung und Kategorisierung von Anspruchsgruppen (Stakeholdertypologie).
  • Diskussion über Nachhaltigkeit und langfristigen Unternehmenserfolg.

Auszug aus dem Buch

2.3 Shareholder Value als Handlungsmaxime

Shareholder Value als Handlungsmaxime stellt die Interessen der Anteilseigner „in den Mittelpunkt der Unternehmensführungsstrategie“. In Konfliktsituationen soll das Management stets die Interessen der Investoren durchsetzen. Alle unternehmerischen Entscheidungen sollen so getroffen werden, dass der in Kapitel 2.2 vorgestellte Shareholder Value als Finanzgröße maximiert wird. Der Ansatz sieht die Beteiligung an einem Unternehmen als Investitionsentscheidung. Die Auszahlungen der Anteilseigner (in das Unternehmen eingebrachte Mittel) lassen zu einem späteren Zeitpunkt Einzahlungen erwarten. Sie werden sich deshalb immer für das Unternehmen entscheiden, von dem sie sich die höchsten Rückflüsse erhoffen. Die Ausrichtung aller Unternehmensentscheidungen am Shareholder Value sichert somit diesem Ansatz zufolge das Überleben des Unternehmens und somit auch Arbeitsplätze. Die Interessen anderer Anspruchsgruppen als die der Shareholder bleiben auch bei diesem Ansatz nicht unberührt. Die Sicherstellung dieser Interessen wird jedoch nicht als Ziel aufgefasst, sondern als Mittel, um eine Maximierung des Shareholder Value zu erreichen.

Diese Auffassung teilt auch Philip Wright, Vorsitzender der Shareholder Value Award Jury: „Ein Shareholder bekommt das Ergebnis, wenn alle Stakeholder zufriedengestellt werden. Shareholder Value lässt sich nicht generieren, wenn nicht die Kunden mit Preis und Qualität des Produkts zufrieden sind, wenn nicht die Mitarbeiter enthusiastisch sind und sich wohl fühlen, die Banken nicht den Eindruck haben, dass sie ihr Geld zurückerhalten werden.“

Milton Friedman sieht darüber hinaus die moralische Verpflichtung des CEOs, das Unternehmen im Sinne der Aktionäre zu führen, da er von ihnen angestellt wurde und ihnen daher verantwortlich ist. Seiner Meinung nach ist es nicht Aufgabe des Unternehmens, soziale Verantwortung auszuüben. Sowohl Friedman als auch Rappaport vertreten die Ansicht, dass der Staat soziale Aufgaben effektiver ausüben kann und sich Unternehmen lediglich an die geltenden Gesetze halten müssen und darüber hinaus keine sozialen Verpflichtungen einzugehen haben. Sie sehen den Markt aus ausreichenden Steuerungsmechanismus, wodurch unethisches Verhalten eines Unternehmens zwangsläufig einen fallenden Aktienkurs nach sich zieht. Friedman sieht soziales Handeln eines Unternehmens nur dann im Interesse der Aktionäre, wenn es sich positiv auf den Gewinn auswirkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die beiden grundlegenden Unternehmenskonzepte und Erläuterung des Zielkonflikts zwischen kurzfristiger Gewinnmaximierung und langfristiger Nachhaltigkeit.

2. Shareholder Value Ansatz: Detaillierte Darstellung des Shareholder Value als Finanzgröße und Handlungsmaxime sowie kritische Würdigung und Verknüpfung mit der Prinzipal-Agenten-Theorie.

3. Stakeholder Value Ansatz: Vorstellung des Stakeholder-Konzepts, der Kategorisierung und Priorisierung von Interessengruppen sowie Ansätze zur quantitativen Messung.

4. Vergleich Shareholder/Stakeholder Value: Synthetische Gegenüberstellung beider Konzepte anhand zentraler Kriterien wie Zielsetzung, Hauptproblem und Beitrag zum Gemeinwohl.

5. Fazit: Kritische Schlussfolgerung zur Anwendbarkeit beider Ansätze und Empfehlung für eine ausgewogene, langfristig orientierte Unternehmensführung.

Schlüsselwörter

Shareholder Value, Stakeholder Value, Unternehmensführung, Finanzgröße, Handlungsmaxime, Prinzipal-Agenten-Theorie, Gewinnmaximierung, Nachhaltigkeit, Anspruchsgruppen, Werttreiber, Unternehmensbewertung, Strategisches Management, Zielkonflikte, Unternehmenspolitik, Gemeinwohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die zwei zentralen Management-Ansätze Shareholder Value und Stakeholder Value, um deren Auswirkungen auf die strategische Unternehmensausrichtung zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Finanzwertmaximierung, der Berücksichtigung von Mitarbeiter- und Kundeninteressen, der Prinzipal-Agenten-Problematik sowie der Frage nach einer nachhaltigen Unternehmensführung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist ein Vergleich der Ansätze hinsichtlich Langfristigkeit und Zielausrichtung, um daraus eine fundierte Empfehlung für das Management abzuleiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um existierende Finanzmodelle (nach Rappaport) und Stakeholder-Typologien (nach Mitchell, Agle und Wood) kritisch zu hinterfragen und gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Shareholder Value, die Kategorisierung und Priorisierung von Stakeholdern sowie die Kritik an der jeweiligen Ausrichtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Shareholder Value, Stakeholder Value, Unternehmensführung, Nachhaltigkeit, Zielkonflikte und Unternehmensbewertung.

Warum wird die Prinzipal-Agenten-Theorie explizit angeführt?

Sie dient dazu, die Anreizstrukturen für Manager zu erklären und zu verdeutlichen, wie die Kopplung von Gehalt an den Shareholder Value zu riskantem Verhalten führen kann.

Wie bewertet der Autor das Beispiel von General Electric und Jack Welch?

Dieses Beispiel dient als Beleg für die Kritik an der reinen Shareholder-Value-Orientierung, da der kurzfristige massive Anstieg des Unternehmenswertes durch Personalabbau langfristig als problematisch und nicht nachhaltig eingestuft wird.

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Details

Title
Der Shareholder- und Stakeholder-Value-Ansatz im Vergleich
College
University of Applied Sciences Constanze
Course
Ökonomie + Management
Grade
1,3
Author
Marc Hauser (Author)
Publication Year
2017
Pages
20
Catalog Number
V444650
ISBN (eBook)
9783668816688
ISBN (Book)
9783668816695
Language
German
Tags
Shareholder Value Stakeholder Value Managerial Economics
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Hauser (Author), 2017, Der Shareholder- und Stakeholder-Value-Ansatz im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444650
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