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Konstantins Anteile an einer prochristlichen Ausrichtung des römischen Reiches

Der Einfluss des "ersten Christenkaisers" auf die Mailänder Vereinbarung

Titel: Konstantins Anteile an einer prochristlichen Ausrichtung des römischen Reiches

Hausarbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christian Appel (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Mailänder Vereinbarung wird von der Wissenschaft nahezu einstimmig als ein Meilenstein in der römischen Christenpolitik bewertet. Die durch sie am 13. Juni 313 verkündete und später auch im Osten des Reiches als „constitutio“ durchgesetzte Religionsfreiheit begründete einen zentralen Pfeiler in Bezug auf den zukünftigen Erfolg des Christentums in der römischen Spätantike und darüber hinaus. Konstantin, als Augustus im westlichen Reichsgebiet auf der einen Seite und der Augustus des Ostens, Licinius, auf der anderen, waren die beiden Hauptakteure, welche in Mailand eine Entscheidung trafen, die alle nun folgenden Jahrhunderte prägte. Da Konstantin von einer breiten Masse von Historikern als der erste Christenkaiser bezeichnet wird, lässt sich folglich vermuten, dass der Sohn des Constantius Chlorus auch maßgeblich an der Entstehung der Vereinbarung beteiligt, bzw. gar die treibende Kraft hinter dem Treffen mit Licinius war. Dieser These will sich diese Arbeit im Folgenden widmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Quellenlage

3 Die Forschungslage

4 Der Einfluss Konstantins auf die Mailänder Vereinbarung

4.1 Die Mailänder Vereinbarung – Ein Abbild des Galeriusediktes von 311?

4.2 Die Mailänder Vereinbarung – Eine Folge der drei Schreiben nach Afrika?

4.3 Die Mailänder Vereinbarung – Ein Ergebnis der Machtpolitik des Licinius?

5 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht den maßgeblichen Anteil Konstantins des Großen an der Mailänder Vereinbarung von 313 n. Chr. und analysiert kritisch, inwieweit er als treibende Kraft hinter diesem Meilenstein der römischen Christenpolitik gelten kann, insbesondere im Vergleich zum Galeriusedikt von 311 und den Interessen des Mitkaisers Licinius.

  • Vergleich der Mailänder Vereinbarung mit dem Galeriusedikt von 311.
  • Analyse der prochristlichen Korrespondenz Konstantins an Amtsträger in Afrika.
  • Bewertung des Einflusses von Konstantin auf die Rückgabe kirchlicher Güter.
  • Untersuchung der machtpolitischen Motive des Kaisers Licinius.
  • Diskussion der Rolle Konstantins vs. Licinius bei der Etablierung der Religionsfreiheit.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Mailänder Vereinbarung – Ein Abbild des Galeriusediktes von 311?

Um den Einfluss Konstantins an der Mailänder Vereinbarung genauer umreißen zu können, bietet es sich zunächst an einen Blick auf die Religionspolitik des römischen Reiches kurz vor der Vereinbarung selbst zu werfen. Maßgeblich ist hier das Galeriusedikt des gleichnamigen Senior Augustus aus dem Jahr 311 zu nennen. In diesem Edikt, welches Galerius kurz vor seinem Tod verfasste, leitet er einen bedeutenden Neuanfang in dem Umgang der Römer mit dem Christentum ein. Essenziell sind dabei vor allem die einleitenden Worte des Galerius, in denen der Kaiser das bisherige Vorgehen gegen die Christen, nämlich den Versuch sie durch Verfolgung und Gewalt erneut zum paganen Glauben zu bekehren, für gescheitert erklärt:

„Unter dem übrigen, […], wollten wir […] darauf achten, daß auch die Christen, die die Lehre ihrer Väter verlassen hatten, zur Vernunft zurückkehren. […] Nachdem wir befohlen hatten, zu den Einrichtungen der Alten zurückzukehren, wurden viele von ihnen den Gerichtsprozessen unterworfen, viele wurden auch vertrieben. […] Und als die meisten auf ihrem Vorsatz bestanden […], da betrachteten wir unsere mildeste Güte und immerwährende Gewohnheit, allen Menschen Gnade zu gewähren, und wir glaubten, unsere […] Nachsicht auch auf die Christen ausdehnen zu müssen.“9.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Mailänder Vereinbarung als Wendepunkt der christlichen Religionspolitik ein und stellt die Forschungsfrage nach Konstantins tatsächlichem Einfluss.

2 Die Quellenlage: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Überlieferungsgeschichte der Mailänder Vereinbarung durch Eusebius und Laktanz sowie die Bedeutung der Briefe Konstantins an Amtsträger in Afrika.

3 Die Forschungslage: Hier wird der wissenschaftliche Diskurs über die Rolle Konstantins an der Mailänder Vereinbarung als entweder prochristlicher Antrieb oder rein traditionelles Handeln dargestellt.

4 Der Einfluss Konstantins auf die Mailänder Vereinbarung: Dieses zentrale Kapitel vergleicht die Vereinbarung mit dem Galeriusedikt und Konstantins Afrika-Briefen, um den kaiserlichen Einfluss auf die Rückgabe von Kirchengut und die Machtpolitik des Licinius zu analysieren.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Konstantin maßgeblich für die spezifischen prochristlichen Ergänzungen verantwortlich war, während die Rolle des Licinius primär machtpolitisch geprägt blieb.

Schlüsselwörter

Mailänder Vereinbarung, Konstantin der Große, Licinius, Galerius, Religionsfreiheit, Christentum, Spätantike, Religionspolitik, Kirchengüter, Galeriusedikt, Christenverfolgung, Rom, Kaiser, Prochristliche Ausrichtung, Machtpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Anteil Konstantins an der Mailänder Vereinbarung und hinterfragt, ob er als treibende Kraft für die prochristlichen Regelungen anzusehen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die römische Religionspolitik, den Vergleich zwischen dem Galeriusedikt und der Mailänder Vereinbarung sowie die Rolle der Kaiser Konstantin und Licinius.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss Konstantins auf die inhaltliche Gestaltung der Mailänder Vereinbarung kritisch zu evaluieren und abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historisch-analytischen Vergleich zwischen Primärquellen, wie Edikten und kaiserlichen Briefen, und reflektiert diese anhand aktueller Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Texte und vergleicht die Mailänder Vereinbarung mit früheren Edikten sowie den Briefen Konstantins an afrikanische Statthalter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mailänder Vereinbarung, Konstantin der Große, Religionsfreiheit, Licinius und christliche Religionspolitik.

Wie unterscheidet sich die Mailänder Vereinbarung inhaltlich vom Galeriusedikt?

Während das Galeriusedikt nur eine Duldung der Christen enthielt, forcierte die Mailänder Vereinbarung die aktive Rückgabe von Kirchengütern und Ländereien.

Welche Bedeutung kommt der Korrespondenz Konstantins mit Afrika zu?

Die Briefe zeigen, dass Konstantin bereits vor 313 eine prochristliche Agenda verfolgte und konkrete Vorstellungen zur Rückgabe christlichen Eigentums hatte, die in die Mailänder Vereinbarung einflossen.

Welche Rolle spielt Licinius bei der Vereinbarung?

Licinius war an der Durchsetzung interessiert, möglicherweise motiviert durch machtpolitische Ziele wie die Befriedung seines Reiches vor einem Krieg, anstatt durch eine rein religiöse Überzeugung.

Gilt Konstantin als alleinige treibende Kraft hinter der Vereinbarung?

Die Forschung ist kontrovers; während Konstantin zweifellos die prochristlichen Aspekte vorantrieb, wird Licinius als zweiter Akteur gesehen, dessen Anteil eher in der Umsetzung und politischen Konsolidierung lag.

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Details

Titel
Konstantins Anteile an einer prochristlichen Ausrichtung des römischen Reiches
Untertitel
Der Einfluss des "ersten Christenkaisers" auf die Mailänder Vereinbarung
Hochschule
Universität Hamburg  (Fakultät für Geisteswissenschaften)
Note
1,0
Autor
Christian Appel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V444651
ISBN (eBook)
9783668813533
ISBN (Buch)
9783668813540
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antike Römisches Reich Konstantin Christentum Mailänder Vereinbarung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Appel (Autor:in), 2011, Konstantins Anteile an einer prochristlichen Ausrichtung des römischen Reiches, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444651
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Leseprobe aus  14  Seiten
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