Szenisches Spiel von Janosch 'Post für den Tiger' im Deutschunterricht


Seminararbeit, 2005
21 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Szenisches Spiel

3. Unterrichtsentwurf
3.1 Vorbemerkungen
3.2 Thema
3.3 Didaktische Reflexion
3.3.1 Voraussetzungen (Einordnung des Themas in die Rahmenrichtlinien)
3.3.2 Lernziele
3.3.3 Didaktische Reduktion
3.3.4 Schülerinteressen
3.4 Sachanalyse
3.5 Methodik
3.6 Geplante Realisierung (Stundenverlaufsplan)
3.7 Tatsächlicher Unterrichtsverlauf

4. Reflexion

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Szenisches Spiel wird immer häufiger im Deutschunterricht eingesetzt. Neben der Theater-AG, kann diese Unterrichtsform auch in jedem Schulfach eingesetzt werden. Die unterschiedlichen Spielformen, lassen eine breite Bandbreit an Möglichkeiten, wie eine Idee umgesetzt werden kann, sodass die Spielfähigkeit der Schüler verbessert wird. Die vorliegende Arbeit soll anhand eines Unterrichtsversuchs zeigen, in welcher Form das Szenische Spiel eingesetzt werden kann. Mit unterschiedlichen Umsetzungs-möglichkeiten können verschiedenste Themen aufgegriffen und szenisch dargestellt werden.

Mit Hilfe der Geschichte, wie der kleine Bär und der kleine Tiger die Briefpost, die Luftpost und das Telefon erfinden, haben die Schüler die Möglichkeit kommunikativ ihre Kreativität, Phantasie und Spontaneität zu zeigen und zu fördern. Des Weiteren erhalten die Schüler eine Möglichkeit aus sich heraus zu kommen und eine andere Rolle in einer anderen Situation zu spielen, in der Wünsche und Träume erfüllt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei dem Unterrichtsversuch, der in dieser Arbeit durchgeführt wird, sollen die Schüler eine bekannte Geschichte szenisch darstellen, wobei den Kinder „freie Hand“ gelassen wird. Da die Schüler im Vorfeld durch eine Theater-AG, schulische Aufführungen und die Thematisierung der szenischen Darstellung im Unterricht mit dem Thema konfrontiert wurde, dürfte dieser Unterrichtsversuch positiv verlaufen. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, dass die Schüler spotan agieren und miteinander sprechen müssen.

Somit kann grundsätzlich gesagt werden, dass das szenische Spiel in der Praxis erprobt werden soll und im Nachhinein eine Beurteilung gemacht werden soll, in wie fern das szenische Spiel im Deutschunterricht der Grundschule eingesetzt werden kann. Der ausführliche Unterrichtsversuch soll dem Leser dabei eine Hilfe sein, die Durchfürhung zu verfolgen und zu verstehen.

2. Szenisches Spiel

Unter den Begriff „szenischem Spiel“ können auch die Begriffe „darstellendes Spiel“ oder „Theaterspielen in der Schule“ verstanden werden.[1] Es werden bei diesen Begrifflichkeiten keine Unterschiede gemacht, sondern nur in ihren Spielformen und der Umsetzungsprozeß.

Szenisches Spiel ist in seinen Grundzügen als ästhetisches Handeln zu verstehen. Schülein und Zimmermann sagen sogar, dass das szenische Spiel „die neueren Entwicklungen zu einem subjektorientierten, die produktiven und kreativen Momente einschließenden Deutschunterricht“[2] an Bedeutung gewinnt.

Neben der literarischen Bildung soll auch die sprachlich-soziale Bildung an Bedeutung gewinnen, sodass eine nonverbale Kommunikation mit der sozialen Situation in Zusammenhang gebracht werden kann. Hinzu kommt, dass die emotionale Bildung in den Unterricht mit einbezogen wird. Dies hat zur Folge, dass das Theaterspielen einen ästhetischen Bildungsgehalt verkörpert, welcher bereits im Grundschulalter gefördert werden sollte. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, können verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden[3], um eine künstliche Situation in die Wirklichkeit zu versetzten.

Ein langsames Herantasten an die verschiedensten Formen darstellenden Spiels ist ratsam, damit sich die Schüler an den projektorientierten Unterricht gewöhnen und ihn durch konstruktive Kritik verbessern können. Aus dem Grund sollte die Planung nicht nur in der Hand der Lehrperson liegen, sondern die Schüler sollten die Möglichkeit offeriert bekommen, ihre Ideen und Anregungen in das Unterrichtsgeschehen zu integrieren.

3. Unterrichtsentwurf

Im Zuge des Fachdidaktikseminars „Szenisches Spiel“ im Deutschunterricht möchte ich das erworbene Wissen im Deutschunterricht einer vierten Grundschulklasse erproben. Dazu habe ich mir meine Praktikumsklasse ausgesucht, da ich dort positive Erfahrungen mit den Schülern sammeln konnte und ich die Klasse besser einschätzen kann, als eine mir völlig fremde Klasse.

3.1 Vorbemerkungen

Seit dem 21. Februar 2005 habe ich die Klasse 4d vier Stunden die Woche unterrichtet. Zuvor habe ich eine Woche in der Klasse hospitiert und setzte dies während der anschließenden Wochen fort. Da ich im vorherigen Schuljahr auf der Klassenfahrt als Begleitperson die Schüler schon kennen gelernt hatte, kann ich sagen, dass ich die Schüler schon etwas besser kenne und konnte einen guten Kontakt zu ihnen aufbauen. Aus diesem Grund gibt es auch keine Probleme mit der Klasse, da die Schüler mich schon kennen.

Die Klasse 4d der Grundschule A. setzt sich aus 13 Mädchen und 12 Jungen zusammen, in denen ein freundliches und kameradschaftliches Klima herrscht. Die Schüler helfen sich gegenseitig und können zusammen arbeiten. Die Klasse besteht seit der ersten Klasse in ihrer Zusammensetzung und hat seither nur einen Lehrerwechsel nach dem 2. Schuljahr erlebt. Seitdem ist Frau X. die Klassenlehrerin in der Klasse 4d. Neben 20 deutschen Schülern, befinden sich vier Aussiedler aus dem osteuropäischen Raum in dem Klassenverband. Sie besitzen alle die deutsche Staatsangehörigkeit und haben nur zum Teil Sprachprobleme. Des Weiteren ist ein Ausländer in der Klasse, welcher aus dem Libanon stammt und Moslem ist.

Die Lernbereitschaft ist bei den Schülern der Klasse 4d als gut zu bewerten. Es handelt sich um eine sehr motivierte Klasse, die sich sehr für neue Themen interessiert und gut mitarbeitet. Sie zeigen eine hohe Motivation und möchten gerne ihre Ideen mit einbringen. Der Drang sich im Klassengespräch mitzuteilen ist sehr hoch, so dass die Schüler manchmal sehr lebhaft und aufgeweckt sind. Mehrere Schüler interessieren sich für Janosch und für das Theaterspiel, so dass die Lernbereitschaft in dieser Unterrichtsstunde hoch sein wird. Allgemein ist die

Klasse sehr leistungsstark und erbringt durchweg gute Leistungen in allen Fächern. Trotzdem gibt es einige Unterschiede im Leistungsstand der Kinder. In dieser Klasse sind mehrere Schüler, die eine besonders hohe Motivation haben und sich sehr gut am Unterricht beteiligen. Ihr Allgemeinwissen ist sehr ausgewogen und sie können gute weiterführende Gedanken in den Unterricht mit einbringen. Des Weiteren zeigen sie eine kontinuierliche Mitarbeit. Daneben gibt es auch einige schwächere Schüler, die sich sehr bemühen, um dem Unterricht folgen zu können. Bei ihnen liegt das Problem in der Konzentration, im Arbeitsverhalten und im Sozialverhalten, so dass sie oft störend auffallen. Zu den schwächeren Schülern gehören […]. Die restliche Klasse ist sehr ausgeglichen, fällt nicht weiter auf und beteiligt sich rege am Unterrichtsgeschehen. Dies ist der Grund, warum diese Schüler besonders motiviert werden müssen, damit sie den Mut aufbringen und sich am Unterricht beteiligen.

Auffallend im Sozialverhalten sind in dieser Klasse […] und […]. Die Jungen sitzen aus dem Grund auch auf gesonderten Plätzen und werden somit zur Aufmerksamkeit angehalten. […] sitzt infolgedessen direkt beim Pult, damit er in der Nähe der Lehrkraft ist. […] und […] sitzen in der hinteren Reihe zwischen zwei sehr ausgewogenen Schülern, welche sich nicht so schnell ablenken lassen. Beide Schüler sind im schriftlichen Bereich relativ stabil und erbringen gute Leistungen, […] hat zum Beispiel eine Empfehlung für das Gymnasium. Trotzdem ist das Arbeitsverhalten der beiden Schüler nicht befriedigend und ihre Leistungen im mündlichen Bereich sind sehr schwankend, insbesondere bei […], der sich gar nicht am Klassengespräch beteiligt. […] und […] sitzen auch in unmittelbarer Nähe des Lehrerpults, so dass sie in ständigem Blickkontakt zum Lehrer sind. Insbesondere das Arbeitsverhalten ist bei diesen Schülern auffallend und störend, da sie sich häufig ungefragt mitteilen und die Mitschüler stören. Ferner sind ihre schulischen Leistungen schwächer und ihre Konzentrationsdauer ist sehr kurz. Alle fünf Schüler lassen sich schnell ablenken und versuchen sich dem Unterrichtsgeschehen zu entziehen. Aus den angeführten Gründen muss diesen Jungen eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Viele Schüler/innen der Klasse beteiligen sich intensiv an Gesprächen und möchten die Möglichkeit zu selbständigem und kreativem Weiterarbeiten haben. Für viele Kinder steht allerdings der eigene Beitrag dabei im Mittelpunkt. Sie sind aufgrund ihres Alters und der damit verbundenen entwicklungspsychologischen Stadien in unterschiedlichen Phasen und können noch nicht alle gleichermaßen auf Beiträge eingehen. Die ganze Klasse ist trotz ihrer Unterschiede sehr engagiert, motiviert und neugierig auf Neues, sodass den Schülern das Szenische Spiel viel Spaß bereiten wird.

[...]


[1] Thurn, Bernhard (1992): Mit Kindern szenisch spielen. Frankfurt am Main: Cornelsen. S.5.

[2] Bogdal, K.M. / Korte, H. (2002): Grundzüge der Literaturdidaktik. München: dtv. S.258.

[3] vgl. ebd. S.266f.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Szenisches Spiel von Janosch 'Post für den Tiger' im Deutschunterricht
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta  (Institut für Anglistik und Germanistik)
Veranstaltung
Szenisches Spiel im Deustchunterricht
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V44467
ISBN (eBook)
9783638420600
ISBN (Buch)
9783638596701
Dateigröße
534 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Szenisches, Spiel, Janosch, Post, Tiger, Deutschunterricht, Deustchunterricht
Arbeit zitieren
Simone Hummert (Autor), 2005, Szenisches Spiel von Janosch 'Post für den Tiger' im Deutschunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44467

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