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Bildungs- und Erziehungskonzepten von Alice Miller und Jean-Jacques Rousseau

Title: Bildungs- und Erziehungskonzepten von Alice Miller und Jean-Jacques Rousseau

Essay , 2016 , 9 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Christof Theis (Author)

Pedagogy - General
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Bildungs- und Erziehungskonzepte sind keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Bereits in der Vergangenheit wurde immer wieder versucht, sich von vorherrschenden Konzepten und Meinungen zu distanzieren, um zu einer Erstellung eines allgemeingültigen Erziehungs- und Bildungskonzepten zu gelangen. Zudem erscheint das Spektrum der Erziehung und der Bildung mittlerweile über eine unüberschaubare Masse an Ratgebern, psychologischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Wegweiser zu verfügen.

In diesem Essay sollen nun verschiedene Konzepte von Bildung und Erziehung genauer betrachtet werden. So soll es erstens zu einer Erläuterung des Textes von Alice Miller (1993) „Am Anfang war Erziehung“ und des Textes von Jean-Jacques Rousseaus (1995) „Emil oder über die Erziehung“ kommen. Zweitens werden diese verschiedenen Texte nicht nur in ihrer Form dargestellt, sondern zudem in Relation zueinander betrachtet und verglichen. Bei der Darstellung der Texte respektiv der Bildungs- und Erziehungskonzepte, soll es nur zu einer Zusammenfassung der zentralen Konzepte und deren Aspekte kommen. In einem letzten Schritt wird eine persönliche Stellungnahme, im Rahmen dieser Erziehungskontexte, vorgenommen. Diesbezüglich soll es mit Hinblick auf die Fragestellung, und zur Präzisierung der Thematik, zur Einbindung weiterführender Literatur kommen. Wie werden die verschiedenen Konzepte nach Miller und Rousseau nun dargestellt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildung und Erziehung

3. Stellungnahme

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die divergierenden Bildung- und Erziehungskonzepte von Alice Miller und Jean-Jacques Rousseau kritisch zu untersuchen, ihre jeweiligen Kerngedanken in Relation zueinander zu setzen und in einer abschließenden Stellungnahme auf ihre Relevanz und Widersprüchlichkeit hin zu hinterfragen.

  • Analyse der psychoanalytisch geprägten Erziehungskritik nach Alice Miller.
  • Untersuchung des naturphilosophischen Erziehungsmodells von Jean-Jacques Rousseau.
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Konzepte hinsichtlich ihrer Manipulationstheorien.
  • Kritische Reflexion über die historische und gesellschaftliche Bedingtheit von Erziehungsidealen.
  • Diskussion über die Rolle des Erziehers als „Gärtner“ oder „Töpfer“.

Auszug aus dem Buch

2. Bildung und Erziehung

Der erste Text beziehungsweise die erste Auffassung des Erziehungskonzeptes bezieht sich, wie bereits angedeutet, auf Alice Miller (1993) und „Am Anfang war Erziehung“. Millers Verständnis für die Erziehung des Kindes beruht größtenteils auf der Erfahrung psychoanalytischer Therapien.

Ein essenzieller Aspekt ist für Miller die gesellschaftliche, vor allem auch die elterliche, Sensibilisierung frühkindlicher Leidensprozesse. Sie betont mehrmals dass Traumatisierungen und psychosenähnliche Zustände immer rückwirkend auf die Gesellschaft zurückführen sind. Somit ist die Thematik des kindlichen Leidens keine private, sondern auch eine öffentliche Angelegenheit, der es Aufmerksamkeit zu schenken gilt. (vgl. Miller 1983, S. 9) Miller richtet sich also in erster Linie an die Eltern und appelliert an „das Kind im Erwachsenen“ (Miller, 1983, S. 10) Miller geht von der Annahme aus, dass alle in der Kindheit erlebten Erfahrungen sich später auf die eigenen Kinder auswirkt und dass erst die Auseinandersetzung mit der eigenen Gefühlswelt zu einem erkennen dieser Gefühlsproblematik führen kann. Eine „schlechte“ Erziehungsform die nach Miller in direkter Relation zu dieser Idee steht, ist die „Schwarze Pädagogik“. Miller plädiert folglich für eine antipädagogische Haltung, die sich nicht nur gegen eine spezielle Form der Erziehung richtet, sondern gegen Erziehung selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Erziehungskonzepte ein, erläutert die Auswahl der Autoren Alice Miller und Jean-Jacques Rousseau und definiert das methodische Vorgehen sowie die Zielsetzung des Essays.

2. Bildung und Erziehung: Hier werden die Erziehungskonzepte von Miller und Rousseau einzeln dargestellt, ihre Unterschiede in der Sicht auf das Kind analysiert und die Autoren in ihrer theoretischen Ausrichtung gegenübergestellt.

3. Stellungnahme: In diesem Teil erfolgt eine persönliche kritische Auseinandersetzung mit den Extrempositionen der beiden Autoren, wobei Widersprüche in ihren Theorien aufgezeigt und mit modernen Erziehungsansätzen verknüpft werden.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die Erkenntnisse und betont, dass Erziehungskonzepte stets an historische und gesellschaftliche Strukturen gebunden sind und die Pädagogik ein kontinuierlicher Veränderungsprozess bleibt.

Schlüsselwörter

Bildungskonzepte, Erziehungskonzepte, Alice Miller, Jean-Jacques Rousseau, Schwarze Pädagogik, Antipädagogik, Kindheit, Manipulation, Psychoanalyse, Naturphilosophie, Sozialisation, Pädagogik, Gesellschaftskritik, Erziehungsstil, Identitätsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die unterschiedlichen bildungs- und erziehungstheoretischen Ansätze von Alice Miller und Jean-Jacques Rousseau.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der psychoanalytischen Sicht auf Kindheit und Trauma, der naturphilosophischen Erziehung des Menschen sowie der kritischen Hinterfragung von Erziehung als Machtinstrument.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es, die Texte der beiden Autoren darzustellen, sie in Relation zueinander zu setzen und auf Basis einer persönlichen Stellungnahme ihre Anwendbarkeit und Widersprüchlichkeiten zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse und vergleichende Gegenüberstellung zweier theoretischer Konzepte, ergänzt um eine kritische Reflexion des Autors.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Ausarbeitung der Konzepte von Miller („Am Anfang war Erziehung“) und Rousseau („Emil oder über die Erziehung“) sowie der anschließenden vergleichenden Relationalität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Schwarze Pädagogik, Antipädagogik, Manipulation, gesellschaftliche Prägung und Entfaltung des Kindes beschreiben.

Wie distanziert sich Alice Miller von Rousseaus Erziehungsmodell?

Miller lehnt Rousseaus Modell ab, da sie das Kind nicht in einer abstrakten Natur, sondern in einer konkreten, begleitenden und manipulativen-freien Umgebung aufwachsen sehen möchte.

Welche Parallele sieht der Autor zwischen Rousseau und der heutigen modernen Gesellschaft?

Der Autor erkennt eine Parallele darin, dass der Mensch sich trotz des Glaubens an Freiheit in einer ökonomisch-politischen und manipulativen Machtstruktur gefangen sieht, ähnlich wie Rousseaus Bürger.

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Details

Title
Bildungs- und Erziehungskonzepten von Alice Miller und Jean-Jacques Rousseau
College
University of Luxembourg
Grade
1,2
Author
Christof Theis (Author)
Publication Year
2016
Pages
9
Catalog Number
V444714
ISBN (eBook)
9783668818682
ISBN (Book)
9783668818699
Language
German
Tags
essay bildung- erziehungskonzepten alice miller jean-jacques rousseau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christof Theis (Author), 2016, Bildungs- und Erziehungskonzepten von Alice Miller und Jean-Jacques Rousseau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444714
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