Globalgeschichte. Die Welt im 17. Jahrhundert. Europa und Nordamerika


Essay, 2013
10 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

1. Zusammenfassung
1.1 Ausgangssituation: Nordamerika vor den europäischen Niederlassungen
1.2 Erste Westeuropäische Anläufe im 16. Jahrhundert
1.3 Das neue Frankreich in Amerika: „La nouvelle France“
1.4 Englische Kolonien
1.5 Neuniederland
1.6 Kolonialer Alltag
1.7 Interkoloniale Kommunikation
1.8 Kommentar zu „Neue Welten für Europäer und Amerikaner, Nordamerika,“ Claudia Schnurmann“

2. Literaturverzeichnis

1. Zusammenfassung

1.1 Ausgangssituation: Nordamerika vor den europäischen Niederlassungen

Bereits vor der Ankunft der Europäer, im 16. Jahrhundert, existierten Kulturformen auf heutigem amerikanischem Boden. Beispiele für diese indigene Kulturen sind: die Hopewell-Indianer, die Cherokee, Chickasaw oder Natchez, die starke Kontakte mit Mittelamerika vermuten lässt. Betrachtet man Gebiete und Stämme so erkennt man zwei Sprachfamilien , die Algonkin und die Irokesen Da Reit- bzw Lasttiere erst mit den Europäern kamen, hatten die Waldindianer einen hervorragenden Handelsweg über Fluss und Fußwege. Trotz „Modus Vivandi“, einer idyllischen Harmonie, gab es Konflikte innerhalb und außerhalb des Volkes.

1.2 Erste Westeuropäische Anläufe im 16. Jahrhundert

Im 16. Jahrhundert kam es zu mehreren Vorstößen der Westeuropäer, jedoch waren diese immer mit Hoffnung und Angst zugleich verbunden. Später wurde der neue Kontinent zum Schauplatz politischer Konflikte, hauptsächlich zwischen Frankreich, England und Spanien, wobei die Angriffsmöglichkeiten der spanischen Herrschaft sehr gering waren. Meistens blieben die einzelnen Siedlungsaktionen ohne Konsequenz. Oft waren auch Feindseligkeiten mit den Indianern ein Grund. 1562/1563 gründeten Jean Ribault und Rene Goulaine de Laudonniere Fort La Caroline in Florida. Diese fiel jedoch kurz später an die Spanier unter dem Namen San Marco und war mit San Augustin eine europäische Siedlung, die von Dauer sein sollte. Mit den Kolonien sollten sich auch wirtschaftliche Vorteile bezüglich des Handels ergeben. Mit der Gründung der „West indischen Kompanie“ sagten die Niederlande 1621 dem großen Herrscher Spanien den Kampf an.

1.3 Das neue Frankreich in Amerika: „La nouvelle France“

Trotz früher Siedlungsprojekte in Amerika, gelang es den Franzosen erst ab 1603 der Durchbruch mit dem zweiten Frankreich (nouvelle France) in Kanada und der Stadt Quebec. Anhand verschiedener Konflikte zwischen Irokesen und Moahawk und anderen Streitereien musste die Siedlung auf die Krone zurückgreifen. Oft griffen europäische Probleme auf Kolonien über, wobei Indianer auf beiden Seiten kämpften. Diese waren oft wie gefangen, da sie von europäischen Kolonien und deren Konflikte umzingelt waren. Auch wenn Frankreich oftmals den Kürzeren ziehen musste, so glänzten sie jedoch durch eine positive Presse, gute Kontakte und Integration der Indianer. Sie begnügten sich „mit Pelzen, vielen Seelen und wenig Land“[1]

1.4 Englische Kolonien

Von Jamestown nach Germantown, 1607-1683

Die erste Kolonie entstand 1607, Jamestown. Da die Könige die Indianer als faul und gottlos betrachteten, nahmen sie das „neue“ Land als eigenes in Anspruch. Im Gegensatz zu spanischen Kolonien waren die englischen meist planlos und unkoordiniert. Erst 1696 gelang mit dem „Board of trade and plantation“ eine gewisse Ordnung. John Smith verfasste mehrere Beschreibungen über die Gründungsjahre von Jamestown und den Beziehungen zwischen Indianern und Engländern wie z.B der Konflikt mit den Powhatans 1622. Mit der Playmouth Plantation entstand eine zweite Kolonie, die im Gegensatz zu anderen von wohlhabenden Handwerkern und deren Familien besiedelt wurde, um unter ihren strengen politischen und religiösen Regeln leben zu können. 1624 ernannte die Krone Virginia zu einer Kronkolonie. 1683 entstand die Kolonie Germantown, die aus Scharen Einwanderer aus deutschen Territorien bestand. Die Idee war ein Staatsmodell, in dem Nächstenliebe und Toleranz herrschen sollte.

1.5 Neuniederland

Anhand mangelnder Koordination gelang es den Niederländern erst später an die Kolonialmächte an zu knüpfen. 1614 entstand die Nieuw Nederland Compagnie die sich auf den Pelzhandel spezialisierte. Den kolonialen Start machte die Provinz Holland mit Neuniederland, dem heutigen New York. Ausschlaggebend für ihren Erfolg war die gute geografische wie auch strategische Position. Die Eroberung der Abc- Inseln, durch die WIC, schaffte noch weitere wirtschaftliche Vorteile. Später hatte jedoch auch die WIC die üblichen finanziellen wie auch organisatorischen Schwierigkeiten. Neu Niederland und Nieuw holland gingen relativ schnell nach Unstimmigkeiten verloren im Gegensatz zu anderen Kolonien wie Curacao oder Aruba. Typisch für die Niederlande war der Kosmopolitismus der sich besonders in Neu-Amsterdam bemerkbar machte. Trotz friedlicher Kontakte zu den Indianern kam es immer wieder zu blutigen Konfrontationen, wobei Verdrängung und Zerstörung indianischer Gesellschaften die Folge waren.

1.6 Kolonialer Alltag

Mittlerweile herrschten mehrere Siedlungsformen in Amerika. Oftmals waren die Kolonien bloße Kopien der Mutterländer (z.B bei New England). Unterschied war jedoch der höhere Lebensstandard und die höhere Lebenserwartung in den Kolonien. Obwohl der Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig war, gab es erfolgreiche Unternehmer die ihren Erfolg in politische Macht umwandelten. Im 17. Jahrhundert kam es zur Hinwendung zur Manufakturpflanze wie der Tabak, der ganze Kulturen und Wirtschaftsformen zum Ausdruck brachte. Anfangs erfreuten sich noch europäische Kontraktarbeiter über den möglichen Erfolg der Plantagenarbeit. Am Ende des 17. Jahrhunderts benutze man jedoch Schwarzafrikaner als unfreie Zwangsarbeiter, wobei die Hochphase sich jedoch im späten 18. Jahrhundert befindet. Bezüglich der Ureinwohner, der Indianer, so gab es zwar Missionstätigkeit und „Indianerapostel“, die sich teilweise um die Indianer kümmerten. Größtenteils wurden sie jedoch verdrängt, getötet oder teilweise auch als Sklaven unterworfen. Ein Gebiet auf dem Europäer, Irokesen und Algonkin zusammen kamen war der Handel von Pelzen aber auch vom so genannten Wampum oder Seawant. Kultureller Austausch und gleichzeitiger Verlust der indianischen Kultur waren die Folge. Anhand der steigenden Konkurrenz zwischen den indianischen Stämmen und der Zusammenarbeit mit den einzelnen Kolonien kam es zu Konflikten und Verdrängungsmechanismen. Nicht nur dass Kolonialherren nun versuchten die Indianer zu verdrängen, nun versuchten auch die Stämme sich untereinander aus verschiedenen Gebieten zu verjagen. Viele Europäer und Indianer fielen außerdem im „ King´s Philip´s war“ 1675/76 Des Weiteren fielen die Indianer europäischen Krankheiten und Epidemien zum Opfer. Aus der Sicht der Europäer war der Tod der Indianer die gerechte Strafe Gottes.

1.7 Interkoloniale Kommunikation

Auffallend ist dass die Kolonien keine Einheit bilden. Territoriale Grenzen wurden ignoriert. So kam es nicht nur zu einer mutterländlichen Kommunikation, sondern auch zu einer interkulturellen Kommunikation zwischen Kaufleuten und Händlern aus allen Gegenden. Oftmals wurden auch europäische Entscheidungen, einerseits zum Vorteil, andererseits zum Verhängnis für die Kolonien, wie zum Beispiel der „King William´s war“ (1689-1697) zwischen den Niederlanden und England. Jedoch sollten dies nicht die letzen Auseinandersetzungen bleiben. Auch im 18. Jahrhundert wird es noch zu weiteren Konfrontationen zwischen England, Frankreich und Indianern kommen.

[...]


[1] Hausberger, Bernd (Hg.: die welt im 17. Jahrhundert. Globalgeschichte 1000-2000. Wien 2008

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Globalgeschichte. Die Welt im 17. Jahrhundert. Europa und Nordamerika
Hochschule
Université du Luxembourg
Note
2,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
10
Katalognummer
V444718
ISBN (eBook)
9783668817845
ISBN (Buch)
9783668817852
Sprache
Deutsch
Schlagworte
globalgeschichte, welt, jahrhundert, europa, nordamerika
Arbeit zitieren
Christof Theis (Autor), 2013, Globalgeschichte. Die Welt im 17. Jahrhundert. Europa und Nordamerika, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444718

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