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Das Innovator’s Dilemma am Beispiel der digitalen Transformation

Titel: Das Innovator’s Dilemma am Beispiel der digitalen Transformation

Seminararbeit , 2018 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andre Herget (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Jahr 1991 erzielte das Unternehmen Eastman Kodak - ein dominierender Anbieter in der analogen Fotografie - mit 19,4 Mrd. US-Dollar einen Rekordumsatz. Im gleichen Jahr bringt das Unternehmen die erste Digitalkamera auf den Markt, die erstmals im Jahr 1975 von dem Kodak-Mitarbeiter Steven Sasson entwickelt wurde. Im Jahr 2012 hat Eastman Kodak einen Insolvenzantrag gestellt. Dies ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen die Entwicklung der Fotografie hin zur Digitalkamera verpasst hat. Eine Entwicklung, die das Unternehmen selbst angestoßen hat (Vgl. Handelsbaltt 2012). Dieses Beispiel zeigt, dass etablierte Unternehmen, die eine dominierende Rolle in einer Branche einnehmen, durch eine Innovation zu Fall gebracht werden können. In der nachfolgenden Arbeit erfolgt ein ausführlicher Blick auf dieses Innovator’s Dilemma. Dazu werden sowohl Ursachen, als auch Lösungsmöglichkeiten vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Konzeptionelle Grundlagen

3 Das Innovator’s Dilemma

3.1 Das Konzept der disruptiven Innovation

3.2 Organisationsstrukturen

3.3 Ressourcenallokation und Kundenorientierung

3.4 Das Einrastprinzip

3.5 Auswirkungen der Digitalisierung

4 Lösungsmöglichkeiten des Innovator’s Dilemma

4.1 Technologiefrühaufklärung und Lead-User

4.2 Ambidextrie

4.3 Intellectual Assets

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Innovator’s Dilemmas" am Beispiel der digitalen Transformation und analysiert, warum etablierte Unternehmen trotz ihrer Marktführerschaft häufig an disruptiven Innovationen scheitern. Ziel ist es, sowohl die organisatorischen und strategischen Ursachen dieses Scheiterns zu identifizieren als auch konkrete Lösungsansätze aufzuzeigen, die es Unternehmen ermöglichen, disruptive Marktveränderungen erfolgreich zu navigieren.

  • Grundlagen disruptiver Innovation und deren Abgrenzung zu evolutionären Innovationen.
  • Die Rolle von Organisationsstrukturen, Ressourcenallokation und Kundenorientierung bei Disruption.
  • Einfluss der Digitalisierung und neue Möglichkeiten durch "Innovation from Data" (IFD) und "Innovation as Data" (IAD).
  • Strategische Handlungsoptionen wie Technologiefrühaufklärung, Ambidextrie und der Einsatz von Intellectual Assets.

Auszug aus dem Buch

3.2 Organisationsstrukturen

Die Organisationsstruktur eines Unternehmens spiegelt die interne Struktur des Produkts, das es herstellt, wider (Vgl. Henderson/Clark 1990, S. 27). Henderson und Clark beschreiben das architektonische Wissen als wesentlichen Faktor für die Organisationstruktur eines Unternehmens. Dieses umfasst Strategien zur Problemlösung, Kommunikationskanäle und Informationsfilter, die zum Standard in einem Unternehmen werden. Die Kommunikationskanäle eines Unternehmens – sowohl implizite als auch formelle – sind der bestimmende Faktor für effektive Designs. Um diese baut das Unternehmen sein architektonisches Wissen auf. Strategien zur Problemlösung stellen ebenfalls einen Teil des architektonischen Wissens dar, da sie die Auffassung eines Unternehmens über das Zusammenspiel der einzelnen Produktkomponenten bei der Lösung von Routineentscheidungen widerspiegeln. Die in diesen Routineentscheidungen gewachsenen Strategien zur Problemlösung werden nichtmehr hinterfragt. Mit der Entwicklung des Produkts entwickeln sich auch die Informationsfilter und Kommunikationskanäle eines Unternehmens und sichern ein effizientes Arbeiten der beteiligten Mitarbeiter und somit den Erfolg des Unternehmens in der Umsetzung des aktuellen Designs (Vgl. Henderson/Clark 1990, S. 16). Bereits durch die Entwicklung der Organisationsstruktur richten sich etablierte Unternehmen auf die bisherige Technologie und dazugehörige evolutionäre Innovationen aus. Dies lässt sie in diesem Bereich effizient arbeiten (Vgl. Chandy/Tellis 2000, S. 3).

Wie zuvor bereits dargelegt, führen disruptive Innovationen zu einer Veränderung der Wissensbasis und machen neue Organisationsstrukturen und Ressourcen notwendig (Vgl. Chandy/Tellis 2000, S. 3). Hierin ist eine Quelle des Scheiterns der etablierten Unternehmen zu sehen. Einerseits kann die Erkenntnis, dass eine Innovation eine architektonische Veränderung hervorruft, durch Informationsfilter und Kommunikationskanäle eines Unternehmens unterdrückt werden. Erkennt das etablierte Unternehmen jedoch, dass die Innovation in einer architektonischen Veränderung resultiert, ist das Einführen neuer Verknüpfungen und Strukturen im Unternehmen sehr komplex (Vgl. Henderson/Clark 1990, S. 17).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht anhand des Beispiels Eastman Kodak das Risiko, das von disruptiven Innovationen für etablierte Marktführer ausgeht, und skizziert den Aufbau der Untersuchung von den theoretischen Grundlagen bis hin zu Lösungsmöglichkeiten.

2 Konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das S-Kurven-Konzept von Richard N. Foster als Basis für das Verständnis von Technologielebenszyklen und dem Auftreten von technologischen Diskontinuitäten.

3 Das Innovator’s Dilemma: Hier werden die Kernelemente disruptiver Innovation sowie die organisatorischen und strategischen Hürden, wie Ressourcenallokation, Kundenbindung und das Einrastprinzip, detailliert analysiert.

4 Lösungsmöglichkeiten des Innovator’s Dilemma: Dieses Kapitel präsentiert Ansätze wie Technologiefrühaufklärung, Ambidextrie und Intellectual Assets, um dem Dilemma zu begegnen und die Innovationsfähigkeit zu erhalten.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass der Erfolg bei disruptiven Veränderungen ein Zusammenspiel aus flexiblen Organisationsformen und gezielten Strategien zur Früherkennung und Sicherung geistiger Vermögenswerte erfordert.

Schlüsselwörter

Innovator’s Dilemma, disruptive Innovation, digitale Transformation, Organisationsstruktur, Ressourcenallokation, Kundenorientierung, S-Kurven-Konzept, Ambidextrie, Technologiefrühaufklärung, Lead-User, Intellectual Assets, Disruption, Innovationsmanagement, Wettbewerbsfähigkeit, Wertesystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung etablierter Unternehmen, auf disruptive technologische Veränderungen zu reagieren, ohne dabei ihre Marktführerschaft zu verlieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen von S-Kurven, die Mechanismen disruptiver Innovation, organisatorische Barrieren sowie Lösungsstrategien für große Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Ursachen für das Scheitern etablierter Unternehmen bei disruptiven Innovationen zu erklären und Methoden aufzuzeigen, wie sie diesen Prozess durch organisatorische Anpassungen bewältigen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch eine Literaturanalyse, die Konzepte wie das S-Kurven-Modell, das Modell der disruptiven Innovation und die Theorie der Ambidextrie miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ursachen des Innovator’s Dilemmas (Organisationsstrukturen, Ressourcenallokation, Einrastprinzip) sowie die Vorstellung spezifischer Lösungsansätze wie Ambidextrie und Intellectual Assets.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Innovator’s Dilemma, disruptive Innovation, Ambidextrie, Ressourcenallokation, Einrastprinzip und digitale Transformation.

Wie unterscheidet sich IFD von IAD im Kontext der Digitalisierung?

IFD (Innovation from Data) beschreibt einen unternehmensdominierten Prozess zur Optimierung bestehender Angebote durch Analysen von Kundendaten, während IAD (Innovation as Data) den Kunden selbst mittels digitaler Werkzeuge zum aktiven Entwickler macht.

Warum ist das Einrastprinzip ein Hindernis für etablierte Firmen?

Das Einrastprinzip beschreibt das Streben von Unternehmen in profitablere, höhere Marktsegmente, was dazu führt, dass sie den Wettbewerb in unteren Marktsegmenten vernachlässigen und dort anfällig für Disruptoren werden.

Wie hilft Ambidextrie bei der Lösung des Innovator’s Dilemmas?

Ambidextrie ermöglicht es Unternehmen, sowohl das bestehende Kerngeschäft effizient zu betreiben als auch neue disruptive Technologien in eigenständigen Einheiten ohne die Belastung durch bestehende Prozesse und Informationsfilter zu entwickeln.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Innovator’s Dilemma am Beispiel der digitalen Transformation
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Note
1,0
Autor
Andre Herget (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
26
Katalognummer
V444776
ISBN (eBook)
9783668818361
ISBN (Buch)
9783668818378
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Innovator's Dilemma Disruption Digitale Transformation Ressourcenallokation Einrastprinzip Intellectual Assets
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andre Herget (Autor:in), 2018, Das Innovator’s Dilemma am Beispiel der digitalen Transformation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444776
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Leseprobe aus  26  Seiten
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