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Ist Einsprachigkeit Fluch oder Segen beim Spracherwerb? Selbsteinschätzung von Schülerinnen und Schülern der Q1

Titel: Ist Einsprachigkeit Fluch oder Segen beim Spracherwerb? Selbsteinschätzung von Schülerinnen und Schülern der Q1

Forschungsarbeit , 2018 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Berkay Saral (Autor:in)

Didaktik - Spanisch
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der heutigen Zeit wird nicht darüber diskutiert, ob die Muttersprache Deutsch im Fremdsprachenunterricht verwendet werden soll oder auf den Gebrauch der Muttersprache verzichten werden soll. Vielmehr wird untersucht, „wie oft und in welchen Situationen die Verwendung der Muttersprache empfehlenswert ist“. Zudem legt Sigrid Schilling in ihrem Beitrag „Sprachmittlung in modernen Lehrwerken“ dar, dass Sprachmittlung eine „adressaten-, sinn- und situationsgerechte Übermittlung von mündlichen oder schriftlichen Informationen von einer Sprache in eine andere ist“. Demnach zielt die Sprachmittlung darauf ab, gegenseitiges Verstehen zu gewährleisten, damit die Schülerinnen und Schüler aufgrund fehlender Sprachkenntnisse die Lerninhalte im Unterricht verinnerlichen können. Hinsichtlich der Sprachmittlung erklärt Butzkamm, dass im Fremdsprachenunterricht der Fokus auf den Sinn der Mitteilung und der kommunikativen Absicht gerichtet ist und „auch bei der Einübung das Bewusstsein der Sinnbeziehungen lebendig sein [muss]“. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts forderten jedoch einige der Reformer den radikalen Ausschluss der Muttersprache im Fremdsprachenunterricht. Diesbezüglich erklärt Butzkamm, dass insbesondere im Anfangsunterricht deutlich wird, welche Bedeutung die Muttersprache für den Fremdsprachenunterricht hat, da sie das Verstehen einer fremden Sprache erleichtert. Weiterhin sind Denken und Fühlen muttersprachlich geprägt und sollte von der Lehrkraft gewährleistet werden, dass die SuS den neuen Lernstoff an die gesamte frühere Erfahrung anknüpfen können, um effizient zu lernen. Ebenfalls weist Wygotski darauf hin, dass die Muttersprache im Fremdsprachenunterricht grundlegend ist. Ziel dieses Studienprojekts ist es daher, zu ermitteln, ob die Muttersprache Deutsch im Fremdsprachenunterricht Spanisch nur als Störfaktor zu betrachten oder doch als Lernhilfe anzusehen ist. Folglich ergibt sich die Frage, wie die SuS Einsprachigkeit im Spanischunterricht bewerten und ob die Muttersprache einen positiven oder negativen Einfluss auf die Kenntnisse und das Lernen der SuS ausübt. Im Mittelpunkt dieser Arbeit sollen die Fragen stehen, welche Möglichkeiten der bewusste Einsatz der Muttersprache im Fremdsprachenunterricht den SuS bietet und auf welche Weise er zum Erreichen von Lernzielen beisteuern kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissenschaftliche Fundierung des Gegenstandes

2.1 Darstellung des aktuellen Forschungsstandes

2.2 Einsprachigkeit

3. Methodisches Vorgehen

3.1 Stichprobe

3.2 Erhebungsinstrument

3.2.1 Fragebogen

4. Deskriptive Datenauswertung

4.1 Ergebnisse des Fragebogens

5. Diskussion der Ergebnisse & Schlussfolgerung

6. Reflexion des Studienprojekts

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Muttersprache Deutsch im Spanischunterricht der gymnasialen Oberstufe. Ziel ist es zu ermitteln, ob die Muttersprache lediglich als Störfaktor zu betrachten ist oder als essenzielle Lernhilfe fungiert, die den Spracherwerb und das Verständnis der SuS positiv beeinflussen kann.

  • Empirische Untersuchung zur Bedeutung der Muttersprache im Fremdsprachenerwerb
  • Analyse des Prinzips der Einsprachigkeit im Spanischunterricht
  • Evaluation von Einstellung und Bedarf der Schülerinnen und Schüler
  • Vergleich zwischen theoretischen Thesen nach Wolfgang Butzkamm und der Unterrichtspraxis

Auszug aus dem Buch

2.1 Darstellung des aktuellen Forschungsstandes

Über das Prinzip der Einsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht gingen bisher die Meinungen der Fachdidaktiker auseinander und das breite Meinungsspektrum verdeutlicht, dass noch keine Klarheit erzielt worden ist. Für die meisten Schulen steht jedoch außer Zweifel, dass die Lehrkraft ab dem Betreten des Klassenzimmers vollständig in der Zielsprache sprechen sollte.

Lorenzen spricht in seinem Buch „Englischunterricht“ für eine einsprachige Durchführung des Fremdsprachenunterrichts. Demnach erfolgt nach der fremdsprachenlernpsychologischen Grundkonzeption der Aufbau englischer Denk und Sprachmuster möglichst störungsfrei, wenn auf die Muttersprache Deutsch nicht zurückgegriffen wird (Lorenzen 1972, 28). Weitere Fachdidaktiker wie Gutschow (1968), Göhrum (1968), Cladder (1968) und Digeser (1969) setzten sich ebenfalls für eine weitgehende Einsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht ein (Butzkamm 1978, 19). Des Weiteren wird die konsequente Form der Einsprachigkeit von der im Jahre 1985 aufgestellten Theorie auch von Stephen Krashens gestützt. Demzufolge könne ein maximaler und verständlicher Input in der Zielsprache zu effektiverem Lernen führen (Krashens 2003, 5).

Przenyslaw Jackowski (2007, 80) erklärt hingegen, dass sich im Fremdsprachenunterricht ständig die Bezugnahme auf das Bekannte vollzieht und dadurch bei den SuS der Eindruck verstärkt wird, dass sich mutter- und fremdsprachliche Inhalte überwiegend decken. Dieser permanente Bezug der Lernenden auf die Muttersprache ist psychologisch erklärbar und wird von Jackowski (2007, 81) wie folgt definiert:

„Es ist aber in der Regel nicht möglich im Falle der Mutter- und Fremdsprache zwischen zwei Systemen beliebig umzuschalten, ohne dass sie miteinander interferieren“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Kontroverse um die Einsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht und führt in die Fragestellung ein, ob die Muttersprache als Störfaktor oder hilfreiches Instrument dient.

2. Wissenschaftliche Fundierung des Gegenstandes: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Einsprachigkeit und erläutert die theoretischen Thesen von Wolfgang Butzkamm zur „aufgeklärten Einsprachigkeit“.

3. Methodisches Vorgehen: Hier werden die Stichprobe der 25 SuS sowie das Erhebungsinstrument, ein strukturierter Fragebogen mit sechs Kategorien, detailliert beschrieben.

4. Deskriptive Datenauswertung: Die erhobenen Daten aus dem Fragebogen werden statistisch ausgewertet und hinsichtlich der Wahrnehmung von Einsprachigkeit sowie der gewünschten Hilfestellungen durch die Lehrkraft analysiert.

5. Diskussion der Ergebnisse & Schlussfolgerung: Die Ergebnisse werden interpretiert und in den theoretischen Kontext gesetzt, wobei die zentrale Erkenntnis gewonnen wird, dass die Muttersprache als wichtige Lernhilfe dient.

6. Reflexion des Studienprojekts: Abschließend reflektiert der Autor das eigene Vorgehen und zieht Konsequenzen für die zukünftige eigene Lehrtätigkeit unter Einbeziehung der gewonnenen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Fremdsprachenunterricht, Muttersprache, Einsprachigkeit, Spanischunterricht, Sprachmittlung, Didaktik, Lernhilfe, Interferenz, Wolfgang Butzkamm, Empirische Untersuchung, Fragebogen, Oberstufe, Spracherwerb, Lernerfahrung, Methodenvielfalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz und den Einsatz der Muttersprache Deutsch im Spanischunterricht an einem Gymnasium, um zu klären, ob diese eher als Störfaktor oder als notwendige Lernhilfe zu betrachten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Prinzip der Einsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht, die theoretischen Ansätze nach Wolfgang Butzkamm sowie die empirische Analyse der Einstellung von Schülerinnen und Schülern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ermitteln, wie die Lernenden Einsprachigkeit bewerten und ob die Muttersprache einen positiven oder negativen Einfluss auf ihren Lernprozess und ihre Kenntnisse hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quantitative empirische Untersuchung, bei der die Daten durch einen Fragebogen erhoben und anschließend deskriptiv ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung über Einsprachigkeit, die Darstellung des methodischen Designs der Studie sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Fragebogendaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fremdsprachenunterricht, Muttersprache, Einsprachigkeit, Sprachmittlung, Lernerfolg und didaktische Methoden.

Wie bewerten die SuS den aktuellen Einsatz der Muttersprache?

Die Mehrheit der befragten SuS wünscht sich einen gezielten Einsatz der Muttersprache, insbesondere bei komplexen Erklärungen, und empfindet eine rein einsprachige Umgebung als frustrierend.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für seine zukünftige Lehrtätigkeit?

Der Autor schlussfolgert, dass die Muttersprache eine unverzichtbare Verstehens- und Denkgrundlage ist und ein bewusster Einsatz zur Verbesserung der kommunikativen Qualität des Unterrichts beiträgt.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist Einsprachigkeit Fluch oder Segen beim Spracherwerb? Selbsteinschätzung von Schülerinnen und Schülern der Q1
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,7
Autor
Berkay Saral (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
27
Katalognummer
V444787
ISBN (eBook)
9783668819887
ISBN (Buch)
9783668819894
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einsprachigkeit Sprache Schule Schüler
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Berkay Saral (Autor:in), 2018, Ist Einsprachigkeit Fluch oder Segen beim Spracherwerb? Selbsteinschätzung von Schülerinnen und Schülern der Q1, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444787
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Leseprobe aus  27  Seiten
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