Die Psychologie definiert sich als Wissenschaft, die das Verhalten von Individuen inklusive Ihrer kognitiven Prozesse über die Lebensspanne hinweg untersucht. Die spezielle Frage was Individuen zu Handlungen und Verhaltensweisen antreibt, hat die Motivationspsychologie zum Gegenstand. Das lateinische Wort „movere“ bedeutet so viel wie „bewegen“. Demnach handelt es sich bei „Motivation“ um alle Prozesse, die der Initiierung, der Richtungsgebung und der Aufrechterhaltung physischer und psychischer Aktivitäten dienen. Motivationstheorien erklären somit Beweggründe von Individuen.
Bzgl. dieser Motivationsquellen werden unterschiedliche Theorien beschrieben. Triebreduktionstheorien gehen z. B. auf die psychodynamische Perspektive zurück und begründen Verhalten mit dem Bedürfnis, einen Ausgleich zwischen internalen Zuständen und äußeren Umwelteinflüssen zu schaffen. Instinktheorien erklären zielgerichtetes Handeln durch die vorprogrammierten Verhaltenstendenzen, den Instinkten, welche genetisch bedingt sind. Erregungstheorien gehen davon aus, dass Verhaltensweisen von dem Drang, den optimalen Erregungszustand zu erlangen, beeinflusst werden. Ein antreibender Faktor kann zum Beispiel „Neugierde“ sein. So verlassen satte Tiere zum Beispiel Ihren Bau, um Ihre Umwelt zu erkunden.
Im Folgenden wird das Konzept des Sensation Seekings beschrieben, welches dieser Erregungstheorie entspricht.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
A1: Sensation Seeking nach Zuckerman
1.1. Messmethoden von Sensation Seeking
1.2. Kritische Betrachtung: Sensation- Seeking und SSS-V
A2: Die Bedürfnispyramide nach Maslow
2.1. Nutzen des Modells für Arbeitgeber und -nehmer
2.2. Bedürfnispyramide und 2-Faktoren Theorie
A3: Die Flow Theorie
3.1. Flow und intrinsische Motivation
3.2. Messung der intrinsischen Motivation und des Flows
3.3. Kritische Betrachtung der Messmethoden
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht zentrale Konzepte der Motivationspsychologie, um menschliches Verhalten und Antriebskräfte in verschiedenen Kontexten zu erklären. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse psychologischer Theorien und deren operationalisierbarer Messbarkeit.
- Sensation Seeking und die Rolle optimaler Erregungszustände
- Die Struktur und Anwendung von Maslows Bedürfnishierarchie
- Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie im Vergleich zu Maslow
- Psychologische Merkmale und Messung des Flow-Zustands
- Unterscheidung und Interaktion von intrinsischer und extrinsischer Motivation
Auszug aus dem Buch
A3: Die Flow Theorie
Jeder hat diesen Zustand schon einmal erlebt. Wenn eine Sache so viel Spaß macht, dass man alles um sich herum vergisst und man komplett mit der Tätigkeit an sich verschmilzt. Man ist voll bei der Sache, alles läuft glatt und weiß jederzeit, was als nächstes zu tun ist. Dabei spielt die Zeit keinerlei Rolle mehr, ja nicht einmal das Hungergefühl wird mehr wahrgenommen.
Diese Merkmale beschreiben den Zustand des Flows. Dieser Begriff wurde von dem Psychologen Mihaly Csíkszentmihályi erstmals 1975 verwendet. Er untersuchte über einen längeren Zeitraum Künstler und konnte dabei beobachten wie einige Maler unter Ihnen so exzessiv an der Fertigstellung ihres Bildes arbeiteten, dass Sie alles um sich herum ausblendeten und sich nur dieser einen Tätigkeit widmeten. Sobald aber das Bild fertig gestellt war, widmeten sie sich neuen Aufgaben und Projekten, so das Csíkszentmihályi daraus schließen konnte, dass der Anreiz nicht in der Fertstellung des Bildes lag sondern in der Tätigkeit an sich.
Csíkszentmihályi beschreibt den Zustand des Flows, wie folgt: „You are so involved in what you’re doing you aren’t thinking about yourself as separate from the immediate activity. You’re no longer a participant observer, only a participant. You’re moving in harmony with something else you’re part of.“
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Motivationspsychologie als Wissenschaft und Vorstellung der behandelten Erregungs- und Bedürfnistheorien.
A1: Sensation Seeking nach Zuckerman: Erläuterung des Persönlichkeitsmerkmals Sensation Seeking sowie der zugehörigen Messmethoden und kritische Auseinandersetzung mit der SSS-V.
A2: Die Bedürfnispyramide nach Maslow: Darstellung der Bedürfnishierarchie und deren praktischer Nutzen für Arbeitgeber sowie der Vergleich zur Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg.
A3: Die Flow Theorie: Analyse des Flow-Zustands, dessen Abgrenzung zur intrinsischen Motivation und kritische Betrachtung gängiger Messverfahren wie ESM und FKS.
Schlüsselwörter
Motivationspsychologie, Sensation Seeking, Bedürfnishierarchie, Maslow, Flow-Theorie, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Zwei-Faktoren-Theorie, Herzberg, Leistungspsychologie, Arbeitsmotivation, Messmethoden, Selbstverwirklichung, Erregungsniveau, Persönlichkeitspsychologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit zentralen motivationspsychologischen Theorien und untersucht, wie menschliches Handeln durch innere und äußere Faktoren beeinflusst wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt das Sensation Seeking nach Zuckerman, die Bedürfnishierarchie nach Maslow, die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg sowie das psychologische Flow-Konzept.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die genannten Motivationstheorien zu erläutern und ihre Relevanz für das Verständnis menschlicher Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit, insbesondere im Arbeitskontext, darzulegen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden beleuchtet?
Die Arbeit analysiert diverse Messmethoden, darunter die Sensation Seeking Skala (SSS-V), das Free-Choice-Paradigma sowie die Erlebnisstichproben-Methode (ESM) und die Flow-Kurz-Skala (FKS).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der theoretischen Grundlagen des Sensation Seekings, der Bedürfnisstrukturen von Maslow sowie der intrinsischen Motivation und des Flow-Erlebens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sensation Seeking, Maslow, Flow, Motivationspsychologie, intrinsische Motivation und Messmethoden charakterisiert.
Worin liegt der Unterschied zwischen Hygienefaktoren und Motivatoren nach Herzberg?
Hygienefaktoren verhindern Unzufriedenheit, führen aber nicht aktiv zu Zufriedenheit. Motivatoren hingegen sind direkt mit der Arbeitstätigkeit verbunden und erzeugen intrinsische Zufriedenheit.
Warum wird der Flow-Zustand als korrupierungsresistent bezeichnet?
Im Gegensatz zur normalen intrinsischen Motivation tritt Flow bei Experten oft zielgerichtet auf und bleibt auch bei äußeren Anforderungen stabil, ohne sofort durch Belohnungen oder äußere Anreize gehemmt zu werden.
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- Vanessa Jaschner (Author), 2018, Allgemeine Psychologie. Sensation Seeking nach Zuckerman, Bedürfnispyramide nach Maslow, Flow Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444818