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Veränderte Kindheit. Wie Erwachsene mit Veränderungen in der Lebenswelt der Kinder umgehen können

Title: Veränderte Kindheit. Wie Erwachsene mit Veränderungen in der Lebenswelt der Kinder umgehen können

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Simone Hummert (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Wenn wir an unsere Kindheit zurückdenken, dann fallen uns zahlreiche Anekdoten ein, wie zum Beispiel: "Wir hatten keinen GAME-BOY!", oder "Was? Ich hatte auch nur eine Puppe, warum muss es ständig die neuste BARBIE sein?" oder auf die Schule projiziert: "Warum brauchst du für die Schule unbedingt die aktuellsten Nike-Schuhe oder Esprit-T-Shirts? Bei uns damals, da bekamen wir höchsten einmal im Jahr neu Kleidung oder wir haben die Kleidung von unseren Geschwistern aufgetragen."
Und dann erinnern wir uns sehr gut, dass wie wir altklug geantwortet haben: "Damals, bla, bla. Früher, damals." Wir leben im Hier und Jetzt. Und heute können wir selbst immer wieder erschreckt feststellen, dass wir die heutige Schülergeneration ähnlich kritisch betrachten, wie es damals unsere Eltern taten.

Wir möchten mit dieser Einleitung ausdrücken, dass es schon immer soziale Entwicklung und Veränderungen gegeben hat und immer geben wird. Mit Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung kann man sagen, dass sich früher Veränderungsprozesse langsamer vollzogen haben. Im Zuge der Industrialisierung forcierten sich diese Prozesse im zunehmenden Maße. Die Sozialisationsforschung spricht in diesem Zusammenhang von den so genannten "Modernisierungsschüben" (vgl. Fölling-Albers, 1993, S.1).

Des Weiteren möchten wir zum Ausdruck bringen, dass sich die Erziehungseinstellungen und Verhaltensweisen von Erwachsenen konsistent über die Zeit sind. Lediglich die Lebenswelt der Kinder ist eine andere. Die Folge davon ist eine Diskrepanz zwischen der Erfahrungswelt der Kinder und der Erwachsenen. Insbesondere im Schulalltag müssen die Lehrerinnen und Lehrer (im Folgenden werden wir nur noch den neutralen Ausdruck des Lehrers verwenden) auf die veränderte Lebenswelt der Kinder einstellen und sensibel für die unterschiedlichen Entwicklungsstränge der eigenen Geschichte und der Geschichte der Kinder werden. Aufgrund dieser Problematik soll in dieser Hausarbeit die veränderte Kindheit thematisiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was bedeutet veränderte Kindheit?

3. Grundschüler in der heutigen Zeit

3.1 Lern- und Arbeitsverhalten

3.2 Soziales Verhalten und Selbständigkeit

3.3 Sprachentwicklung

3.4 Entwicklungsschere

4. Konsequenzen auf das Schulverhalten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf die Lebenswelt von Kindern und analysiert, wie sich diese „veränderte Kindheit“ auf das Lern- und Sozialverhalten von Grundschülern auswirkt, um daraus pädagogische Konsequenzen für den Schulalltag abzuleiten.

  • Wandel familiärer Strukturen und Geburtenrückgang
  • Einfluss von Medien auf die kindliche Entwicklung
  • Verändertes Spiel- und Sozialverhalten
  • Entwicklungsschere zwischen verschiedenen Schülergruppen
  • Pädagogische Anforderungen an den modernen Grundschulunterricht

Auszug aus dem Buch

3.4 Entwicklungsschere

Wie schon in den vorangegangenen Punkten beschrieben, haben Kinder aufgrund ihrer verschiedenen biographischen Erfahrungen Unterschiede in Entwicklungs- und Lernvoraussetzungen in der Schule. Dies umfasst nicht nur intellektuelle Unterschiede, sondern bezieht insbesondere auf die sozialen und emotionalen Persönlichkeitsmerkmale der Kinder. Immer häufiger kommt es heutzutage bei den Kindern zu Verhaltensauffälligkeiten, die sich in diesem Bereich bemerkbar machen. Die Rede ist von dem vermehrten Anteil von frühreifen Kindern in den Grundschulen. Oft kam es zu Lehreräußerungen die besagten, dass immer mehr Kinder als „kleine Halbstarke“ profilieren würden. So benehmen sich Kinder im Einschulungsalter von sechs bis sieben Jahren häufig schon wie zehn- bis zwölfjährige Kinder. Immer mehr Kinder würden bereits Filme konsumieren, die nicht für ihre Altersklasse bestimmt sind. Des Weiteren nimmt immer mehr die Verhaltensweise des „mit Geld protzen“ zu.

Diese Entwicklung weist darauf hin, dass die Kinder in zunehmendem Maße ein Verlangen nach Aufmerksamkeit haben. Diesem auffälligen Geltungsbedürfnis der Kinder steht oft eine seelische Instabilität entgegen, die oft durch „Weinerlichkeit“ gekennzeichnet ist. Die Lehrer sprechen davon, dass sich innerhalb des ersten Schuljahres eine große Entwicklungsspanne aufgetan hat. Innerhalb eines Schuljahres finden sich Schüler vom kindlichen Sozialverhalten der 1./2. Klasse bis hin zum reiferen Sozialverhalten der 5./6. Klasse wieder. Teilweise sind hier auch Variationen innerhalb einer Person zu erkennen, was jedoch situationsabhängig ist. Das Sozialverhalten ist in der Grundschule somit sehr facettenreich und reicht vom „kleinen Erwachsenen“ bis zum „großen Rabauken“. Die immer größer werdende Diskrepanz im intellektuellen und im sozialen-emotional Verhalten wird in der Literatur mit dem Begriff „Entwicklungsschere“ von Kindern ausgedrückt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Wandelbarkeit von Kindheit und verdeutlicht die notwendige Sensibilisierung von Lehrkräften gegenüber der Diskrepanz zwischen der kindlichen Lebenswelt und schulischen Anforderungen.

2. Was bedeutet veränderte Kindheit?: Dieses Kapitel analysiert Faktoren wie Geburtenrückgang, veränderte Familienstrukturen, Erwerbstätigkeit der Eltern und zunehmende Medialisierung als Ursachen für eine facettenreiche Veränderung der kindlichen Lebenswirklichkeit.

3. Grundschüler in der heutigen Zeit: Hier werden die Ergebnisse einer empirischen Studie zu Wahrnehmungen von Grundschullehrern bezüglich Konzentration, Sprachentwicklung und Sozialverhalten der heutigen Schülergeneration dargestellt.

4. Konsequenzen auf das Schulverhalten: Das abschließende Kapitel diskutiert notwendige pädagogische Anpassungen und innovative Schulkonzepte, um dem veränderten Verhalten der Grundschulkinder konstruktiv zu begegnen.

Schlüsselwörter

Veränderte Kindheit, Grundschule, Sozialverhalten, Sprachentwicklung, Entwicklungsschere, Modernisierungsschübe, Lehrerbefragung, Medienkonsum, Lernverhalten, Pädagogik, Familienstruktur, Leistungsdruck, Schulanfang, Erziehungsstil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen der Kindheit und den daraus resultierenden Auswirkungen auf das Verhalten und die Lernvoraussetzungen von Kindern in der Grundschule.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind der Wandel familiärer Strukturen, der Einfluss des Medienkonsums, Veränderungen im Spielverhalten, die Sprachentwicklung sowie die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die veränderte Lebenswelt der Kinder den Schulalltag beeinflusst und welche pädagogischen Herausforderungen sich daraus für Grundschullehrer ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung von Experteninterviews und schriftlichen Befragungen von Lehrkräften, um empirische Daten zur Situation in Grundschulen zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen Dimensionen der veränderten Kindheit detailliert analysiert, darunter das Lern- und Arbeitsverhalten, soziale Kompetenzen und spezifische Sprachfähigkeiten der Kinder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „veränderte Kindheit“, „Entwicklungsschere“, „Sozialverhalten“ und „pädagogische Konsequenzen“.

Was besagt das Konzept der „Entwicklungsschere“ in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt die immer weiter auseinanderklaffende Spanne zwischen den intellektuellen und sozial-emotionalen Lernvoraussetzungen der Kinder innerhalb einer Klasse.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Sprachentwicklung?

Die Familie bildet die primäre Mikroebene; wird diese Funktion vernachlässigt, besteht die Gefahr von Spracharmut und einer Verarmung aktiver Wortschätze.

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Details

Title
Veränderte Kindheit. Wie Erwachsene mit Veränderungen in der Lebenswelt der Kinder umgehen können
College
University of Vechta  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Lehren und Lernen im Erstunterricht
Grade
1,0
Author
Simone Hummert (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V44482
ISBN (eBook)
9783638420723
ISBN (Book)
9783638596657
Language
German
Tags
Veränderte Kindheit Veränderungen Kindergarten Grundschule Lehren Lernen Erstunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Hummert (Author), 2005, Veränderte Kindheit. Wie Erwachsene mit Veränderungen in der Lebenswelt der Kinder umgehen können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44482
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