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Humes skeptischer Skeptizismus und dessen Bedeutung für empirische Wissenschaften

Titel: Humes skeptischer Skeptizismus und dessen Bedeutung für empirische Wissenschaften

Hausarbeit , 2016 , 13 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Marius Heil (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Text befasst sich mit dem Skeptizismus in Humes Erkenntnistheorien und den Konsequenzen und Chancen, welche sich darauf für die Wissenschaft und das alltägliche Leben ergeben.

Diese Arbeit verfolgt das Ziel aufzudecken, wieso Humes Skeptizismus so radikal ist und wo in seiner Erkenntnistheorie der Grund dafür liegt. Da Hume aber nicht nur Philosoph, sondern auch ein Mensch war soll auch seine naturalistische Sichtweise auf das Thema betrachtet werden. Die Wissenschaft ist für David Humes Schriften ein zentrales Thema, daher soll geklärt werden welche Auswirkung seine Denkweise auf das wissenschaftliche Arbeiten hat. Diese Hausarbeit wird also zunächst Humes Erkenntnistheorie knapp skizzieren um dann, mit Hilfe einführender Sekundärliteratur, auf die für den Skeptizismus zentrale Relation näher eingehen zu können. Danach befasst sie sich mit der Sichtweise Humes auf seine äußere Umwelt und die Frage, wo Wahrscheinlichkeit aufhört und Wissen anfängt. Im Anschluss betrachte ich anhand von Sekundärliteratur, aber auch durch das Betrachten von Zitaten aus dem Traktat, Humes eigene Stellung zu seinem Skeptizismus. Der Schluss des Hauptteils widmet sich dann noch dem Nutzen, welchen empirische Wissenschaften aus der Diskussion über Skeptizismus ziehen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Woher rührt Humes Skeptizismus?

3.) Wie sicher sind kausale Schlüsse?

4.) Wo hört Wahrscheinlichkeit auf, wo fängt Wissen an?

5) Humes skeptische Ansicht auf seinen Skeptizismus

6.) Skeptizismus in der Wissenschaft

7.) Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Grundlagen und die Radikalität des Skeptizismus von David Hume, wie er in seinem Werk "Ein Traktat über die menschliche Natur" dargelegt wird. Ziel ist es, zu ergründen, warum Humes erkenntnistheoretische Überlegungen zu einem solch radikalen Zweifel führen, welche Rolle die menschliche Natur dabei spielt und inwiefern diese skeptische Sichtweise für die moderne empirische Wissenschaft relevant ist.

  • Erkenntnistheoretische Grundlagen des humeschen Skeptizismus
  • Die Problematik kausaler Schlüsse und der Induktion
  • Abgrenzung von Wissen und Wahrscheinlichkeit
  • Humes naturalistische Sicht auf den eigenen Zweifel
  • Implikationen des Skeptizismus für wissenschaftliches Arbeiten

Auszug aus dem Buch

3.) Wie sicher sind kausale Schlüsse?

Tagtäglich fällen wir Urteile über die verschiedensten Dinge. Wir fragen uns, ob es später noch regnen wird, ob wir uns das letzte Stück Kuchen noch gönnen sollten oder ob wir genug für eine Klausur gelernt haben, um an ihr nicht kläglich zu scheitern. Bei jedem dieser oder ähnlicher Beispiele können wir uns oft nicht sehr sicher sein. Es kann trotz heiterem Himmel später noch zu einem Wolkenbruch kommen und die Klausur könnte doch schwerer sein, als man es erwartet hat. Niemand kann mit Sicherheit behaupten solche Sachverhalte mit absoluter Wahrscheinlichkeit vorauszusagen. Auch der Erkenntnistheoretiker David Hume würde sich das niemals zutrauen.

Hume geht hier aber noch einen Schritt weiter. Aussagen, welche uns absolut sicher erscheinen, welche wir uns kaum zu hinterfragen trauen, kann er keinerlei Sicherheit beimessen. Unser ganzes Leben lang geht die Sonne morgens so sicher auf, wie sie abends genauso sicher wieder hinter dem Horizont verschwinden wird. Aber wer sagt uns, dass das morgen ebenfalls wieder der Fall sein wird? Könnte doch zwischen dem Unter- und vermeintlichen Wiederaufgehen der Sonne Dinge passieren, die genau das verhindern.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Einführung in den Skeptizismusbegriff und Darstellung der Zielsetzung, Humes Erkenntnistheorie im Hinblick auf seine skeptische Haltung und deren Auswirkung auf die Wissenschaft zu untersuchen.

2.) Woher rührt Humes Skeptizismus?: Erläuterung der empiristischen Tradition Humes, der Unterscheidung von Eindrücken und Ideen sowie der Unmöglichkeit, die Existenz einer realen Außenwelt zu beweisen.

3.) Wie sicher sind kausale Schlüsse?: Analyse des Induktionsproblems, das durch die Beobachtung kausaler Zusammenhänge und die daraus resultierende notwendige Verbindung im Geist entsteht.

4.) Wo hört Wahrscheinlichkeit auf, wo fängt Wissen an?: Untersuchung der Wissensformen, wobei nur mathematische Disziplinen unanfechtbares Wissen liefern, während Kausalität lediglich auf Wahrscheinlichkeit beruht.

5) Humes skeptische Ansicht auf seinen Skeptizismus: Betrachtung von Humes eigenem Umgang mit dem durch seinen Skeptizismus ausgelösten Zweifel, den er durch die menschliche Natur und den „akademischen Skeptizismus“ zu entschärfen versucht.

6.) Skeptizismus in der Wissenschaft: Diskussion der Übertragbarkeit von Humes Zweifel auf das wissenschaftliche Arbeiten und Vorstellung des Fallibilismus als Ausweg aus dem Dogmatismus.

7.) Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse: Humes System ist zwar radikal und führt in der Theorie zu einer Sackgasse, ist aber für die Selbstreflexion von Wissenschaftlern und ein kritisches Hinterfragen der eigenen Methoden wertvoll.

Schlüsselwörter

Skeptizismus, David Hume, Erkenntnistheorie, Empirismus, Kausalität, Induktionsproblem, Wissen, Wahrscheinlichkeit, Wahrnehmung, Intuition, menschliche Natur, Fallibilismus, Philosophie, Vernunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem radikalen Skeptizismus des Philosophen David Hume, insbesondere wie er ihn in seinem Erstlingswerk "Ein Traktat über die menschliche Natur" formuliert.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Im Zentrum stehen die erkenntnistheoretischen Konzepte Humes, die Problematik der Kausalität, der Unterschied zwischen Wissen und bloßer Wahrscheinlichkeit sowie die Bedeutung der menschlichen Natur für den Umgang mit radikalem Zweifel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab aufzudecken, warum Humes Skeptizismus so radikal ist, wo die Ursprünge in seiner Theorie liegen und welche Konsequenzen dies für die wissenschaftliche Arbeit hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine philosophische Hausarbeit, die auf der Analyse von Humes Originaltexten und der Einbeziehung aktueller Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Herkunft von Humes Skeptizismus, die Hinterfragung kausaler Schlüsse, die Definition von Wissen, Humes Haltung zu seinem eigenen Skeptizismus und schließlich die Anwendung dieser Überlegungen auf das wissenschaftliche Arbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Skeptizismus, Erkenntnistheorie, Kausalität, Induktionsproblem und Empirismus definieren.

Was unterscheidet bei Hume "Wissen" von bloßer "Wahrscheinlichkeit"?

Für Hume ist nur das, was auf logisch zwingenden, intuitiven Relationen beruht – wie in der Arithmetik –, als unanfechtbares Wissen zu betrachten. Aussagen über die Welt, die auf Kausalität basieren, beruhen hingegen lediglich auf Erfahrungen und somit auf Wahrscheinlichkeiten.

Wie entkommt der Mensch bei Hume der Lähmung durch radikalen Zweifel?

Hume argumentiert, dass die menschliche Natur, der "gesunde Menschenverstand", den Menschen dazu verleitet, den philosophischen Zweifel im praktischen Alltag weitgehend zu ignorieren, um lebensfähig zu bleiben.

Was schlägt die Arbeit als Alternative zum Dogmatismus in der Wissenschaft vor?

Als Ausweg aus dem Spannungsfeld zwischen radikalem Zweifel und notwendiger Sicherheit wird der Fallibilismus diskutiert, der kritisches Hinterfragen zulässt, ohne die Erkenntnismöglichkeit als solche aufzugeben.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Humes skeptischer Skeptizismus und dessen Bedeutung für empirische Wissenschaften
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
2.0
Autor
Marius Heil (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V445098
ISBN (eBook)
9783668818408
ISBN (Buch)
9783668818415
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erkenntnis Theorie Theoretische Philosophie Kant Erkenntnistheorie Doxa Episteme Hume Locke Hobbes Wahrnehmung Wahrheit Sein Ding
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marius Heil (Autor:in), 2016, Humes skeptischer Skeptizismus und dessen Bedeutung für empirische Wissenschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445098
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Leseprobe aus  13  Seiten
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