Unternehmensanalyse der Delignit AG

Analyse der Geschäftsjahresberichte von 2017 und Prognose für 2018/19


Studienarbeit, 2018
49 Seiten, Note: 1,8

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Die Delignit AG

2 Analyse der Ertragslage

3 Analyse der Finanz- und Vermögenslage

4 Prognose und Beurteilung der Marktkapitalisierung

5 Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Umsatzherkunft Delignit nach Region und nach Segment (2013-2017) (Angaben in TEUR)

Abbildung 2: Erfolgsspaltung Delignit AG (Angaben in TEUR)

Abbildung 3: Bilanzielles Gesamtvermögen (2013-2017)

Abbildung 4: Übersicht Eigenkapitalbereinigung (Angaben in TEUR)

Abbildung 5: Aktienchart Delignit AG - Aktienverlauf (5 Jahre) - Xetra

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: GuV Delignit - Position 1

Tabelle 2: GuV Delignit - Position 2 bis 3

Tabelle 3: GuV Delignit - Position 4 bis 6

Tabelle 4: GuV Delignit - Position 7 bis 9

Tabelle 5: GuV Delignit - Position 10 bis 13

Tabelle 6: GuV Delignit - Position 14 bis 17

Tabelle 7: Wettbewerber Delignit AG (Finch, R., Scale research report, Tabelle 4)

Tabelle 8: Gewinn- und Verlustrechnung Delignit AG nach IFRS (2013-2017)

Tabelle 9: Umsatzherkunft nach Region (Angaben in TEUR)

Tabelle 10: Umsatzherkunft nach Segment (Angaben in TEUR)

Tabelle 11: Aufwandsquoten GuV Delignit (Angaben in TEUR)

Tabelle 12: Aufwandsquoten Vergleich 2017(Angaben in TEUR)

Tabelle 13: Erfolgsspaltung Delignit (Angaben in TEUR)

Tabelle 14: Jahresergebnisbereinigung der Delignit AG (Angaben in TEUR)

Tabelle 15: Übersicht Jahresergebnisbereinigung (Angaben in TEUR)

Tabelle 16: Bereinigung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände (Angaben in TEUR)

Tabelle 17: Bereinigung Geschäfts- oder Firmenwerte (Angaben in TEUR)

Tabelle 18: Bereinigung sonstige Rückstellungen (Angaben in TEUR)

Tabelle 19: Kennzahlen: Rentabilität – Part 1

Tabelle 20: Bilanz Delignit 2017 – Aktiva (Angaben in TEUR)

Tabelle 21: Bilanz Delignit 2017 – Passiva

Tabelle 22: Kennzahlen: Vermögensanalyse – Part 2

Tabelle 23: Kennzahlen: Kapitalanalyse – Part 3

Tabelle 24: Kennzahlen: Deckungsverhältnisse von Vermögen und Kapital – Part 4

Tabelle 25: Eigenkapitalbereinigung der Delignit AG (Angaben in TEUR)

Tabelle 26: Kapitalflussrechnung (Cashflow) – Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (Angaben in TEUR)

Tabelle 27: Kapitalflussrechnung (Cashflow) – Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Angaben in TEUR)

Tabelle 28: Kapitalflussrechnung (Cashflow) – Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Angaben in TEUR)

Tabelle 29: Aufbereitung der Kapitalflussrechnung der Delignit AG (Angaben in TEUR)

Tabelle 30: GuV-Prognose 2018 (Angaben in TEUR)

Tabelle 31: Kennzahlen: Marktkennzahlen – Part 5

Tabelle 32: Kennzahlen: Cash Earning – Part 6

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Die Delignit AG

Die Delignit AG ist ein an der Börse notiertes Unternehmen, welches führender deutscher Anbieter von ökologischen, laubholzbasierten Werkstoffen und Systemlösungen für die Automobil, Schienenverkehrs- und Sicherheitsindustrie ist. Das Unternehmen agiert aus Deutschland mit dem Hauptsitz in Blomberg in der Nähe von Bielefeld. Dabei beschäftigt die Delignit AG derzeit 351 Mitarbeiter (Stand: August 2018), welches im Verhältnis zu 2014 einem Anstieg der Zahl der Mitarbeiter von fast einem Drittel bedeutet. Die in der deutschen Börse XETRA gehandelte Aktie der Delignit AG bewegte sich zuletzt abfallend bis seitwärts bei einem gehandelten Wert von 7,5 (Stand: 21.08.2018).

Das als Aktiengesellschaft gehandelte Unternehmen Delignit wird operativ durch die Konzerngesellschaft Blomberger Holzindustrie GmbH sowie deren sechs Beteiligungen geführt. Diese verteilen sich auf weitere Standorte in Deutschland, den USA sowie Rumänien. Dabei ist anzufügen, dass die Delignit AG seit 2003 Teil der MBB SE sind. Die Delignit AG wurde somit auch durch die MBB SE bei Ihrem IPO im Jahr 2007 erstmalig an die deutsche Börse geführt. Demzufolge befindet sich die Delignit AG zu 76,10% im Besitz der MBB SE und zu 23,90% im Streubesitz.

Der Ursprung der Delignit AG geht bis in das Jahr 1799 zurück, wobei das heutige Kerngeschäft der speziellen Werkstoffe mit Lösungen für den Karosseriebau erst in den 1930ern begann. Anfang der 1990er konnte sich die Delignit AG daraufhin durch Innovation und Entwicklung noch breiter in ihrer Werkstoffvielfalt aufstellen, welche mittlerweile das Grundgerüst der heutigen Geschäftstätigkeit bildet. Dabei verfolgt die Delignit AG stets ein hohes Maß an Nachhaltigkeit. So wurde das Unternehmen im Jahr 2008 mit dem Blauen Engel ausgezeichnet und wird dementsprechend als ökologisches und nachhaltiges Unternehmen geführt.

Delignit vertreibt ihre Produkte unter der Marke Delignit® auf unterschiedlichen Märkten und Ländern. Dabei reichen die Vertriebsaktivitäten der Delignit weltweit und es können zum Beispiel Großaufträge über Böden in Hochgeschwindigkeitszügen in Asien und England verzeichnet werden. Der Großteil des Umsatzes wird dennoch auf dem Heimatmarkt in Deutschland generiert. Ein weiteres Kaufargument für Delignit stellt ihre starke Umweltbilanz dar, welche sich auf Kunden und deren Lieferkette positiv auswirken. Aus diesem Grund baut Delignit in Ihrer Lieferkette selbst auch auf nachhaltige Zulieferer. Diese Zulieferer bedienen das Unternehmen hauptsächlich mit Holz, dem Haupt-Rohstoff für alle Delignit-Produkte. Die Kunden der Delignit AG sind unter anderem führende Automobilkonzerne, aber auch Unternehmen der Schienenfahrzeugsystem-Industrie. Im Automobilmarkt konnte das Unternehmen durch ihre leichte Bauweise eine lukrative Nische finden, welches Seitenwände und Zurrschiene für Transporter und Pick-Ups sind.

Bei Ihrer Geschäftstätigkeit teilt die Delignit AG ihr Geschäft in zwei Zielmärkte auf:

- Automotive: Herstellung und Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen für Transporter als Laderaum-Boden, -Wand sowie -Trennwand. Außerdem werden PKW-Innenräume mit Delignit-Lösungen ausgestattet. Dabei fällt der Kundenstamm vor allem auf die Erstausstattung (OEM), aber auch auf den Aftermarket.
- Technological Applications: Herstellung und Vertrieb von Böden für Produktionsstätten und Schienenfahrzeuge, Brand- und Schallschutzausstattungen von öffentlichen Gebäuden, Sicherheitsausstattungen (Tür, Fenster, Trennwand) sowie im Werkzeugbau.

Daraus schließend findet sich die Delignit AG mit Ihren Patentlösungen in der Holzverarbeitung vor allem in der Industrie wieder. Dabei wird das Unternehmen vermehrt der Holzindustrie beziehungsweise der holzverarbeitenden Industrie zugeordnet, dennoch führen das Kerngeschäft und die eigenen Zielmärkte dazu, die Delignit AG durchaus branchenübergreifend einzusortieren.

In Angesicht der Branche und Geschäftstätigkeit der Delignit AG können somit vor allem Unternehmen der Holzindustrie, als auch Automobilzulieferer als Mitbewerber identifiziert werden. Zu der Konkurrenz zählen somit unter anderem in der Holzindustrie Westag & Getalit (Deutschland), Pfleiderer (Polen) und Surteco (Deutschland) sowie als Mitbewerber in der Automobilzulieferer-Industrie Grammer (Deutschland), Progress Werk (Deutschland) und SHW (Deutschland).[1]

Zusammenfassend überzeugt die Delignit AG vor allem durch ihre eigenen Innovationen und Werkstoffe, welche in Form von wertvollem Know-How im Unternehmen festgehalten sind. Mit Unterstützung der langjährigen System- und Prozesskompetenz der Delignit AG baut dieses Unternehmen auf solide Grundpfeiler und stetiges Wachstum.

2 Analyse der Ertragslage

Die Delignit AG hat unter der Führung der Blomberger Holzindustrie GmbH im Geschäftsjahr 2017 Gesamtumsatzerlöse in Höhe von 52,7 Millionen Euro (MEUR) erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr (48,6 MEUR) bedeutet dies ein Wachstum von acht Prozent. Dieser Wert entspricht dem Trend der Umsatzentwicklung der Delignit AG, welche seit 2012 stetig wachsen. Im Durchschnitt von 2013 bis 2017 ist dabei ein Wachstum von ungefähr neun Prozent zu verzeichnen, wobei das Jahr 2014 aufgrund des internationalen Projektgeschäftes überdurchschnittlich (21%) wuchs. Somit wurde im Jahr 2017 ein Rekordumsatz für das Unternehmen generiert und im Vergleich zu 2013 der Umsatz um fast 50% gesteigert.

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Tabelle 1: GuV Delignit - Position 1

Der Trend des Umsatzwachstums wird auch in der Umsatzherkunft der beiden Segmente Automotive und Technological Applications reflektiert, welcher in Abbildung 1 dargestellt ist. Demzufolge wurden 37,689 MEUR im Bereich Automotive und 14,994 MEUR im Bereich Technological Applications erwirtschaftet. Dies entspricht einer 72-prozentigen Umsatzherkunft aus dem Automobil-Segment, welcher somit das wichtigste Standbein des Unternehmens repräsentiert. Rückblickend auf die Vorjahre bleibt dieses Verhältnis stabil, wobei der Bereich Technological Applications seit 2016 stärker wächst (12%) als das Automobilsegment (7%). Diese Entwicklung kann durch die internationalen Großaufträge für Hochgeschwindigkeitszüge erklärt werden. Darüber hinaus lässt das konstante Wachstum aber auch auf eine solide Auftragslage schließen, welche nicht nur auf einmaligen Projekten, sondern auf wiederkehrenden Umsätzen beruht.

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Abbildung 1: Umsatzherkunft Delignit nach Region und nach Segment (2013-2017) (Angaben in TEUR)

Im Gegensatz zu der fast gleichbleibenden Relation der Umsätze nach Segmenten, zeigt die Umsatzherkunft nach Region einen deutlichen Trend in Richtung Exportgeschäft auf. Das Kerngeschäft und somit den größten Umsatz erwirtschaftet die Delignit AG in Deutschland. Dadurch ist auch im GJ 2017 der Umsatz zu 63 Prozent dem heimischen Markt zuzuordnen. Dabei geht der Trend jedoch deutlich abwärts, so wurden im GJ 2016 noch 70 Prozent und im Jahr 2013 sogar noch 84 Prozent in Deutschland generiert. Die Umsätze aus sonstigen Ländern bewegten sich über die Geschäftsjahre konstant bei einem Anteil im oberen einstelligen Prozentbereich, wobei diese im GJ 2017 mit sieben Prozent zum Gesamtumsatz beigetragen haben. Hingegen zeigen Umsätze mit Ursprung aus der EU seit 2012 ein stetig hohes Wachstum. Der Umsatz aus der EU erreichte demnach seinen Höhepunkt im Geschäftsjahr 2017 (15,969 MEUR), welcher mittlerweile 30 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht und somit um acht Prozent zum Vorjahr gewachsen ist. Die Abbildung 1 veranschaulicht, dass das Geschäft in Deutschland stagniert und somit das stetige Umsatzwachstum seit 2014 seinen Ursprung lediglich aus den wachsenden Geschäften aus Europa schöpft. Nunmehr liegt die Exportquote im GJ 2017 bei 36,8 Prozent (Vj. 30,1%) und verdrängt immer mehr das Standbein im heimischen Markt. Dadurch gewinnt das Exportgeschäft immer mehr an Bedeutung für Delignit.

Als forschendes und innovatives Unternehmen entstehen der Delignit generell hohe Forschungs- und Entwicklungskosten. Davon sind jedoch nur im Jahr 2015 die Eigenleistungen aktiviert wurden, welches auf Tabelle 2 zu erkennen ist. Die Ausgaben für Entwicklungen lagen demzufolge in 2015 bei insgesamt 1,4 MEUR, wovon nur 0,36 MEUR für die Entwicklung einer neuen, in Serienreife gebrachten, Fahrzeuginnenraumlösung aktiviert wurde. Somit tendiert Delignit nicht dazu ihre Eigenleistungen zu aktivieren, trotz der hohen Forschungs- und Entwicklungskosten. Daraus lässt sich schließen, dass es sich bei den Forschungskosten häufig um Grundforschung und nicht auftragsspezifische Forschung handelt, welche aktiviert werden könnte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind zum Vorjahr um 27,24% gestiegen, bleiben aber dennoch im Vergleich zu den Vorjahren auf einem niedrigen Niveau. Die hohen Erträge der Jahre 2013 bis 2015 sind jedoch mit hohen Rückstellungsauflösungen zu begründen, wohingegen in den letzten beiden Geschäftsjahren keine Rückstellungen ertragseffektiv aufgelöst wurden. Um diese Position bereinigt, verhalten sich die sonstigen betrieblichen Erträge gleichbleibend. Erstmalig aufgetreten im GJ 2017 sind jedoch Erträge aus Bonusvereinbarungen, welche wiederum auch den größten Anteil (37,3%) der sonstigen betrieblichen Erträge in diesem Geschäftsjahr darstellen. Diese Bonusvereinbarungen könnten im Zusammenhang mit den jüngst abschlossen Rahmenverträgen mit einem OEM-Automobilkonzern liegen und könnte sich demnach auch in Folgejahren wiederholen.

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Tabelle 2: GuV Delignit - Position 2 bis 3

Den erwirtschafteten Umsätzen stehen unmittelbare Kosten für die Produktion und Herstellung der Delignit-Produkte gegenüber, welche in Tabelle 3 dargestellt sind. Der Materialaufwand lag im GJ 2017 bei 29,275 MEUR und bildet somit den größten Teil der Herstellkosten. Im Verhältnis zu der Gesamtleistung in 2017 (52,418 MEUR) fällt ein prozentualer Anteil von 56 Prozent auf die Materialaufwandskosten zurück. Durch die Optimierung und Reduktion der Materialaufwandskosten bei einer gesteigerten Leistung konnte Delignit die Materialaufwandsquote zum Vorjahr (59%) um drei Prozent reduzieren. Eine Materialaufwandsquote um 60 Prozent ist für ein Industrieunternehmen akzeptabel und weist den typisch hohen Material- bzw. Personalaufwand auf. Dennoch liegt die Delignit AG im Benchmark als Industrieunternehmen mit dessen Materialaufwandsquote zurück. Demnach produziert der Konkurrent der Holzindustrie in 2017 effektiver (Surteco: 48,4%), wobei der Mitbewerber der Automobilzulieferer-Industrie bei ähnlichen Materialaufwand wie Delignit produziert (Progress Werk: 56,5)[2]. In Bezugnahme auf den hohen Umsatz aus dem Automobil-Segment, scheint der Vergleich mit Progress Werk angemessen und somit auch die Materialaufwandsquote der Delignit annehmbar. Rückblickend auf die Vorjahre (60%) steht Delignit vor der Herausforderung die verbesserte Quote zu halten, wenn nicht sogar zu steigern. Außerdem verbucht das Unternehmen erstmalig im Beobachtungszeitraum eine Bestandsminderung im GJ 2017 (-0,265 MEUR). Während die Zahl der Vorräte noch in 2017 angestiegen ist (RHB-Stoffe +37,59%) wurde der Bestand verringert. Die Vermutung liegt nahe, dass Delignit im Rahmen ihrer Optimierungsmaßnahmen den Bestand verringert hat, um einerseits Lagerkosten zu sparen und andererseits Lagerkapazitäten zu schaffen.

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Tabelle 3: GuV Delignit - Position 4 bis 6

Die zweitgrößte Position der Herstellkosten ist der Personalaufwand, welcher seit 2013 stetig steigt, so liegt dieser im GJ 2017 bei 14,583 MEUR. Als Industrieunternehmen sind hohe Kosten für Personal in der Fertigung und ein hoher Materialaufwand kennzeichnend. Demnach setzt sich der Personalaufwand zu 82,4% aus Löhnen, 16,2% aus sozialen Abgaben sowie zu 1,4% aus sonstigen Personalkosten zusammen. Dabei stiegen alle zuvor genannten Kosten fast proportional mit dem Durchschnitt der Vorjahre. Der kontinuierliche Anstieg steht in Zusammenhang mit den sowohl regelmäßigen Rekrutierungen neuer Mitarbeiter (24 festangestellte Vollzeitarbeitskräfte im GJ 2017) als auch auf Tariferhöhungen. Die Personalaufwandsquote der Delignit liegt somit im GJ 2017 bei 28 Prozent, welches eine Erhöhung um einen Prozent zum Vorjahr bedeutet. Mit dieser Personalaufwandsquote liegt Delignit gegenüber der Konkurrenz um Surteco und Progress, jeweils 25 Prozent, um drei Prozent zurück. Dies bleibt jedoch annehmbar, da die ausgewählten Unternehmen deutlich größer sind und so Skaleneffekte für Personalkosten besser ausnutzen können. Alle Jahre zuvor lag die Personalaufwandsquote der Delignit fast immer um 27 Prozent und blieb konstant.

Fortführend in Tabelle 4 sind die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen dargestellt, welche von 2016 (1,362 MEUR) zu 2017 (1,733 MEUR) um 27 Prozent angestiegen sind. Hierbei sind fast ausschließlich Abschreibungen auf Sachanlagen gestiegen. Dies ist damit zu begründen, dass die erhöhten Abschreibungen durch Investitionen in die Erneuerung und Erweiterung der Produktionsanlage entstanden sind. Anhand der Tabelle 4 wird deutlich, dass bereits in 2013 sowie in 2016 und 2017 in Maschinen und Anlagen investiert wurde. Die jeweilige Erhöhung der Abschreibungssumme ist entsprechend im Folgejahr verbucht. Die erhöhten Investitionsmaßnahmen sind auf neue CNC-Maschinen und Prozessoptimierung zurückzuführen, welche einen kumulierten Gesamtwert von 10 MEUR betragen sollen[3]. Die Investitionen der Delignit tragen aber auch ein Risiko, denn auf höhere Investitionen folgen auch höhere Abschreibungen. Damit einhergehend folgen meist Rentabilitätsverluste, da ein überproportionaler Anstieg der Kosten durch die Investitionen entsteht, welcher sich in späteren Jahren erst auflöst.

Bei der weiteren Betrachtung wiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen überproportional hoch. Diese lagen 2016 noch bei 3,356 MEUR und im Jahr 2017 bei 4,022 MEUR, was ein Anstieg von 20% bedeutet. Im Jahr 2016 lag der Anstieg noch bei 9,1% und 2015 war ein Verlust von 11,25% geschrieben. Dabei sind die größten Posten der betrieblichen Aufwendungen die Instandhaltungsaufwendungen (1,561 TEUR), übrigen Kosten (809 TEUR) sowie Recht und Beratung (333 TEUR). Der überproportionale Anstieg in 2017 ist besonders auf die hohen Instandhaltungsaufwendungen in diesem GJ zurückzuführen, welche um 35,21% zum Vorjahr (1,154 TEUR) angestiegen sind. Darüber hinaus sind auch die übrigen Kosten auf 809 TEUR (+71,4% zum Vj.) gesprungen sowie die Entwicklungskosten auf 163 TEUR (+52,34% zum Vj.) gestiegen. Die erhöhten betrieblichen Aufwendungen können jedoch mit den Investitionen in neue Produktionsanlagen in Verbindung stehen. Somit treten diese hohen betrieblichen Aufwendungen nicht regelmäßig auf, sondern stellen nur eine Ausnahme während der aktuellen Investitionsphase dar. Folglich liegt die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung bei 8% und bewegt sich damit 1% über dem Wert der letzten Jahre (7%).

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Tabelle 4: GuV Delignit - Position 7 bis 9

Im Geschäftsjahr 2017 beträgt das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) der Delignit 3,132 MEUR und konnte sich somit zum Vorjahr (2,360 MEUR) um 32,7 Prozent verbessern. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag das EBIT-Wachstum bei 28%, somit fällt das GJ 2017 besonders gut aus. Das gesteigerte EBIT ist damit das höchste Ergebnis der Aufzeichnungsperiode und geht einher mit dem Umsatzrekord des Jahres. Dies ist vorerst auf die gute Auftragslage zurückzuführen und den damit verbundenen hohen Umsätzen. Durch die erhöhten Umsätze und gesunkenen Aufwandsquoten liegt die EBITDA-Marge über den Erwartungen bei 9,2% (4 MEUR) und somit 1,7% besser als im Vorjahr. Im Vergleich zur Konkurrenz zeigt diese dennoch Potenzial nach oben, denn Surteco (12% - 83 MEUR) oder Pfliederer (11,9% - 120 MEUR) aus der Holzbranche produzieren um circa 2% effektiver. Auch aus der Automobilzulieferer-Branche ist die SHW (10,3% - 41 MEUR) mit wenigen Punkten überlegen. Grammer (6,5% - 116 MEUR) hingegen weist eine wesentlich schlechte Marge als die Konkurrenz und Delignit auf. Zu dem Vergleich ist anzuführen, dass das Umsatzvolumen und die Größe der Unternehmen größer als bei der Delignit ist, wodurch einige Skaleneffekte genutzt werden können.

Das Finanzergebnis ist durch die Finanzaufwendungen geprägt, welche sich hauptsächlich aus Bankzinsen zusammensetzen. Eine Übersicht zum Finanzergebnis liegt in Tabelle 5 vor. Delignit hat keine Zinserträge erzeugt, somit wurde das verfügbare Eigenkapital nicht verzinst. Weiter liegen die Finanzaufwendungen bei 196 TEUR, welche seit 2014 fortwährend reduziert werden. Durch die geringeren Zinsaufwendungen wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen fortlaufende Kredit getilgt oder Sondertilgungen durchgeführt und währenddessen keine neuen Kredite aufgenommen hat. Daraus schlussfolgernd sollten die Investitionen in den Sachanlagen aus dem EK oder den Gewinnen der letzten Jahre bedient worden sein. Auf Grund der Zusammensetzung, dass das EBIT minus den Finanzaufwendungen das EBT ergibt, sind durch die niedrigen Finanzergebnissen auch keine nennenswerten Veränderungen im EBT erkennbar.

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Tabelle 5: GuV Delignit - Position 10 bis 13

Das Konzernjahresergebnis, also das Ergebnis nach Ertrags- und sonstigen Steuern steigt in 2017 auf 1,928 MEUR und somit um 33 Prozent zum Vorjahr. Dabei fällt auf, dass die Ertragssteuern überproportional um 49 Prozent angestiegen sind, welches in Zusammenhang mit den steigenden Umsätzen, dem wachsenden Exportgeschäft sowie dem Umsatz aus Großprojekten steht. Der Vergleich der Ertragssteuern im Verhältnis zum EBT der beiden Geschäftsjahre (2016: 29,8%; 2017: 32,3%) beweist den erhöhten Steueraufwand in 2017, womit die Steuerquote auf 32,3% (Vj. 29,7%) angehoben wurde. Das zuvor verbesserte EBT (37% zum Vj.) fällt nun wieder auf einen gesamtprozentualen Anstieg von 33 Prozent.

Das Ergebnis je Aktie steigt durch die gesteigerte Profitabilität seit 2014 und liegt 2017 bei 0,24, welches den höchsten Wert darstellt. Eine ähnliche Rentabilität wurde nur in 2013 erreicht, welche vor einer vermuteten Umstrukturierung in 2014 lag. Zusammenfassend fällt auf, dass im Jahr 2014 schlagartig der Materialaufwand, Personalaufwand, die Abschreibungen und vor allem auch sonstige betriebliche Aufwendungen angestiegen sind. Dadurch verlor Delignit in 2014 trotz starken Umsatzwachstum an Rentabilität. Die vermuteten Umstrukturierungsmaßnahmen scheinen jedoch zu funktionieren, so wurde die Profitabilität seit 2014 stetig gesteigert bis auf das Allzeithoch in 2017.

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Tabelle 6: GuV Delignit - Position 14 bis 17

Von dem Konzernjahresergebnis werden daraufhin noch versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen verrechnet, welche im Jahr 2017 bei 48 TEUR lagen[4]. Damit nehmen die versicherungsmathematischen Verluste keinen großen Einfluss auf das Gesamtergebnis ein. Somit bleibt auch Position 24, das Konzerngesamtergebnis exklusive OCI, fast identisch zum Konzernjahresergebnis. Des Weiteren bleibt die Dividendenausschüttung über die gesamten Jahre seit dem IPO konstant, da weder die Anzahl der Aktien noch die ausgeschüttete Summe von 0,03 Dividende pro Aktie erhöht wurde. Hinzuzufügen ist, dass im Jahr 2018 die Dividende jedoch erstmalig auf 0,05 pro Aktie erhöht wurde und somit im GB 2018 verbucht wird. Das Konzerngesamtergebnis inklusive Ergebnisvortrag zeichnet seit 2014 eine positive Entwicklung ab, mit dem derzeitigen Hochwert in 2017, welcher sowohl aus dem verbesserten Ergebnis in 2017, aber auch dem hohen Gewinnvortrag aus 2016 besteht.

Mit der BilRUG-Änderung der GuV zum Jahr 2016 befinden sich die außerordentlichen Ergebnisse nun unter sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Aus diesem Grund wurde eine selbstständige Erfolgsspaltung vorgenommen um den Charakter und Ursprung des Erfolges identifizieren zu können. Die Erfolgsspaltung der Delignit AG ist auf Abbildung 2 zu sehen und die Berechnung dazu liegt im Anhang unter Tabelle 13 vor. Aus dieser Auswertung wird erkenntlich, dass die Delignit AG durch Finanzen keine Erfolge verzeichnet und das Finanzergebnis den normalen Charakter eines Industrieunternehmens zeigt. Seit 2014 steigt jedoch das ordentliche Betriebsergebnis und es wird deutlich, dass der Ergebnis durch die betriebliche Geschäftstätigkeit und die wiederkehrenden Umsatzerfolge wächst. Andererseits sinkt das unregelmäßige Ergebnis seit 2014, was durchaus positiv ist, da Delignit ihr Wachstum durch nachhaltiges Wirtschaften im Kerngeschäft verzeichnet.

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Abbildung 2: Erfolgsspaltung Delignit AG (Angaben in TEUR)

Um das tatsächliche betriebswirtschaftliche Ergebnis des Geschäftsjahres zu ermitteln und den Effekt von Sondereinflüssen auf das Ergebnis nachzuvollziehen, wurde eine umfassende Jahresbereinigung vorgenommen. Bei der Betrachtung der Bereinigung[5] fällt auf, dass im Jahr 2017 prozentual am wenigsten korrigiert wurde. Demnach wurden insgesamt 210 TEUR nach oben korrigiert, wobei sich diese Korrektur aus dem Abzug von latenten Steuern (-343 TEUR) und der Gesamtbereinigung von 553 TEUR zusammensetzt.

Bei der Bereinigung wird zuerst der jährlich steigende Firmenwert der Delignit AG bereinigt[6]. Denn die Ergebniswirkung durch die Aktivierung des Geschäfts- oder Firmenwertes ergibt eine verhältnismäßig hohe Abschreibungssumme von 318 TEUR, welche fortwährend den gleichen Wert ausweist.

Im nächsten Schritt wurden die aktivierten Aufwendungen für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände zuzüglich darauf entfallende Abschreibungen bereinigt[7]. Diese liegen in 2017 bei 112 TEUR und somit leicht über dem Wert von 2016. Die positive Bereinigung ist vor allem auf sonstige kurzfristige Rückstellungen zurückzuführen. Dieser Posten ist zum Vorjahr (1,966 MEUR) um 55% auf 3,093 MEUR angestiegen, welcher laut GB für ungewisse Verbindlichkeiten und Personalkosten gebildet wurde. Dies geht einher mit der Entwicklung der Delignit, welches steigendes Wachstum, Aufstockung der Mitarbeiterzahl und neue Aufträge sind. Demnach geht bereits aus dem Halbjahresbericht von 2018 geht hervor, dass bis August 2018 schon weitere 22 Mitarbeiter eingestellt wurden und Kosten für die Prototypenentwicklung neuer Aufträge einkalkuliert werden. Weiter bestätigt die Tabelle 15 auch die Vermutung, dass in 2014 eine Umstrukturierung erfolgte und das Ergebnis aufgebessert wurde. Denn das bereinigte Ergebnis liegt bei 427 TEUR und somit 58,6% unter dem ausgewiesenen Jahresergebnis (1,031 MEUR). Delignit scheint die Bilanzen jedoch nicht systematisch zu nutzen um Ergebnisse zu verändern, so hat Delignit in 2015 und 2017 besser abgeschnitten als ausgewiesen und in 2014 und 2016 schlechter.

Abschließend sollen wichtige Kennzahlen zur Analyse der Rentabilität des Unternehmens herangezogen werden[8]. Dabei wird die Entwicklung der Kennzahlen der Rentabilität von 2013 bis 2017 beurteilt. Besonders betrachtet werden die (bereinigte) EKR, die (bereinigte) GKR und die (bereinigte) Umsatzrentabilität.

Bei der Analyse der ausgewählten Kennzahlen fällt auf, dass seit dem Einbruch von 2013 auf 2014 sich alle konstant und proportional nach oben bewegen. So konnte sich vor allem die bereinigt EKR von 3,37% auf 12,95% steigern. Die EKR lag 2017 bei 11,68%, somit wurde das Eigenkapital zu fast 12% verzinst. Dabei liegt die Verzinsung über zehn Prozent, wobei eine Verzinsung um 8% in den Jahren 2014/15 noch als kritisch zu betrachten war. Doch der Aufwärtstrend zeigt, dass noch weiteres Potenzial nach oben ist. Die GKR und Umsatzrentabilität verlaufen proportional zur EKR. Demnach liegt die GKR im Jahr 2017 bei 5,32% mit minimaler Abweichung zur bereinigten GKR (5,97%). Damit wird das Kapital effizient vom Unternehmen eingesetzt. In diesem Fall ist aber durchaus auch Vorsicht geboten, denn die bereinigte GKR lag teils bei 0,45% (2014), wobei dieser Wert unterhalb des Fremdkapitalzinses liegt und es so aus gesamtwirtschaftlicher Sicht fast sinnvoller wäre, das Geld anzulegen. Durchaus positiv ist der stets höhere EKR gegenüber der GKR zu bewerten. Doch auch die Erholung nach dem Umbruch im Jahr 2014 und die immer weiter steigende Rentabilität zeigt, dass Delignit wächst und nun Konstanz und Stabilität beweisen muss. Außerdem steigt die Umsatzrentabilität seit 2014 und weist im Jahr 2017 gute 3,7% auf. Das bedeutet, der Betriebsgewinn beträgt 3,7% der Betriebsleistung. Dabei scheint die Effizienz des Absatzes immer weiter zu steigen und die Prozessoptimierungen setzen ein. Im Branchenvergleich bleibt Delignit mit diesem Wert dennoch im unteren Mittel, eine Verbesserung bis hin zu 4,5-5% würde Delignit an gute Branchenwerte heranbringen.

3 Analyse der Finanz- und Vermögenslage

Folgend soll zur Analyse der Finanz- und Vermögenslage zuerst die Aktivseite[9] der Bilanz, danach die Passivseite und abschließend die Kapitalflussrechnung analysiert werden. Dabei sind unter den kurzfristigen Vermögenswerten das Umlaufvermögen und unter den langfristigen Vermögensgegenständen das Anlagevermögen erfasst.

Beginnend mit dem Anlagevermögen zeigt sich ein Wachstum von 2,97% zum Vorjahr, wobei sich das Anlagevermögen 2017 auf 17,28 MEUR beläuft. Damit beträgt der Anteil des AV des bilanziellen Gesamtvermögens 53%. Das AV setzt sich zu 73,8% (12,6 MEUR) aus dem Sachanlagen und zu 12,6% (2,178 MEUR) aus Geschäftswerten zusammen, welche gemeinsam bereits 86,4% des AV darstellen. Die übrigen 13,6% werden aus sonstigen immateriellen Vermögenswerten (6,1%), finanziellen Vermögenswerten (5,2%) und aktiven latenten Steuern (2,2%) gebildet. Die Sachanlageintensität liegt damit bei 39,2% (Vj. 36,2%), welches aufgrund der Geschäftstätigkeit und Industrie entsprechend normal ist. Dabei sind die Sachanlagen zum Vorjahr noch einmal um 8,27% gestiegen, welche bereits ein Wachstum von 23,55% zu 2015 verzeichneten. Dementsprechend teilen sich die Zugänge im Geschäftsjahr 2017 auf technische Anlagen (154 TEUR), andere Anlagen (369 TEUR) und geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (1.969 TEUR) auf. Besonders die geleisteten Anzahlungen auf Anlagen im Bau bestätigen, dass sich Delignit immer noch in einer Investitions- und Modernisierungsphase befindet. Insgesamt setzt sich der Restbuchwert der Sachanlagen zum Großteil aus Grundstücken (39%), technischen Anlagen (22%) und den geleisteten Anzahlungen (31%) zusammen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte wurden weiter abgeschrieben, darunter Konzessionen und Rechte sowie aktivierte Entwicklungskosten, sodass im Jahr 2017 ein Rückgang von 11,64% vorlag und somit eine Gesamtabnahme von 29,57% zu 2013. Der Geschäftswert bleibt seit 2013 fortwährend bei 2,178 MEUR und trägt somit als zweitgrößte Position zu 12,6% zum Anlagevermögen bei. Bei den langfristigen Vermögenswerten des Konzerns sind latente Steueransprüche aktiviert worden, welche als nicht werthaltig angesehen werden und aus diesem Grund nicht bereinigt wurden. Die latenten Steuern nehmen jedoch vom Gesamtvermögen Anteile von weniger als 1% ein, wodurch sich nur geringe Abweichungen ergeben.

Das Umlaufvermögen hat sich auf 15,266 MEUR reduziert, welches einen Verlust von 2,68% bedeutet. Damit beträgt der Anteil des UV vom bilanziellen Gesamtvermögens 47%. Dennoch bleibt es im Vergleich zu 2013 bei einem Wachstum von 32,62%. Dabei setzt sich das UV zum Großteil aus Vorräten (65,6%) zusammen, welche als einzige Position zum Vorjahr gestiegen (11,01%) ist. Die Erhöhung geht jedoch hauptsächlich auf eine wachsende Menge an RHB-Stoffen (4.608 TEUR) zurück, welche um 72,7% gestiegen sind. Auf der anderen Seite wurden unfertige Erzeugnisse (2.413 TEUR) um 8,5% reduziert. Durch die gesunken fertigen Erzeugnisse konnte das gebundene Kapital der wesentlich wertvolleren fertigen und unfertigen Erzeugnisse zum Vorjahr reduziert werden, wodurch Kosten gespart und Lagerplatz geschaffen wird. Die Vorräteintensität liegt somit in 2017 bei 30,8% (Vj. 27,8%). Hierbei ist zu erwähnen, dass fast alle Vorräte der Delignit eine lange Lebenszeit haben und außer dem normalen Ausschuss keine großen Verluste zu erwarten sind. Die Forderung aus LuL sind um 23,08% gesunken und liegen bei 2.239 TEU, wobei die Forderungsreichweite bei 29 Tagen liegt. Ein Zahlungsziel von 30 Tagen ist für die Branche üblich, dementsprechend arbeitet Delignit mit zahlungsbereiten Kunden zusammen. Die sonstigen kurzfristigen Forderungen bestehen zum Großteil aus Forderungen aus Factoring und Forderungen aus Steuern. Dabei ist der Forderungsbestand insgesamt um 5,44% gesunken. Schlussfolgernd ist somit der Umsatz gestiegen und dennoch sind die Forderungen gesunken, welches auf zahlungsstarke Kunden der Delignit rückfolgern lässt. Die liquiden Mittel haben sich zum Vorjahr am stärksten vermindert (-39%) und liegen im Jahr 2017 bei 942 TEUR. Damit liegen die liquiden Mittel auf dem niedrigsten Wert seit 2013 und somit 55% unter diesem. Der Liquiditätsabfluss ist vor allem auf die Investitionen in die Produktion und Kredittilgungen zurückzuführen, so wurden die liquiden Mittel 2016 um 2,752 MEUR und im Jahr 2017 um 602 TEUR reduziert. Dies geht außerdem einher mit der Vermutung, dass die Investitionen für Maschinen nicht durch FK, sondern mit eigenen Ressource finanziert wurden. Einen weiteren Aspekt stellen die erhöhten Vorräte im Jahr 2017 dar, welche eine Bindungsdauer von 68 Tagen hatten. Demnach ist die Liquidität nicht so stark durch Forderungen oder der Materialbindungsdauer belastet. Letztlich geben die aktuellen liquiden Mittel nicht mehr viele Freiräume für weitere große Investitionen oder Kredittilgungen.

Bei der Betrachtung des bilanziellen Gesamtvermögens, welches auf Abbildung 3 dargestellt ist, zeigt sich ein Aufwärtstrend, parallel zu dem Umsatzwachstum und der gesteigerten Gewinne. Dennoch stagniert das bilanzielle Gesamtvermögen im GJ 2017 auf 32.548 TEUR, welches einem Wachstum von 0,24% gleicht. Dies entwickelt sich somit entgegen dem Trend der Wachstumsraten in 2016 (9,8%) und 2015 (10,6%). Das vergleichsweise geringe Wachstum ist auf der Aktiva-Seite durch gesunkene Forderungen, liquiden Mitteln und aktiven latenten Steuern und auf der Passiva-Seite mit gesunkenen Verbindlichkeiten zu begründen. Insgesamt liegt das Wachstum von 2013 bis 2017 bei 25,3%. Verglichen mit dem Umsatzwachstum von 49% im selben Zeitraum fällt auf, dass Delignit ihre Rentabilitätsverluste in 2014 wiederaufarbeiten muss. Die Rentabilität des Gesamtvermögens liegt dabei bei 9%, welches ein Anstieg von 36,9% zum Vorjahr bedeutet. Die Anlageintensität liegt somit bei 51,92% und die Umlaufintensität bei 46,9%, wobei die Anlageintensität zum Vorjahr um 5,36% gestiegen und die Umlaufintensität um 2,9% gesunken ist. Dies ist auf die zuvor genannten Investitionen und verringerten Positionen des UV zurückzuführen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Bilanzielles Gesamtvermögen (2013-2017)

Die Passiva-Seite der Bilanz liegt gleich der Aktiva bei einem Gesamtvermögen von 32,548 MEUR[10]. Dabei setzt sich das Vermögen der Passiva aus dem Eigenkapital (16,508 MEUR), den langfristigen (6,581 MEUR) und den kurzfristigen Verbindlichkeiten (9,459 MEUR) zusammen. Das bilanzielle EK ist zum Vorjahr (14,7 MEUR) um 11,71% angestiegen, wobei der Ergebnisvortrag (5,867 MEUR) und das Konzernergebnis (1,928 MEUR) maßgeblich zu dem Wachstum beitragen. Das gezeichnete Kapital ist während des gesamten Betrachtungsraumes bei 8,194 MEUR festgesetzt. Damit liegt die Eigenkapitalquote im Jahr 2017 bei 50,72%[11] und ist somit um 11,45% prozentual zum Vorjahr (45,51%) gewachsen. Dies ist der höchste Wert seit 2013, welcher die vorherigen Jahre bei ungefähr 46% lag. Die zuvor solide EK-Quote hat dadurch einen weiteren Sprung geschafft und schließt sich der positiven Konzernentwicklung an. Die EK-Quote in 2017 bewegt sich nun bei mehr als 50%, welches ein Indikator dafür ist, Krisen besser zu überstehen. Denn es besteht eine geringere Ausfallwahrscheinlichkeit und die Konditionen für Bankkredite bleiben gut. Zusammenfassend liegen keine besonderen Einflüsse bei der Delignit im EK vor. Es wirken keine Währungseffekte, da Delignit in Euro handelt und die Dividendenausschüttungen sind über die Jahre gleich und im Verhältnis niedrig geblieben. Es wurde zwar ein neues Büro in Nordamerika eröffnet, dieses wird jedoch gemietet und beherbergt keine Maschinen und nimmt somit keinen Einfluss auf das EK. Die Bereinigung des Eigenkapitals[12] um die kumulierte Gesamtwirkung ist im Vergleich zum bilanziellen EK auf Abbildung 4 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Übersicht Eigenkapitalbereinigung (Angaben in TEUR)

In 2017 beträgt das bereinigte Eigenkapital 16,816 MEUR und ist damit um 13,41% zum Vorjahr (14,862 MEUR) gestiegen. Somit liegt das bilanzielle Eigenkapital 308 TEUR unter dem bereinigten EK, woraus eine bessere EK-Quote ausgewiesen werden kann. Dabei liegen die Abweichungen maximal bei 3,1% (2015) und sind außer in 2016 (-0,3%) immer positiv. Daraus folgernd sind die Abweichungen nicht gravierend und die EK-Quote kann um wenige Prozentpunkte aufgebessert werden.

Das Fremdkapital des Unternehmens setzt sich aus kurzfristigen Verbindlichkeiten (9,459 MEUR) und langfristigen Verbindlichkeiten (6,581 MEUR) zusammen und beträgt insgesamt 16,040 MEUR im Jahr 2017. Insgesamt haben sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten zum Vorjahr (10,342 MEUR) um 8,54% und die langfristigen Verbindlichkeiten zum Vorjahr (7,352 MEUR) um 10,49% reduziert. Dies ist vor allem auf die Tilgung langfristiger Verbindlichkeiten um 897 TEUR, durch erhaltene Anzahlungen (1,526 MEUR) und der Verringerung von Verbindlichkeiten aus LuL (713 TEUR) zurückzuführen. Auf der anderen Seite wurden vor allem sonstige kurzfristige Rückstellungen erhöht (1,127 MEUR), welche durch Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten entstanden sind. Diese ungewissen Verbindlichkeiten sind für das virtuelle Aktienoptionsprogramm für das Management in Höhe von 1.323 T€ (Vj. 614 T€) vorgesehen. Im Hinblick auf die erhöhte Dividendenausschüttung (0,05 je Aktie), den ungewissen Rückstellungen sowie geplanten Investitionen, könnte eine Vermutung sein, dass Delignit plant Aktien zurückzukaufen. Schließlich wurden die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten um 217 TEUR erhöht, was auf Verbindlichkeiten eines Mietkaufes zurückzuführen sind. Dies ist mit der Erweiterung der Kapazitäten der Delignit zu begründen.

Die Fremdkapitalquote[13] bewegt sich mit wenigen Prozentpunkten Unterschied im Zeitraum von 2013-2016 um 54%, konnte jedoch aufgrund der Erfolge und Reduzierung des Fremdkapitals um 9,56% auf eine aktuelle Fremdkapitalquote von 49,28% reduziert werden. Somit liegt die Fremdkapitalquote in 2017 sogar unter 50%. Es lässt sich sagen, dass das Unternehmen eine normale FK-Quote aufweist und es keine Bilanzverschuldung gibt. So bleibt dem Unternehmen eine gute Bonität und es ist nicht zu stark vom Fremdkapital abhängig, welches vor allem an dem Ergebnisvortrag und dem Gewinn in 2017 liegt.

Mit in Hilfenahme weiterer Kennzahlen, lassen sich mehr positive Aspekte für Delignit herausarbeiten. Denn Delignit kann das bilanzielle FK bereits durch den Cashflow bedienen. Auch die Kurzfrist- oder Langfristschulden könnten bereits mit dem Cashflow bedient werden. Einzig die gesamten Finanzverbindlichkeiten können nicht durch den Cashflow bedient werden und haben eine Tilgungszeit von 8,27 Jahren. Dementsprechend gut sind auch die finanziellen Belange bei den Lieferanten, so liegt die Lieferantenzielnutzung bei nur 0,09 Tagen. Damit sind keine operativen Risiken durch die Nichtzahlung von Lieferantenrechnungen zu erwarten. Dennoch wird in dem Risikobericht des GB 2017 erfasst, dass es bei einem (Haupt-)Lieferanten zum Ausfall kommen könnte. So wurde aber wenig später bereits auf das Lieferantenmanagement verwiesen, welches bereits für alle relevanten Rohstoffe eine zweite Lieferquelle qualifiziert. Demzufolge werden keine operativen Risiken in diesem Bereich erwartet. Die finanzielle Stabilität der Delignit wird durch die hohe Eigenkapitaldeckung von 97,7% und der hohen Langfristdeckung von 136,6% Prozent bestätigt. Somit ist fast das gesamte Anlagevermögen durch das Eigenkapital gedeckt.

Die Liquiditätskoeffizienten I und II[14] sinken zwar zum Vorjahr, aber sowohl der Liquiditätskoeffizient III als auch das Working Capital steigen zum Vorjahr. Das Working Capital konnte sich zum Vorjahr (5,345 MEUR) um 8,64% auf 5,807 MEUR in 2017 verbessern. Der Liquiditätskoeffizient III liegt in 2017 bei 161,4% und somit fast zehn Prozentpunkte über dem Vorjahr. Mit einem Wert über 100% kann Delignit durch das Umlaufvermögen das kurzfristige FK komplett abdecken.

Abschließend soll die Kapitalflussrechnung der Delignit betrachtet werden[15]. Die aufbereite Kapitalflussrechnung[16] zeigt wie das Geld zu- und abgeflossen ist. So liegt der Cashflow in 2017 bei 3,777 MEUR und somit auf dem höchsten Wert seit 2013 mit über 130% Wachstum. Dabei setzt sich der Cashflow hauptsächlich aus dem Periodenergebnis von 1,928 MEUR zusammen, wobei auch die Abschreibungen einen großen Teil mit 1,733 MEUR einnehmen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zeigt einen ähnlichen Trend, bei welchem 584 TEUR für die laufende Geschäftstätigkeit abgeflossen sind. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt bei -2,569 MEUR bei einem Vorjahreswert von -3,459 MEUR, welches auf das bereits diskutierte Investitionsprogramm der Delignit zurückgeht. Hierbei fällt auf, dass bereits in 2013 hohe Investitionen getätigt wurden und somit die hohe Investition in 2013 die Rentabilitätsverluste in 2014 erklären. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist entsprechend der Tilgung von langfristigen Verbindlichkeiten im negativen Bereich von 1,226 MEUR. Abschließend liegt die Summe der Cashflows am Ende der Periode inklusive von Wertpapieren und liquiden Mitteln für 2017 bei 942 TEUR. Damit liegt der Wert weit unter dem Höchstwert von 4,343 MEUR in 2015, was aber vor allem auf den Abbau von Finanzschulden und getätigten Investitionen zurückzuführen ist. Insgesamt stellt die Delignit ein finanziell solides Unternehmen dar, welches sich in einer Investitionsphase befindet.

4 Prognose und Beurteilung der Marktkapitalisierung

Die Delignit AG hat im Geschäftsjahr 2017 ein sehr ordentliches Ergebnis präsentiert und plant in dem folgenden Geschäftsjahr an diese Ergebnisse anzuknüpfen, wenn nicht sogar diese zu übertreffen. Demnach gibt die Delignit AG unter dem Vorstand von CEO Markus Büscher und seinem Kollegen Thorsten Duray das Ziel aus den Umsatz bis 2022 auf ein neues Rekordhoch von mehr als 100 MEUR zu steigern. Für das nächste Geschäftsjahr (2018) strebt die Delignit AG ein Umsatzwachstum von acht Prozent und einen neuen Rekordumsatz von 56,898 MEUR an. Des Weiteren wird in dem Geschäftsbericht eine EBITDA-Marge prognostiziert, welche mindestens auf Vorjahresniveau liegen soll (2017: 9,2%). Doch welche Faktoren sprechen letztlich für oder gegen die Prognose des Vorstands der Delignit AG? Zu der folgenden betriebswirtschaftlichen Prognose der Delignit AG liegt korrespondierend eine Gewinn- und Verlustrechnung in Tabelle 30 im Anhang vor.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sagt für 2018 in ihrer Konjunkturprognose ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes von 2,3% und einen Anstieg der Exporte um 5% voraus. Außerdem berichtet die Wirtschaft von steigender Nachfrage sowohl in der Schienenverkehrsindustrie als auch im Transporter-Markt. So kann zum Beispiel das immer noch boomende E-Commerce Geschäft die Nachfrage für Auslieferungs-Transporter steigern. Darüber hinaus werden Automobil-Hersteller immer mehr dazu gezwungen Abgase zu reduzieren und auf hybride oder vollelektrische Fahrzeuge umzusteigen. Dabei bieten die Delignit-Lösungen durch ihre leichte Bauweise optimale Voraussetzungen, um das Fahrzeug leichter zu machen, wodurch Abgase reduziert oder die Batteriedauer verlängert werden kann. Risiken für die Entwicklung der Delignit können durch US-Strafzölle auf deutsche Autos und die damit verbundene Umsatzrückgange entstehen. Da Delignit gut 72% ihrer Umsätze aus dem Automotive-Segment generiert und Umsatzrückgänge der Branche auch Delignit als Zulieferer betreffen. Außerdem könnten die Sommerhitze sowie Waldbrände in Europa im Jahr 2018 Einfluss auf die Rohstoffpreise des Holzes nehmen, welcher der Hauptwerkstoff der Delignit-Produkte ist. Dennoch wird in dieser Prognose nicht davon ausgegangen, dass die Rohstoffpreise signifikante Steigerungen verzeichnen werden.

Durchaus positiv für die Güte des Managements sprechen die letztjährigen Prognosen, welche in der Regel fast genauso oder mit leichten Abweichungen eingetreten sind. Demnach wurde für das Jahr 2017 ein Umsatzwachstum von 10 bis 15% und eine EBITDA-Marge von 7,5-8,3% prognostiziert. Das Umsatzwachstum in 2017 lag zum Ende des GJ bei 8,5 Prozent, also 1,5 Prozentpunkte unter der Prognose. Weiter konnte Delignit mit einer EBITDA-Marge von 9,2% im GJ 2017 ihre oberste Prognose um fast ein ganzes Prozent übertreffen. In den Prognoseberichten der Geschäftsjahre zuvor wurden keine konkreten Zahlen genannt, aber dennoch Tendenzen der Umsatzentwicklung prognostiziert. Diese Tendenzen sind mit leichten Abweichungen eingetreten. Insgesamt zeichnet sich durch das Management-Team ein sehr positiver Trend ab, so wurden die Umsatzerlöse von 2010 bis 2016 um fast 90 Prozent gesteigert, also fast verdoppelt. Letztlich teilt auch der Aufsichtsrat das Vertrauen in die Führung, welche neue Arbeitsverträge mit einer Laufzeit von fünf Jahren erhalten haben.

[...]


[1] Vgl. Tabelle 7: Wettbewerber Delignit AG (Finch, R., Scale research report, Tabelle 4)

[2] Vgl. Anhang: Tabelle 12

[3] Nebenwerte-Journal, S. 37, Ausgabe 03/2018

[4] Vgl. Anhang: GuV - Tabelle 8

[5] Vgl. Anhang: Bereinigung unter Tabelle 14 und Übersicht unter Tabelle 15

[6] Vgl. Anhang: Tabelle 17

[7] Vgl. Anhang: Tabelle 16

[8] Vgl. Anhang: Tabelle 19

[9] Vgl. Anhang: Tabelle 20

[10] Vgl. Anhang: Tabelle 21

[11] Vgl. Anhang zu Kapitel 3: Tabelle 23

[12] Vgl. Anhang zu Kapitel 3: Tabelle 26

[13] Vgl. Anhang: Tabelle 23Tabelle 24

[14] Vgl. Anhang: Tabelle 24

[15] Vgl. Anhang: Tabelle 26 bis Tabelle 28

[16] Vgl. Anhang: Tabelle 29

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten

Details

Titel
Unternehmensanalyse der Delignit AG
Untertitel
Analyse der Geschäftsjahresberichte von 2017 und Prognose für 2018/19
Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1,8
Autor
Jahr
2018
Seiten
49
Katalognummer
V445255
ISBN (eBook)
9783668824409
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prognose, Unternehmensanalyse, Aktien, Delignit, Kennzahlen
Arbeit zitieren
Marco Lehmann (Autor), 2018, Unternehmensanalyse der Delignit AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445255

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