Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media

Die Beziehung zwischen PR und Journalismus

Welche Faktoren führen zu einem Machtvorteil von Journalismus gegenüber der Public Relations?

Title: Die Beziehung zwischen PR und Journalismus

Term Paper , 2016 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Stefanie Schlumschinski (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Journalismus und Public Relations (PR) sind in der heutigen Mediengesellschaft kaum noch wegzudenken. Darüber hinaus gilt die Beziehung zwischen Journalisten und PR-Tätigen als umstritten. Aus wissenschaftlicher Perspektive gibt es unterschiedliche Lösungsansätze und Theorien, die zum Teil sehr verschiedenartige Rückschlüsse erlauben und zusammengefasst keinen einheitlichen Forschungsstand ergeben. Im Rahmen dieser Ausarbeitung werden primär drei verschiedene Darstellungen (Konkret: die Determinationsthese, das Intereffikationsmodell und die Medialisierungsthese) aufgegriffen, erläutert und im weiteren Verlauf auf die Forschungsfrage übertragen.

Die Forschungsfrage lautet: Welche Faktoren führen zu einem Machtvorteil von Journalismus gegenüber Public Relations? Die Frage impliziert, dass der Journalismus Macht auf die PR wirkt. Ist das tatsächlich so? Auf die Forschungsfrage bezogen wird insbesondere die Medialisierungsthese interessante und seltene Einblicke gewähren, weil sie als die einzige Perspektive gilt, die einen Einfluss von Journalismus auf PR thematisiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Macht

3. Public Relations

3.1 Journalismus

3.2 Die wichtigsten Unterschiede zwischen PR und Journalismus

4. Theorien und Modelle

4.1 Determinationsthese

4.2 Das Intereffikationsmodell

4.3 Medialisierungsthese

5. Faktoren für einen Machtvorteil von Journalismus

5.1 Der Krisenfall

5.2 Selektionen, inhaltliche Differenzen und Aufmerksamkeit

6. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Public Relations (PR) und Journalismus mit dem primären Ziel, die Faktoren zu identifizieren, die zu einem Machtvorteil des Journalismus gegenüber der PR führen. Dabei wird analysiert, unter welchen spezifischen Bedingungen – etwa in Krisensituationen oder durch inhaltliche Selektionsmechanismen – der Journalismus seine Autonomie gegenüber PR-Einflüssen behaupten kann.

  • Theoretische Fundierung der Beziehung durch Determinationsthese, Intereffikationsmodell und Medialisierungsthese
  • Abgrenzung der Berufsfelder Journalismus und Public Relations
  • Analyse von Machtstrukturen und gegenseitigen Abhängigkeiten
  • Untersuchung des Einflusses von Krisensituationen auf die journalistische Autonomie
  • Mechanismen der Themen-Selektion und Aufmerksamkeit in der Mediengesellschaft

Auszug aus dem Buch

4.1 Determinationsthese

Barbara Baerns hat 1985 die Beziehung von PR und Journalismus empirisch untersucht. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass PR den Journalismus determiniere. Demzufolge wirkt PR-Tätigkeit großen Einfluss auf den Journalismus. Baerns kommt bspw. zu der Schlussfolgerung, dass Öffentlichkeitsarbeit das Timing der Medienberichterstattung bestimmt.

Außerdem beschreibt sie dass Journalisten immer weniger autonom arbeiten, sondern sehr oft PR-Material nahezu unverändert abbilden (Baerns, 1991, S.98-101). „Die Befunde zeigen, wie effizient Öffentlichkeitsarbeit in das Informationsgeschehen einzugreifen vermag“ und „wie wenig Einfluß Journalismus auf das Informationsgeschehen nimmt.“ (ebd., S.100).

Außerdem besagt die Determinationsthese auch, „dass Öffentlichkeitsarbeit Themen und Timing der Medienberichterstattung weithin kontrolliert und damit den Journalismus determiniert.“ (Ruß-Mohl, 2004, S.44).

Die Determinationstheorie gilt aus heutiger Sicht streitbar, so steht auch Lothar Rolke dieser skeptisch gegenüber: „Es läßt die Möglichkeit nicht zu, daß beide Seiten - PR-Leute und Journalisten - beispielsweise durch symbiotisches Verhalten ihre Macht steigern.“ (Rolke, 1991, S.168-169). Das Verhältnis zwischen PR und Journalismus ist laut Ronneberger komplex und hat ebenso "symbiotischen wie konfliktären Charakter" (Ronneberger, 1983b, S. 264).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Forschungsfrage und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

2. Macht: Definition des Machtbegriffs im kommunikationswissenschaftlichen Kontext als Chance, Interessen gegen Widerstände durchzusetzen.

3. Public Relations: Erörterung der Begriffsdefinitionen und Abgrenzung zum Journalismus sowie dessen Funktionen.

4. Theorien und Modelle: Vorstellung zentraler theoretischer Ansätze zur Erklärung des Verhältnisses zwischen PR und Journalismus.

5. Faktoren für einen Machtvorteil von Journalismus: Analyse spezifischer Bedingungen, unter denen Journalisten sich dem Einfluss von PR-Akteuren entziehen oder diesen überwiegen können.

6. Reflexion: Zusammenfassende Bewertung der Machtverhältnisse und Erkenntnisse zur Abhängigkeit journalistischer Arbeit.

Schlüsselwörter

Public Relations, Journalismus, Machtvorteil, Determinationsthese, Intereffikationsmodell, Medialisierungsthese, Medienberichterstattung, Öffentlichkeitsarbeit, journalistische Autonomie, Krisenkommunikation, Selektionsmechanismen, Kommunikationswissenschaft, Mediennutzung, Themenmanagement, Machtstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Dynamik der Machtbeziehungen zwischen der Public Relations-Branche und dem Journalismus in der heutigen Mediengesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die gegenseitigen Abhängigkeiten, die theoretische Fundierung durch verschiedene Modelle sowie die Faktoren, die bestimmen, welche Seite mehr Einfluss auf die mediale Berichterstattung ausübt.

Welche Forschungsfrage steht im Mittelpunkt?

Die zentrale Frage lautet: Welche Faktoren führen zu einem Machtvorteil von Journalismus gegenüber der Public Relations?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und verknüpft diese mit existierenden empirischen Modellen der Kommunikationswissenschaft, um die Machtverhältnisse systematisch zu untersuchen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung durch Modelle wie die Determinationsthese und das Intereffikationsmodell sowie eine anwendungsorientierte Analyse von Faktoren wie Krisensituationen und Selektionsprozessen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Autonomie, Determination, Intereffikation, Medialisierung, Öffentlichkeitsarbeit und die journalistische Selektionsmacht.

Warum wird das Intereffikationsmodell in der Arbeit hervorgehoben?

Das Modell wird genutzt, um aufzuzeigen, dass PR und Journalismus in einer wechselseitigen Abhängigkeit zueinander stehen und sich gegenseitig benötigen, statt in einem einseitigen Überlegenheitsverhältnis zu agieren.

Welche Rolle spielen Krisensituationen laut der Autorin?

In Krisensituationen neigen Journalisten dazu, aktiver und kritischer zu recherchieren, wodurch sie sich zeitweise von den Informationsangeboten der PR-Abteilungen distanzieren und ihren Machtvorteil stärken.

Was schlussfolgert die Arbeit hinsichtlich der Machtverteilung?

Es wird festgestellt, dass Journalismus zwar in bestimmten Situationen mehr Macht ausüben kann als PR, dieser Vorteil jedoch stark von situativen Umständen und dem jeweiligen professionellen Agieren der Journalisten abhängt.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Die Beziehung zwischen PR und Journalismus
Subtitle
Welche Faktoren führen zu einem Machtvorteil von Journalismus gegenüber der Public Relations?
College
University of Applied Sciences Hanover
Course
Wissenschaftliches Arbeiten
Grade
2,3
Author
Stefanie Schlumschinski (Author)
Publication Year
2016
Pages
13
Catalog Number
V445436
ISBN (eBook)
9783668856165
ISBN (Book)
9783668856172
Language
German
Tags
Kommunikation Journalismus PR Public Relations Intereffikationsmodell Determinationsthese Bentele Barbara Baerns Peter Szyszka
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Schlumschinski (Author), 2016, Die Beziehung zwischen PR und Journalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445436
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint