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Der Einsatz des Pferdes als Erziehungs- und Förderhilfe bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens

Title: Der Einsatz des Pferdes als Erziehungs- und Förderhilfe  bei Kindern und              Jugendlichen im Rahmen des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens

Elaboration , 2005 , 78 Pages , Grade: gut

Autor:in: Catharina Prilepeck (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Mein Interesse an der Arbeit mit Pferden und Menschen entstand hauptsächlich aus meinen persönlichen Erfahrungen in diesem Bereich. Seit ich mit vier Jahren das erste Mal auf einem Pferd saß, haben mich diese Tiere begleitet. Der Umgang mit ihnen hat mir sehr geholfen, mich und mein Verhalten in manchen Situationen zu hinterfragen und zu verstehen: wie in einem Spiegel konnte ich mein Verhalten an dem der Tiere ablesen.
Im Dezember 2002 bekam ich die Möglichkeit, im Zuge eines Praktikums für mein Pädagogikstudium im Bereich des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens zu arbeiten. Ich konnte dabei miterleben, welche Wirkungen Pferde auf den Menschen haben können und welche Möglichkeiten im Rahmen des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens bei der Erziehung, Förderung und Heilung von Menschen realisiert werden können. Auch in der Fachliteratur stieß ich auf unzählige Berichte über das Heilpädagogische Reiten und Voltigieren und seine Erfolge.
Meine Tätigkeit in diesem Bereich motivierte mich zur Auseinandersetzung mit dem Bereich des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens, wobei ich aufgrund meines Pädagogikstudiums mein Hauptaugenmerk vor allem auf den Einsatz von Pferden als Erziehungs- und Förderhilfe bei Kindern und Jugendlichen legte. Dabei interessierten mich besonders zwei Fragestellungen: 1. Welche Möglichkeiten bietet das Heilpädagogische Reiten und Voltigieren für die Förderung der geistigen, körperlichen und seelischen Entwicklung des Kindes oder den Jugendlichen?
2. Welche pädagogisch-psychologischen Zielsetzungen können bei der Erziehung und Förderung von geistig behinderten und verhaltensauffälligen Kindern / Jugendlichen unter Einbeziehung des Pferdes im Rahmen des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens verwirklicht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Themenwahl

1.2 Die Mensch – Pferd – Beziehung in der Geschichte

1.3 Die Entwicklung des Therapeutischen Reitens

1.3.1 Die Hippotherapie

1.3.2 Reitsport für Behinderte

1.3.3 Das Heilpädagogische Reiten und Voltigieren

2. Der Einsatz von Pferden in der Therapie

2.1 Das Therapiepferd

2.1.1 Die Wirkung des Reitens auf körperliche Parameter

2.1.2 Der Einfluss des Pferdes auf die Psyche

2.2 Das Pferd im heilpädagogischen Reiten und Voltigieren

2.2.1 Das Verhalten des Pferdes

2.2.2 Motivierender Einfluss

2.2.3 Soziales Lernen

2.3 Ziele des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens

2.4 Der Einsatz des Pädagogen als Mittler

3. Anwendungsbereiche des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens

3.1 Die Arbeit mit geistig behinderten Kindern

3.1.1 Förderung im senso – motorischen Bereich

3.1.2 Förderung im sozial – emotionalen Bereich

3.1.3 Förderung im kognitiven Bereich

3.2 Die Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern

3.2.1 Stärkung des Selbstvertrauens

3.2.2 Erlernen angemessener Selbsteinschätzung

3.2.3 Eingeständnis und Überwindung von Ängsten

3.2.4 Abbau aggressiven Verhaltens

3.2.5 Entwicklung und Förderung kooperativen Verhaltens

3.3 Das Heilpädagogische Reiten und Voltigieren am konkreten Beispiel - Einblicke in die praktische Arbeit

3.3.1 Die Ausbildung der Leiterin

3.3.2 Die Auswahl und Ausbildung der Pferde

3.3.3 Die Beziehung zwischen Therapeut und Pferd

3.3.4 Zielgruppen und Beziehung Patient – Pferd

3.3.5 Die Durchführung der Therapieeinheiten

3.3.5.1 Begrüßung und Kontaktaufnahme

3.3.5.2 Die Pflege des Pferdes

3.3.5.3 Das Reiten

3.3.5.4 Führen und Geführt werden

3.3.5.5 Die Verabschiedung

3.3.6 Antragstellung und Finanzierung

3.3.7 Kommentare der Beteiligten

4. Erfolge des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens

5. Zusammenfassung

6. Ad Personam

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einsatz des Pferdes als Erziehungs- und Förderhilfe für Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen sowie Verhaltensauffälligkeiten im Rahmen des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens. Ziel ist es, die pädagogisch-psychologischen Potenziale dieses Mediums zu analysieren und Möglichkeiten der Förderung geistiger, körperlicher und seelischer Entwicklung aufzuzeigen.

  • Beziehung zwischen Mensch und Pferd in Theorie und Geschichte
  • Die Rolle des Therapiepferdes und des Pädagogen als Mittler
  • Förderung in senso-motorischen, kognitiven und sozial-emotionalen Bereichen
  • Methodik der praktischen Arbeit und Durchführung von Therapieeinheiten
  • Fallbeispiele und Erfahrungen zur Wirksamkeit der Therapieform

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Das Verhalten des Pferdes

Hempfling (2001) interpretiert das Pferd als ein Wesen in dem sich zwei, an sich widersprüchliche Verhaltensweisen zeigen. Zum einen fordert es von uns, sanft und freundschaftlich mit ihm umzugehen, ihm Geduld und Toleranz entgegenzubringen. Zum anderen erwartet es von dem Menschen, dem es folgen soll, die Verhaltensweisen eines ranghöheren Leittieres, das sich durch überlegtes und eindeutiges Handeln sowie durch konsequentes, selbstsicheres und ruhiges Verhalten auszeichnet (vgl. Hempfling 2001, 21).

Pferde verfügen über eine natürliche Rücksichtnahme und ein differenziertes Fürsorgeverhalten, das sie nicht nur gegenüber Artgenossen, sondern auch gegenüber Menschen zeigen. Oft ist zu beobachten, dass Pferde im Umgang mit kleinen Kindern oder behinderten Menschen ein sehr rücksichtsvolles Verhalten an den Tag legen. So bleiben sie zum Beispiel stehen, wenn sie spüren, dass ein Kind von ihrem Rücken herunterzufallen droht (vgl. Gäng 2004, 28).

Dabei gibt es beim Pferd jedoch keine Wertung, sondern nur ein Wahrnehmen des Bemühens seines Partners. Das Pferd ist frei von moralischen Wertmaßstäben und unabhängig von menschlichen sozialen Konventionen und Vorurteilen. Es begegnet allen Menschen mit der gleichen offenen Wertschätzung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin und legt die zentralen Fragestellungen hinsichtlich der Entwicklung und pädagogischen Nutzung des Heilpädagogischen Reitens dar.

2. Der Einsatz von Pferden in der Therapie: Hier wird die fundamentale Rolle des Therapiepferdes, dessen Einfluss auf Körper und Psyche sowie die Bedeutung des Therapeuten als Mittler analysiert.

3. Anwendungsbereiche des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens: Das Kapitel bietet einen vertiefenden Einblick in die Förderung von geistig behinderten sowie verhaltensauffälligen Kindern und beschreibt die konkrete praktische Umsetzung im Therapiealltag.

4. Erfolge des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens: Anhand von Erfahrungsberichten und Rückmeldungen von Beteiligten wird die Wirksamkeit der Methode veranschaulicht und reflektiert.

5. Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse über das Potenzial von Pferden in Erziehungs- und Förderprozessen.

6. Ad Personam: Die Autorin gibt hier persönliche Daten sowie ihren eigenen Ausbildungsweg an.

Schlüsselwörter

Heilpädagogisches Reiten, Voltigieren, Therapiepferd, Verhaltensauffälligkeit, Geistige Behinderung, Körperbewusstsein, Sozialverhalten, Selbstvertrauen, Pädagogik, Psychologie, Mensch-Pferd-Beziehung, Förderung, Entwicklung, Sensomotorik, Rehabilitation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Nutzung von Pferden zur Unterstützung und Förderung von Kindern und Jugendlichen, die entweder eine geistige Behinderung oder Verhaltensauffälligkeiten aufweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die historische Beziehung zwischen Mensch und Pferd, die Rolle des Pferdes als therapeutisches Medium, die psychologischen Wirkungen des Reitens sowie die methodische Umsetzung in der heilpädagogischen Praxis.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die pädagogisch-psychologischen Möglichkeiten des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens aufzuzeigen und zu untersuchen, wie durch die Einbeziehung des Pferdes gezielte Lernprozesse und positive Verhaltensänderungen bei den Klienten erreicht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und wird durch qualitative Erhebungen ergänzt, insbesondere durch die Darstellung praktischer Erfahrungen aus einem Praktikum und die Einbeziehung von Experteninterviews und Erfahrungsberichten Betroffener.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Wirkung des Pferdes auf Körper und Psyche, den spezifischen Zielsetzungen für verschiedene Klientengruppen (sensomotorisch, emotional-kognitiv, sozial) sowie einer detaillierten Beschreibung des praktischen Ablaufs von Therapieeinheiten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Heilpädagogik, therapeutisches Reiten, Förderung, Sozialisationsprozesse, Selbstvertrauen, Sensomotorik und die archetypische Symbolik des Pferdes.

Wie fungiert das Pferd im Kommunikationsdreieck?

Das Pferd dient im heilpädagogischen Kontext als ein „Spiegel“ und als Mittler, der nonverbal und unmittelbar auf den Menschen reagiert, wodurch der Pädagoge die Interaktion zwischen Kind und Pferd begleiten und für Lernprozesse nutzen kann.

Warum wird beim Heilpädagogischen Reiten auf klassische Korrekturen verzichtet?

Weil das Pferd durch sein artspezifisches, unmittelbares und wertfreies Reagieren auf das Verhalten des Kindes eine Lernumgebung schafft, in der der Klient Konsequenzen seines Handelns selbst erfahren kann, ohne dass der Pädagoge moralisierend eingreifen muss.

Welche Rolle spielt das Putzen des Pferdes im Therapiekonzept?

Das Putzen dient dem Aufbau einer ersten, sicheren Beziehungsbasis zwischen Kind und Pferd, hilft Ängste abzubauen und fördert durch die damit verbundenen motorischen Aufgaben das Körperbewusstsein und das Verantwortungsgefühl.

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Details

Title
Der Einsatz des Pferdes als Erziehungs- und Förderhilfe bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens
College
University of Vienna  (Veterinärmedizin)
Grade
gut
Author
Catharina Prilepeck (Author)
Publication Year
2005
Pages
78
Catalog Number
V44551
ISBN (eBook)
9783638421270
Language
German
Tags
Einsatz Pferdes Erziehungs- Förderhilfe Kindern Jugendlichen Rahmen Heilpädagogischen Reitens Voltigierens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Catharina Prilepeck (Author), 2005, Der Einsatz des Pferdes als Erziehungs- und Förderhilfe bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44551
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