Erfolgsfaktoren bei der Nutzung von Social Media im Online Marketing


Seminararbeit, 2018
22 Seiten

Leseprobe

III Inhaltsverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

III Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Abgrenzung
1.3 Vorgehensweise
1.4 Forschungsfrage

2 Grundlagen
2.1 Online-Marketing
2.1.1 Affiliate Marketing
2.1.2 Corporate Website
2.1.3 Suchmaschinenmarketing (SEM)
2.1.4 Content-Marketing
2.1.5 Display Advertising
2.1.6 E-Mail-Marketing
2.1.7 Social-Media-Marketing

3 Analyse und Auswertung
3.1 Social-Media-Kanäle
3.1.1 Facebook
3.1.2 WhatsApp
3.1.3 Instagram
3.2 Gegenüberstellung
3.3 Beobachtete Einflüsse auf den Erfolg
3.3.1 Facebook
3.3.2 WhatsApp
3.3.3 Instagram
3.4 Resultierende Erfolgsfaktoren

4 Fazit

IV Quellverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

II Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Facebook-Schriftzug

Abb. 2: WhatsApp-Logo

Abb. 3: Instagram-App

1 Einleitung

Die Nutzung von Social-Media im Bereich des Online-Marketings ist heute nicht mehr wegzudenken. Dies war jedoch nicht immer so und hat sich erst in den letzten Jahren dahingehend entwickelt. Das Online-Marketing beinhaltet viele verschiedene Arten von Marketing-Maßnahmen, welche jeweils dazu dienen, definierte Marketingziele über Online-Plattformen und -Kanäle zu erreichen. Ein sehr wichtiger Teilbereich des Online-Marketings ist das Social-Media-Marketing. Es zielt speziell auf die Verwendung und Steuerung sozialer Medien ab, welche als Marketing-Maßnahme für Unternehmen eingesetzt werden. Unternehmen müssen jedoch beachten, dass nicht jede Maßnahme immer zum Erfolg führt, da es bei der Verwendung einiges zu berücksichtigen gilt.

1.1 Problemstellung

Eine Marketing-Maßnahme ist nicht immer gleich eine Marketing-Maßnahme. Es kommt sehr stark auf das Unternehmen bzw. auf das Unternehmensprodukt an, für welches geworben wird sowie die Zielgruppe, welche erreicht werden soll. So stößt nicht zwangsläufig jede Marketing-Maßnahme auf Erfolg, da diese von zahlreichen Faktoren abhängig ist. Diese Faktoren, welche man auch als „Erfolgsfaktoren“ bezeichnen kann, werden in dieser Arbeit analysiert und zusammengefasst.

1.2 Zielsetzung und Abgrenzung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse von verschiedenen Social-Media-Kanälen im Hinblick auf beeinflussende Faktoren, welche zu erfolgreichen Marketing-Maßnahmen beitragen.

1.3 Vorgehensweise

Zunächst wird aus einigen Teilbereichen des Social-Media-Marketings (Soziale Netzwerke, Messenger-Dienste, Media-Sharing-Plattformen) ein Kanal untersucht. Anschließend werden diese miteinander verglichen und auf beeinflussende Faktoren hin analysiert.

1.4 Forschungsfrage

„Wie wird der Erfolg bei der Nutzung von Marketing-Maßnahmen im Bereich des Social-Media-Marketings beeinflusst bzw. von welchen Faktoren ist dieser abhängig?“

2 Grundlagen

2.1 Online-Marketing

Online-Marketing ist ein weiträumiger Begriff, der verschiedene Marketing-Maßnahmen zusammenfasst. Oftmals wird der Begriff „Online-Marketing“ gleichgesetzt mit dem Begriff der „Internetwerbung“. Dies ist jedoch nicht ganz korrekt, da es sich vielmehr um eine einzelne Strategie handelt. Früher wurde mit den ersten Werbebannern das jüngste Online-Marketing betrieben, welches heutzutage von einfachen Logos bis hin zu aufwendigen Videos geht und nicht mehr wegzudenken ist. In den folgenden Unterkapiteln werden einige Marketing-Maßnahmen kurz erläutert.[1]

2.1.1 Affiliate Marketing

Bei Affiliate-Marketing wird über mehrere Werbepartner (engl. Affiliates) die eigene Werbung vertrieben. Die Affiliates platzieren bspw. Banner auf ihren eigenen Websites und erhalten dadurch eine Art Provision vom Marketingbetreiber, welche an den Erfolg der geschalteten Werbung gekoppelt ist. Hierbei wird meist unter folgenden Provisionsformen unterschieden:

- Klickrate – „Kunde hat Banner angeklickt“
- Kundenkontakt – „Kunde begibt sich auf weiterführenden Website“
- Verkauf – „Kunde hat tatsächlich auch einen Kauf getätigt“[2]

2.1.2 Corporate Website

Die Website, also der unternehmerische Internetauftritt, stellt eine der wichtigsten Marketing-Maßnahmen im Online-Marketing dar. Über die Website hat man oftmals auch Zugriff zu weiteren Medien, wie bspw. eine unternehmenseigene Facebook-Seite oder Instagram-Account, die Möglichkeit zur Anmeldung an einen Newsletter und vieles mehr. Hierdurch bietet diese Marketing-Maßnahme eine enorme Reichweite.[3]

2.1.3 Suchmaschinenmarketing (SEM)

Das Suchmaschinenmarketing befasst sich mit Maßnahmen zur Gewinnung von Kunden bzw. deren Besuche auf Websites. Dabei wird zwischen Maßnahmen im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) unterschieden.[4]

SEO – Search Engine Optimization

Die Suchmaschinenoptimierung umfasst Maßnahmen, welche vorgenommen werden, um eine bessere Platzierung der eigenen Website in den Suchmaschinenergebnissen zu erhalten. Dabei wird nicht Geld bezahlt, um „Position X“ zu erreichen, sondern es werden verschiedene Optimierungen durchgeführt, um die Auffindbarkeit der eigenen Website zu steigern. Diese Optimierungen wiederum können Kosten verursachen, wodurch SEO nicht zwangsläufig kostenfrei ist.[5]

SEA – Search Engine Advertising

Die Suchmaschinen-Werbung befasst sich mit kostenverbundenen Maßnahmen, welche dazu führen sollen, dass bei der Eingabe bestimmter Suchbegriffe die eigene Werbung auf den ersten Ergebnisseiten angezeigt wird.[6]

2.1.4 Content-Marketing

Das Content-Marketing hat zum Ziel, bestehende Kunden weiterhin an sich zu binden und neue Kunden für sich zu gewinnen. Um dies umzusetzen, beschäftigt sich das Content-Marketing damit, marktfähige Inhalte (engl. Content) zu vermarkten (engl. Marketing). Diese medialen Inhalte können dabei von Interviews über Whitepapers bis hin zu Blogs oder weiteren Medien reichen.[7]

2.1.5 Display Advertising

Das Display Advertising ist eine der wichtigsten und gängigsten Strategien im Online Marketing. Oft sieht man es als Werbebanner auf einer Website, aber manchmal sogar auch als eingeblendetes Video. Da diese Werbeanzeigen durch Nutzerdaten kundenspezifisch zugeschnitten werden können, ist diese Art des Werbemediums auch so wichtig und erfolgreich im Marketing.[8]

2.1.6 E-Mail-Marketing

Dieses Werbemedium beschäftigt sich mit dem Versand von Werbung in Form von Werbe-E-Mails. Im Vergleich zu Werbung, welche per Postversand übermittelt wird, ist der elektronische Versand von Werbe-E-Mails nahezu kostenfrei. Daher wird dieses Werbemedium von Unternehmen gerne und häufig genutzt. Es gibt jedoch auch verschiedene Hürden in diesem Bereich, welche die Verwendung dieses Werbemediums erschweren. Bspw. gibt es Gesetze, die die Nutzung von Werbe-E-Mails einschränken. Diese Gesetze geben unter Anderem bestimmte Pflichtangaben in den E-Mails vor. Eine andere Hürde bilden die sogenannten „Spamfilter“. Diese Filter sortieren unerwünschte E-Mails aus. Leider passiert es dabei häufig, dass auch erwünschte E-Mails fälschlicherweise aussortiert werden und daher nicht vom Empfänger wahrgenommen werden.[9]

2.1.7 Social-Media-Marketing

Der Begriff „Social-Media-Marketing“ beschäftigt sich mit dem Marketing im Bereich der sozialen Netzwerke sowie in den Bereichen Media-Sharing-Plattformen, Messenger-Diensten, Blogs, Online-Foren und Online-Communities. Soziale Medien werden weltweit genutzt, wodurch sie eine enorme Wichtigkeit für Unternehmen besitzen. Die verschiedenen Kanäle, wie Facebook, Instagram und Co. sollen den Nutzern unter anderem einen sozialen Informationsaustausch sowie eine virtuelle Zusammenarbeit bieten. Durch diese Möglichkeiten können positive wertschaffende aber durchaus auch negative wertvernichtende Inhalte geschaffen und verbreitet werden. Hier sind die Unternehmen selbst gefragt, die Medien in die für das Unternehmen richtige Richtung zu leiten.[10]

2.1.7.1 Soziale Netzwerke

Ein soziales Netzwerk ist eine Online-Plattform, über welche Benutzer unter anderem miteinander kommunizieren können. Es können bspw. Inhalte, Informationen, Fotos sowie Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Die Benutzer von sozialen Netzwerken haben meist ein persönliches Profil mit verschiedenen Angaben, dessen öffentliche Sichtbarkeit in der Regel von den Benutzern selbst beschränkt werden kann. Unternehmen hingegen besitzen meist kein persönliches Profil, sondern vielmehr eine Seite, auf welcher Informationen für interessierte Benutzer bereitgestellt werden können. Ein sehr wichtiger Aspekt in sozialen Netzwerken ist die Möglichkeit, Nachrichten versenden zu können. Hierdurch wird eine direkte und zeitnahe Kommunikation ermöglicht. Beispiele: Facebook, Pinterest.[11]

2.1.7.2 Messenger-Dienste

Messenger-Dienste spielen eine wichtige Rolle in den sozialen Medien, da hierüber eine direkte Kommunikation stattfinden kann. Seien es Einzelpersonen untereinander oder auch die Kommunikation zwischen Einzelpersonen und Unternehmen. Hierdurch können bspw. Einzelpersonen die Unternehmen direkt ansprechen und Unternehmen wiederum können auf die Fragen einzelner Personen eingehen. Dadurch wird dem Nutzer Nähe vermittelt, da seine konkreten Bedürfnisse angehört bzw. gelesen werden und darauf reagiert wird. Es gibt verschiedene Arten von Messenger-Diensten. Der Facebook-Messenger bspw. ist mit dem gleichnamigen sozialen Netzwerk gekoppelt und wird auf verschiedenen Endgeräten verwendet. WhatsApp hingegen wird fast ausschließlich auf Smartphones verwendet. Beispiele: Facebook-Messenger, WhatsApp, Snapchat.[12]

2.1.7.3 Media-Sharing-Plattformen

Media-Sharing-Plattformen sind Plattformen oder auch Kanäle, welche es ermöglichen, verschiedenste Inhalte wie z.B. Fotos, Videos, Links, Textnachrichten, Dokumente und mehr zu teilen und so anderen Nutzern zugänglich zu machen. Manche dieser Plattformen leben sogar nur davon, dass Inhalte auf ihnen geteilt werden, wie bspw. YouTube (Videos). Bei Media-Sharing-Plattformen gilt es zwei Arten zu unterscheiden:

Von Unternehmen veröffentlichte Inhalte

Die Unternehmen können auf verschiedenen Media-Sharing-Plattformen ihre Informationen, wie Angebote, spezielle Aktionen, Werbung und vieles Mehr für die Öffentlichkeit zugänglich machen, um bspw. Kunden zu werben.

In Bezug auf Unternehmen veröffentlichte Inhalte

Nutzer, welche mit dem Unternehmen selbst gar nicht in Verbindung stehen, können dennoch informative Inhalte, wie z.B. Produktbewertungen, Werbung für gute Angebote aber auch Hinweise auf Mängel oder Fehler veröffentlichen. Dadurch stehen Unternehmen auch oftmals unter dem öffentlichen Druck, jedoch haben sie auch die Chance, kostenlose Werbung zu erhalten.

Beispiele: Instagram, YouTube[13]

2.1.7.4 Blogs

Der Begriff „Blog“ setzt sich aus den beiden Wörtern Web (Internet) und Log (Buch) zusammen und bedeutet so viel wie „Internet-Tagebuch“. Über einfach zu bedienende Software wird es ermöglicht, auch unerfahrenen Bloggern einen eigenen Blog zu erstellen und diesen auch selbst zu betreiben. Einen Blog kann man sich als Website vorstellen, welche von einer oder mehreren Personen betrieben werden kann. Auf dieser Plattform kann dann über die unterschiedlichsten Themen geschrieben und diskutiert werden. Auch Grafiken, Bilder und auch Videos werden hierbei gerne eingesetzt. Beispiele: Blogger, WordPress[14].

2.1.7.5 Online-Foren und -Communities

Ein Online-Forum bezeichnet einen Ort, an dem der Austausch und die Archivierung von Gedanken, Erfahrungen, Meinungen und mehr stattfindet. Die Kommunikation findet hierbei oft zeitversetzt statt, daher ist eine direkte Kommunikation in Echtzeit nicht oder nur schwer möglich. Ein Forum besteht aus einem oder mehreren Themen. Die Diskussionen zu diesen Themen bilden die sogenannten „Threads“. Hier können sich die Nutzer über das entsprechende Thema austauschen. Online-Communities unterscheiden sich oft dahingehend, dass die Beziehung der Nutzer untereinander meist intensiver gestaltet werden. So werden Themen gemeinsam bearbeitet und Inhalte gemeinsam generiert. Online-Foren und -Communities haben gemeinsam, dass die Interessengemeinschaft im Vordergrund steht, wohingegen bspw. der Fokus von sozialen Netzwerken mehr auf den demographischen Gegebenheiten der Nutzer liegt. Beispiele: Gutefrage.net (Hilfeforum), Chefkoch.de (Koch-Community).[15]

3 Analyse und Auswertung

3.1 Social-Media-Kanäle

3.1.1 Facebook

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Facebook-Schriftzug

Dass soziale Netzwerk Facebook ist das wohl bekannteste und weitverbreitetste soziale Netzwerk weltweit. Mit seinen insgesamt rund 2,23 Milliarden Benutzern besitzt es eine sehr hohe Reichweite.[16] In Deutschland sind monatlich 30 Millionen Nutzer aktiv, wobei 27 Millionen davon über mobiles Facebook zugreifen. Dies zeigt, dass die mobile Verfügbarkeit von Facebook eine enorme Wichtigkeit darstellt, da der Bedarf sehr groß ist. Nutzer können private Profile zu ihrer Person anlegen und neben diesen auch Gruppen gemeinsamer Interessen beitreten. Unternehmen hingegen können eigene Seiten (Fanpages) als zusätzlichen Onlineauftritt gestalten und so ihre potenziellen Kunden ansprechen. Auf sogenannten „Fanpages“ präsentieren sich Unternehmen neben ihrer Corporate Website und haben zum Ziel, möglichst viele Likes („Gefällt mir“) und somit Fans zu erhalten. Weitere wichtige „Call-to-Actions“ sind das Teilen von Inhalten oder das Teilen der Fanpage selbst, die Möglichkeit eines Abonnements der Beiträge sowie die Möglichkeit Freunde direkt zur Fanpage oder zum Liken der Fanpage einladen zu können. Um die Nutzerbindung herzustellen bzw. aufrecht zu erhalten, reicht es nicht aus, Nutzer nur als „Fan“ zu gewinnen. Oftmals werden Fanpages geliked und dennoch nicht mehr besucht, was jedoch nicht zwangsläufig an dem fehlenden Interesse der Nutzer liegt. Unternehmen müssen sich engagieren und regelmäßig Informationen auf ihren Seiten bereitstellen, damit eine Kommunikation am Laufen gehalten wird. Die Fan-Gewinnung ist dabei der erste Schritt, welcher für den Erfolg nötig ist:

- Schritt 1: Nutzerbindung: Besucher als Fan werben
- Schritt 2: Informieren: Beiträge/Informationen über Newsfeed bereitstellen
- Schritt 3: Engagement: Kommunikation über Inhalte der Beiträge
- Schritt 4: Virale Verbreitung: Inhalte der Beiträge oder die Fanpage selbst erreichen Freunde und ggf. die Freunde der Freunde (weitere Fans?)

Schritt zwei bezieht sich auf den Newsfeed, welcher aktuelle Inhalte der Abonnements beinhaltet. Damit der Nutzer aber nicht von unzähligen für ihn teils uninteressanten Beiträgen „erschlagen“ wird, hat Facebook einen Newsfeed-Algorithmus erstellt, welcher alle Beiträge filtert und nur die relevantesten anzeigt. So können Unternehmen ihre Reichweite steigern, ohne befürchten zu müssen, dass Nutzer sich durch zu viele unwichtige Beiträge belästigt oder gar überfordert fühlen. In diesen Algorithmus fließen folgende Faktoren mit ein:

- Affinität Die Beziehung zwischen Nutzer und Unternehmen wird bewertet. Umso gleichmäßiger die Kommunikation miteinander, desto höher die Affinität

- Engagement-Level Dieser Faktor bezieht sich auf die Interaktion des Nutzers. Es wird bewertet, wie oft Inhalte geliked, geteilt oder kommentiert wurden und wie bzw. ob die Freunde des Nutzers darauf reagieren.

- Zeit Bei dem Faktor Zeit geht es tatsächlich um die Zeitspanne, die zwischen der Erstellung eines Beitrages und dem letzten Log-in des Nutzers liegt. Je kürzer diese Zeitspanne ist, umso besser wirkt sich dies aus. [17]

Um das „Engagement-Level“ der Nutzer zu steigern, gibt es einige Maßnahmen, die dazu beitragen können:

- Fragen stellen: Nutzer fühlt sich angesprochen und antwortet ggf.
- Emotionen: besondere emotionale Momente mit der Öffentlichkeit teilen
- Persönliches berichten: Nutzer fühlen sich dadurch näher
- Video: führen automatisch zu viel Interaktion
- Mehrere Fotos: jedes angeklickte Foto ist eine Interaktion
- Visuelle Elemente: Videos > Bilder > ein Bild > Text > Link
- Vielfalt: unterschiedliche Beiträge sind nicht so eintönig
- Reaktion auf Kommentare: Nutzer fühlt sich wertgeschätzt[18]

Trotz guten Engagement der Unternehmen kommen oftmals nicht so viele Beiträge bei den Nutzern an, wie von den Unternehmen gewünscht, da diese vom Algorithmus aussortiert werden. Um dies möglichst zu verhindern, müssen Unternehmen die Geldbörse zücken und dafür bezahlen. Diese bezahlten Beiträge nennen sich „Sponsored Posts“. Hierdurch wird die Reichweite eines Beitrages erheblich beeinflusst. Damit für Beiträge aber möglichst nichts bezahlt werden muss und diese dennoch eine hohe Reichweite erlangen und den Algorithmus überdauern, können sich Unternehmen an folgenden Punkten orientieren:

- Kontakt: Nutzer wird zum Fan
- Inhalt: Inhalte sind auf Nutzer-Interessen ausgerichtet
- Kontext: Inhalte orientieren sich an Kontext
- Bequemlichkeit: Inhalte sind z.B. gut zu lesen, kurz und aussagekräftig[19]

3.1.2 WhatsApp

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: WhatsApp-Logo

Der Messenger-Dienst WhatsApp ist einer der wichtigsten Messenger-Diensten überhaupt. Da dieser im Gegensatz zu teuren zeichenbegrenzten SMS kostenlos ist, ersetzt dieser heute häufig die mobiltelefongebundenen Textnachrichten. WhatsApp selbst ist jedoch mittlerweile nicht mehr an App-fähige Smartphones gebunden, sondern kann seit Januar 2015 auch als browsergestützte Web-App verwendet werden.[20] Dies hat den Vorteil, dass man nicht mehr mit dem Mobiltelefon tippen muss, sondern die Tastatur des Computers hierfür benutzen kann. Dadurch können längere Texte in kürzerer Zeit geschrieben werden. Für Unternehmen bedeutet das, dass diese schneller und effizienter auf Kunden reagieren können. Dieser Messenger-Dienst kann aber nicht nur Texte übermitteln. Auch das Senden von verschiedenen Medien, wie Fotos, Videos, Audios und Dokumenten wird ermöglicht. Eine weitere Funktion ist die Möglichkeit Gruppen-Chats zu erstellen. Über solche Gruppen-Chats können die verschiedensten Diskussionen geführt werden. Aktuell gibt es sogar WhatsApp-Verkaufsgruppen. Diese Möglichkeit kann auch für Unternehmen interessant sein. Von dem sozialen Netzwerk Facebook ist es bekannt, dass man seinen Status mit der Öffentlichkeit oder auch nur mit Freunden teilen kann. Diese Funktion bietet auch WhatsApp in Form von Bildern, Fotos und Videos. Da WhatsApp fast in allen Altersgruppen genutzt wird, ist die Kommunikation über dieses Medium für Unternehmen sehr interessant. Hierdurch können Kunden direkt erreicht werden, in Form von Newslettern bis hin zu Kundenservice, Beratung oder sogar personalisierten Nachrichten. Dadurch kann das Gefühl von Nähe gegenüber dem Kunden bestärkt werden. Hierfür kann die separate App „WhatsApp Business“ eingesetzt werden, welche speziell für Unternehmen vorgesehen ist.[21]

Ein Möbelgeschäft nahe der Schweizergrenze verwendet bspw. WhatsApp, um den Kunden eine Reklamationsplattform anzubieten. Kunden können dabei Fotos von beschädigten Möbelstücken und eine Beschreibung der Reklamation sowie Kundendaten zur Zuordnung per WhatsApp senden. Anschließend kann das Anliegen rasch bearbeitet werden und alles Weitere, wie die Abholung der Ersatzware, wird dann per Post mit dem Kunden geregelt. Wichtig ist dabei, dass die Unternehmen die Richtlinien von WhatsApp einhalten. Diese besagen u.a., dass der Kunde den Erstkontakt herstellen muss, damit die Kommunikation nicht als kommerziell gilt und somit nicht gestattet wäre.

3.1.3 Instagram

Die Media-Sharing-Plattform Instagram gehört wie WhatsApp zu Facebook und zählt zu den bekanntesten Media-Sharing-Plattformen für das Teilen von Fotos und Videos. Um diese Plattform nutzen zu können, ist ein Social-Log-In vorgesehen. Man kann sich also bspw. über seinen Facebook-Log-In Zugang verschaffen. Nutzer können dann einzelne Fotos oder auch ganze „Stories“ auf Instagram hochladen und mit der „Welt“ teilen. Auch Unternehmen nutzen Instagram, sowohl aktiv als auch passiv. Was aber bedeutet eine passive Nutzung? Unternehmen bezahlen bspw. andere Nutzer, damit diese dann mit den Unternehmensprodukten auf Fotos posieren und somit Werbung machen. Diese Nutzer nennt man „Influencer“. Diese werden aber nicht immer direkt bezahlt. Häufig ist es auch so geregelt, dass die Influencer die Produkte für sich behalten dürfen, für welche sie Werbung machen sollen. Je bekannter ein Influencer ist, desto höher die Reichweite und die Akzeptanz des Produktes. Je nachdem greift sogar eine Art Vorbildfunktion: „Wenn meinem Idol diese Handtasche gefällt, dann gefällt sie mir auch und möchte sie haben“. Es wird aber nicht nur mit Produkten posiert. Es gibt auch das sogenannte „Flat-Lay-Konzept“ bei dem mehrere Produkte flach ausgelegt und fotografiert werden. Wichtig dabei und auch bei allen anderen Arten von Fotos ist es, dass diese sehr ansprechend und positiv gestaltet sind. Daher werden oft Filter zum Verschönern der Fotos eingesetzt. Häufig werden für die Hintergründe auch besonders schöne Locations ausgewählt, damit die Fotos insgesamt sehr ästhetisch sind. Ein Schwerpunkt von Instagram liegt bei der Nutzung des allgemeinen Newsfeeds. Hier werden alle Inhalte derer Nutzer angezeigt, welchen man folgt. Die Anzeigereihenfolge der Inhalte ist dabei nach dem Instagram-Algorithmus sortiert. Je nach Aktivität der Nutzer, denen gefolgt wird, werden deren Inhalte mit einer höheren Priorität behandelt. Umso aktiver also ein Nutzer ist, desto wahrscheinlicher bzw. häufiger werden die Inhalte im Newsfeed der Follower (Nutzer, welche einem anderen Nutzer folgen) angezeigt.[22]

[...]


[1] Vgl. Lammenett 2017, S.42

[2] Vgl. Kreutzer 2016, S.86, Vgl. Lammenett 2017, S.43

[3] Vgl. Kreutzer 2016, S.58

[4] Vgl. Lammenett 2017, S.39

[5] Vgl. Kreutzer 2016, S.90

[6] Vgl. Kreutzer 2016, S.79

[7] Vgl. Alpar 2015, S.317

[8] Vgl. Kamps 2018, S.88

[9] Vgl. Lammenett 2017, S.44

[10] Vgl. Kreutzer 2018, S.1

[11] Vgl. Kreutzer 2018, S.61

[12] Vgl. Kreutzer 2018, S.121

[13] Vgl. Kreutzer 2018, S.102

[14] Vgl. Lammenett 2017, S.371, Vgl. Kreutzer 2018, S.34

[15] Vgl. Kreutzer 2018, S.134

[16] Vgl. Statista 2018a

[17] Vgl. Kreutzer 2018, S.66

[18] Vgl. Kreutzer 2018, S.71

[19] Vgl. Kreutzer 2018, S.72

[20] Vgl. ntv 2015

[21] Vgl. Kreutzer 2018, S.123

[22] Vgl. Kreutzer 2018, S.110

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Erfolgsfaktoren bei der Nutzung von Social Media im Online Marketing
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn
Autor
Jahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V445542
ISBN (eBook)
9783668831056
ISBN (Buch)
9783668831063
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erfolgsfaktoren, nutzung, social, media, online, marketing
Arbeit zitieren
Ramona Bockstaller (Autor), 2018, Erfolgsfaktoren bei der Nutzung von Social Media im Online Marketing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445542

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