Betrachtung zweier ausgewählter Historischer Spielfilme der NS-Zeit und deren Propaganda im Bezug auf politische Realität und Gegebenheiten während des NS-Regimes


Hausarbeit, 2005
14 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Kurze Beschreibung der Filme / Inhaltsangabe
2.1 Der alte und der junge König
2.2 Der große König

3. Bezüge zur politischen Gegenwart des „Dritten Reiches“
3.1 Der alte und der junge König
3.2 Der große König

4. Resümee

5. Literaturverzeichnis
5.1 sonstige Quellen

1. Einleitung

Ich werde mich in dieser Arbeit mit Spielfilmen aus der Zeit des Nationalsozialismus befassen, welche sich in ihrem Inhalt mit historischen Begebenheiten auseinandersetzen und hierbei vornehmlich Bezug auf den Themenkomplex Preußen nehmen. Das Preußenthema gehört zu den beliebtesten filmischen Umsetzungen seit Beginn der Kinofilmproduktion in Deutschland. Schon zu Zeiten der Weimarer Republik entstand eine Vielzahl von Werken, deren namhaftesten unter Anderem „Das Flötenkonzert von Sanssouci“, „Der Alte Fritz“ Teil 1 und 2 sowie die die vierteilige „Fridericus Rex“ Reihe waren. Nach der Machtergreifung Hitlers nahm die Produktion von Filmen mit dem Preußenthema, aufgrund staatlicher Regulierung, ab. Dennoch blieb es ein weiterhin beliebtes Thema des deutschen Kinos, wobei die charismatische Rolle des „alten Fritz“, sowohl in der Weimarer Republik als auch später im NS – Staat, beinahe immer von Otto Gebühr gespielt wurde, der mit der Zeit zum Sinnbild der Darstellung des großen Preußenkönigs avancierte. Ziel der Arbeit wird das Offenlegen nationalsozialistischer Propaganda sein, die sich im Verfilmen historischer Stoffe insofern äußert, dass sie Parallelen zwischen vergangen historischen Ereignissen und dem Handeln großer Personen und aktuellen politischen Gegebenheiten der Zeit des dritten Reiches zu ziehen versucht. Zum einen um Handeln zu rechtfertigen, oder aber um zum Beispiel den Führer mit den vorangegangenen großen deutschen Staatsmännern in einer legitimierten Linie darzustellen.

2. Kurze Beschreibung der Filme / Inhaltsangabe

Zum besseren Verständnis jener Filme, auf die ich näher eingehen werde, sollen diese im Folgenden noch einmal inklusive einer Inhaltsangabe beschrieben werden. Um dieses vollziehen zu können werde ich mich maßgeblich orientieren an Band 6 von „Filmprogramme“ (Mertens, Eberhard / 1981: ohne Seitenangabe)

2.1 Der alte und der junge König

„Der alte und der junge König“ wurde am 29.01.1935 uraufgeführt in Stuttgart und beschreibt im allgemeinen den Vater – Sohn Konflikt zwischen dem „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. und dessen Sohn Friedrich II., welcher später als „Friedrich der Große“ beziehungsweise „der alte Fritz“ bekannt wurde. Der Film bezieht sich auf das Zerwürfnis zwischen Vater und Sohn weil der Thronfolger seinen Pflichten nicht nachkommen will und sich lieber den schönen Künsten und dem Glücksspiel widmet. Sein Vater ist natürlich bestrebt ihn zu einem hart arbeitenden und pflichtbewussten Nachfolger auszubilden, woraus sich entsprechende Spannungen ergeben, welche darin resultieren, dass Friedrich zusammen mit seinem Freund Katte, einem Leutnant der Armee, versucht nach England zu fliehen. Der Plan scheitert und Friedrich wird auf Festungshaft gesetzt, während sein Freund hingerichtet wird auf Befehl des Königs. Die ist der Wendepunkt im Leben des jungen Prinzen obwohl der Bruch zwischen Vater und Sohn endgültig zu sein scheint und Jahre ins Land gehen. Schließlich liegt der alte König im Sterben und sein Sohn söhnt sich mit ihm am Totenbett aus, woraufhin auch der Vater dem Sohn vergibt und ihm die Herrschaft über Preußen beruhigt anvertraut da dieser sich in der Zwischenzeit zu einem Pflichtbewussten Mann entwickelt hat.

2.2 Der große König

Dieser Film von Veit Harlan, der unter anderem auch „Jud Süss“ gedreht hatte, wurde am 03.03.1942 in Berlin uraufgeführt und schildert einige der wichtigsten Schlachten des „alten Fritz“, die maßgeblich zu seinem Beinamen „der Große“ beitrugen. Er beginnt mit der furchtbaren Niederlage, gewissermaßen einem Schlüsselerlebnis im Film, der verlorenen Schlacht bei Kunersdorf bei der über die Hälfte der preußischen Truppen verloren ging. Der König, unter dem Schock der Niederlage, legt den Oberbefehl in die Hände des Grafen Fink und glaubt den Kampf Preußens für verloren, während ihn auch all seine Generäle auf eine Kapitulation drängen. Der König indes fasst sich wieder, nimmt den Oberbefehl wieder an sich und fordert die Wiederaufnahme des Kampfes mit allen verbliebenen Mitteln um Berlin zu retten. Das Regiment Bernburg, dem im weiteren Verlauf noch eine Schlüsselposition zukommen wird, bestraft er hart indem er die Fahne des Regiments streichen lässt und alle Angehörigen der Einheit ihre Tressen und Kokarden ablegen müssen. Diese Disziplinarmaßnahme resultiert aus dem Fliehen des Regiments bei Kunersdorf.

Der König lässt also die Truppe in aller Eile nach Berlin bzw. Torgau verlegen um dort die Österreichischen Besatzer zu schlagen. Beinahe visionär entwirft er den Plan für die bevorstehende Schlacht und gewinnt diese. Ein weiteres wichtiges Element ist erneut das Regiment Bernburg, jetzt „Todesregiment“ genannt, welches durch eigenmächtiges Handeln eines seiner Führer, des Feldwebels Treskow, die Schlacht zugunsten Preußens entscheidet. Als Konsequenz seines Handelns wird der entsprechende Feldwebel zwar zum Offizier befördert, aber auch zur Strafe drei Tage ans Rad gebunden. Treskow will deswegen desertieren, entscheidet sich aber später aber dagegen und fällt in der nächsten Schlacht um den nächsten großen Sieg. Abschließend kehrt der König noch einmal nach Kunersdorf, der Stätte seiner Niederlage, zurück und sieht wie das zerstörte Gebiet in einem Bild des Neubeginns wieder aufgebaut wird und neues Leben Einzug hält.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Betrachtung zweier ausgewählter Historischer Spielfilme der NS-Zeit und deren Propaganda im Bezug auf politische Realität und Gegebenheiten während des NS-Regimes
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Historiker im Nationalsozialismus
Note
2,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V44555
ISBN (eBook)
9783638421300
ISBN (Buch)
9783640552498
Dateigröße
449 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betrachtung, Historischer, Spielfilme, NS-Zeit, Propaganda, Bezug, Realität, Gegebenheiten, NS-Regimes, Historiker, Nationalsozialismus
Arbeit zitieren
Thomas Marx (Autor), 2005, Betrachtung zweier ausgewählter Historischer Spielfilme der NS-Zeit und deren Propaganda im Bezug auf politische Realität und Gegebenheiten während des NS-Regimes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44555

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