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Der Einsatz von Sozialformen im Fremdsprachenunterricht und seine Auswirkungen auf die Lernermotivation

Titel: Der Einsatz von Sozialformen im Fremdsprachenunterricht und seine Auswirkungen auf die Lernermotivation

Hausarbeit , 2016 , 72 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Melanie Jankrift (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Konkret soll die Frage beantwortet werden, wie sich welche Sozialformen auf die Motivation der Fremdsprachenlerner auswirkt, und, ob die Motivation gezielt mit bestimmten Modifikationen der Sozialformen gesteigert werden kann.

Die Frage, wie Lerninhalte im Fremdsprachenunterricht (FSU) am besten vermittelt werden können, damit die LernerInnen sich dieses Wissen aneignen, beschäftigt seit jeher die Fremdsprachendidaktik und auch die Zweit- und Fremdsprachenerwerbsforschung. Ein Faktor, der beim Erlernen einer Fremdsprache eine besonders große Bedeutung spielt, ist die Motivation (MV) des Lernenden (der Begriff Lernende wird nachfolgend geschlechtsneutral verwendet), die unter anderem für „Fortschritte und Erfolg beim Fremdsprachenlernen“ (Riemer 2010) verantwortlich ist. Mit einer erhöhten MV geht also ein erhöhter Lernerfolg einher. Wie erreicht man jedoch eine möglichst hohe MV beim Lerner? Pauschalisierend könnte man annehmen, dass guter FSU die Lerner motiviert, was aber die Frage nach der Feststellbarkeit guten Unterrichts aufwirft. In diesem Zusammenhang tritt häufig der Ausdruck der „Methodenvielfalt“ auf, die „als Qualitätsmerkmal guten Unterrichts angeführt [wird]“ (Götze et al. 2005), welche wiederum oft mit einem vielseitigen Einsatz von Sozialformen (SF) einhergeht (ebd.). Durch diese Berührungspunkte von MV und SF erscheint eine Betrachtung ihrer wechselseitigen Beziehung sinnvoll, welche in dieser Arbeit erörtert werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie hängen Sozialform und Schülermotivation zusammen?

2.1. Sozialformen

2.2. Motivation

2.3. Zusammenhänge zwischen Sozialform und Motivation

2.4. Sinnvolle Sozialformen für eine höhere Motivation (Fazit)

3. Analyse des Lerntagebuchs

3.1. Sozialformen und ihre Auswirkungen auf die Motivation am konkreten Beispiel

3.2. Mögliche Verbesserungen des Unterrichts

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die wechselseitige Beziehung zwischen verschiedenen Sozialformen (SF) im Fremdsprachenunterricht (FSU) und deren Auswirkungen auf die Lernermotivation (MV). Ziel ist es, zu analysieren, wie sich unterschiedliche Sozialformen auf die Motivation von Fremdsprachenlernern auswirken und ob durch gezielte Modifikationen der Sozialformen eine Motivationssteigerung erreicht werden kann, wobei ergänzend eine Analyse eines persönlichen Lerntagebuchs vorgenommen wird.

  • Grundlagen der verschiedenen Sozialformen (Frontalunterricht, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit)
  • Theoretische Einordnung von Lernermotivation (intrinsisch/extrinsisch)
  • Untersuchung der motivationalen Effekte spezifischer Sozialformen
  • Analyse der subjektiven Motivationsentwicklung anhand eines Lerntagebuchs
  • Ableitung von Empfehlungen für einen motivierenden Unterrichtseinsatz von Sozialformen

Auszug aus dem Buch

Frontalunterricht

Der FU in seiner ursprünglichen Form ist eine SF, bei der der Lehrende (der Begriff Lehrender wird nachfolgend geschlechtsneutral verwendet) unter eventueller Zuhilfenahme von diversen Medien spricht und die Lernenden die Inhalte passiv aufnehmen. Letztere richten ihre Aufmerksamkeit optimalerweise auf den Sprechenden (Daniel 2009: 10). Gudjons trennt zwei Arten des FU: den „traditionellen Frontalunterricht“ (Gudjons 2011: 24), der der oben genannten Definition entspricht, und den „integrierten Frontalunterricht[…]“ (ebd.: 24), bei dem es zwar vortragsähnliche Phasen seitens des Lehrenden gibt, diese sich jedoch zunehmend verringern und die Aktivität der Lernenden langsam zunimmt: von der „Eigen-tätigkeit […] über die Selbstverantwortung […] bis zur Selbststeuerung“ (ebd.: 24). Auch Schwerdtfeger sieht diese beiden Varianten des FU, fügt jedoch eine dritte hinzu, bei der alle Lernenden gemeinsam mit dem Lehrenden an der Lösungsfindung für ein Problem arbeiten: die „Großgruppenarbeit“ (Schwerdtfeger 2007: 249). Ganser bezeichnet diese Art der Zusammenarbeit als „Klassenunterricht“ (Ganser 2005: 80). Eine Dreiteilung der SF des FU nehmen auch Kunter und Trautwein vor. Sie differenzieren zwischen dem „Lehrervortrag“, dem „fragend-entwickelnden Unterrichtsgespräch“ und der „direkten Instruktion“ (Kunter; Trautwein 2013: 112, 114, 117). Ersteres meint einen monologisierenden Lehrenden, dem die Lernenden passiv zuhören. Unter dem zweiten Terminus versteht man den Lehrenden als eine Art Moderator, der das Unterrichtsgespräch zwischen den Lernenden steuert, bis ein Sachverhalt erschlossen ist. Die direkte Instruktion ist dem fragend-entwickelnden Unterrichtsgespräch sehr ähnlich, wobei den Lernenden weniger Freiräume gewährt werden und der Lehrende eine aktivere Rolle besitzt (ebd.: 114f, 117). Was alle Formen des FU gemeinsam haben, ist die zentrale Rolle des Lehrenden, da dieser den Unterricht maßgeblich gestaltet. Der FU eignet sich besonders für die Faktenvermittlung (Wegner et al. 2007: 9; Daniel 2009: 10; Gudjons 2011: 53; Harter et al. 2009: 2), für den Themeneinstieg (Gudjons 2011: 53), zur Vorbereitung einer Übungsphase (ebd.: 53; Kunter; Trautwein 2013: 117), für das Zusammenfassen von Inhalten (Kunter; Trautwein 2013: 117) und für Präsentationen (Tulodziecki et al. 2009: 282; Schwerdtfeger 2007: 250f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Lernermotivation im Fremdsprachenunterricht ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses von Sozialformen auf diese Motivation.

2. Wie hängen Sozialform und Schülermotivation zusammen?: Hier werden die theoretischen Hintergründe zu Sozialformen sowie zur Motivation dargelegt und deren wechselseitige Zusammenhänge unter Einbeziehung verschiedener Studien erörtert.

3. Analyse des Lerntagebuchs: Dieser Teil befasst sich mit der quantitativen und qualitativen Auswertung eines Lerntagebuchs aus einem Türkisch-Anfängerkurs, um die Auswirkungen von Sozialformen auf die eigene Motivation zu untersuchen und Verbesserungsvorschläge abzuleiten.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Komplexität der Motivation und stellt fest, dass ein ausgewogener, gut durchdachter Einsatz von Sozialformen entscheidend für einen motivierenden Unterricht ist.

Schlüsselwörter

Fremdsprachenunterricht, Lernermotivation, Sozialformen, Frontalunterricht, Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Kooperatives Lernen, Unterrichtsmethoden, Lernerautonomie, Sprachlernerfolg, Lehrerzentrierung, Lerntagebuch, Motivationssteigerung, Fremdsprachendidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Unterrichts-Sozialformen und der Motivation der Lernenden im Fremdsprachenunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Definition und Einordnung von Sozialformen, psychologische Aspekte der Lernermotivation sowie deren Korrelation im schulischen bzw. universitären Sprachlernkontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte beantworten, wie sich verschiedene Sozialformen auf die Motivation von Fremdsprachenlernern auswirken und ob diese gezielt durch Modifikationen der Sozialformen gesteigert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Neben einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche wird eine empirische Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung eines persönlichen Lerntagebuchs aus einem Türkisch-Anfängerkurs basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen zu Sozialformen und Motivation erarbeitet, gefolgt von einer detaillierten Analyse des Lerntagebuchs, in der konkrete Beispiele für den Einsatz von Sozialformen und die subjektiv empfundene Motivation bewertet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fremdsprachenunterricht, Lernermotivation, Sozialformen (wie Frontal-, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit), Lernerautonomie und Unterrichtsmethodik.

Wie beeinflusst der Frontalunterricht die Lernermotivation laut der Autorin?

Obwohl der Frontalunterricht oft als lehrerzentriert und potenziell demotivierend wahrgenommen wird, betont die Autorin, dass er nicht per se demotivierend ist, sondern die Art der Umsetzung, insbesondere das Maß an Monotonie und Wiederholung, entscheidend für die Wirkung auf die Lernenden ist.

Welche Verbesserungsvorschläge leitet die Autorin für den Unterricht ab?

Sie empfiehlt eine größere Methodenvielfalt, die Vermeidung monotoner Abläufe, einen stärkeren Realitätsbezug, die Förderung von Lernerautonomie und eine gründliche Vorbereitung durch eine kompetente Lehrkraft.

Ende der Leseprobe aus 72 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einsatz von Sozialformen im Fremdsprachenunterricht und seine Auswirkungen auf die Lernermotivation
Hochschule
Universität Bielefeld  (Deutsch als Fremd- und Zweitsprache)
Veranstaltung
Modul Sprachpraxis für Bildungsinländer
Note
1,0
Autor
Melanie Jankrift (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
72
Katalognummer
V445560
ISBN (eBook)
9783668820739
ISBN (Buch)
9783668820746
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialformen DaF-Unterricht Lernermotivation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Jankrift (Autor:in), 2016, Der Einsatz von Sozialformen im Fremdsprachenunterricht und seine Auswirkungen auf die Lernermotivation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445560
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Leseprobe aus  72  Seiten
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