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Wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der Termini "silbenzählend" und "akzentzählend"

Titel: Wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der Termini "silbenzählend" und "akzentzählend"

Hausarbeit , 2017 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Melanie Jankrift (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der Termini silben- und akzentzählend soll hier dargestellt werden, um zu zeigen, dass die einstige Dichotomie kritisch betrachtet werden muss, um neue, messbare Ansätze in ihrer Entwicklung voranzutreiben. Denn eine nicht messbare, auf sprachlicher Intuition basierende Hypothese sollte allenfalls einen zu reformierenden Ansatz und keine Grundlage linguistischer Forschung darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Isochronie-Hypothese

3. Wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der Termini silbenzählend und akzentzählend nach Bertinetto 1989

3.1. Reaktionen auf die Plausibilitätsproblemtaik der Isochronie-Hypothese

3.2. Zusammenfassung

4. Kontrollierende und kompensierende Sprachen

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der klassischen rhythmischen Dichotomie von silbenzählenden und akzentzählenden Sprachen. Ziel ist es, die Problematik der Isochronie-Hypothese aufzuzeigen, verschiedene Kategorisierungsansätze nach Bertinetto zu analysieren und ein zeitgemäßes Modell der „Kontrolle vs. Kompensation“ zu evaluieren, das den Rhythmus natürlicher Sprachen präziser erfassen soll.

  • Historische Betrachtung der Isochronie-Hypothese und ihrer methodischen Grenzen
  • Kategorisierung linguistischer Forschungsansätze im Umgang mit dem Isochronie-Paradoxon
  • Kritische Würdigung der Dichotomie silbenzählend vs. akzentzählend
  • Einführung und Erläuterung des Modells kontrollierender und kompensierender Sprachen
  • Methodische Anwendung des Control/Compensation Index (CCI) zur Rhythmusanalyse

Auszug aus dem Buch

3. Wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der Termini silbenzählend und akzentzählend nach Bertinetto 1989

Seit den ersten theoretischen Isochronie-Ansätzen sind nun schon mehr als 100 Jahre vergangen, ohne dass die Hypothese zufriedenstellend bestätigt werden konnte. Die sprachliche Intuition, dass der Rhythmus einiger Sprachen von dem anderer abweicht hatte nun auch einen Namen in der linguistischen Theorie, an dem festgehalten wurde. In dieser Zeit wurde immer wieder und auf die unterschiedlichste Art und Weise versucht die Theorie belegen. Bertinetto fasst sie in sieben Kategorien zusammen, welche nachfolgend dargelegt werden sollen.

3.1. Reaktionen auf die Plausibilitätsproblemtaik der Isochronie-Hypothese

Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass er keinen Autor grundsätzlich zu einer der Kategorien zuordnet, sondern lediglich die Tendenz der jeweiligen Arbeiten betrachtet, was zur Folge hat, dass manche Autoren in mehreren Kategorien auftauchen können. Dies ist durchaus angebracht, da sich der linguistische Standpunkt von Autoren im Laufe der Zeit verändern kann und somit nicht jede Arbeit desselben Autors gleich mit anderen Forschungstheorien und -ansätzen – in diesem Fall der Isochronie-Hypothese – umgeht. Außerdem sind die beispielhaften Forschungsergebnisse und -beschreibungen sehr vereinfacht und kurz dargestellt, da nur der jeweils relevante Teil, nämlich der Bezug zur Isochronie-Hypothese, aufgegriffen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Isochronie-Hypothese und begründet die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit der klassischen Dichotomie des Sprachrhythmus.

2. Die Isochronie-Hypothese: Dieses Kapitel definiert die zentralen Annahmen der Isochronie-Hypothese nach Pike und Abercrombie sowie die Zuordnung von Sprachen zu akzent- oder silbenzählenden Rhythmustypen.

3. Wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der Termini silbenzählend und akzentzählend nach Bertinetto 1989: Hier werden sieben Kategorien linguistischer Forschungsansätze dargelegt, die sich mit der methodischen Problematik der Isochronie auseinandersetzen, und die Ergebnisse zusammenfassend bewertet.

4. Kontrollierende und kompensierende Sprachen: Das Kapitel stellt ein alternatives Modell vor, das auf der „Kontrolle vs. Kompensation“-Hypothese basiert und mittels eines Algorithmus den Rhythmus natürlicher Sprachen als Kontinuum abbildet.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die wissenschaftliche Bedeutung der Isochronie-Hypothese als historische Grundlage und befürwortet den Fortschritt durch das neue Modell von Bertinetto und Bertini.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Sprachrhythmus, Isochronie-Hypothese, silbenzählend, akzentzählend, Bertinetto, Kontrollierende Sprachen, Kompensierende Sprachen, Phonetik, Phonologie, Sprachvergleich, Längenkompensation, PVI-Algorithmus, Prosodie, Sprachanalyse, Artikulationsdauer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Konzepte „silbenzählend“ und „akzentzählend“ und analysiert kritisch die klassische Isochronie-Hypothese in der Linguistik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Sprachrhythmus, die Problematik der Messbarkeit von Isochronie und die Einführung eines modernen, auf einem Kontinuum basierenden Modells.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die klassische Dichotomie des Rhythmus unzureichend ist und durch messbare, skalare Modelle ersetzt werden sollte, um der sprachlichen Realität gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine wissenschaftshistorische Aufarbeitung von Forschungspositionen vorgenommen sowie die methodische Funktionsweise des Control/Compensation Index (CCI) zur quantitativen Analyse analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung verschiedener Autoren-Kategorien nach Bertinetto und die detaillierte Vorstellung des Modells der kontrollierenden und kompensierenden Sprachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sprachrhythmus, Isochronie-Hypothese, Kontrollierende Sprachen, Kompensierende Sprachen, PVI-Algorithmus und Prosodie.

Warum ist die klassische Isochronie-Hypothese laut der Autorin problematisch?

Sie ist problematisch, da die Hypothese signalphonetisch nicht streng nachweisbar ist und die Dichotomie der Sprachtypen oft nicht die empirische Realität widerspiegelt.

Wie unterscheidet sich das Modell der „Kontrolle vs. Kompensation“ von der alten Hypothese?

Anstatt starr zwischen zwei Typen zu unterscheiden, betrachtet das neue Modell Sprachen auf einem Kontinuum, wobei Längen von Vokalen und Konsonanten in Relation zur Segmentanzahl gesetzt werden.

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Details

Titel
Wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der Termini "silbenzählend" und "akzentzählend"
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Sprachwissenschaft)
Veranstaltung
Phonetik und Phonologie
Note
1,0
Autor
Melanie Jankrift (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V445631
ISBN (eBook)
9783668820852
ISBN (Buch)
9783668820869
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Phonetik Phonologie Wissenschaftgeschichte Isochronie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Jankrift (Autor:in), 2017, Wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der Termini "silbenzählend" und "akzentzählend", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445631
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Leseprobe aus  16  Seiten
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