Der Autor der Seminararbeit ist in seiner 15-jährigen Tätigkeit als Krankenpfleger auf der Intensivstation immer wieder mit dem Wunsch zu sterben konfrontiert worden.
Im Rahmen dieser Arbeit sollen grundlegende ethische Aspekte der ärztlichen Beihilfe zur Selbsttötung betrachtet und vor allem die Frage beantwortet werden in wessen Hand es liegt über das Leben des Patienten zu entscheiden und ob es Aufgabe der Ärzte ist, dabei zu unterstützen.
Inhaltsverzeichnis
- Hinführung
- Ziel der Seminararbeit
- Aufbau der Arbeit
- Theorieteil/ Theoretischer Hintergrund
- Formen der Sterbehilfe
- Aktive Sterbehilfe
- Passive Sterbehilfe
- Indirekte Sterbehilfe
- Beihilfe zur Selbsttötung/ärztlich assistierter Suizid
- Rechtslage in Deutschland
- Rechtslage in der Schweiz
- Medizinethik/Ärztlicher Ethos
- Praxisteil
- Forschungsdesign
- Experteninterviews
- Diskussion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der Frage, ob es Aufgabe der Ärzte ist, Patienten bei deren Wunsch nach Selbsttötung zu unterstützen. Im Fokus stehen dabei die ethischen Aspekte der ärztlichen Beihilfe zur Selbsttötung sowie die Frage, wer über das Leben eines Patienten entscheiden darf.
- Ethische Aspekte der ärztlichen Beihilfe zur Selbsttötung
- Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und der Schweiz
- Medizinische und ethische Perspektiven auf den ärztlich assistierten Suizid
- Selbstbestimmung am Lebensende und die Rolle der Ärzte
- Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Schutz des Lebens
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Seminararbeit ein und beschreibt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit. Im zweiten Kapitel wird ein theoretischer Hintergrund geschaffen, indem die verschiedenen Formen der Sterbehilfe differenziert und die rechtliche Lage in Deutschland und der Schweiz beleuchtet wird. Darüber hinaus werden ethische Aspekte und die Meinung der Ärzte zum Thema näher beleuchtet.
Schlüsselwörter
Sterbehilfe, ärztlich assistierter Suizid, Selbstbestimmung, Lebensende, Medizinethik, Recht, Ethik, Deutschland, Schweiz, Experteninterviews.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen aktiver Sterbehilfe und assistiertem Suizid?
Bei der aktiven Sterbehilfe führt eine andere Person die tödliche Handlung aus. Beim assistierten Suizid stellt der Arzt das Mittel bereit, aber der Patient nimmt es selbstständig ein.
Wie ist die Rechtslage zur Sterbehilfe in Deutschland?
Die Rechtslage ist komplex und unterliegt stetigem Wandel durch Gerichtsurteile; grundsätzlich ist die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung verboten, während die passive Sterbehilfe unter Bedingungen erlaubt ist.
Warum unterscheidet sich die Rechtslage in der Schweiz von Deutschland?
In der Schweiz ist die Beihilfe zum Suizid seit langem straffrei, sofern sie nicht aus selbstsüchtigen Motiven erfolgt, was zur Etablierung bekannter Organisationen geführt hat.
Was besagt der ärztliche Ethos in Bezug auf die Selbsttötung?
Es besteht ein ethischer Konflikt zwischen dem Auftrag, Leben zu erhalten, und dem Respekt vor der Selbstbestimmung des Patienten am Lebensende.
Was ist passive Sterbehilfe?
Unter passiver Sterbehilfe versteht man den Verzicht auf oder den Abbruch von lebenserhaltenden Maßnahmen, wenn dies dem Willen des Patienten entspricht.
- Quote paper
- Andreas Prenzel (Author), 2017, Ethische Betrachtung der ärztlich assistierten Beihilfe zur Selbsttötung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445642