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Sport und die Förderung sozialer Kompetenzen

Soziales Lernen im Sportunterricht. Ausgewählte Spiele und Übungsformen in einer 5. Jahrgangsstufe.

Title: Sport und die Förderung sozialer Kompetenzen

Examination Thesis , 2001 , 52 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Udo Kroack (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Nicht nur weil die Schule von der zunehmenden Aggressivität besonders betroffen ist, sondern vor allem wegen ihres großen Einflusses auf die Kinder ist es sinnvoll, hier besonderen Wert auf die Förderung der sozialen Kompetenzen zu legen. Die jetzigen und zukünftigen Lehrer werden besonders im pädagogischen Bereich gefordert sein, deshalb ist es notwendig, sich zum Thema Sozialerziehung Gedanken zu machen.

Eine wichtige Rolle bei dieser Aufgabe spielen dabei die Sportlehrer, weil der Sportunterricht eine gute Möglichkeit bietet, die Schüler emotional geöffnet, leidenschaftlich und engagiert zu treffen und sie so positiv zu beeinflussen. Durch seine besonderen Interaktions- und Kommunikationsstrukturen, wie z.B. Situationen des Miteinander und Gegeneinander, des Wettkampfes, der Gestaltung, des Spiels u.v.m. im Gegensatz zu dem primär auf die Vermittlung von Sachwissen ausgerichteten Lernens in anderen Fächern, werden dem Sportunterricht besondere Möglichkeiten der Sozialerziehung zugeschrieben. Im Sportunterricht sind die Gelegenheiten, soziale Erfahrungen zu machen, besonders häufig, weshalb hier eine Einflussnahme zu Gunsten prosozialen Verhaltens besonders aussichtsreich erscheint. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass bereits seit den 70er Jahren eine intensive Diskussion in der Sportpädagogik geführt wird, inwieweit der Sportunterricht intentionale soziale Erziehungsziele beinhalten solle.

Das Ergebnis dieser Überlegungen spiegelt sich im aktuellen Lehrplan für das Fach Sport wider: Erziehung zur Fairness und Kooperation sind als wichtige Ziele aufgeführt und erstmals sollen diese beiden Verhaltensweisen auch in die Notengebung einfließen. Es wird also nicht länger nur auf Weiten, Zeiten und Technik, sondern auch auf die Sozialerziehung großer Wert gelegt. Um diese mit Erfolg durchzuführen benötigt man Formen des Sports, die diese gewünschten Verhaltensweisen fördern.

Die Thematik dieser Arbeit berührt viele Aspekte der Bezugswissenschaften der Sportpädagogik. Um die nötige Verständnisgrundlage der zentralen Begriffe zu gewährleisten, soll im ersten Kapitel eine Begriffsklärung vorangestellt werden, um danach den Bezug zur Schule mit Hilfe des amtlichen Lehrplan für die bayerische Hauptschule herstellen zu können. Erst dann kann die praktische Umsetzung, also die Realisierung des sozialen Lernens beschrieben und letztendlich auch ihre Ergebnisse geschildert werden.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Problemstellung

I. Theoretischer Teil

1. Begriffsklärung

1.1. Soziales Lernen

1.2. Fairness

1.3. Kooperation

2. Spiele im Sportunterricht

2.1. Gründe für den Einsatz von Spielen im Sportunterricht

2.2. Werteerziehung durch Spiele?

2.3. Probleme bei der Wertevermittlung im Sportunterricht

2.4. Die Rolle des Sportlehrers

II. Bezug zum amtlichen Lehrplan

1. Fachbezogene Unterrichts- und Erziehungsaufgaben

2. Der Lernbereich „Fairness, Kooperation“

III. Praktischer Teil

1. Vorüberlegungen und Umsetzung

1.1. Methodische Vorüberlegungen

1.2. Werteerziehung durch Gespräche im Sportunterricht

1.3. Spiele und Übungsformen zur Realisierung sozialen Lernens

2. Abschließende Bewertung der Sequenz

IV. Literatur:

V. Anhang

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Werteerziehung, insbesondere der Förderung von Fairness und Kooperation, im Sportunterricht an bayerischen Hauptschulen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie soziale Kompetenzen durch gezielt ausgewählte Spiele und reflexive Gesprächsformen, unter Berücksichtigung des amtlichen Lehrplans, erfolgreich vermittelt und in die sportliche Praxis integriert werden können.

  • Grundlagen des sozialen Lernens und der Begriffsklärung in der Sportpädagogik
  • Stellenwert von Fairness und Kooperation im amtlichen Lehrplan
  • Methodische Gestaltung von Werten im Sportunterricht
  • Praktische Erprobung von Kooperationsspielen und Reflexionsmethoden
  • Analyse der Rolle der Sportlehrkraft als Vorbild und Vermittler

Auszug aus dem Buch

0. Problemstellung

Kindern und Jugendlichen scheint es auf den ersten Blick noch nie so gut wie heute gegangen zu sein: In den westlichen Industrienationen genießen sie ein hohes Maß an sozialer Selbständigkeit, eine liberale Erziehung mit partnerschaftlich-demokratischen Eltern und breit gefächertem und selbst bestimmbaren Medien- und Freizeitangebot. Die jetzige Generation ist materiell hervorragend versorgt und früher lebensgefährliche Kinderkrankheiten sind weitestgehend besiegt bzw. relativ problemlos zu kurieren.

Sieht man allerdings genauer hin, so fällt auf, dass die Probleme der Kinder und Jugendlichen heute eher im zwischenmenschlichen Bereich liegen, in der Unsicherheit von Kontakten und Beziehungen. Zwar können sie die angenehmen Seiten der Wohlstandsgesellschaft für sich nutzen, sie bekommen aber auch die Nachteile zu spüren. Selbständigkeit und die Möglichkeit zur Selbstentfaltung stehen sozialer Unsicherheit und den damit verbundenen psychischen Irritationen gegenüber.

Gewalt und Aggression sind allgegenwärtig. Neben den in den Medien erscheinenden offensichtlichen Erscheinungsformen wie Krieg, Kriminalität, ausländerfeindliche Aktionen, sexueller Missbrauch etc. gibt es im Alltag unzählige weniger auffällige: Aggressionen im Straßenverkehr, in der Familie, in der Berufswelt (Mobbing), in der Schule, im Sport und subtilere Formen der psychischen Aggression (z.B. Schikanieren von Untergebenen oder von Dienstleistungspersonal). Viele dieser Verhaltensweisen werden in unserer modernen „Ellbogengesellschaft“ akzeptiert und von den meisten Erwachsenen sogar vorgelebt.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Problemstellung: Dieses Kapitel thematisiert die Diskrepanz zwischen materiellem Wohlstand und zunehmender sozialer sowie zwischenmenschlicher Unsicherheit bei Kindern und Jugendlichen.

I. Theoretischer Teil: Hier werden zentrale Begriffe wie soziales Lernen, Fairness und Kooperation definiert und die Rolle des Sportlehrers bei der Wertevermittlung kritisch beleuchtet.

II. Bezug zum amtlichen Lehrplan: Dieser Abschnitt erläutert die Verankerung sozialer Erziehungsziele im bayerischen Lehrplan für das Fach Sport und definiert spezifische Lernziele für die Schüler.

III. Praktischer Teil: Im Zentrum steht die methodische Planung und Durchführung konkreter Spiele und Gesprächsformen, gefolgt von einer Reflexion und Bewertung der gemachten Erfahrungen.

IV. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur zur Sportpädagogik.

V. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie historische Zitatsammlungen und Arbeitsblätter für den Unterricht.

Schlüsselwörter

Soziales Lernen, Fairness, Kooperation, Sportunterricht, Werteerziehung, Sportpädagogik, Sozialkompetenz, Schulsport, Kleine Spiele, Reflexion, Konfliktfähigkeit, Teamgeist, Lehrplan, Sozialisation, Aggressionsprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Relevanz und praktischen Umsetzung der Sozialerziehung im Sportunterricht, um soziale Kompetenzen wie Fairness und Kooperation bei Schülern zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Begriffsklärung des sozialen Lernens, die Analyse des bayerischen Sportlehrplans, die methodische Planung von Unterrichtssequenzen und die Reflexion über die Rolle der Sportlehrkraft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch sportliche Spiele und begleitende Reflexionen soziale Verhaltensweisen proaktiv gefördert und in das schulische Handeln integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine sportpädagogische Arbeit, die theoretische Grundlagen mit einer praktischen Erprobung (Handlungsforschung) in einer Sportklasse kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, den Bezug zu den Vorgaben des amtlichen Lehrplans und einen ausführlichen praktischen Teil mit Erfahrungsberichten zu verschiedenen Spielformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind soziales Lernen, Fairness, Kooperation, Sportpädagogik, Werteerziehung und Sozialkompetenz.

Warum ist der Sitzkreis ein zentrales Element der praktischen Arbeit?

Der Sitzkreis fungiert als methodisches Werkzeug, um aktuelle Unterrichtssituationen, Erfolge und Konflikte direkt mit den Schülern zu reflektieren und den bewussten Lernprozess zu unterstützen.

Wie bewertet der Autor den Transfer von erlernten Werten in den Alltag?

Der Autor stellt fest, dass ein direkter Transfer in andere Lebensbereiche schwer messbar ist, betont jedoch, dass die Etablierung eines kooperativen Klimas im Sport ein notwendiger, langfristiger Lernprozess ist.

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Details

Title
Sport und die Förderung sozialer Kompetenzen
Subtitle
Soziales Lernen im Sportunterricht. Ausgewählte Spiele und Übungsformen in einer 5. Jahrgangsstufe.
College
University of Bamberg  (Studienseminar für Lehrer)
Course
2. Staatsexamen Bayern
Grade
1,0
Author
Udo Kroack (Author)
Publication Year
2001
Pages
52
Catalog Number
V4458
ISBN (eBook)
9783638127608
ISBN (Book)
9783638722858
Language
German
Tags
Sport Spiel soziales Lernen Sozialisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Udo Kroack (Author), 2001, Sport und die Förderung sozialer Kompetenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4458
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