Wie viel Selbstbestimmung braucht der Mensch in Hinblick auf sein eigenen Sterbeprozess ?


Hausarbeit, 2015
9 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Woher kommt der Wunsch nach Selbstbestimmung in Hinsicht auf den eigenen Sterbeprozess?

3.Welche Bedürfnisse und Wünsche haben sterbende?

4.Welchen Einfluss haben die familiären und gesellschaftlichen Strukturen auf die Gestaltung unseres Lebensendes

5 Fazit

6.Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Der Mensch ist in der Lage, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen. Diese Selbstständigkeit ist besonders wichtig, wenn es darum geht, dass seine Mitmenschen diese Entscheidungen respektieren, gerade in für in ungewohnten Lebenssituationen, wie zum Beispiel im Fall einer Erkrankung oder im Sterbeprozess. Diese Selbstständigkeit macht es erst möglich, Verantwortung zu übernehmen und das nicht nur für sich, sondern auch für andere Menschen. Wenn dieser Zustand gegeben ist, kann von Selbstbestimmung eines Menschen gesprochen werden. Wenn es um medizinische Fragen geht, ist diese Selbstbestimmung besonders wichtig (vgl. Ackermann 2004, S.49). In dieser Ausarbeitung „Wie viel Selbstbestimmung braucht der Mensch in Hinblick auf seinen eigenen Sterbeprozess?“ möchte der Autor zuerst auf die Frage eingehen, woher überhaupt der Wunsch nach Selbstbestimmung kommt, wenn Menschen an ihr eigenes Sterben denken. Der Autor, möchte aber auch darauf eingehen, welche Bedeutung Selbstbestimmung überhaupt in unserem Leben hat, warum sie wichtig ist, aber auch wo die Grenzen sein können. Anschließend geht der Autor noch auf die Bedürfnisse ein, die speziell sterbende Menschen haben und wie es gelingen kann, diese wenn möglich zu befriedigen. Der Autor wird nachfolgend schildern, wie sich familiäre Strukturen in unserer Gesellschaft in den vergangenen Jahrzenten verändert haben und was es für den Sterbeprozess bedeutet. Der Autor wird zum Abschluss dieser Facharbeit seine Erkenntnisse aus der Ausarbeitung, die er erwerben konnte und was dieses für den weiteren Verlauf des Pflegeverständnisses im Fazit niederschreiben.

2. Woher kommt der Wunsch nach Selbstbestimmung in Hinsicht auf den eigenen Sterbeprozess?

Die Selbstbestimmung ist eines der wichtigsten Sachen des eigenen Lebens. Durch diese Bestimmung des eigenen Ich fühlt sich das Leben lebendig an, denn mit ihr geht die Macht einher, dass Dasein selbst zu gestalten und die Erfahrung eines bewussten Umgangs mit der eigenen Person kann gemacht werden. Die Selbstbestimmung ist sowohl als Freiheit des Menschen zu verstehen, die das verfügen über das Leben ermöglicht, als auch Würde, die in jedem Menschen von Anfang an verankert ist und die es zu achten gilt (vgl. Nationaler Ethikrat, Tagungsdokumentation 2006, S.124). Das Wort „Selbstbestimmung“ wurde von Immanuel Kant geprägt. Dieser griff das Wort „Bestimmung“ auf und bezog es auf die Beziehung des Menschen auf sich selbst (vgl. S.125 a.a.O.). Er benutzte das Wort „Selbstbestimmung“ um den Willen und der Autonomie des Menschen Ausdruck zu geben und um den Weg der Eigenverantwortung aufzuzeigen. In Hinblick auf philosophische Gründe kann gesagt werden, dass die religiöse Ethik, insbesondere die christliche, mit der Forderung nach Selbstbestimmung einhergehen kann. Der Mensch wird als Geschöpf Gottes verstanden, dass einzigartig in sich wahrt und dem freien Handeln zugrunde liegt, welches es zuletzt nur vor Gott zu verantworten hat. Es kann aber auch auf die philosophische Ethik hingewiesen werden. Auch diese sagt, dass eine Selbstbestimmung in jedem Menschen verankert ist (vgl. Ackermann 2004, S.49). Dies kann darauf schließen, dass Selbstbestimmung eine Fähigkeit ist, dass Leben so zu führen, wie es unter den gegebenen Umständen nach eigenen Einschätzungen gewollt wird (Nationaler Ethikrat, Tagungsdokumentation 2006, S. 131). Darunter wird auch das Bewusstsein verstanden, was im Allgemeinen am besten für einen ist, um Situationen überblicken zu können. „Selbstbestimmung heißt also, sich von Vergangenheit und Gegenwart auf die Zukunft einstellen zu können“ (vgl. S.132,a.a.O.). Um Entscheidungen des Sterbeprozesses selbstbestimmt fällen zu können, muss für einen selbst geklärt sein, was man zukünftig überhaupt möchte. Hier ist zusagen der Kern der Selbstbestimmung verankert. Ein Mensch ist aber bei der Entwicklung seines Willens immer auf die Hilfe eines Arztes oder anderen Fachpersonal wie zum Beispiel ein Altenpfleger angewiesen. Das zeigt also auf welche Konsequenzen manche Entscheidungen mit sich tragen. Also kann von selbstbestimmten sterben gesprochen werden wenn der Mensch, dass was die Medizin ihm geben könnte, in einer Beziehung dazu steht, seine Situation und seinem Leben damit ein Ende setzen kann (Nationaler Ethikrat, Tagungsdokumentation 2006, S.117). Diese Selbstbestimmung hat aber auch Grenzen. Dies wird am Beispiel von Artikel 1 des GG deutlich „Die Würde des Menschen ist unantastbar Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“ Also steht diese uns zwar zu, aber sie ist nicht uneingeschränkt verfügbar (vgl. S.145,a.a.O.). Das wird z.B. bei Erkrankungen psychischer und körperlicher Natur deutlich, denn diese können einen Entscheidungsfreiraum sehr einengen, wenn es um Fragen für die Zukunft geht (vgl. Ackermann 2004, S.51). Hieraus geht auch der Wunsch nach selbstbestimmten sterben, denn viele Menschen haben Angst vor ein Ableben in Abhängigkeit (vgl. Altmann 2012, S.27). Die Folgen der Entscheidung – und Handlungskompetenz des Menschen besteht darin, dem medizinischen Personal Verantwortung zu übertragen, dazu muss aber Vertrauen geschaffen werden, damit eine Beratung und Versorgung so stattfinden, dass immer das Wohl der sterbenden Person im Vordergrund steht. Also darf eine Verwirrung oder körperliches Leiden kein Grund sein, dass der Behandelnde Arzt Entscheidungen s, die gegen den Willen des Behandelten sind. Es ist nämlich die Aufgabe, Ansichten und Einstellungen des zu Behandelten aufzugreifen und wenn möglich umzusetzen. Denn nur so kann eine Selbstbestimmung fortbestehen (vgl. Ackermann 2004, S.53). Eine weitere Begrenzung der Selbstbestimmung ist es aber auch, wenn eine andere Selbstbestimmung angegriffen wird. „Es kann ja keiner der sein Leben nicht mehr erträgt, von einem anderen erwarten, dass der sein Leben ein Ende einhaucht“ (Nationaler Ethikrat, Tagungsdokumentation 2006, S-189).

3. Welche Bedürfnisse und Wünsche haben sterbende?

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Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Wie viel Selbstbestimmung braucht der Mensch in Hinblick auf sein eigenen Sterbeprozess ?
Veranstaltung
Hausarbeit Pflegeforschung
Note
1,2
Autor
Jahr
2015
Seiten
9
Katalognummer
V446054
ISBN (eBook)
9783668823648
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Bewertung des Dozenten: Eine sehr gelungene Arbeit. Ihnen ist eine detalierte Auseinandersetzung mit dem Thema gelungen, die Sie auch in Ihrem (persönlichen) Fazit wiederspiegeln. Können Sie aus Ihren Erkenntnissen vieleicht auch allgemeine Forderungen an die Institution Pflege ableiten? Sehr guter Umgang mit Quellen.
Schlagworte
Sterbeprozess, Selbstbestimmung, Ethik, Altenpflege, Eine
Arbeit zitieren
Ingo Kaska (Autor), 2015, Wie viel Selbstbestimmung braucht der Mensch in Hinblick auf sein eigenen Sterbeprozess ?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446054

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