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Essstörungen: Formen, Ursachen, Phänomene, Folgen und Therapiemöglichkeiten

Title: Essstörungen: Formen, Ursachen, Phänomene, Folgen und Therapiemöglichkeiten

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tina Reinartz (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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„Der heimliche Kampf begann. Mein Kampf![...] Aber ich mußte stark sein, stark und eisern, aus dem einfachen Grund, weil ich seit jeher gerne gegessen habe. Jeder Tag wurde zu einem Kampf zwischen mir und den Kalorien. Ich mußte mich selbst maßregeln und erziehen. Der Anfang war am schwersten. Etwas leichter wurde es, als ich anfing, auf einer Liste festzuhalten, wie viel ich jeden Tag aß. Die Ergebnisse habe ich am Abend verglichen und mir selbst Noten gegeben. Auf diese Weise wurde es zu einer Art Sport. Der spannendste Augenblick war jeden Morgen, wenn ich mich im Bad auf die Waage stellte. Nie vergesse ich das Kribbeln im Körper, als zum ersten Mal der Zeiger auf die 40 zukroch.“

Dieser kurze Auszug aus einem Jugendbuch beschreibt leider keinen Einzelfall, sondern kann exemplarisch für eine große Anzahl essgestörter Jugendlicher stehen. Vor allem junge Mädchen leiden an Essstörungen, aber es sind auch zunehmend Jungen betroffen. Prominente Beispiele gibt es genügend und aufgrund des schlanken Schönheitsideals, das uns aus Zeitschriften, Medien usw. suggeriert wird, geraten besonders Jugendliche in der Adoleszenz, ein Zeitalter, das geprägt ist wie kein anderes von Selbstzweifeln, Identitätskrisen und Persönlichkeitsstörungen, unter einen starken Druck und glauben, diesem Ideal unbedingt entsprechen zu müssen. Dieser Wunsch, mit diesem Ideal übereinstimmen zu wollen, endet oftmals tödlich.
Alarmierend sind Statistiken, die besagen, dass bereits 50 % aller Elfjährigen sich schon mit Diäten beschäftigt haben, 25 % aller Mädchen unter zwölf Jahren und 50 % aller 18jährigen schon Diäterfahrung haben, 40 % der normal- und untergewichtigen Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren sich selbst zu dick finden, 90 % aller Frauen abnehmen möchten, nur 1 % zufrieden mit ihrer Figur ist und 70-80 % aller Frauen sich nicht richtig satt essen, aus Angst , zu dick zu werden.
Es gibt verschiedenen Arten von Essstörungen: Anorexia nervosa, Bulimarexie und Adipositas.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Formen von Essstörungen

2.1 Adipositas

2.1.1 Arten der Adipositas

2.1.2 Folgen der Adipositas

2.1.3 Therapiemöglichkeiten bei Adipositas

2.2 Bulimie

2.2.1 Ursachen

2.2.2 Phänomene

2.2.3 Folgen

2.3 Anorexia nervosa

2.3.1 Ursachen

2.3.2 Phänomene

2.3.3 Folgen

2.4 Essstörungen bei Männern

3. Wege aus der Sucht: Therapiemöglichkeiten bei Magersucht und Bulimie

3.1 Das therapeutische Konzept nach Gerlinghoff und Backmund

3.1.1 Die vorstationäre Phase

3.1.2 Die stationäre Phase

3.1.3 Die ambulante Phase

3.2 Therapiekonzept nach Eberhard Okon

3.3 Hilfen bei Magersucht oder Bulimie

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Essstörungen im Jugendalter. Ziel ist es, ein Verständnis für die Ursachen, Erscheinungsformen und die schwerwiegenden körperlichen sowie psychischen Folgen von Adipositas, Bulimie und Anorexia nervosa zu vermitteln und bestehende therapeutische Ansätze sowie Unterstützungsangebote kritisch zu beleuchten.

  • Charakterisierung verschiedener Essstörungsformen
  • Analyse der soziokulturellen und familiären Ursachen
  • Darstellung der körperlichen und psychischen Langzeitfolgen
  • Vorstellung therapeutischer Behandlungsmodelle (stationär/ambulant)
  • Bedeutung der Prävention und begleitender Hilfsangebote

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Phänomene

Kennzeichnend für die Bulimie ist eine andauernde Beschäftigung mit Essen und eine unwiderstehliche Gier nach Nahrung, der Patient erliegt Heißhungerattacken, bei denen er große Mengen, meist hochkalorischer Nahrungsmittel, in sehr kurzer Zeit konsumiert werden. Daraufhin versucht der Patient, diesem dickmachenden Effekt durch verschiedene Verhaltensweisen entgegenzuwirken, wie z. B. durch selbstiniziiertes Erbrechen, durch den Missbrauch von Abführmitteln, durch Hungerperioden, durch den Gebrauch von Appetitzüglern, Schilddrüsenpräparaten oder Diuretika. Die Betroffenen schämen sich für ihr Verhalten, weshalb sie versuchen, ihre Fressattacken zu verheimlichen. Auslöser für diese Attacken sind typischerweise dysphorische Stimmungszustände, zwischenmenschliche Belastungssituationen, intensive Hungergefühle nach diätischer Einschränkung oder durch auf das Körpergewicht, die Figur oder die Nahrung bezogene Gefühle ausgelöst.

Das Selbstwertgefühl hängt sehr stark von Gewicht und Figur ab, weshalb eine krankhafte Furcht davor besteht, dick zu werden. Die Betroffenen beschäftigen sich ständig mit dem Thema Essen. Sie versuchen wiederholte strenge Diäten und Fastenkuren und treiben exzessiv Sport.

Es gibt drei Entwicklungsstadien der Krankheit: Den Einstiegsprozess (gekennzeichnet durch Diäten, erste Heißhungeranfälle, Abführmittelmissbrauch, Erbrechen), den Einschliffprozess (strengere Askese, häufigere Fress- und Brechanfälle, Appetitzügler, Verdrängung) und den Erkenntnisprozess (Wechsel zwischen Zügellosigkeit und Enthaltsamkeit, Fressen, um zu erbrechen und Erbrechen, um weiter essen zu können, Erkenntnis, Depressionen, Möglichkeit des Ausstiegs).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die erschreckende Verbreitung von Essstörungen bei Jugendlichen und die Rolle gesellschaftlicher Schönheitsideale.

2. Formen von Essstörungen: Dieses Kapitel definiert und analysiert die Ursachen, Symptome und Folgen von Adipositas, Bulimie und Anorexia nervosa sowie deren Auftreten bei Männern.

3. Wege aus der Sucht: Therapiemöglichkeiten bei Magersucht und Bulimie: Es werden spezifische therapeutische Konzepte, Phasen der Behandlung sowie ergänzende Online-Hilfsangebote vorgestellt.

4. Schluss: Das Schlusskapitel resümiert, dass eine Heilung ein langwieriger Prozess ist, der neben professioneller Therapie vor allem familiäre Unterstützung und einen gesellschaftlichen Wandel im Körperbild benötigt.

Schlüsselwörter

Essstörungen, Anorexia nervosa, Bulimie, Adipositas, Körperselbstbild, Schönheitsideal, Therapiekonzepte, Jugendalter, Mangelernährung, Fressattacken, Prävention, psychische Gesundheit, Körperwahrnehmung, Suchtverhalten, soziale Isolation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die medizinischen, psychologischen und sozialen Aspekte von Essstörungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Welche Krankheitsbilder stehen im Fokus?

Die zentralen Themenfelder sind die Adipositas, die Bulimie sowie die Anorexia nervosa.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Ursachen und Folgen der Essstörungen aufzuzeigen und die Wirksamkeit verschiedener Therapieansätze zur Wiedereingliederung in ein gesundes Leben zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Fallbeispielen und therapeutischen Konzepten, um das Krankheitsbild fundiert zu beschreiben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Symptomatik, die Analyse der Ursachen (soziokulturell, familiär) und die Vorstellung konkreter Behandlungsprogramme.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Essstörungen, Sucht, Körperwahrnehmung, Therapiekonzept und Schlankheitsideal.

Warum spielt das familiäre Umfeld eine so große Rolle bei der Entstehung?

Die Arbeit betont, dass insbesondere Perfektionismus, fehlende Konfliktkultur oder Leistungsdruck innerhalb der Familie als Auslöser fungieren können, da das Kind oft versucht, durch das Essverhalten Kontrolle oder Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Können neue Medien bei der Therapie von Essstörungen helfen?

Ja, laut Kapitel 3.2 und 3.3 bieten SMS-Nachsorge oder Online-Beratungsforen wertvolle Unterstützung als Bindeglied zwischen Klinik und Alltag, wobei sie eine professionelle Therapie jedoch nicht ersetzen.

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Details

Title
Essstörungen: Formen, Ursachen, Phänomene, Folgen und Therapiemöglichkeiten
College
University of Cologne  (Pädagogisches Seminar)
Course
Oberseminar: Formen jugendlicher Abhängigkeit - Konzepte pädagogischer Prävention
Grade
1,0
Author
Tina Reinartz (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V44614
ISBN (eBook)
9783638421812
Language
German
Tags
Essstörungen Formen Ursachen Phänomene Folgen Therapiemöglichkeiten Oberseminar Formen Abhängigkeit Konzepte Prävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Reinartz (Author), 2004, Essstörungen: Formen, Ursachen, Phänomene, Folgen und Therapiemöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44614
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