Die Digitalisierung ist inzwischen allgegenwärtig. Die meisten Unternehmen haben erkannt, welches Potenzial die Industrie 4.0 für sämtliche Funktionsbereiche mit sich bringt. Auch der Einkauf kann mithilfe neuer Technologien optimiert werden.
Davon können nicht nur Großkonzerne profitieren. Sebastian Berenheuser zeigt, wie sich die Prozesse der Industrie 4.0 auf den Einkauf bei kleinen und mittleren Unternehmen auswirken. Außerdem entwickelt er ein eigenes Modell zur Bestimmung des Einkaufs 4.0 bei KMU.
KMU stehen in einem komplexen Spannungsfeld aus Chancen und Risiken des digitalisierten Einkaufs. Kritische Faktoren sind ihre Ressourcenknappheit sowie die neuen Anforderungen im Wettbewerb. Berenheuser veranschaulicht aber, dass sich auch wettbewerbssichernde Chancen aus dem Einkauf 4.0 ergeben.
Aus dem Inhalt:
- Markttransparenz;
- Kostensenkung;
- Innovation;
- Globalisierung
- P2P-Prozess;
- ROI
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen und Begriffsabgrenzung
2.1 Einkauf, Beschaffung oder Supply Management?
2.2 KMU
2.3 Industrie
3 Spannungsfelder zwischen Einkauf, Industrie und KMU
3.1 Industrie und KMU
3.2 KMU und Einkauf
3.3 Einkauf und Industrie
3.4 Zwischenfazit: Einkauf bei KMU
4 Digitale Transformation des Einkaufs bei KMU
4.1 Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für den Einkauf
4.2 Szenarien für den Einkauf
4.3 Reifegradmodell
5 Handlungsempfehlungen
6 Fazit und Ausblick
7 Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirkmechanismen von Industrie 4.0 im Kontext von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie der Einkaufsfunktion. Ziel ist es, durch die Entwicklung eines Reifegradmodells Handlungsempfehlungen für die digitale Transformation des Einkaufs in KMU abzuleiten, um diese Unternehmen in einem komplexen Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken bei der notwendigen digitalen Neuausrichtung zu unterstützen.
- Digitale Transformation von Einkaufsprozessen in KMU
- Analyse der Spannungsfelder zwischen Einkauf, Industrie 4.0 und KMU
- Entwicklung eines spezifischen Reifegradmodells für den Einkauf 4.0
- Identifikation von Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für die Digitalisierung
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für Führungskräfte in KMU
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Chancen und Risiken von Industrie bei KMU
Industrie 4.0 ist grundsätzlich durch eine neue Art der Vernetzung über das Internet und durch die Verbindung zwischen der physischen und virtuellen Welt mittels Cyber-Physischen-Systeme (CPS) gekennzeichnet. Durch diese neue Qualität der Automatisierung und IuK-Technologie gehen sowohl Chancen als auch Risiken einher (Vgl. Kagermann, H. (2016), S. 235).
Für die Identifikation der Chancen von Industrie 4.0 ist das Lean-Management, also die Optimierung und Verschlankung von Prozessen, hilfreich. Denn die durch die Vernetzung generierten Daten eröffnen in diesem Zusammenhang viele Optimierungsmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette (Vgl. Porter, M. & Heppelmann, J. (2015), S. 71). Somit bietet Industrie 4.0 viele Möglichkeiten für KMU, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dabei lassen sich die folgenden Chancen identifizieren (Vgl. im Folgenden BMWi (2015), S. 71; Kagermann, H. (2016), S. 339; Jodlbauer, H. & Straßer, S. (2016), S. 125):
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themenkomplexes Industrie 4.0 und der Relevanz einer gesonderten Betrachtung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Bereich der Einkaufsfunktion.
2 Theoretische Grundlagen und Begriffsabgrenzung: Definition der zentralen Begriffe Einkauf, KMU und Industrie 4.0 sowie Abgrenzung der verschiedenen Aufgabenbereiche und Zielsetzungen.
3 Spannungsfelder zwischen Einkauf, Industrie und KMU: Analyse der Interdependenzen zwischen KMU, Industrie 4.0 und Einkauf unter Verwendung der Metapher eines Spannungsfeldes, welches den Rahmen für die weiteren Ausführungen bildet.
4 Digitale Transformation des Einkaufs bei KMU: Untersuchung der Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation sowie Szenarienbetrachtung und Entwicklung eines spezifischen Reifegradmodells.
5 Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter Maßnahmen für Entscheidungsträger in KMU zur erfolgreichen Gestaltung des digitalen Wandels im Einkauf.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen bezüglich der notwendigen Entwicklung des Einkaufs zum Einkauf 4.0.
7 Anhang: Ergänzende Dokumentationen wie branchenbezogene Daten, Lebenszyklusmodelle und Klassifizierungen des Beschaffungsportfolios.
Schlüsselwörter
Industrie 4.0, Einkauf 4.0, KMU, Digitale Transformation, Beschaffungsmanagement, Supply Management, Prozessoptimierung, Reifegradmodell, Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfungskette, E-Procurement, Strategischer Einkauf, Innovationsmanagement, Lieferantenmanagement, KMU-Spezifika
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf den Einkauf in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und wie diese Unternehmen die digitale Transformation meistern können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die digitale Vernetzung, das Supply Management in KMU, die strategische Bedeutung des Einkaufs und die Herausforderungen der Digitalisierung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Reifegradmodells zur Bestimmung des Digitalisierungsgrades des Einkaufs in KMU, um daraus gezielte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, der Erstellung eines Spannungsfeld-Modells und der Entwicklung eines strukturierten Reifegradmodells auf Basis bestehender Ansätze.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Spannungsfelder zwischen Einkauf, Industrie und KMU, erarbeitet Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation und skizziert Zukunftsszenarien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind Industrie 4.0, Einkauf 4.0, KMU, digitale Transformation, Beschaffungsmanagement, Wertschöpfungskette und Reifegradmodell.
Wie unterscheidet sich Einkauf 4.0 von eProcurement?
Während eProcurement-Systeme meist operativ unterstützen und im Vernetzungsgrad begrenzt sind, ermöglicht der Ansatz Einkauf 4.0 eine autonome Aufgabenerledigung in Echtzeit.
Warum ist das Reifegradmodell besonders für KMU relevant?
Es bietet KMU eine notwendige Orientierungshilfe, um ihre spezifische Ausgangslage in der Digitalisierung zu bestimmen und gezielte, ressourcenschonende Maßnahmen zu planen.
- Quote paper
- Sebastian Berenheuser (Author), 2019, Digitale Transformation des Einkaufs in KMU. Welches Potenzial haben kleine und mittlere Unternehmen im Hinblick auf den Einkauf 4.0?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446286