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Intertextualität in den Werken von Michael Ende

Titel: Intertextualität in den Werken von Michael Ende

Masterarbeit , 2016 , 91 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Natalya Bolshakova (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Zielsetzung dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der Intertextualität in den Werken von Michael Ende. Das besondere Augenmerk dieser Untersuchung richtet sich dabei u.a. auf folgende Fragestellung:
Was ist die Intertextualität und welche Forschungsrichtungen gibt es in diesem Bereich? Wie werden Intertextualitätsbezüge im Text markiert? Welche Funktionen erfüllt Intertextualität im literarischen Text?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Ansätze der Intertextualität

2.1. Theorien der Intertextualität: Stand der Forschung

2.2 Intertextualität und Markierung

2.3 Funktionen der Intertextualität

3. Michael Ende und seine Werke: Grundzüge des literarischen Schaffens

3.1. Lebensweg, Stationen im Schaffen und Weltsicht von Michael Ende

3.2. Besonderheiten des Stils von Michael Ende

3.3. Das Schaffen von Michael Ende als Objekt der philologischen Untersuchungen

4. Systemreferenzielle Intertextualität in Michael Endes Märchen-Roman Momo

4.1. Das Gattungsmodell des romantischen Kunstmärchens

4.2. Wiederkehr der Romantik im Märchen-Roman von Michael Ende Momo

5. Einzeltextreferenzen im Roman von Michael Ende Die unendliche Geschichte

5.1. Intertextualität in Die unendliche Geschichte als Grundprinzip des Romanaufbaus

5.2. Bastians Weg nach Phantásien: literarische Quellen im ersten Teil des Romans

5.3. Bastians Reise in Phantásien: literarische Quellen im zweiten Teil des Romans

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

7.1. Literarische Primärtexte

7.2. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle und Ausgestaltung der Intertextualität in den Werken von Michael Ende, um aufzuzeigen, wie diese das Verständnis seiner Weltsicht und seine erzählerische Komposition prägen. Dabei liegt der Fokus auf der Identifizierung von intertextuellen Bezügen, deren Markierungsformen und den Funktionen, die sie für die Sinnkonstitution der untersuchten Texte erfüllen.

  • Analyse theoretischer Grundlagen der Intertextualitätsforschung und Markierungstheorien
  • Untersuchung der systemreferenziellen Intertextualität am Beispiel des Märchen-Romans Momo
  • Erarbeitung der Einzeltextreferenzen im Hauptwerk Die unendliche Geschichte
  • Reflexion über Michael Endes poetologische Konzepte und sein literarisches Schaffen
  • Synthese der Ergebnisse im Hinblick auf Endes intertextuelle Arbeitsweise

Auszug aus dem Buch

3.2. Besonderheiten des Stils von Michael Ende

Nachdem der Lebensweg, Stationen im Schaffen und die Weltsicht von Michael Ende analysiert wurden, ist es sinnvoll, auch stilistische Besonderheiten von Endes Werken zu beschreiben. Im Brief an einen Welterklärer hat Michael Ende geschrieben: „Die ganze Schöpfung besteht ja aus verkörperten Gestalt-Ideen.“ (Ende 1994g: 308) Solche Verkörperung kommt durch die vom Autor verwendeten sprachlichen Mittel zustande, deren Gesamtheit seinen individuellen sprachlichen Stil ausmacht.

Der individuelle Stil des Schriftstellers ist sowohl von extralinguistischen Faktoren (das Zeitalter und die soziale Umgebung, in denen der Dichter lebt, seine Weltanschauung, Bildungsniveau, Erziehung, Religion usw.) als auch von der literarischen Gattung seiner Werke bedingt. Alle Werke von Michael Ende, unabhängig davon, ob diese Kinderbücher, Theaterstücke oder surrealistische Erzählungen sind, sind sie dem Bereich der phantastischen Literatur zuzuordnen. So besitzen seine Werke solche von Tzvetan Todorov (Todorov 1972: 108) vorgeschlagenen Eigenschaften des phantastischen Genres wie: Existenz übernatürlicher Wesen/Pan-Determinismus, Vervielfältigung der Persönlichkeit/Doppelgänger-Motiv, die Durchbrechung der Grenze zwischen Subjekt und Objekt/Metamorphose, Transformation von Zeit und Raum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Rezeption von Michael Endes Schaffen ein, thematisiert seine Abkehr von der klassischen Genre-Einteilung und formuliert die Zielsetzung der Arbeit zur Erforschung intertextueller Bezüge.

2. Theoretische Ansätze der Intertextualität: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen theoretischen Grundlagen der Intertextualitätsforschung, von den Anfängen bei Kristeva bis hin zu spezifischen Markierungs- und Funktionstypologien von Helbig und Schulte-Middelich.

3. Michael Ende und seine Werke: Grundzüge des literarischen Schaffens: Hier wird der biographische und künstlerische Hintergrund von Michael Ende beleuchtet, einschließlich seiner stilistischen Eigenheiten, seiner Symbolwelt sowie des wissenschaftlichen Diskurses über sein Werk.

4. Systemreferenzielle Intertextualität in Michael Endes Märchen-Roman Momo: Dieses Kapitel untersucht, wie Michael Ende in Momo durch den Bezug auf das Gattungsmodell des romantischen Kunstmärchens eine Systemreferenz etabliert und diese kreativ variiert.

5. Einzeltextreferenzen im Roman von Michael Ende Die unendliche Geschichte: Die Analyse konzentriert sich hier auf konkrete Einzeltextreferenzen, wie etwa auf Novalis, die Bibel oder Borges, und deren Funktion bei der Strukturierung des Romans.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bestätigt, dass die Intertextualität ein zentrales und durchgängiges Gestaltungsprinzip in Michael Endes gesamtem literarischen Werk darstellt.

7. Literaturverzeichnis: Dies umfasst die vollständige Auflistung der verwendeten literarischen Primärtexte sowie der herangezogenen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Intertextualität, Michael Ende, Systemreferenz, Einzeltextreferenz, Romantik, Phantastik, Die unendliche Geschichte, Momo, Narratologie, Literaturtheorie, Markierung, Symbolik, Genre, Postmoderne, Erzählstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der literaturwissenschaftlichen Analyse von Intertextualität in den Werken von Michael Ende, insbesondere in den Romanen Momo und Die unendliche Geschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Kategorisierung intertextueller Bezüge (Einzeltext- vs. Systemreferenz), die Untersuchung von Markierungsformen und die Aufdeckung der Funktionen, die diese Bezüge für die Sinnkonstitution der Texte haben.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die intertextuelle Arbeitsweise von Michael Ende systematisch zu erfassen und nachzuweisen, wie durch diese Bezüge seine komplexe, labyrinthische Textstruktur und seine spezifische Weltsicht vermittelt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung stützt sich primär auf die Markierungstheorie von Jörg Helbig sowie auf die Typologien von Broich, Pfister und Schulte-Middelich zur intertextuellen Textkonstitution.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine Untersuchung der Systemreferenz zur Romantik in Momo und eine detaillierte Analyse der Einzeltextreferenzen in Die unendliche Geschichte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Intertextualität, Systemreferenz, Romantik, Intermedialität, Narratologie und das Konzept der poetischen Landschaft.

Wie definiert Michael Ende laut der Autorin sein Verhältnis zur Romantik?

Die Autorin arbeitet heraus, dass Ende sich explizit in die Tradition der Romantiker stellt und durch die Wiederkehr romantischer Motive und Gattungsmodelle eine Kritik an der modernen "Zivilisationswüste" übt.

Warum ist das "Buch-im-Buch"-Motiv in Die unendliche Geschichte von so zentraler Bedeutung?

Es dient als architektonisches Prinzip, das die Grenzen zwischen der fiktiven Welt Phantásiens und der realen Welt des Lesers Bastian aufhebt und das Werk als "absolutes Buch" im romantischen Sinne inszeniert.

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Details

Titel
Intertextualität in den Werken von Michael Ende
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,3
Autor
Natalya Bolshakova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
91
Katalognummer
V446490
ISBN (eBook)
9783668827141
ISBN (Buch)
9783668827158
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Michael Ende Intertextualität Die unendliche Geschichte Momo
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natalya Bolshakova (Autor:in), 2016, Intertextualität in den Werken von Michael Ende, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446490
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Leseprobe aus  91  Seiten
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