Die vorliegende Arbeit erstellt einen Vergleich zwischen der Schulsozialarbeit Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens. Dabei wird schwerpunktmäßig Bezug auf das „Handbuch Kooperation von Jugendhilfe und Schule“ von Hartnuß und Maykus (Hrsg.), dabei speziell die Veröffentlichungen von Erich Hollenstein und Ingrid Wahner Liesecke (für Niedersachsen) und Gertrud Oelerich (für NRW) genommen. Weitere Schwerpunkte der Arbeit sind die Definition von Schulsozialarbeit sowie die rechtlichen Grundlagen, um aufzuzeigen, auf welcher Ebene Schulsozialarbeit sich legitimiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Schulsozialarbeit
3. Rechtliche Grundlagen der Schulsozialarbeit
3.1. Rechtliche Grundlagen: § 1 / § 11 / § 13 / § 81,KJHG SGB VIII
3.2. Rechtliche Grundlagen in der Schulgesetzgebung
4. Schulsozialarbeit in Niedersachsen
4.1. Zahlen und Daten
4.2. Klassische Schulsozialarbeit
4.3. Schulsozialarbeit-Jugendberufshilfe-Betriebe (Berufbildende Schulen)
4.4. Sonderschulbereich
4.5. Arbeit mit verschiedenen Kooperationen
4.6. Gesamtschulbereich/Nachmittagsförderung
4.7. Programme zur Kooperations- und Innovationsförderung
5. Schulsozialarbeit in Nordrhein-Westfalen
5.1. Zahlen und Daten
5.2. Betreuung von Schulkindern
5.3. Jugendarbeit und Schule
5.4. Schulsozialarbeit – Jugendsozialarbeit
5.4.1. Gesamtschulen
5.4.2. Berufschulen
5.5. Erziehungshilfen und Schule
6. Vergleich zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen
6.1. Zahlen und Daten
6.2. Klassische Sozialarbeit(Nds.) – Gesamtschulen (NRW)
6.3. Schulsozialarbeit-Jugendberufshilfe-Betriebe (Berufbildende Schulen)(Nds.) - Schulsozialarbeit – Jugendsozialarbeit (NRW)
6.4. Sonderschulbereich
6.5. Arbeit mit verschiedenen Kooperationen (Nds.) - Jugendarbeit und Schule(NRW)
6.6. Programme zur Kooperations- und Innovationsförderung
6.7. Erziehungshilfen und Schule
6.8. Betreuung von Schulkindern
7. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten Vergleich der Schulsozialarbeit in den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu ziehen, um Unterschiede in den Konzepten, der rechtlichen Verankerung und den praktischen Kooperationsmodellen zwischen Jugendhilfe und Schule aufzuzeigen.
- Rechtliche Grundlagen der Schulsozialarbeit (KJHG/SGB VIII und Schulgesetze)
- Strukturelle Analyse der Schulsozialarbeit in Niedersachsen
- Strukturelle Analyse der Schulsozialarbeit in Nordrhein-Westfalen
- Vergleichende Untersuchung der Ansätze, Zielgruppen und Kooperationsmodelle
- Qualitätsaspekte der Betreuungs- und Förderprogramme
Auszug aus dem Buch
2.Definition Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeit ist ein Knotenpunkt zwischen Jugendhilfe, Schule und Familie. Sie bearbeitet problematische Lagen von Kindern und Jugendlichen zugewiesen, die zwischen Schule, Familie und Peergroup entstehen. Problemlagen können u.a. Schulprobleme, Probleme mit und in der Familie oder die Bewältigung defizitärer und dissozialen Mustern sein. Durch SSA soll präventiv in der Schule gearbeitet werden, da Schule der wichtigste Lern- und Erfahrungsort in Kindheit und Jugend ist und hauptsächlich Schulprobleme Auslöser für Hilfemaßnahmen sind. Außerdem kümmert sich SSA auf von der Norm abweichende Verhaltensmuster wie Schuleschwänzen und Gewaltorientierung. Das Ziel ist, verlässliche Lebens- und Sozialräume zu machen, in denen sie qualitativ wertvolle Erfahrungen machen können.
SSA ist daher auch vermittelnd für Kinder und Jugendliche, die Schule verweigern oder Straßenkinder, die überhaupt keine Schule besuchen. SSA hat einen Korrekturauftrag in der Institution Schule, indem sie der Selektion und Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen entgegenwirkt, die in irgendeiner Form nicht der Norm entsprechen ( z.B. psychische Störungen, emotionale und soziale Defizite, Schwierigkeiten in der Verarbeitung von Lernstoff oderWahrnehmungsprobleme) SSA handelt professionell auf sozialpädagogischer Ebene, um die negativen Folgen von Individualisierung einerseits und Pluralisierung von Lebensformen andererseits aufzufangen, da Schule den Auftrag von Bildung und Erziehung nicht mehr ausreichend erfüllen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt eine Einführung in den Vergleich der Schulsozialarbeit in Niedersachsen und NRW auf Basis vorgegebener Fachliteratur und formuliert die zentrale Fragestellung nach den Unterschieden in beiden Ländern.
2. Definition Schulsozialarbeit: Es wird erläutert, dass Schulsozialarbeit als Knotenpunkt zwischen Jugendhilfe, Schule und Familie fungiert, mit dem Ziel, präventiv zu arbeiten, Benachteiligungen abzubauen und Schulerfolge zu fördern.
3. Rechtliche Grundlagen der Schulsozialarbeit: Dieses Kapitel stellt die Verankerung der Kooperation von Jugendhilfe und Schule im SGB VIII (§ 1, 11, 13, 81) sowie die länderspezifische Schulgesetzgebung dar.
4. Schulsozialarbeit in Niedersachsen: Die Ausgestaltung der Schulsozialarbeit wird anhand der Bereiche Klassische Schulsozialarbeit, Berufshilfe, Sonderschulen, Kooperationen und Innovationsprogramme detailliert dargestellt.
5. Schulsozialarbeit in Nordrhein-Westfalen: Der Fokus liegt hier auf der Betreuung von Schulkindern, Jugendarbeit und den spezifischen Strukturen der Schulsozialarbeit unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des Landes NRW.
6. Vergleich zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen: Es erfolgt eine kritische Gegenüberstellung der Arbeitsfelder, wobei auf unterschiedliche Schwerpunkte, Datenlagen und Kooperationsformen in beiden Bundesländern eingegangen wird.
7. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Unterschiede, insbesondere hinsichtlich der Zielgruppenorientierung und der Qualität der angebotenen Förderprogramme in beiden Bundesländern.
Schlüsselwörter
Schulsozialarbeit, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Jugendhilfe, Kooperation, SGB VIII, Ganztagsschule, Prävention, Schulgesetz, Jugendsozialarbeit, Schulerfolg, Bildung, Erziehungshilfe, Vergleich, Berufsvorbereitung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einem systematischen Vergleich der Schulsozialarbeit in den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit untersucht rechtliche Grundlagen, verschiedene Tätigkeitsbereiche wie die klassische Schulsozialarbeit, Berufshilfe, Betreuungsangebote sowie Kooperationsformen zwischen Schule und Jugendhilfe.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede zwischen der Schulsozialarbeit in Niedersachsen und der in Nordrhein-Westfalen herauszuarbeiten und die jeweiligen Intentionen der Programme zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine vergleichende Literaturanalyse basierend auf Fachpublikationen aus dem "Handbuch Kooperation von Jugendhilfe und Schule".
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der niedersächsischen Modelle, eine Analyse der NRW-spezifischen Ansätze sowie eine direkte vergleichende Gegenüberstellung der einzelnen Arbeitsbereiche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Schulsozialarbeit, Kooperation, Jugendhilfe, SGB VIII, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Prävention sind die maßgeblichen Begriffe.
Wie unterscheidet sich die Schwerpunktsetzung der beiden Bundesländer?
Während in Niedersachsen die Arbeit stark im Sonderschul- und Berufsschulbereich verankert ist, liegt der Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen deutlicher auf der Betreuung von Schulkindern im Grundschul- und Gesamtschulbereich.
Was kritisiert die Autorin an den Betreuungsangeboten?
Die Autorin weist darauf hin, dass Programme wie "Schule von 8 bis 1" oft als "Billigmodelle" ohne den Einsatz qualifizierter Fachkräfte fungieren und die Jugendhilfe sich dort teils auf rein organisatorische Aufgaben beschränkt.
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- Anja Schumacher Antonijevic (Author), 2005, Vergleich über die Schulsozialarbeit in Niedersachsen und Nordrhein Westfalen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44666