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Risikofaktoren, Folgen und Häufigkeit von Kindesmisshandlung. Frühe Hilfen im Kinderschutz

Titel: Risikofaktoren, Folgen und Häufigkeit von Kindesmisshandlung. Frühe Hilfen im Kinderschutz

Hausarbeit , 2017 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jessica Voet (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen breiten Überblick über das gegenwärtige Verständnis von Kindesmisshandlung zu geben. Zunächst wird der Begriff „Kindeswohlgefährdung“ näher erläutert. Im Weiteren Verlauf erfolgt die Definition von Kindesmisshandlung und den vier Unterformen Vernachlässigung, körperliche Misshandlung, psychische Misshandlung und sexueller Missbrauch. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Hausarbeit befasst sich mit den Risikofaktoren, den Folgen und der Häufigkeit von Kindesmisshandlung. Zum Schluss dieser Arbeit werden die rechtlichen Grundlagen und der Interventionsansatz der Frühen Hilfen dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Definition Kindeswohlgefährdung

2 Definition Kindesmisshandlung

2.1 Vernachlässigung

2.2 Körperliche Misshandlung

2.3 Psychische Misshandlung

2.4 Sexueller Missbrauch

3 Risikofaktoren

4 Folgen

4.1 Kurzzeitfolgen

4.2 Langzeitfolgen

5 Häufigkeit von Kindesmisshandlung

6 Rechtliche Grundlagen für Sozialarbeiter_innen

7 Frühe Hilfen im Kinderschutz

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über das aktuelle Verständnis von Kindesmisshandlung zu vermitteln, dabei verschiedene Formen der Misshandlung zu definieren, Risikofaktoren und Folgen zu beleuchten sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Interventionsansätze im Kinderschutz zu erläutern.

  • Definitionen und Formen der Kindesmisshandlung
  • Risikofaktoren für Kindeswohlgefährdung
  • Kurz- und Langzeitfolgen bei betroffenen Kindern
  • Statistische Häufigkeit und Dunkelziffer
  • Rechtliche Grundlagen und das Wächteramt des Staates
  • Interventionsansatz der Frühen Hilfen

Auszug aus dem Buch

2.3 Psychische Misshandlung

Unter psychischer Misshandlung werden „alle Handlungen oder Unterlassungen von Erziehungsberechtigten oder Betreuungspersonen, die Kinder ängstigen, überfordern, ihnen das Gefühl der eigenen Wertlosigkeit vermitteln und sie in ihrer psychischen und/oder körperlichen Entwicklung beeinträchtigen können“ (Egle et al. 1997, S. 24) verstanden. Diese Form der Misshandlung ist schwer festzustellen, da sie keine körperlichen Spuren hinterlässt. Laut Menzel-Bösing (2015, S. 30) lassen sich fünf Unterformen der psychischen Misshandlung unterscheiden: die Ablehnung, das Ausnutzen/Korrumpieren, das Terrorisieren, das Isolieren und die Verweigerung emotionaler Responsivität. Die Ablehnung meint ein ständiges Beschimpfen, Kritisieren und Erniedrigen des Kindes, sodass es sich wertlos und ungeliebt fühlt. Beim Ausnutzen/Korrumpieren wird das Kind oder der Jugendliche zu einem selbstzerstörerischen oder strafbaren Verhalten gezwungen. Terrorisieren äußert sich durch ängstigen, drohen und einschüchtern des Kindes. Isolieren meint das Fernhalten des Kindes von Außenkontakten. Hierbei wird dem Kind ein Gefühl der Einsamkeit vermittelt. Bei der Verweigerung emotionaler Responsivität werden die Signale des Kindes oder des Jugendlichen und seine Bedürfnisse nach emotionaler Zuwendung übersehen und nicht beantwortet (vgl. Menzel-Bösing 2015, S. 30). Umgekehrt zählt auch ein überbehütendes Verhalten und Erdrücken des Kindes mit Fürsorge zur psychischen Misshandlung. Das Kind hat keine Möglichkeiten sich zu entfalten. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass die Kinder in ihrer Entwicklung zurückbleiben, sich unsicher und/oder abhängig fühlen (vgl. Deegener 2005, S. 38; vgl. Alle 2012, S. 20).

Psychische Misshandlung kann vor allem bei jüngeren Kindern Entwicklungsverzögerungen hervorrufen. Bei Kleinkindern sind häufig Regulationsstörungen, beispielsweise Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus, zu beobachten. Bei älteren Kindern können sich Bindungsstörungen, affektive oder emotionale Störungen oder Störungen des Sozialverhaltens zeigen (vgl. Allroggen 2013, S. 22).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Kinderschutzes anhand medial präsenter Fälle und führt in die persönlichen Fragestellungen der Autorin ein.

1 Definition Kindeswohlgefährdung: Dieses Kapitel erläutert den unbestimmten Rechtsbegriff der Kindeswohlgefährdung und dessen Einordnung in das Grundgesetz sowie das BGB und SGB VIII.

2 Definition Kindesmisshandlung: Hier werden die verschiedenen Misshandlungsformen wie Vernachlässigung, körperliche sowie psychische Misshandlung und sexueller Missbrauch definiert und ihre Zusammenhänge dargestellt.

3 Risikofaktoren: Das Kapitel analysiert individuelle und soziale Merkmale, die das Risiko für Kindesmisshandlung erhöhen, wie etwa Arbeitslosigkeit oder eine gestörte Eltern-Kind-Beziehung.

4 Folgen: Die Auswirkungen von Misshandlung werden in kurzfristige kognitiv-emotionale oder somatische Symptome sowie langfristige Persönlichkeitsstörungen und soziale Defizite unterteilt.

5 Häufigkeit von Kindesmisshandlung: Es wird die Schwierigkeit der statistischen Erfassung aufgrund hoher Dunkelziffern thematisiert und die Polizeiliche Kriminalstatistik als Quelle angeführt.

6 Rechtliche Grundlagen für Sozialarbeiter_innen: Hier werden die gesetzlichen Handlungsvorgaben für das Jugendamt bei Verdachtsfällen und der Ablauf der Gefährdungseinschätzung dargelegt.

7 Frühe Hilfen im Kinderschutz: Dieses Kapitel beschreibt den Interventionsansatz der Frühen Hilfen, der als präventives Angebot Familien bei der Versorgung und Förderung ihrer Kinder unterstützt.

8 Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität des Themas zusammen und betont die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit sowie weiterer Forschung.

Schlüsselwörter

Kindesmisshandlung, Kindeswohlgefährdung, Vernachlässigung, Kinderschutz, Jugendamt, Frühe Hilfen, Risikofaktoren, Kurzzeitfolgen, Langzeitfolgen, Gewaltprävention, Rechtliche Grundlagen, Kindeswohl, Psychische Misshandlung, Körperliche Misshandlung, Interventionsansatz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Thema der Kindesmisshandlung, definiert die verschiedenen Formen der Misshandlung und beleuchtet die Rolle des Kinderschutzes sowie die rechtlichen Verantwortlichkeiten im deutschen Jugendhilfesystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Einordnung von Kindeswohlgefährdung, den unterschiedlichen Misshandlungsformen, den Risikofaktoren und Folgen für betroffene Kinder sowie den Interventionsstrategien im Bereich der Frühen Hilfen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen breiten und fundierten Überblick über den aktuellen Wissensstand zu Kindesmisshandlung zu bieten und die Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte in sozialen Arbeitsfeldern aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer fundierten Analyse aktueller Fachliteratur, gesetzlicher Regelungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse basiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition von Misshandlungsformen, eine Analyse der Belastungs- und Risikofaktoren, die Aufarbeitung von Folgen für die Entwicklung des Kindes sowie eine detaillierte Darstellung der gesetzlichen Pflichten des Jugendamtes.

Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Kindeswohlgefährdung, Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, Frühe Hilfen, Jugendhilfe, Kinderschutz und Risikofaktoren.

Was bedeutet das "staatliche Wächteramt" im Kinderschutz konkret?

Es beschreibt die verfassungsrechtlich verankerte Pflicht des Staates, in das elterliche Erziehungsrecht einzugreifen, wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist und die Eltern nicht in der Lage oder gewillt sind, diese Gefahr selbst abzuwenden.

Warum wird im Text der Begriff "Vernachlässigung der Vernachlässigung" verwendet?

Dieser Begriff verweist auf den wissenschaftlichen Mangel an fundierten Informationen zur Vernachlässigung von Kindern, obwohl sie in der Praxis eine der häufigsten Formen der Kindesmisshandlung darstellt.

Welche Bedeutung haben die "Frühen Hilfen" in der Arbeit?

Die Frühen Hilfen werden als ein zentraler Interventionsansatz vorgestellt, der darauf abzielt, bereits pränatal bis zum dritten Lebensjahr durch präventive Unterstützung die Erziehungsfähigkeit der Eltern zu stärken und Gefahren für das Kindeswohl frühzeitig abzuwenden.

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Details

Titel
Risikofaktoren, Folgen und Häufigkeit von Kindesmisshandlung. Frühe Hilfen im Kinderschutz
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Veranstaltung
Kulturwissenschaften und ästhetische Kommunikation
Note
1,3
Autor
Jessica Voet (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V446761
ISBN (eBook)
9783668826021
ISBN (Buch)
9783668826038
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kindesmisshandlung risikofaktoren folgen häufigkeit frühe hilfen kinderschutz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Voet (Autor:in), 2017, Risikofaktoren, Folgen und Häufigkeit von Kindesmisshandlung. Frühe Hilfen im Kinderschutz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446761
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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