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Medien als politisches Instrument - Propaganda im Nationalsozialismus und was wir daraus gelernt haben

Title: Medien als politisches Instrument - Propaganda im Nationalsozialismus und was wir daraus gelernt haben

Term Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabine Kubicek (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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„Kriege und bewaffnete Interventionen werden von vornherein als Public – Relations – Ereignisse geplant, Fragen ihrer dramaturgischen Inszenierung erlangen beinahe dieselbe Bedeutung wie die eigentliche politisch – militärische Planung“.

Der Autor dieses Zitates suggeriert, dass Medienmanipulation ein bestehendes Phänomen sei und schreibt den Medien sogar eine umfassende, bestimmende Rolle im politischen Entscheidungsprozess zu. Ist diese Aussage vertretbar, verständlich oder vielleicht sogar die objektive Sicht auf die bestehenden Verhältnisse?

Ziel dieser Arbeit ist es, diese Grundsatzfrage zu erörtern. Eine Frage in diesem Zusammenhang ist sicherlich der Ursprungspunkt dieses Gedankens: Einen entscheidenden Einschnitt in die Glaubwürdigkeit der Medien bietet der Nationalsozialismus aufgrund der vollkommenen Beherrschung durch die nationalsozialistische Ideologie. Wie konnte der Großteil der deutschen Bevölkerung auf solch eine umfassende Art und Weise manipuliert werden und welche Rolle spielte dabei Propaganda durch die Medien? Ist es weiterhin möglich, dass die heutige Gesellschaft die Augen vor einer ähnlich einschüchternden und manipulierenden Macht verschließt? Im Zeitalter moderner Technologien und damit zusammenhängender Möglichkeiten der Manipulation von Nachrichten aller Art sollte man den Gedanken der Glaubwürdigkeit nicht zu vertrauensvoll betrachten. Um dieses Thema zu bearbeiten, bietet die amerikanische Militärpropaganda im Irak – Krieg vielschichtiges Diskussionspotential und findet deswegen in dieser Hausarbeit genauso wie der Nationalsozialismus besondere Beachtung. Die folgende Aufschlüsselung von Propaganda und der damit verbundenen Manipulation am einzelnen Bürger aufgrund von Medien und deren Einfluss soll einen Einblick in Methoden, Instrumente und Einsatzgebiete geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition – Propaganda

2.1. Definition

2.2. Entwicklungsprozess des Begriffs Propaganda

3. Propaganda im Nationalsozialismus

3.1. Ebenen nationalsozialistischer Presselenkung

3.1.1. Rechtliche Ebene

3.1.2. Wirtschaftliche Ebene

3.1.3. Institutionelle Ebene

3.2. Gleichschaltung im nationalsozialistischen Sinn

3.2.1. Begriffserklärung Gleichschaltung

3.2.2. Die Gleichschaltung

3.3. Politik der Täuschung und Manipulation

4. Medienpropaganda – aktuell

4.1. Bildbearbeitung

4.2. Der Nachrichtenfaktor

5. Der bewusste Einsatz der Medien am Beispiel Irakkrieg

5.1. Embedding

5.2. Effekte und Folgen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle von Medien als politisches Instrument zur Manipulation der Bevölkerung zu erörtern, wobei der Nationalsozialismus als historischer Ausgangspunkt und der Irakkrieg als aktuelles Fallbeispiel analysiert werden.

  • Historische Methoden der nationalsozialistischen Propaganda und Presselenkung
  • Psychologische Mechanismen der Medienmanipulation und Inszenierung
  • Techniken der modernen Medienbeeinflussung am Beispiel des Irakkriegs
  • Konzept und Wirkung des "Embedded Journalism"
  • Bedeutung von Nachrichtenwerten und kritischer Medienkompetenz

Auszug aus dem Buch

3.3. Politik der Täuschung und Manipulation

Goebbels war einer der ersten Berufspolitiker, der erkannt hatte, dass Ereignisse eigens für Propagandazwecke inszeniert werden können und nutzte diese Erkenntnis in Verbindung mit gezielt eingesetzten Formulierungen.

„Wie ich schon betont habe, soll die Presse nicht nur informieren, sondern muss auch instruieren (…) Sie werden auch einen Idealzustand darin sehen, daß [sic] die Presse so fein organisiert ist, daß [sic] sie in der Hand der Regierung sozusagen ein Klavier ist, auf dem die Regierung spielen kann, daß [sic] sie ein ungeheuer wichtiges (…) Massenbeeinflussungsinstrument ist, dessen sich die Regierung (…) bedienen kann“.

Die Wirkung der Propaganda beruhte nicht auf ihrer vermeintlichen Originalität oder Raffinesse, sondern auf der Intensität und Konsequenz im Einsatz aller technischen und inszenatorischen Instrumente, die sich den nationalsozialistischen Propagandisten anboten. Der für die entstandene umfassende Manipulation des Volkes wohl entscheidende Punkt ist die Bedürfnisbefriedigung dessen. Die krisengeschüttelte Gesellschaft nahm die Propagandaformeln auf, ohne sie zu hinterfragen und ebnete so den Weg für manipulierte Nachrichten und die umfassende Wirkung der nationalsozialistischen Propaganda.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die zentrale Fragestellung ein, ob Medienmanipulation ein maßgeblicher Faktor im politischen Entscheidungsprozess ist, unter Verwendung historischer und aktueller Beispiele.

2. Begriffsdefinition – Propaganda: Dieses Kapitel definiert Propaganda als systematische Verbreitung politischer Ideen und beleuchtet die historische Entwicklung des Begriffs von einer positiven kirchlichen Konnotation bis zur heutigen negativen Wahrnehmung.

3. Propaganda im Nationalsozialismus: Hier werden die rechtlichen, wirtschaftlichen und institutionellen Strukturen der nationalsozialistischen Presselenkung sowie die Mechanismen der Gleichschaltung und bewussten Inszenierung detailliert dargelegt.

4. Medienpropaganda – aktuell: Der Fokus liegt auf modernen technologischen Möglichkeiten der Manipulation, insbesondere durch Bildbearbeitung und die selektive Anwendung von Nachrichtenfaktoren.

5. Der bewusste Einsatz der Medien am Beispiel Irakkrieg: Anhand des Irakkriegs werden moderne Strategien wie das "Embedding" von Journalisten und gezieltes Public Relation Marketing zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung untersucht.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Medien als Instrument der Politik eine zentrale Rolle einnehmen und appelliert an die Notwendigkeit kritischer Medienkompetenz durch den Nutzer.

Schlüsselwörter

Medien, Propaganda, Nationalsozialismus, Manipulation, Presselenkung, Gleichschaltung, Irakkrieg, Embedding, Nachrichtenfaktoren, Bildbearbeitung, öffentliche Meinung, Informationskrieg, Medienkompetenz, Politik, Inszenierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Medien als politisches Instrument zur Manipulation der öffentlichen Meinung.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Propagandapraxis im Nationalsozialismus sowie moderne Methoden der Kriegsberichterstattung und medialen Steuerung.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird untersucht, ob Medienmanipulation ein bestehendes Phänomen ist und welche bestimmende Rolle sie im politischen Entscheidungsprozess spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse sowie einen Vergleich zwischen historischen Strukturen (Nationalsozialismus) und modernen Fallbeispielen (Irakkrieg), ergänzt durch Literaturrecherche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Instrumente der nationalsozialistischen Presselenkung und die Techniken der amerikanischen Medienstrategie im Irakkrieg, inklusive der "Embedding"-Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Medienpropaganda, Gleichschaltung, Manipulation, Nachrichtenwerte und die Rolle der Journalisten als Gatekeeper.

Wie unterscheidet sich die Manipulation heute von der nationalsozialistischen Zeit?

Während der Nationalsozialismus auf totalitäre Zensur und Zwang setzte, arbeitet die moderne Manipulation subtiler mit technologischen Möglichkeiten, Bildbearbeitung und gezieltem Marketing.

Warum wurde der Irakkrieg als Fallbeispiel gewählt?

Der Irakkrieg dient als aktuelles Beispiel, um zu verdeutlichen, wie Public-Relation-Strategien und militärische Kontrolle der Medien zur Durchsetzung politischer Ziele eingesetzt werden.

Welchen Rat gibt die Autorin im Hinblick auf den heutigen Medienkonsum?

Die Autorin plädiert für ein geschärftes Bewusstsein und ein aktives, kritisches Hinterfragen der Informationen, anstatt authentisch wirkende Medienberichte ungeprüft zu akzeptieren.

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Details

Title
Medien als politisches Instrument - Propaganda im Nationalsozialismus und was wir daraus gelernt haben
College
Fresenius University of Applied Sciences Wien
Grade
1,0
Author
Sabine Kubicek (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V44676
ISBN (eBook)
9783638422277
Language
German
Tags
Medien Instrument Propaganda Nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Kubicek (Author), 2005, Medien als politisches Instrument - Propaganda im Nationalsozialismus und was wir daraus gelernt haben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44676
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