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Georg Simmel. Ästhetische Erfahrung und die Erhabenheit der Alpen

Titel: Georg Simmel. Ästhetische Erfahrung und die Erhabenheit der Alpen

Hausarbeit , 2018 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sascha Mangliers (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Berge - und insbesondere die Alpen - sind nicht nur in Hinblick auf ihren Nutzen für Alpinisten oder ihren Erholungswert für Urlauber und Ruhesuchende zu beurteilen, sondern sie bilden auch einen elementaren Gegenstand der Ästhetik. Ihre immense Höhe, ihre erschlagende Masse und nicht zuletzt ihre Symbolfunktion für den Menschen und dessen Alltag sind allesamt wichtige Kategorien der ästhetischen Anschauung. In dieser Arbeit geht es um den Philosophen und Soziologen Georg Simmel, der sich - obendrein als leidenschaftlicher Alpen-Fan - mit deren Ästhetik beschäftigte und dabei sein Augenmerk auf die "Erhabenheit" der Alpen legte. Dabei laufen Simmels Arbeitsschwerpunkte der Erkenntniswissenschaft, Ästhetik und Sozialphilosophie zusammen und münden in einem gesamtheitlichen Konzept der Erhabenheit. Flankierend zu Simmel, soll in dieser Arbeit eine Auseinandersetzung mit Immanuel Kant den zentralen Unterschied zwischen den ästhetischen Kategorien "Schönheit" und "Erhabenheit" verdeutlichen. Ein abschließender Blick auf die heutige literarische und literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Alpen" soll die Frage klären, inwiefern die Kategorie "Erhabenheit" auch im 21. Jh. noch aktuell ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Simmels Theorie

2.1. Erkenntnistheoretische Prämissen

2.2. Ästhetische Prämissen

2.3. Ästhetische Erkenntnis

3. Ästhetische Erkenntnis am Beispiel der Alpen

3.1. Die Alpen als Objekt ästhetischer Anschauung

3.2. Das Erhabene

3.3. Das Erhabene bei Kant

4. Der Erhabenheitsdiskurs

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Georg Simmels Konzept der ästhetischen Erkenntnis zu explizieren, indem sie seine erkenntnistheoretischen und ästhetischen Schriften zusammenführt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie sich dieser theoretische Rahmen konkret anhand des Begriffs der Erhabenheit und des Beispiels der Alpen manifestiert und wie sich Simmels Auffassung in den breiteren Erhabenheitsdiskurs einordnet.

  • Grundlagen der erkenntnistheoretischen und ästhetischen Prämissen bei Simmel
  • Analyse der Alpen als symbolischer Gegenstand ästhetischer Anschauung
  • Untersuchung des Begriffs der Erhabenheit im Kontext von Simmels Philosophie
  • Vergleichende Betrachtung mit Immanuel Kants Verständnis des Erhabenen
  • Einordnung Simmels in den geistesgeschichtlichen Diskurs zur Erhabenheit

Auszug aus dem Buch

3.2. Das Erhabene

Ausgangspunkt zur Bestimmung des Erhabenen ist das in Kapitel 2.2. erläuterte Prinzip der Unterscheidbarkeit von Objekten der Außenwelt. Simmel ist der Ansicht, dass wir allein deshalb unsere Sinne gezielt auf bestimmte Gegenstände richten, weil wir sie anhand ihrer äußeren Qualitäten (d. h. Merkmale) voneinander unterscheiden können. Dieses Prinzip der Unterscheidbarkeit scheint Simmel zu ergänzen, durch ein Prinzip der Gegensätzlichkeit. Die These, die dem Prinzip der Gegensätzlichkeit zu Grunde liegt, lautet:

„Jedes Ding mißt [sic!] sich an seinem anderen, jedes ist Pol zu einem Gegenpol, und so kann sich jede Wirklichkeit nur zu einem Eindruck in uns gestalten, indem dieser ein relativer ist, d. h. sich von etwas abhebt, das in der gleichen Reihe des Seins ihm entgegengesetzt ist.“

Jeder Eindruck also, den wir durch unsere sinnliche Wahrnehmung erhalten, beinhaltet stets einen notwendigen Bezug zu demjenigen Eindruck, der ihm entgegengesetzt ist. Nur dadurch, dass wir die Stille kennen, können wir Lärm überhaupt als solchen erkennen. Und genauso verhält es sich, so Simmel, zunächst auch bei der Betrachtung der Alpen: Wir können einen Berg nur insoweit als hoch erkennen, wie wir seine Höhe in eine Relation zu der Tiefe des Tals setzen können. Eine Besonderheit des Eindrucks kommt hingegen den Firnlandschaften zu. Zwar gilt auch hier, dass die Höhenlage der Firnlandschaften erst durch den Kontrast zu den Niederungen der Tiefebenen ihren Eindruck gewinnt, jedoch empfindet man dort die Höhe als Absolutes, ohne jede Relation zum Niedrigen. Simmel sprich von der „Paradoxie des Hochgebirges“, dass man, obwohl die Empfindung von Höhe durch ihren Gegenpol (Das Niedrige) bedingt ist, die unbedingte Höhe erst dann empfindet, wenn ihr Gegenpol verschwindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel skizziert die wissenschaftliche Positionierung Simmels als ganzheitlicher Theoretiker und legt den Aufbau sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.

2. Simmels Theorie: Hier werden die erkenntnistheoretischen und ästhetischen Grundlagen erarbeitet, die notwendig sind, um Simmels Begriff der ästhetischen Erkenntnis zu verstehen.

3. Ästhetische Erkenntnis am Beispiel der Alpen: In diesem Kapitel wird das theoretische Konzept auf den konkreten Gegenstand der Alpen angewendet, wobei die Erhabenheit als zentrale Kategorie identifiziert wird.

4. Der Erhabenheitsdiskurs: Das Kapitel ordnet Simmels Begriffsverständnis geistesgeschichtlich zwischen Immanuel Kant und zeitgenössischen Diskursen ein.

5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Simmels Verständnis ästhetischer Erkenntnis auf seinen philosophischen Prämissen basiert und er als fortschrittlicher Denker seiner Zeit fungiert.

Schlüsselwörter

Georg Simmel, ästhetische Erkenntnis, Erhabenheit, Alpen, Erkenntnistheorie, Soziologische Ästhetik, Naturästhetik, Immanuel Kant, Erhabenheitsdiskurs, Symbol, Wahrnehmung, kritischer Realismus, Metaphysik, Analogie, Geisteswissenschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Georg Simmels Theorie der ästhetischen Erkenntnis und deren Anwendung auf das Phänomen der Erhabenheit, insbesondere am Beispiel der Alpen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Bereiche Erkenntnistheorie, Ästhetik, die Philosophie der Landschaft und der historische sowie aktuelle Diskurs über den Begriff des Erhabenen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Simmels vermeintlich unzusammenhängende Theoriestränge zu einem ganzheitlichen Konzept ästhetischer Erkenntnis zu verknüpfen und dieses im Kontext der Erhabenheit zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philologisch-analytische Methode, indem sie Simmels Texte interpretiert und diese in einen theoretischen Zusammenhang mit zeitgenössischer Forschung sowie dem Denken Immanuel Kants setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erarbeitung der erkenntnistheoretischen und ästhetischen Grundlagen, die Analyse der Alpen als symbolischen Gegenstand und die Einordnung in den philosophischen Erhabenheitsdiskurs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie ästhetische Erkenntnis, Erhabenheit, Georg Simmel, Naturästhetik und Symbolcharakter charakterisiert.

Warum wählt Simmel gerade die Alpen als Anschauungsobjekt?

Simmel nutzt die Alpen, da sie als „symbolischer Gegenstand“ durch ihre gewaltige Masse und Höhe die Grenzen der menschlichen Wahrnehmung und Erkenntnisfähigkeit verdeutlichen.

Wie unterscheidet sich Simmels Erhabenheitsbegriff von dem Kants?

Während Kant die Erhabenheit stark auf die Vernunftleistung des Subjekts fokussiert, betont Simmel stärker das symbolische „Loslösen“ vom Physischen und eine affirmative Haltung zur Naturerfahrung.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Georg Simmel. Ästhetische Erfahrung und die Erhabenheit der Alpen
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Geisteswissenschaften)
Note
1,0
Autor
Sascha Mangliers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V446782
ISBN (eBook)
9783668836297
ISBN (Buch)
9783668836303
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Georg Simmel Ästhetik Erhabenheit Alpen Immanuel Kant Schönheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sascha Mangliers (Autor:in), 2018, Georg Simmel. Ästhetische Erfahrung und die Erhabenheit der Alpen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446782
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Leseprobe aus  24  Seiten
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