Das Humanisierungsprogramm der Arbeit (1974 ff) und seine Wirkungen


Hausarbeit, 2005

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
a. Charakteristik des „Humanisierungsprogramms der Arbeit“
I. Wann und von wem wurde das „Humanisierungsprogramm der Arbeit“ aufgelegt, und was verbirgt sich hinter dem Begriff Humanisierung im Zusammenhang mit Arbeit?

2. Hauptteil
a. Grundsätzliche Zielsetzung des Humanisierungsprogramms der Arbeit
b. Inhaltliche Schwerpunkte des Humanisierungsprogramms der Arbeit
I. Gesundheit/Sicherheit am Arbeitsplatz
II. Jugendarbeitsschutzgesetz
III. Arbeitszeit
IV. Mitbestimmungsrechte/Beteiligung
c. Wirkungen des „Humanisierungsprogramms der Arbeit“
I. Gesundheit/Sicherheit am Arbeitsplatz
II. Jugendarbeitsschutzgesetz
III. Arbeitszeit
IV. Mitbestimmungsrechte/Beteiligung

3. Schlußteil
a. Fazit

1. Einleitung

a. Charakteristik des „Humanisierungsprogramms der Arbeit“

Wann und von wem wurde das „Humanisierungsprogramm der Arbeit“ aufgelegt, und was verbirgt sich hinter dem Begriff Humanisierung im Zusammenhang mit Arbeit?

Das Humanisierungsprogramm der Arbeit wurde im Jahr 1974 von einer sozialliberalen Bundesregierung gemeinsam vom Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Arendt, und dem Bundesminister für Forschung und Technologie, Hans Matthöfer, der Öffentlichkeit vorgestellt.[1] Die Ministerien beschlossen im Zuge der Programmauflegung eine Einteilung in verschiedene Arbeitsschwerpunkte.

Das Ministerium für Arbeits- und Sozialordnung erarbeitete vorrangig die Themengebiete,

- Schutzdaten, Richtwerte und Mindestanforderungen an Maschinen sowie
- Grundlegende Mindestanforderungen an Anlagen und Arbeitsstätten.[2]

Das Ministerium für Forschung und Technologie beschäftigte sich mit den Themen der

- Entwicklung menschengerechter Arbeitstechnologien und der
- Erarbeitung von Modellen für Arbeitsorganisation und die Gestaltung von Arbeitsplätzen.

Die Verbreitung und Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Betriebserfahrungen wurde von beiden Ministerien wahrgenommen.

Trotz des vergleichsweise geringen Budgets des Programms zur Forschung und Humanisierung des Arbeitslebens[3], gewann es in den Jahren nach seiner Auflegung 1974, immer mehr an öffentlicher und politischer Aufmerksamkeit.[4]

Die große politische und öffentliche Bedeutung untermauerte der amtierende Bundeskanzler Helmut Schmidt in seiner Regierungserklärung im Jahre 1974, in der er genauer auf das Programm und seine Schwerpunkte einging[5]. Hierbei standen vor allem die Veränderungen des Arbeitssicherheitsgesetzes und des Jugendarbeitsschutzgesetzes im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Um eine bessere Umsetzung des Programms und deren Schwerpunkte zu ermöglichen wurden ad-hoc Gutachterausschüsse gebildet, die 1976/1977 in 11 Sachverständigenausschüsse erweitert und umgewandelt wurden. 1975 wurde zur Beratung der Ministerien ein programmbezogener Fachausschuss „Humanisierung des Arbeitslebens“ gebildet.[6] Die Aufgabenschwerpunkte des Fachausschusses lagen in der thematischen Beratung und der Empfehlungsgebung gegenüber den von den Veränderungen des Humanisierungsprogramms betroffenen Ministerien, sowie in der finanziellen Vorausplanung der einzelnen projektbezogenen Arbeiten, die im Zusammenhang mit dem Humanisierungsprogramm standen. Der Ausschuss war drittelparitätisch aus Wissenschaftlern, Gewerkschaftlern und Arbeitsgebervertretern besetzt.[7] Das Humanisierungsprogramm der Arbeit endete im Jahr 1989.

2. Hauptteil

a. Grundsätzliche Zielsetzung des Humanisierungsprogramms der Arbeit

Besonders Unternehmen der Grundstoffverarbeitung und der Massenfertigung entwickelten im Zuge der Technisierung der Arbeitsabläufe und der seit Ende der sechziger Jahre verstärkten Rationalisierung des Arbeitskrafteinsatzes besondere Methoden um die Produktivität zu erhöhen[8]. Diese Veränderungen der Arbeitsabläufe und die damit verbundene Mehrbelastung für den Arbeitnehmer durch eine gesteigerte Arbeitsintensität, führten zu einem sich immer lauter in der Bevölkerung hervortuenden Bedürfniss nach einer Humanisierung der Arbeit bzw. nach einer Berücksichtigung der materiellen und postmateriellen Bedürfnisse der Arbeitnehmer. Im Jahre 1973 wurde die sich durch die Erhöhung der Arbeitsintensität hervortuende Arbeitsunzufriedenheit durch einen Streik der IG Metall in Nordwürtenberg/Nordbaden deutlich. Die Arbeitnehmer hatten die bis dahin vornehmlich herrschende Zurückhaltung gegenüber den Arbeitgebern aufgegeben und forderten mit Mitteln des Arbeitskampfes erstmals neben den bereits bekannten Forderungen nach mehr Lohn/Gehalt auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Dieser Forderungen der Arbeitnehmer nach besseren Arbeitsbedingungen probiert das Humanisierungsprogramm der Arbeit mit seiner definierten Zielausrichtung gerecht zu werden.

[...]


[1] Vgl.Hans Matthöfer, 1977, Seite 9

[2] Vgl. Else Fricke/Giesela Notz/ Wilgart Schuchhardt,1982, Seite 17

[3] Vgl. Bundeshaushaltpläne der Jahre 1974, 1975, 1976, Erschienen 1974,1975, 1976 Titel 68319

[4] http://doku.iab.de/mittab/1981/1981_3_MittAB_Salfer_Furmaniak.pdf),(8.4.2005)

[5] Vgl.http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/NeueHerausforderungen_redeRegierungserklaerung Schmidt1975

[6] Vgl. Else Fricke/Gisela Notz/ Wilgart Schuchhardt,1982 Seite 19

[7] Vgl. Bundesministerium für Forschung und Technologie (Hrsg),1979, Seite. 26

[8] Hans Matthöfer, 1977, Seite 22.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Das Humanisierungsprogramm der Arbeit (1974 ff) und seine Wirkungen
Hochschule
Universität Hamburg
Veranstaltung
Soziologie der Arbeitswelt
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
13
Katalognummer
V44690
ISBN (eBook)
9783638422383
ISBN (Buch)
9783638811781
Dateigröße
457 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Bei der Hausarbeit handelt es sich um eine schriftliche Niederlegung über das "Humanisierungsprogramm der Arbeit. Das Humanisierungsprogramm, welches von Hans Matthöfer, dem damaliegen betr. Bundesminister aufgelegt wurde, umfaßt u.a. die Bereiche Sicherheit am Arbeitsplatz, Jugenarbeitsschutzgesetz, Mitbestimmungsrechte. Viel Spaß beim downloaden!
Schlagworte
Humanisierungsprogramm, Arbeit, Wirkungen, Soziologie, Arbeitswelt
Arbeit zitieren
Christian Eckermann (Autor), 2005, Das Humanisierungsprogramm der Arbeit (1974 ff) und seine Wirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44690

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