Professionelle Beratung in der sozialen Arbeit

Ein Blick auf den systemischen und klientenzentrierten Beratungsansatz, sowie die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung von Beratung


Hausarbeit, 2018
21 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Ann herung
2.1 Begriffsdefinition allgemeine Beratung
2.2 Sozialp dagogische Beratung in der sozialen Arbeit

3. Die verschiedenen Beratungsans tze, ihre Anwendung in der Praxis und ihre Bedeutung
3.1 Systemischer Beratungsansatz
3.2 Klientenzentrierter Beratungsansatz
3.3 AnwendungsMöglichkeiten der Beratungsans tze in der sozialen Arbeit
3.4. Gesellschaftliche und individuelle Bedeutung von Beratung

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese wissenschaftliche Hausarbeit wirft einen Blick auf die professionelle Beratung in der sozialen Arbeit. Dem Leser und der Leserin sollen dabei zuallererst die Begrifflichkeiten von „allgemeiner Beratung“ und „sozialp dagogischer Beratung in der sozialen Arbeit“ n hergebracht werden. Dies wird erm glicht, indem der Leser und die Leserin einen berblick ber verschiedene Formen und Phasen der Beratung bekommen, sowie ber die Professionalitätsmerkmale, die sie ausmachen. Anschlie end wird versucht die Unterschiede der „allgemeinen Beratung“ zur „sozialp dagogische Beratung in der sozialen Arbeit“ herauszuarbeiten und die Rolle der sozialp dagogischen Beratung für Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen beleuchtet. Zudem werden die für die Beratung verschiedenen relevanten tätigkeitsfelder benannt und Ziele im Rahmen sozialarbeiterischen Handels er rtert.

Darauffolgend wird der Fokus konkret auf zwei verschiedene Beratungsans tze gelegt: den systemischen Beratungsansatz und den klientenzentrierten Beratungsansatz. Dabei wird zun chst auf die Entstehungsgeschichte der einzelnen Ans tze eingegangen, um anschlie end die wesentlichen Merkmale der Ans tze zu erl utern. Zudem werden die verschiedenen Rollendynamiken zwischen Berater und Klient bzw. Klientin betrachtet, um im Anschluss beide Ans tze miteinander zu vergleichen und die Basis für den Hauptteil der wissenschaftlichen Arbeit zu schaffen.

Im n chsten Abschnitt geht es dann um die konkreten AnwendungsMöglichkeiten beider Beratungsans tze in der sozialen Arbeit. Hierbei wird auf die verschiedenen Techniken und Methoden der Beratungsans tze eingegangen und der wesentliche Kernunterschied ihrer Grundkonzepte, Vorgehensweisen und Ziele herausgearbeitet. Zur Abrundung der wissenschaftlichen Ausarbeitung soll die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung von Beratung beleuchtet werden und zwar nicht nur im Feld der sozialen Arbeit, sondern als wichtiges Instrument des gesellschaftlichen Miteinanders.

Diese Hausarbeit soll mit ihrer Thematik einen kurzen berblick ber den aktuellen Forschungsstand zum Thema „professionelle Beratung in der sozialen Arbeit“ geben und einen Beitrag zur empirischen und qualitativen Bildungsforschung leisten.

2. Begriffliche Ann herung

2.1 Begriffsdefinition allgemeine Beratung

„Beratung ist ‚eine freiwillige kurzfristige, soziale Interaktion zwischen mindestens zwei Personen. Das Ziel der Beratung besteht darin, in einem gemeinsam verantworteten Beratungsprozess die Entscheidungs- und damit Handlungssicherheit zur Bew ltigung eines aktuellen Problems zu erh hen. Dies geschieht in der Regel durch die Vermittlung vom neuen Informationen und/oder durch die Analyse, Neustrukturierung und Neubewertung vorhandener Informationen‘.“ (Schwarzer/Posse 2005: 139)

Diese Definition von Schwarzer und Posse gibt einen kleinen Einblick, wie man den Begriff der Beratung fassen kann. Das Wirtschaftsmagazin Conplore (o.J.) definiert Beratung hingegen wie folgt:

„[...] als ein in sich stark differenziertes Segment des Dienstleistungssektors, das die professionelle Beratung von Unternehmen, Institutionen und Personen zu diversen fachlichen Themenstellungen zum Gegenstand hat. Die Beratungsleistungen und -konzepte zielen regelm ig auf bestimmte Probleme eines Beratungskunden ab.“

Die Definitionen von Beratung unterscheiden sichtbar je nach Kontext, sodass sich keine allgemeing ltige Definition tätigen l sst. Beratung steht immer in Verbindung mit zwischenmenschlicher Kommunikation, bei der es darum geht, ein Problem im Kontext einer schwierigen Situation zu bew ltigen, dies gilt in allen Auslegungen von Beratung.

Man unterscheidet zwischen drei Formen der Beratung: der informellen Beratung, die meist zwischen Freunden stattfindet und der halbinformellen Beratung, die im beruflichen Kontext stattfindet, beispielsweise durch Lehrkr fte oder rzte bzw. rztinnen. Die formalisierte Beratung hingegen, findet oft im p dagogischen und psychologischen Berufen statt, in konkreten Beratungsstellen. Ganz gleich welche Form der Beratung Anwendung findet, ihr Ziel ist es Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, indem die Beraterperson der ratsuchenden Person hilft, ihre oder seine Handlungs- und EntscheidungsMöglichkeiten zu erkennen und zu verbessern (vgl. Schnebel 2013: 15 f.).

Die Professionalität der Beratung, und damit der wesentliche Unterschied zwischen der informellen und halbinformellen Beratung, liegt darin, dass die Beratungssituation in einem ausgew hlten Rahmen stattfindet, beispielsweise ort- und zeitbestimmt, und die Beraterperson auf Grundlage einer anerkannten Ausbildung und mit professionellen Methoden arbeitet (vgl. Schnebel 2013: 15 f.; Sickendick et.al 2002: 13). Dies beschreibt die Beratertätigkeit der halbinformellen Beratung, w hrend die informelle Beratung meist spontan im Alltag stattfindet, indem einer Person eine h here F higkeit der Beratung zugesprochen wird. Professionelle Beratung findet beispielsweise in der Unternehmensberatung, der Lebensberatung oder der Steuerberatung statt, aber auch in psychologisch-p dagogischen Bereichen, wie beispielsweise bei der Sexualberatung, der Suchtberatung oder der Jugendberatung (vgl. Sch fter 2010: 15).

Beratung l sst sich trotz ihrer Vielseitigkeit durch bestehende Prinzipien in einen Rahmen fassen. Die Beratungssituation fordert Freiwilligkeit, die sowohl vom Beratenden als auch vom Ratsuchenden ausgehen muss, ganz gleich wie oft eine Beratungssituation auftritt. Des Weiteren m ssen die Unabh ngigkeit und die Unparteilichkeit beider Parteien gegeben sein, denn nur in einer freien, so weit wie m glich unvoreingenommenen Situation, kann die professionelle Beratung ihr ganzes Potenzial aussch pfen. Ein weiteres wichtiges Prinzip der professionellen Beratung stellt die Vertraulichkeit dar, nur wenn diese gegeben ist, ist es m glich Erwartungen, Ziele, Probleme und L sungen zu vereinen. Vollkommen selbstverst ndlich für die professionelle Beratung ist die bereits oben genannte fachliche Kompetenz der Beratungsperson. Zuletzt ist die Verantwortung ein wichtiges zu beachtendes Prinzip, denn nur mit einer klaren Verantwortungsstruktur können notwendige Schritte eingeleitet werden (vgl. Schnebel 2012: 16-17).

Beratung kann als Prozess verstanden werden, der einmal oder mehrmals stattfinden und in verschiedene Phasen eingeteilt werden kann. Diese Phasen sind die Vorbereitung des Gespr ches, die Beziehungs- und Situationskl rung, die Themen- bzw. Problemdefinition mit anschlie ender Analyse, die Herausarbeitung von L sungs- und Kompetenzstrategien, sowie der Abschluss des Beratungsgespr chs (vgl. Dr. Petronella/ Landerer 2004). Wichtig dabei ist es sich zu verinnerlichen, dass diese Phasen lediglich theoretisch-prozesshafte Abbildungen von Beratung sind und nicht die Realität abbilden, denn jede Beratungssituation ist individuell und kontextabh ngig (vgl. Sch fter 2010: 17). Aus den verschiedenen Auslegungen von Beratung lassen sich, zus tzlich zu den Phasen, Gemeinsamkeiten herausfiltern, die als Strukturen jeder professionellen Beratung angesehen werden können. Zum einen handelt es sich im Prozess der Beratung immer um eine zielgesteuerte Situation, die mit einer gewissen Erwartungshaltung zum gegebenen und zum zuk nftigen Zustand beginnt, zum anderen werden Ver nderungsMöglichkeiten angef hrt, die mit einer gewissen Einsch tzung einhergehen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges der gew hlten Möglichkeiten ist (vgl. Schnebel 2012: 18).

Wie wichtig die Beratung im p dagogischen Bereich ist, wird am Beispiel der p dagogischen Beratung in der sozialen Arbeit deutlich, wie im n chsten Abschnitt erl utert, denn „Beratung kann sowohl pr ventiv als auch interventiv bzw. kurativ eingesetzt werden. Vor allem im p dagogischen Bereich geht es bei Beratung immer auch um Pr vention“ (Schnebel, 2012: 17).

2.2 Sozialp dagogische Beratung in der sozialen Arbeit

Es ist nicht m glich die Begrifflichkeit der „p dagogischen Beratung“ von der Begrifflichkeit der „allgemeinen Beratung“ abzutrennen, um sie als gesonderte Beratungszweige zu erl utert, denn die Wurzeln der Beratung ragen tief ins Feld der P dagogik hinein. Dennoch, lassen sich Merkmale aufstellen, die die Begrifflichkeit der „p dagogischen Beratung“ als sinnvoll belegen:

„Von p dagogischer Beratung kann man sprechen, wenn Beratungsbedarf in einem erzieherischen Handlungsfeld besteht. Dabei geht es um die Gestaltung von Lernprozessen.“ (Krause et al. 2003: 25)

Ein zentrales Thema in der P dagogik ist die Frage nach der Freiheit, M ndigkeit und Selbstsorge, demnach besch ftigt sie sich auch mit Faktoren, die diese Freiheit und M ndigkeit verhindern. Ein Feld der p dagogischen Beratung ist die soziale Arbeit. Welche Rolle die Beratung in der sozialen Arbeit einnimmt, variiert jedoch nach Begriffsdefinition. Manche Begrifflichkeiten setzen Beratung und soziale Arbeit gleich, andere sehen Beratung als einen essentiellen Teilaspekt der sozialen Arbeit, wiederum andere kritisieren, dass Beratung, aufgrund der damit einhergehenden Degradierung anderer Arbeitsformen, nicht als h herwertiger Aspekt betrachtet werden darf. Sch fter definiert die Beratung als „vereinheitlichendes Moment für die Soziale Arbeit, da Beratung in beinahe jeder Art der Zusammenarbeit von Fachkr ften mit KlientInnen geleistet wird“ (Rohner 2013: 144).

Das psychosoziale Beratungsangebot in der sozialen Arbeit ist vielf ltig und erlaubt einen Einblick in die Komplexität unserer modernen Gesellschaft. Das Angebot behandeltäthemen wie Aids, Beruf, Ehe, Familie, Gesundheit, Schwangerschaft, Scheidung, Sexualität, Sucht oder Ausland und Migration (vgl. Sch fter 2010: 20). Die sozialp dagogische Beratung bezieht sich auf eine bestimmte Zielgruppe, in der die Kompetenz des Beraters besonders spezialisiert ist, wie beispielsweise Jugendliche, Senioren oder auch ortsspezifische Kompetenzen. Eindeutig ist allerdings, dass es keine eindeutigen Kennzeichen der Beratung in der sozialen Arbeit gibt, die sie deutlich von anderen Beratungsfeldern abgrenzt. Es lassen sich allerdings Tendenzen auffinden, die sich besonders oft in Beratungssituationen der sozialen Arbeit abbilden. Sozialp dagogische Beratung in der sozialen Arbeit ist dadurch gekennzeichnet, dass zun chst alle Problematiken des zust ndigen Bereichs auf den Sozialarbeiter oder die Sozialarbeiterin treffen. Dabei filtert der Sozialarbeiter oder die Sozialarbeiterin erst nach einer kompletten Erl uterung der aktuellen Lage mit einem Klienten oder einer Klientin, inwieweit sich die Situation aus dem Berufsfeld der sozialen Arbeit l sen l sst, oder inwiefern weitere Personen und Ma nahmen hinzugezogen werden m ssen. Der Sozialarbeiter oder die Sozialarbeiterin ist im ersten Schritt der Beratung somit allzust ndig (vgl. Sch fter 2010: 21).

Des Weiteren ist die Vielf ltigkeit der Klienten und Klientinnen in der sozialen Arbeit ein markanter Punkt ihrer Arbeit, denn sie lebt von verschiedenen Hintergr nden, verschiedenen Eindr cken, Intentionen und Zielen. Dabei liegt eine wichtige und bliche Aufgabe der sozialen Arbeit im Bereich der Konflikt- und Krisenbew ltigung. Es geht darum, immer den individuellen, gleichzeitig aber auch den gesellschaftlichen Kontext im Blick zu behalten, denn

„Beratung ist ein allt gliches und ein lebenslanges Angebot, auf das in verschiedenen Lebenslagen zur ckgegriffen werden kann (biographische Lebensbr che, Krisen etc.). Wegen der beschriebenen Vielfalt kann Beratungshandeln methodisch nicht auf spezifische Vorgehensweisen eingegrenzt werden.“ (Sch fter, 2010: 21)

Die Klienten und Klientinnen, mit denen Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen in Kontaktätreten, weisen meist Lebensentw rfe auf, die vom vorgegebenen gesellschaftlichen Idealverlauf abweichen. An dieser Stelle ist es allerdings wichtig anzumerken, dass es keinen konkreten Idealverlauf gibt, der an exakten Punkten festgemacht werden kann, daher ist diese Begrifflichkeit stets kritisch zu hinterfragen. Daraus erschlie t sich dennoch, dass ein weiteres Merkmal der sozialen Arbeit ihr starker Fokus auf die Pers nlichkeit und Individualität ist, sowie ihr Engagement und die Interaktionen auf Basis einer vertraulichen Beziehungsebene zu gestalten um l sungsorientiert beraten zu können (vgl. Sch fter 2010: 20-21).

Mollenhauer, P dagoge und Vertreter der kritischen Erziehungswissenschaft, definierte verschiedene Stätzpunkte für die Beratung in p dagogischen Beratungsstellen, vor allem im Bereich der sozialen Arbeit. für ihn ist es von besonderer Wichtigkeit sich folgendes klarzumachen: der Ratsuchende sucht im Hinblick auf eine Entscheidungsvorbereitung immer Rat auf, indem er sich vom Berater ein aktives Zuh ren, sowie die M glichkeit gemeinsam L sungen zu erarbeiten, w nscht. Der Berater kann sich in seiner Rolle den Thematiken objektiver gegenstellen und sich damit ein gutes Bild der Gesamtsituation schaffen. Dem Ratsuchenden geht es dabei aber nicht um H rigkeit und Zwang, auch nicht um einen Prozess, der zum Schluss ein festes, unumg ngliches Ende mit sich zieht.: „Der p dagogische Sinn der Beratung liege darin, dass sie die Selbstf higkeiten, die Produktivität, die Rationalität und die Phantasie des Ratsuchenden anspricht“ (vgl. Gr ning 2011: 35). Die Aufgabe der Beratung ist damit zusammenfassend ein kritisches Selbst- und Weltverh ltnis, indem es die M glichkeit der distanzierten Betrachtung des gegebenen Problems ergreift (vgl. Gr ning 2011: 35).

3. Die verschiedenen Beratungsans tze, ihre Anwendung in der Praxis und ihre Bedeutung

3.1 Systemischer Beratungsansatz

Die systemische Beratung ist ein Beratungszweig, der aus der Familienberatung und -therapie entstanden ist. In den 1950er Jahren begannen Berater und Therapeuten, sich von Einzel- und Gruppentherapien zu distanzieren und ihren Fokus auf die Familie zu legen. Mit dieser Entscheidung entwickelte sich schnell eine systemische Perspektive, die viele Bereiche des Lebens umfasste, und zwar nicht nur den des famili ren Bereichs, wie beispielsweise die Beziehungsberatung oder die Kommunikationsberatung. Mit der Abl sung von traditionellen Vorgehensweisen in der Therapie und Beratung, gewann die systemische Beratung an Bedeutung in der sozialen Arbeit. Dort wird sie auch „systemisch inspirierte Sozialarbeit“ oder „systemorientierte Sozialp dagogik“ genannt (vgl. Michel-Schwartze 2009: 157).

„Die systemische Beratung dient als Strukturierungsinstrument in der Zusammenarbeit zwischen Berater und Klient/in, indem sie die interaktive Konstruktion eines ‚Falls‘ leiten und das Handeln im Praxisfeld strukturieren (kann).“ (Michel-Schwartze 2009: 158)

Sie wird durch verschiedene Aspekte gekennzeichnet, beispielsweise durch ihren Denkansatz und Arbeitsansatz. Der Denkansatz der systemischen Beratung erkennt die Autonomie der Interaktion und Kommunikation an, indem er die Wechselseitigkeit von der kommunizierenden und der interagierenden Person betrachtet. So ist es m glich nicht ausschlie lich einzelne Merkmale der Individuen zu betrachten, sondern sie im System als Ganzes wahrzunehmen. Wenn St rungen auftreten, werden diese im systemischen Denkansatz dem Individuum nicht als negative Gef hlslage zugeschrieben, sondern gelten als interaktionelle Probleme, die es zu l sen gilt. Der Arbeitsansatz dieses Beratungszweiges versteht den Beratungsprozess weniger linear als zirkul r, d.h. es wird nicht von einer simplen Ursache-Wirkung ausgegangen, sondern von einem kreisfürmig verlaufenden Prozess. Im der Beratungssituation wird Ver nderung angeregt, indem durch Fragen neue Informationen in das System des Klienten bzw. der Klientin integriert werden, um die bestehenden Interaktionsformen zu ver ndern (vgl. Michel-Schwartze 2009: 160):

„[...] Ziele der systemischen Beratung sind (es), die Klienten für alternative Denk-, Wahrnehmungs- und Interaktionsmuster zu ffnen, um so neue Verhaltensoptionen zu erm glichen sowie Lern- und Erneuerungsprozesse zu initiieren und zu begleiten, um Menschen in Systemen und/ oder Systeme berlebensf higer, erfolgreicher und effizienter zu machen. Im Idealfall kann die systemische Beratung mehr gegenseitiges Verst ndnis, Toleranz und achtsameren Umgang fürdern.“ (M ller o.J.)

Dies kann erm glicht werden, indem Berater, die individuellen Potenziale des Klienten oder der Klientin anhand seiner Vorgaben und Ziele insofern herausarbeiten, als dass sie anschlie end in den beruflichen-, wie auch privaten Kontext des Klienten oder der Klientin integrierbar sind (vgl. M ller o.J.).

Letztlich orientieren sich die Berater des systemischen Ansatzes an den vorhandenen Ressourcen des Klienten oder der Klientin, um l sungsorientiert voranschreiten zu können. Das bedeutet, dass die Grundeinstellung des systemischen Ansatzes in den Begrifflichkeiten der Zirkularität und des Konstruktivismus verankert ist. Konstruktivismus meint dabei die Subjektivität der Realität, die nie unabh ngig vom Beobachter beschrieben werden kann. (vgl. B ttner/ Quindel 2013: 65-66; Michel-Schwartze 2009: 160). Auf die Methodiken des systemischen Ansatzes wird konkret im Abschnitt „AnwendungsMöglichkeiten der Beratungsans tze in der sozialen Arbeit“ eingegangen.

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Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Professionelle Beratung in der sozialen Arbeit
Untertitel
Ein Blick auf den systemischen und klientenzentrierten Beratungsansatz, sowie die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung von Beratung
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V446972
ISBN (eBook)
9783668833432
ISBN (Buch)
9783668833449
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Professionelle Beratung, soziale Arbeit, systemische Beratung, klientenzentrierte Beratung
Arbeit zitieren
BA Lilly Lehmann (Autor), 2018, Professionelle Beratung in der sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446972

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