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Kinderarbeit in Deutschland. Ein soziokulturelles Phänomen als gesellschaftliches Problem und Herausforderung einer funktional hochdifferenzierten Gesellschaft

Title: Kinderarbeit in Deutschland. Ein soziokulturelles Phänomen als gesellschaftliches Problem und Herausforderung einer funktional hochdifferenzierten Gesellschaft

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Kinderarbeit in Deutschland als soziokulturellem Phänomen und Herausforderung einer funktional hochdifferenzierten Gesellschaft. Hört man das Thema „Kinderarbeit“ oder berichten die Medien davon, sieht man häufig Bilder von Kindern aus Entwicklungsländern, welche unter menschenunwürdigen Bedingungen schwerste Tätigkeiten verrichten müssen, als Kindersoldaten mit Waffen hantieren oder junge Mädchen, die der Zwangsprostitution nachgehen. Was aber in den meisten Berichterstattungen zum Thema Kinderarbeit untergeht, ist zum Einen die Tatsache, dass es auch in einem hochentwickelten und reichen Industrieland wie Deutschland, Kinderarbeit gibt und zum Anderen, dass Kinderarbeit fast ausschließlich im negativen Sinne betrachtet wird und keine Differenzierung stattfindet. Das Ziel der Arbeit ist es, Kinderarbeit nicht nur als gesellschaftliches Problem zu sehen, sondern auch den soziokulturellen Hintergrund der arbeitenden Kinder zu beleuchten und die Konsequenzen eines generellen Verbots der Kinderarbeit - dessen Forderung allgegenwärtig ist - zu erläutern. Der erste Teil der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit Kinderarbeit als soziokulturellem Phänomen. Hierbei wird auf den Begriff der Kinderarbeit und deren rechtlichen Rahmenbedingungen eingegangen, mit einem anschließendem Zwischenfazit welches auf die Kinderarbeit als gesellschaftliches Problem eingeht. Der zweite Teil fokussiert Kinderarbeit in funktional hochdifferenzierten Gesellschaften, in dieser Arbeit am Beispiel Deutschlands. Hierzu findet ein geschichtlicher Abriß zur Entwicklung der Kinderarbeit in Deutschland statt, auf dessen Basis anschließend eine Betrachtung des heutigen Standes folgt. Im Zuge dessen schließt sich ein Einblick in die Kinderarbeit in funktional weniger differenzierten Gesellschaften, hier unter anderem am Beispiel der Andenkultur in Peru, an. Anschließend wird ein eventuelles Verbot von Kinderarbeit im Kontext unterschiedlicher Gesellschaftsformen diskutiert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kinderarbeit als ein soziokulturelles Phänomen

2.1 Zum Begriff Kinderarbeit

2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen

2.3 Zwischenfazit: Kinderarbeit als ein gesellschaftliches Problem?

3. Kinderarbeit als Herausforderung von funktional hochdifferenzierten Gesellschaften

3.1 Geschichtlicher Abriss zum Phänomen Kinderarbeit in Deutschland

3.2 Kinderarbeit in der funktional hochdifferenzierten Gesellschaft Deutschlands

3.3 Kinderarbeit in weniger funktional differenzierten Gesellschaften weltweit

3.4 Konsequenzen eines Verbots von Kinderarbeit im Kontext unterschiedlicher Gesellschaftsformationen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Kinderarbeit als ein soziokulturelles Phänomen und hinterfragt die einseitige Wahrnehmung als reines gesellschaftliches Problem. Das Ziel ist es, den soziokulturellen Hintergrund der arbeitenden Kinder zu beleuchten und die Folgen eines generellen Verbots kritisch zu diskutieren.

  • Soziokulturelle Dimensionen von Kinderarbeit
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und internationale Konventionen
  • Geschichtliche Entwicklung der Kinderarbeit in Deutschland
  • Vergleich zwischen hochdifferenzierten und weniger differenzierten Gesellschaften
  • Kritik an der pauschalen Stigmatisierung arbeitender Kinder

Auszug aus dem Buch

2.1 Zum Begriff Kinderarbeit

Laut dem, im Fachlexikon der Sozialen Arbeit verfassten Text von Manfred Liebel, ist Kinderarbeit Folgendes: „Kinderarbeit ist jede Tätigkeit von Kindern, die zur Befriedigung lebensnotwendiger Bedürfnisse beiträgt. Diese Definition erfasst neben der Lohnarbeit auch selbstständige Arbeit, gemeinschaftliche Arbeit in indigenen Kulturen und in der Solidarischen Ökonomie sowie (meist) unbezahlte Arbeit in privaten Haushalten. K. ist heute überall in der Welt verbreitet. Im globalen Süden dient sie vor allem dem Überleben in Armut. Im eher wohlhabendem Norden arbeiten Kinder oft, um früher selbstständig zu sein. K. umfasst ein weites Spektrum, das von sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen bis zu Arbeitsformen reicht, welchen die Menschenwürde und Rechte der Kinder achten. Um die Auswirkungen der Arbeit auf Kinder zu erkennen, müssen die Arbeitsbedingungen und der soziokulturelle Kontext berücksichtigt sowie Vor und Nachteile unter Beachtung der aktuellen Lebenssituation abgewogen werden.

In den meisten Staaten ist Erwerbsarbeit bis zu einem bestimmten Alter (meist bis 14. LJ) gesetzlich verboten. Die internationale Arbeitsorganisation (ILO) bekämpft vor allem die „schlimmsten Formen der K.“. Die Durchsetzung der Schulpflicht gilt hierfür als besonders geeignetes Mittel. Kindergewerkschaften im Süden fordern dagegen für sich ein „Recht, in Würde zu arbeiten“, um sich besser gegen Ausbeutung und Misshandlungen bei der Arbeit wehren zu können. Sie setzen sich für gerechtere Lebensverhältnisse und bessere Bildungsmöglichkeiten ein.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, definiert das Ziel der Untersuchung und grenzt das Forschungsfeld auf das soziokulturelle Phänomen Kinderarbeit ein.

2. Kinderarbeit als ein soziokulturelles Phänomen: Hier werden der Begriff der Kinderarbeit definiert, rechtliche Rahmenbedingungen aufgezeigt und in einem Zwischenfazit der Status von Kinderarbeit als gesellschaftliches Problem hinterfragt.

3. Kinderarbeit als Herausforderung von funktional hochdifferenzierten Gesellschaften: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung in Deutschland, analysiert die aktuelle Lage und vergleicht diese mit anderen Gesellschaftsformen, bevor Konsequenzen eines Verbots diskutiert werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass Kinderarbeit differenziert betrachtet werden muss und fordert eine Stärkung der Rechte statt eines pauschalen Verbots.

Schlüsselwörter

Kinderarbeit, Soziokultur, Industrieland, Entwicklungsländer, Kinderrechtskonvention, Jugendarbeitsschutz, Andenkultur, Manfred Liebel, Ausbeutung, Kinderrechte, Gesellschaftsform, Schulpflicht, Sozialisation, Arbeitsbedingungen, Armutsbekämpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Kinderarbeit als ein soziokulturelles Phänomen und untersucht, warum eine pauschale Verurteilung als bloßes gesellschaftliches Problem zu kurz greift.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der rechtliche Rahmen, die historische Entwicklung in Deutschland, der Vergleich mit anderen Gesellschaftsmodellen wie der Andenkultur und die ethische Problematik eines generellen Verbots.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den sozialen Kontext der Kinderarbeit zu beleuchten, die einseitige Wahrnehmung der Kinder als reine Opfer zu hinterfragen und Alternativen zur Stigmatisierung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer und pädagogischer Literatur sowie eine Analyse historischer und aktueller Berichte zum Thema Kinderarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, eine historische Analyse der Kinderarbeit in Deutschland und eine kontrastierende Betrachtung von Gesellschaften mit unterschiedlichem Differenzierungsgrad.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kinderarbeit, soziokultureller Kontext, Ausbeutung, Kinderrechte, Schulpflicht und die Unterscheidung zwischen „child labour“ und kulturbedingter Tätigkeit.

Wie unterscheidet sich die andine Wahrnehmung von Kindheit und Arbeit von der westlichen?

In der andinen Kultur wird ein Kind nicht als getrenntes, unfertiges Wesen gesehen, sondern als Teil einer kollektiven Ordnung, in der Arbeit als identitätsstiftende und gemeinschaftsdienliche Aufgabe verstanden wird.

Warum kritisiert die Arbeit den Kinderarbeits-Report von terre des hommes?

Die Arbeit kritisiert, dass der Report Kinder lediglich als Opfer darstellt, die Situationen nicht differenziert betrachtet und die potenziell aktive und kompetente Rolle der Kinder bei der Bewältigung ihrer Lebensumstände ignoriert.

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Details

Title
Kinderarbeit in Deutschland. Ein soziokulturelles Phänomen als gesellschaftliches Problem und Herausforderung einer funktional hochdifferenzierten Gesellschaft
College
Martin Luther University
Grade
2,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V446974
ISBN (eBook)
9783668830790
ISBN (Book)
9783668830806
Language
German
Tags
Kinderarbeit Kinderarbeit Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Kinderarbeit in Deutschland. Ein soziokulturelles Phänomen als gesellschaftliches Problem und Herausforderung einer funktional hochdifferenzierten Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446974
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