Die Reflektion der US-amerikanischen Gesellschaft in David Lynchs Filmen am Beispiel von Blue Velvet


Hausarbeit, 2004
12 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. David Lynch: Sein Leben und seine Werke

3. Amerika während der Entstehung von „Blue Velvet“
3.1 Die Gesellschaft
3.2 Die Innenpolitik
3.3 Die Außenpolitik

4. Die Postmoderne

5. „Blue Velvet“
5.1 Inhaltsangabe
5.2 Die Dramaturgie von „Blue Velvet“

6. „Blue Velvet“ und die amerikanische Gesellschaft

7. Quellennachweis

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit soll den Einfluss der politischen sowie gesellschaftlichen Verhältnisse in den USA während des Entstehens des Films „Blue Velvet“ aufzeigen und deren Einfluss auf David Lynch verdeutlichen.

Der erste Teil der Arbeit widmet sich ausschließlich dem Leben und den Filmen von David Lynch. Es wird dargestellt inwieweit die Biographie Lynchs Einfluss auf seine Filme nimmt. Des weiteren wird ein Überblick über seine Werke und seine Ideologien geschaffen.

Daraufhin wird die amerikanische Gesellschaft, sowie die politischen Verhältnisse während der Entstehung von „Blue Velvet“ im Abriss dargestellt und erläutert.

Im letzten Teil werden die Einflüsse von David Lynch auf die US-amerikanische Gesellschaft sowie umgekehrt untersucht. Hier gilt es das immer wieder auftauchende Merkmal, eine Kulisse der Reinheit und Schönheit hinter der sich Betrug, Hass, Gewalt und Sexualität verbirgt, aufzudecken und dessen Bezug zur Gesellschaft zu erörtern.

2. David Lynch: Sein Leben und seine Werke

David Lynch wurde am 20.01.1946 in Missoula, Montana geboren. Sein Vater war Agrarwissenschaftler. Lynchs Mutter war Hausfrau. Aufgrund des Berufes seines Vaters musste die Familie öfters umziehen. Als Landkind interessierte er sich weniger für das Kino und Fernsehen. Seine Aufmerksamkeit galt dem Zeichnen und der Natur. Er fühlte sich in den Vorortumgebung von Boise, Idaho wohl und bekam es mit der Angst zutun, wenn er in die Großstadt New York musste¹. Während seiner Zeit an der High School in Alexandria, Virginia entwickelte sich seine Neigung zum Malen immer stärker. Deswegen besuchte er am Wochenende Kunstseminare an der Corcoran School of Art in Alexandria. Nachdem er ein Jahr an der Boston Museum School studiert hatte, wechselte er 1965 an die Pennsylvania Academy of Fine Art in Philadelphia. Die rauhe und gefährliche Stadt war für Lynchs bis Dato sehr behütetes Vorstadtleben ein heftiger Kontrast. Interessant ist, dass er regelmäßig ein Leichenschauhaus in seiner Nähe besucht haben soll¹. 1968 brachte Margret Reavy, die er ein Jahr zuvor geheiratet hatte, eine Tochter zur Welt. Im gleichen Jahr animierte er den Kurzfilm „The Alphabet“. Dieser Film brachte ihm eine finanzielle Förderung des American Film Institutes ein. Die Mittel ermöglichten ihm die Realisierung des Films „The Grandmother“, der ihm zahlreiche Festivalpreise einbrachte und einen Platz an dem American Film Institute in Los Angeles sicherte. 1976 wird Mel Brooks auf David Lynch durch den Film „Eraserhead“ aufmerksam und engagiert ihn für die Umsetzung von „Elephant Man“. Der Film wird 1980 für acht Oscars nominiert. Im Jahr 1977 heiratet er Mary Fisk. 1984 verfilmt er das epische Science Fiction Abenteuer „Dune“ nach der Romanvorlage von Frank Herbert. Der Film wird künstlerisch sowie finanziell ein Flop². 1986 dreht Lynch den Mystery-Thriller „Blue Velvet“. Der Film löst aufgrund seiner moralischen sowie sexuellen Perversionen heftige Debatten in der US-Gesellschaft aus. Lynch erhält für „Blue Velvet“ die zweite Oscar-Nominierung. Lynch trennt sich von seiner Frau Mary Fisk und geht mit Isabella Rossellini eine Beziehung ein. 1989 widmet sich Lynch dem Fernsehen und schafft mit der Serie „Twin Peaks“ eine Kombination aus Soap Opera und Mystery-Thriller ein völlig neues Format. „Wild Heart“, der 1990 in die Lichtspieltheater kam, ging in eine ähnliche düstere und verwegene Richtung wie „Blue Velvet“ und erhielt dafür die „Goldene Palme“ in Cannes. „Twin Peaks – Fire walk with me“, der Film zur Serie, wird 1992 zu einem Misserfolg. „Lost Highway“ der im Jahr 1996 und „Mullholland Drive“ der 2001 in die Kinos kam, setzen die Richtung der rational nicht erklärbaren, düster-atmosphärischen Filme von Lynch fort.

[...]


1 Vgl. Habers, Stefan: Amerikanische Gesellschaftsbilder in den Filmen David Lynchs, Coppi Verlag 1996, S. 23 ff

2 Vgl. Lexikon des internationalen Films 2001, Katholisches Institut für Medieninformation GmbH, Köln

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Die Reflektion der US-amerikanischen Gesellschaft in David Lynchs Filmen am Beispiel von Blue Velvet
Hochschule
Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
12
Katalognummer
V44703
ISBN (eBook)
9783638422499
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reflektion, US-amerikanischen, Gesellschaft, David, Lynchs, Filmen, Beispiel, Blue, Velvet
Arbeit zitieren
Philip Pratt (Autor), 2004, Die Reflektion der US-amerikanischen Gesellschaft in David Lynchs Filmen am Beispiel von Blue Velvet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44703

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