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Zur Depression im Jugendalter

Title: Zur Depression im Jugendalter

Seminar Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Carmen Bartylla (Author)

Sociology - Old Age
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„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ ist eine oft genannte Redewendung, die Stimmungsschwankungen zum Ausdruck bringt. Fast jede Person unterlag schon einmal sogenannten Stimmungsschwankungen, in denen sie sich zuerst euphorisch und im nächsten Moment pessimistisch, hilflos fühlte.
Jugendliche nennen es häufig ihre „Depri-Phase“, wenn sie in einem Stimmungstief stecken. Hierbei ist es jedoch schwierig eine eindeutige Diagnose bei Jugendlichen zu stellen, da depressive Verstimmungen während der Pubertät auch häufig normal sind. Trotzdem sollte solchen Symptomen (z.B. Traurigkeit, Angst, Gefühle des Versagens) auch ernsthaft nachgegangen werden, da besonders im Jugendalter eine hohe Depressivitätsgefährdung besteht.
Ein depressiver Zustand wird durch seine Dauerhaftigkeit und Intensität gekennzeichnet. Dabei spielt das Vorhandensein zusätzlicher Beeinträchtigungen eine große Rolle. Ich habe mich einerseits für das Thema Depressionen entschieden, da diese Krankheit auch mich bzw. unter normalen Umständen aufgewachsene Menschen betreffen können. Andererseits ist nach meiner Ansicht das Wissen über die Depression ein Muss in der Heimerziehung, da besonders hier vorbelastete Jugendliche aufeinandertreffen, deren Entwicklung von problematischen Ereignissen geprägt wurde bzw. wird. Ziel dieser Studienarbeit ist es, meine Kenntnisse über die Krankheit Depression zu erweitern und dem Leser die Möglichkeit zu geben, Merkmale im Geschriebenen wiederzuerkennen, die sich auf seine eigene Person oder seine Arbeit in der Praxis beziehen.
Im ersten Teil meiner Studienarbeit informiere ich über die verschiedenen Erscheinungsformen und Ursachen der Depression und gebe dabei einen Überblick über depressive Symptome im Jugendalter.
Im letzten Teil führe ich ein Fallbeispiel meiner Einrichtung unter Anwendung einiger Phasen der sozialen Einzelhilfe an, um die Thematik auch praxisorientiert zu beleuchten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zum Begriff Depression

1.1 Definition des Begriffes

1.2 Depressive Symptome im Jugendalter

2. Erscheinungsformen der Depression

2.1 Die Major Depression

2.2 Die Dysthyme Störung

2.3 Manisch- depressive Störungen (Bipolare Störungen)

3. Ursachen für Depressionen

3.1 Biologische Ursachen

3.2 Psychosoziale Risikofaktoren

4. Fallbeispiel – Sabrina

4.1 Anamnese

4.2 Assessment

4.3 Diagnose

4.4 Intervention

4.5 Prognose

5. Schlussbewertung

Zielsetzung & Themen

Die Studienarbeit verfolgt das Ziel, das Verständnis für die Krankheit Depression im Jugendalter zu vertiefen und dem Leser Merkmale zur Erkennung im eigenen Umfeld oder der beruflichen Praxis zu vermitteln, wobei insbesondere die Verknüpfung von theoretischem Wissen mit einem praxisorientierten Fallbeispiel der Heimerziehung im Fokus steht.

  • Grundlagen, Begriffsdefinitionen und Symptomatik der Depression
  • Differenzierung verschiedener depressiver Störungsbilder
  • Analyse biologischer Ursachen und psychosozialer Risikofaktoren
  • Anwendung der sozialen Einzelhilfe an einem konkreten Fallbeispiel
  • Bedeutung von Resilienz und Schutzfaktoren bei Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

3.2 Psychosoziale Risikofaktoren

Bei der Entstehung von Depressionen spielen neben den biologischen auch psychische und soziale Faktoren eine Rolle. Jugendliche sind trotz ähnlicher Lebens- und Entwicklungsbedingungen der Gefahr der Entwicklung einer Depression nicht in gleicher Weise ausgesetzt. Bei jedem einzelnen Jugendlichen muss individuell überlegt werden, welche speziellen Lebensumstände und welche besonderen Persönlichkeitsmerkmale und körperlichen Faktoren sich in ihrem Zusammenspiel so entwickeln, dass es zu einer Depression kommt.

Im Folgenden gebe ich einen kurzen Überblick über psychosoziale Risikofaktoren und beziehe mich dabei auch auf die Kindheit, da die Risikofaktoren meist in diesem Lebensalter ihren Ursprung finden (vgl. Nevermann 2001, S. 179 ff.).

Depression eines Elternteils: Wie bereits bei den biologischen Ursachen erwähnt, haben Kinder von depressiven Eltern ein erhöhtes Depressionsrisiko. Die Entwicklungsbedingungen und die Umgebung, in der ein Kind mit depressiven Eltern aufwächst, spielen dabei eine große Rolle. Denn das Zusammenleben und der tägliche Umgang mit dem depressiven Elternteil beeinträchtigen das Kind bzw. den Jugendlichen, wobei es bei ca. einem Drittel tatsächlich zu einer Depression kommt (vgl. Nevermann 2001, S. 179).

Belastende Lebensereignisse: Jede Person macht in seinem Leben positive sowie negative Erfahrungen. Im Vorfeld der Depression finden negative Erfahrungen in einem überzufällig hohem Ausmaß statt. Wenn Personen durch ein einzelnes Ereignis oder anhaltende Lebensumstände so in Anspruch genommen werden, dass es ihre psychische Leistungsfähigkeit übersteigt, dann handelt es sich um Stress. Es kann also einzelne stressauslösende Ereignisse geben (z.B. Tod, Trennung, Unfall, Krankheit) aber auch dauerhaft belastende Umstände (z.B. familiäre Probleme, Aufwachsen in Armut). Entscheidend ist die Art und Weise, wie Jugendliche mit diesen Belastungen umgehen. Dabei sind große Unterschiede zu verzeichnen, denn was den einen krank macht, kann für den anderen eine Herausforderung bedeuten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Stimmungsschwankungen und Depressionen im Jugendalter ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, theoretische Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen aus der Heimerziehung zu verknüpfen.

1. Zum Begriff Depression: Dieses Kapitel definiert den Begriff Depression fachlich und beschreibt die vielfältigen Symptome im Jugendalter, unterteilt in somatische, emotionale, kognitive und verhaltensbezogene Ebenen.

2. Erscheinungsformen der Depression: Hier werden die klinischen Diagnosesysteme (ICD-10, DSM-IV) erläutert und die verschiedenen Formen wie Major Depression, Dysthyme Störung sowie manisch-depressive Störungen voneinander abgegrenzt.

3. Ursachen für Depressionen: Das Kapitel analysiert sowohl die biologischen Grundlagen, wie erbliche Vorbelastungen, als auch psychosoziale Risikofaktoren wie familiäre Belastungen und kritische Lebensereignisse.

4. Fallbeispiel – Sabrina: Basierend auf einem konkreten Fall aus der Heimerziehung werden Anamnese, Assessment, Diagnose, durchgeführte Interventionen und die Prognose der Jugendlichen Sabrina dargestellt.

5. Schlussbewertung: Die Schlussbewertung betont die Wichtigkeit der frühzeitigen Erkennung depressiver Anzeichen und unterstreicht, dass die Bewältigung der Krankheit einen dauerhaften Prozess für Betroffene und ihr Umfeld darstellt.

Schlüsselwörter

Depression, Jugendalter, Major Depression, Dysthyme Störung, Bipolare Störungen, Heimerziehung, Psychosoziale Risikofaktoren, Resilienz, soziale Einzelhilfe, psychische Stabilität, Bindungsqualität, Erbforschung, Fallbeispiel, Krisenbewältigung, Entwicklungspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Depressionen im Jugendalter, wobei theoretische Grundlagen der Erkrankung mit praktischen Fallbeispielen aus dem Bereich der Heimerziehung verknüpft werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition und Symptomatik der Depression, verschiedene Erscheinungsformen, Ursachen (biologisch und psychosozial) sowie die pädagogische und therapeutische Arbeit mit betroffenen Jugendlichen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist die Erweiterung des Wissens über die Krankheit Depression, um Merkmale im beruflichen Alltag oder bei anderen Personen besser identifizieren und durch praxisorientierte Ansätze adressieren zu können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse klinischer Standards (wie ICD-10 und DSM-IV) sowie auf die Anwendung von Methoden der sozialen Einzelhilfe zur Fallanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Klassifikationen von Depressionsformen und deren Ursachen erläutert sowie diese Erkenntnisse auf das Fallbeispiel einer Jugendlichen in der Heimerziehung angewandt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Depression, Jugendalter, psychosoziale Risikofaktoren, Resilienz, Heimerziehung und soziale Einzelhilfe charakterisiert.

Welche Bedeutung kommt der Bindungsqualität im Fallbeispiel zu?

Die Arbeit betont, dass gestörte Bindungsprozesse – insbesondere bei einem depressiven Elternteil – die soziale und emotionale Entwicklung massiv erschweren und das Risiko für eine eigene Depressionsentwicklung signifikant erhöhen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Risikofaktoren und Schutzfaktoren relevant?

Die Unterscheidung ist zentral, da Schutzfaktoren wie ein tragfähiges soziales Netzwerk oder personale Stützfaktoren die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) eines Jugendlichen gegenüber hohen Belastungen stärken können.

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Details

Title
Zur Depression im Jugendalter
College
University of Cooperative Education Breitenbrunn  (Staatliche Studienakademie)
Course
Arbeitsfeld Heimerziehung
Grade
1,2
Author
Carmen Bartylla (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V44768
ISBN (eBook)
9783638423038
Language
German
Tags
Depression Jugendalter Arbeitsfeld Heimerziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carmen Bartylla (Author), 2005, Zur Depression im Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44768
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